Liberated bei uns im Test

Ein spielbarer düsterer Comic

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Der Entwickler Atomic Wolf und Walkabout bringen mit Liberated einen spielbaren Comic auf PC und Konsolen. Eine düstere Atmosphäre gepaart mit actionreichen Kampfeinlagen und ein paar Stealth-Mechaniken.

Die Mischung klingt wundervoll, ob sie wirklich überzeugen kann klärt unser Test.

Wirst du dich erheben?

Liberated zeichnet ein düsteres Zukunftsszenario. Im Namen der Sicherheit wurde ein Regierungsprogramm ins Leben gerufen das den gläsernen Bürger erschafft. Die Regierung weiß dank der Software alles über seine Untertanen, egal ob Social Media, Kontoverbindungen, Gesichtserkennung alles läuft in dieser Software zusammen. Durch Fake News wird der aktuelle Status aufrechterhalten, die Bürger klein gehalten und all jene die sich dagegen wehren werden diffamiert, von der Polizei abgeholt, eingesperrt oder gar getötet.

Die Polizei sprengt ein Gebäude in die Luft. Auch Verluste in den eigenen Reihen werden hingenommen.

Ein „paar“ Bürger aber gründeten den Widerstand Liberated und wollen die „Wahrheit“ ans Licht bringen. Vom Staat als Terroristen bezeichnet kämpfen sie für die gute Sache. Durch mehrere Blickwinkel wird die Geschichte auseinandergenommen. Verrat, Wahnsinn und Neid stehen an der Tagesordnung. Wem kann getraut werden, wer spielt ein falsches Spiel, all das erfahren wir in den vier Kapiteln und den zwei kostenlosen (PC) Erweiterungen.

Irgendwie beängstigend das dieses Szenario von der Realität nicht gar so weit entfernt ist. Gute Voraussetzungen also, doch spielerisch kann der Titel nicht ganz überzeugen.

Wilde Gameplay-Mischung

Immer wieder müssen wir auch unterschiedliche Rätsel lösen.

Besonders das erste Kapitel von Liberated enttäuscht, man fühlt sich einfach permanent unterfordert. Kapitel 2 bis 4 hingegen unterhalten sehr gut. Auch bei den beiden DLCs schwankt die Qualität, besonders die erste Erweiterung enttäuscht komplett – hier gibt es kein Gameplay, man liest nur gemütlich den Comic. DLC #2 unterhält dann wieder hervorragend und gewährt weitere Einblicke in die Hintergrundgeschichte.

Grundsätzlich ist Liberated ein klassischer Action-Platformer. Wir kämpfen gegen unterschiedliche Gegner und Drohnen. Immer wieder wird die Geschichte aber mit Rätseleinlagen, Jump and Run-Passagen sowie Stealth-Abschnitte aufgewertet.

Der Schwierigkeitsgrad hätte aber gerne etwas höher ausfallen dürfen. Auch die Spielzeit könnte ruhig etwas länger ausfallen, mit beiden DLCs sind wir ungefähr bei einer Spielzeit von vier Stunden. Die Entwickler arbeiten bereits an weiterem Content, ob dieser gratis oder in Bezahlform daherkommt ist noch nicht endgültig fixiert.

Launch-Trailer:

 


Liberated findet man auf dem PC via Steam sowie auf Nintendo Switch

 

73.8%

Liberated hinterlässt mich im Zweispalt. Gute Kapitel wechseln sich mit weniger guten Einlagen ab. Der absolut größte Pluspunkt ist die düstere Atmosphäre, diese weiß zu gefallen und zu unterhalten.

Die zweckmäßige Grafik und die relativ kurze Spielzeit gefallen dann eher weniger. Für Genre- und Comic-Fans kann sich ein Blick trotzdem lohnen.

  • Grafik 71%
  • Sound 75%
  • Atmosphäre 75%
  • Steuerung 78%
  • Umfang 70%