Monster Boy and the Cursed Kingdom bei uns im Test

Ein grandioses Jump and Run

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FDG Entertainment und Sega schicken das Jump and Run Monster Boy and the Cursed Kingdom in den Ring. Der Titel wurde zusammen mit Ryuichi Nishizawa entwickelt. Dieser war für das großartige Wonder Boy in Monster World federführend verantwortlich. Somit stellt das Spiel einen indirekten Nachfolger dar.

Zu den gängigen Gameplay-Mechaniken eines Platformers gesellen sich aber auch neue Elemente hinzu. Beispielsweise können wir unterschiedliche Gestalten annehmen und auch unseren Charakter mit verschiedenen Rüstungen und Waffen ausstatten. Zusammengehalten wird das Ganze mit einer unglaublich wundervollen Grafik und einem Helden der uns direkt ans Herz wächst.

Ein Junge wird zum Helden

Wir steuern Jin, einen „kleinen“ Jungen mit blauen Haaren. Dieser spaziert fröhlich durch sein Dorf, als plötzlich sein verwirrter Onkel vorbeifliegt und die komplette Spielwelt verzaubert. Eigentlich ist sein Onkel ein netter Zeitgenosse, irgendwas muss ihn verwirrt und böse gemacht haben.

Auch unser bester Freund „Zeke“ wurde verwandelt, dieser ist nun ein kleiner Drache, welchen wir ab und an während unserer Abenteuer treffen.

Nun öffnet sich die Spielwelt für uns. Anhand der Übersichtskarte können wir jederzeit unseren Fortschritt überprüfen, Händler finden und die einzelnen Gebiete genau unter die Lupe nehmen:

Verwandlungsfähig

Die Spielwelt von Monster Boy and the Cursed Kingdom ist in verschiedene Gebiete unterteilt, die jeweils ganz andere Ansprüche an uns haben. Wie gut das sich Jin in verschiedene Charaktere verwandeln kann. Wir hätten da beispielsweise die Formen eines Schweins, einer Schlange, eines Frosches oder Löwen. Jede Form hat eigene Stärken und Schwächen.

Hier befinden wir uns als Schlange unter Wasser. Jetzt heißt es schnell sein, sonst geht uns die Luft aus.

Zudem können wir die Form jederzeit wechseln. Dies ist auch bitter nötig um die Sprungpassagen und immer wieder eingestreuten Rätsel zu lösen. Zum Beispiel kann sich die Schlange durch winzige Löcher quetschen und an unterschiedlichen, mit Moos bewachsenen, Oberflächen „picken“ bleiben. Das Schwein kann dafür diverse Zaubersprüche wirken, der Frosch hingegen bietet ein Schild sowie eine Waffe und kann besonders hoch springen.

Noch mehr Abwechslung

Überall in der Spielwelt können wir unterschiedliche Händler beziehungsweise Schmiede aufsuchen. Bei den Händlern erwerben wir die Zaubersprüche, füllen unser Leben auf oder kaufen uns einen Trank, welcher uns ein Bonusleben gewährt.

Bei der zweiten Händlerart warten unter anderem Waffen, Schilde, Rüstungen oder Armbänder auf uns. Grundsätzlich ist unser Held aber nicht schlecht ausgerüstet, dies können wir als Bonus und als Vereinfachung sehen – wenn wir es nutzen möchten.

Dem Geist werden wir den Po versohlen! Eine Frechheit uns auf seinem Geisterschiff so zu erschrecken.

Außerdem können wir unsere Ausrüstung verbessern. Dazu müssen wir verschiedene Edelsteine finden. Diese kleinen Bastarde sind gut in den einzelnen Level versteckt. Haben wir einen Edelstein gefunden, können wir eine Schmiede aufsuchen und unsere Ausrüstung auf das nächste Level heben.

Hier stehen wir vor der Schmiede in unserem Dorf.

Geniale Kämpfe, Rätsel und Sprungpassagen

Das A und O eines Jump and Run`s sind natürlich herausfordernde aber faire Sprungpassagen, dicke Bossgegner mit eigenen Verhaltensmustern und verschiedene Rätsel die uns immer mal wieder kurz verschnaufen lassen. Monster Boy and the Cursed Kingdom liefert uns das fast in Perfektion.

Die Absprünge an den Kanten sind millimetergenau. Die Bosskämpfe hart aber fair. Man muss nur den Kniff erkennen und schon können wir den dicken Gegner ordentlich eines auf die Mütze geben. Die unterschiedlichen Rätsel sind ebenfalls sehr abwechslungsreich und profitieren natürlich durch die Wechselmöglichkeit der Formen.

Abschließen wollen wir noch einen kurzen Blick auf das Ausrüstungsrad werfen. Nach der erfolgreichen Absolvierung eines Gebietes erhalten wir eine neue Form und meist auch einen neuen Ausrüstungsgegenstand. Nehmen wir als Beispiel unser Schuhwerk zur Hand. Zu Beginn laufen und springen wir noch mit normalen Lederstiefeln durch die Welt.

Mit der Zeit bekommen wir aber immer mehr Optionen an die Hand. Beispielsweise schmelzen die purpurnen Stiefel Eis oder wir ziehen uns die schweren Eisenstiefel über, schon kann jeder Held tauchen – ob er nun will oder nicht. Diese Variationen gibt es ebenfalls bei der Waffe, dem Schild, der Torso-Rüstung und den Armbändern.

Trailer:


Monster Boy and the Cursed Kingdom findet man auf dem PC, XBox One, PS4 und Nintendo Switch

89%

Monster Boy and the Cursed Kingdom ist ein Jump and Run-Meisterwerk. Mich persönlich erinnert es an Donkey Kong, Wario Land und an Zeichentrickserien der 90iger Jahre. Das abartig geniale Artwork sorgt sofort für gute Laune. Das gelungene Intro lädt zum Verweilen ein.

Enorme Abwechslung erhalten wir durch die verschiedenen Charaktere in die sich unser Held verwandeln kann. Dazu kommen die seichten RPG-Elemente die das Ganze abrunden. Versteckte Räume, dicke Bosse und sammelbare Gegenstände - alles vorhanden.

Das einzige an dem wir meckern könnten ist der plötzlich ansteigende Schwierigkeitsgrad in den Wolkenlevel, ansonsten sind wir rundum zufrieden.

  • Grafik 89%
  • Sound 88%
  • Atmosphäre 91%
  • Steuerung 90%
  • Umfang 88%