Iron Sky Invasion im Test

Der Kinofilm Iron Sky konnte im Kino große Erfolge feiern. Für TopWare Interactive ein Grund genug, das passende Videospiel dafür zu veröffentlichen. Mit Iron Sky Invasion dürft ihr die verrückte Geschichte der Nazis verfolgen, die gegen Ende des zweiten Weltkrieges auf den Mond flüchten. Ob das allerdings auch Spaß macht, wird euch unser Test zur XBox 360 Version sagen können.

Iron Sky lief zum ersten Mal am 04. April über die deutschen Kinoleinwände und wurde vom finnischen Regisseur Timo Vuorensola verfilmt. Die Science-Fiction Filmkömodie ist gepickt mit deutschen Schauspielstars wie Julia Dietze oder Götz Otto und konnte beachtliche Zuschauerzahlen vorweisen. Die Story hinter dem Film ist allerdings so verrückt, dass man sie sich schon fast gar nicht selber ausdenken kann. So wollen die Nazis gegen Ende des zweiten Weltkrieges auf den Mond flüchten und von dort eine neue Angriffsflotte installieren. Helfen soll dabei das rätselhafte Gas Helium 3. Das Spiel bietet tolle Zwischensequenzen, die euch immer wieder zum Schmunzeln bringen. Leider kann man das von den Weltraumschlachten aber nicht wirklich sagen. Diese wirken ziemlich langweilig und erinnern ein wenig an frühere Wing-Commander Zeiten.

Mit eurem Raumschiff fliegt ihr durch die unendlichen Weiten des Weltalls und müsst eure Gegner zerstören. Doch diese haben natürlich was dagegen und ihr steht unter ziemlichen Dauerbeschuss. Es kann schon ein wenig nervig werden und manchmal geht dabei auch die Übersicht flöten. Grafisch können im Spiel eigentlich nur die Zwischensequenzen überzeugen. Das Spiel selber sieht für heutige Zeiten eher mau aus und auch die Effekte lassen ein wenig zu wünschen übrig. Es hätte ruhig ein wenig mehr sein dürfen. Leider ist der Spielablauf auch immer der gleiche und ihr sucht vergeblich nach Abwechslung. Es ist so eine Art zweischneidiges Schwert. Die Story kann vollkommen überzeugen,  der Rest leider nicht.

Iron Sky Invasion ist allerdings nicht nur Ballern ohne Ende sondern auch ein wenig Taktik-Geplänkel. So müsst ihr eure nächsten Schritte genau überlegen, um nicht direkt zu Metallschrott verarbeitet zu werden. Neben kleinen feindlichen Untertassen müsst ihr auch große Zeppeline bekämpfen. Diese sehen ziemlich imposant aus und sind auch nicht leicht zu zerstören. An manchen Stellen nimmt das Ganze sogar richtig Fahrt auf und ein wenig blitzt der Spielspaß auf, doch schon nach kurzer Zeit sackt ihr wieder enttäuscht in euren Sessel. Euer Raumschiff kann übrigens auch aufgerüstet werden, was durch den Verkauf von Wrackteilen passiert.

Neben den gelungenen Zwischensequenzen gibt es aber auch noch andere positive Dinge im Spiel. So kann der Soundtrack, der übrigens der Originale aus dem Film ist, absolut überzeugen und bringt Atmosphäre in die Geschichte. Die Steuerung geht mit dem Gamepad gut von der Hand und macht keine Probleme. Iron Sky Invasion hätte so viel mehr sein können, wenn man dem Spiel auch spielerisch mehr gegeben hätte. Der erhöhte Trash-Faktor, der besonders durch die skurillen Zwischensequenzen ensteht, hat allerdings etwas Besonderes und kann bei Fans der Filmvorlage vielleicht punkten. Unserer Meinung sollte ein Spiel im Jahre 2013 allerdings ein wenig mehr bieten als nur Videoschnipsel ohne spielerischen Tiefgang.

Fazit:

Iron Sky Invasion macht der Filmvorlage alle Ehre und bietet tolle Zwischensequenzen und einen Original-Soundtrack. Beim spielerischen müsst ihr allerdings große Abstriche machen. Ihr fliegt mit euren Raumschiff durchs Weltall, beschießt jede Menge Gegner und rüstet euer Raumschiff auf. Und das ändert sich auch nicht. Auch wenn die Missionen ziemlich lustig sind und verrückte Storys bieten, fehlt es dem Spiel an echter Action. Schade, aber echte Iron Sky Fans werden wohl trotzdem zuschlagen.

Wertung:

Ausreichend