Internetanschluss? Muss für Gamer besondere Anforderungen erfüllen!

Computerspiele sind längst nichts mehr, was man auf den eigenen Rechner lädt: Die Spiele liegen auf den Servern der Hersteller, gespielt wird online. Das stellt ganz andere Anforderungen an die Internetverbindung, denn das Spielerlebnis der zum Teil recht komplex aufgebauten Spiele mit Mehrspielermodus hängt nun von der Leistung der Leitung ab. Dabei ist vor allem die Pingzeit ausschlaggebend.

PC, Xbox oder andere Konsole?

Früher gab es für die verschiedenen Spielkonsolen von Nintendo, Sega und anderen Herstellern diese niedlichen kleinen Kassetten, die in den Schlitz geschoben wurden. Auf den Kassetten war das Spiel gespeichert, alles lokal und ohne Internetverbindung. Das ist längst nicht mehr der Fall. Inzwischen sind die Spiele für die Konsolen ebenfalls an das Internet gebunden, liegen auf den Servern der Hersteller und werden online gespielt. Jede Playstation ist internetfähig und ohne Netzzugang nicht nutzbar heutzutage. Die Internetverbindung wird also nicht nur beim zocken am PC benötigt, sondern auch für Konsolenspiele. Und da geben die Hersteller Empfehlungen, wie die Verbindung mindestens beschaffen sein sollte.

Für die Xbox One heißt es beispielsweise, dass 15 Mbit/s Download und 200 kbit/s Upload das Minimum sind. Diese Angaben sind mit Vorsicht zu genießen. Denn sie gehen davon aus, dass man die Internetverbindung alleine und jeweils nur mit einem einzigen Gerät nutzt. Wenn Oma auf dem Tablet ein Kochrezept nachschlägt, solange man den Endgegner besiegen will, wird es mit dieser Verbindung erstens keinen Spaß machen und zweitens dem Endgegner zum Sieg verhelfen. Es ist also empfehlenswert, die Herstellerangaben immer in Relation zu sehen und auf die eigene Nutzung übertragen die entsprechend höheren Werte herauszufinden.

Hohe Downloadrate gar nicht mal so wichtig

Wer nur spielt, braucht keine hohe Downloadrate. Die Datenmengen, die beim Spielen verschickt werden, sind überschaubar. Für den normalen Gebrauch und das Spielen online reicht eine DSL-Leitung mit 16 Mbit/s aus. Downloads großer Spieldateien machen mit einer 16 Mbit/s Leitung alleridings keinen Spaß, da machen sich die 50 Mbit/s dann doch positiv bemerkbar. Wichtig ist dagegen die Upload-Rate des Internetvertrags: Die sollte auf keinen Fall unter 1 Mbit/s liegen.

Einzige Ausnahme: Wer über die verschiedenen Portale seine Spielesessions live überträgt oder Let’s Play´s nutzt, braucht natürlich höhere Upload-Raten. Live-Streams in HD benötigen wenigstens 2 Mbit/s.

Die Pingzeit ist wichtig

Bei der Latenzzeit oder Pingzeit geht es um die Zeit, die ein Befehl oder eine Datei vom eigenen Gerät zum Server und zurück benötigt. Wenn die Technik den Befehl zu langsam weitergibt, ist die eigene Reaktionszeit egal. Der Bereich unter 80 Millisekunden ist in Ordnung, ideal sind Werte unter 40 Millisekunden. Wer optimal zocken will, hat Geschwindigkeiten von 15 bis 30 Millisekunden.

Viele Anbieter haben daher inzwischen spezielle Tarife für Gamer im Angebot, die genau auf diese Anforderungen eingehen. Laut eines connect Tests erzielt 1&1 die besten Gaming Pings. Gamer sollten demnach einmal einen Blick auf die DSL-Angebote von 1&1 riskieren.

Muss nicht unbedingt DSL sein

Ob Glasfaser, DSL, VDSL, Satellit oder Mobilfunk ist eigentlich egal. Alle Optionen sind für die meisten Onlinespiele in Ordnung. Für viele Gamer reicht auch der Surfstick aus. Allerdings sollten diejenigen, die nicht nur online spielen, wirklich das Volumen von Downloads und Uploads im Blick haben. Sonst kann es insbesondere beim Surfstick irgendwann richtig teuer werden.

 

Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag