Muss es immer die neueste Technik sein?

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In diesen Wochen dreht sich alles um die kommende Konsolen Generation, denn wir sind mitten in der heißen Phase vor dem Launch im November. Vorbestellungen von PlayStation 5 und Xbox Series X bzw. S sind mittlerweile möglich und Fans beider Lager versuchen, sich ein Exemplar der begehrten Geräte schon jetzt zu sichern. Doch muss es wirklich immer die neueste Technik sein? Sicherlich versprechen die neuen Games, die in den nächsten Monaten und Jahren auf uns zukommen, spektakuläre Grafiken. Doch viele Spiele leben nach wie vor von ihrer Atmosphäre oder ihrem Gameplay – und dafür reicht im Grunde auch die aktuelle Hardware locker aus.

Beispiele dafür gibt es zu Genüge. Man denke z. B. an Minecraft. Das Open World Klötzchenspiel gibt es schon seit über zehn Jahren und hat seitdem nichts von seinem Charme verloren. Mit ein paar Mods auf dem PC kann man zwar deutlich mehr aus dem Spiel herausholen, standardmäßig lässt sich die Grafik aber sicherlich als simpel oder zweckmäßig beschreiben. Oder nehmen wir die nach wie vor beliebten Casino Games. Egal ob man sich nun ein Kartenspiel wie Texas Hold ‘em kauft oder online nach einem Anbieter sucht, der wie bspw. Casino.com viele Spieloptionen bietet: nicht die Technik sorgt hier für Spielspaß, sondern vielmehr abwechslungsreiche Möglichkeiten sowie der Nervenkitzel. Ob die virtuelle Kugel beim Roulette nun in Full HD bei der richtigen Zahl landert oder in 4K mit HDR macht da kaum einen Unterschied.

Klassiker haben ihren Reiz

Dass alte Spiele zum oft zitierten alten Eisen gehören, ist sowieso nicht der Fall. Einem Crysis von 2007, seinerzeit einer der ersten großen Titel, der die Power der damalig neuen DirectX 10 Schnittstelle genutzt hat, sieht man heute irgendwo doch sein Alter an, aber letztendlich kann auch das jüngst veröffentlichte Crysis Remastered spielerisch nicht mehr aus dem Titel herausholen als das betagte Original. Sicher: nachgewachsene Spieler kann man mit einer optisch aufpolierten Neuauflage eher ansprechen, aber die Bibliotheken der Anbieter bieten trotzdem das eine oder andere fast vergessene Highlight.

Das Potenzial solcher alten Perlen hat Microsoft schon vor einigen Jahren erkannt und mit dem damaligen Release der Xbox One die Abwärtskompatibilität eingeführt. Während Sony bei diesem Thema lange abgewunken hat – legendär die Frage von Sony Interactive Entertainment CEO Jim Ryan: „Warum sollte irgendjemand das spielen wollen?“ – und jetzt plötzlich doch so langsam aber sicher umdenkt, konnte man bereits auf der Xbox One fast alle Games der Xbox 360 spielen und sogar auf einen Haufen Titel der Original Ur-Xbox zugreifen. Mit dem Launch von Xbox Series X und S wird das Feature natürlich weiterhin unterstützt und so können Spieler direkt auf einen großen Backkatalog zugreifen. Die Tage zeigte Microsoft so einen neuen Trailer, der eigentlich mit Quick Resume ein ganz anderes Feature vorstellen sollte, doch der heimliche Star des Videos war eher die Abwärtskompatibilität der Xbox Series S: So konnte man nicht nur sehen, wie schnell Spieler zwischen Games wechseln können, sondern auch, wie perfekt Spiele von Xbox One (Star Wars Jedi: Fallen Order und Minecraft Dungeons), Xbox 360 (Skate 3) und Xbox (Black) auf der neuen Konsole laufen.