Goodbye Deponia im Preview-Test

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Witzigkeit kennt keine Grenzen. Das haben wir uns von der Deponia-Reihe lehren lassen. Im Rahmen einer Vorschauversion konnten wir den abschließenden dritten Teil „Goodbye Deponia“ anspielen. Rund 30 Prozent des im Oktober erscheinenden Adventures gab die Vorabfassung zum Besten und ein Fakt kann man schon jetzt guten Gewissens bescheinigen: ein krönender Abschluss steht allen Deponia-Fans bevor.

Rufus und Goal haben ein Ziel: nach Eylsium reisen und Deponia vor dem Untergang durch den Organon bewahren. Leider gestaltet sich dieses Vorhaben dank Rufus Tollpatschigkeit nach wie vor kompliziert. Rufus schafft es auch im dritten Teil nicht nur sich selber, sondern auch seine kecke Begleiterin Goal immer wieder in große Schwierigkeiten zu bringen. Einmal in einer misslichen Lage gelandet, kommentiert Rufus die Lage erwartungsgemäß schnippisch und ist sich keiner Schuld bewusst. Das sind Spieler der Vorgänger bereits gewohnt, die Lacher haben die Entwickler aber immer noch auf ihrer Seite – und das im Minutentakt.

Allein der Auftakt bringt die ersten Schmunzler zum Vorschein. Während Goal in einer Art Seilwinde gefangen ist, kümmert sich Rufus lieber um einen plötzlich auftauchenden Fan. Rufus Narzissmus und seine schier grenzenlose Selbstüberschätzung strapazieren schnell unsere Lachmuskeln. Dank der schön gezeichneten Hintergründe nebst den witzigen Animationen macht Deponia umgehend Laune und zieht ins Spiel.

In unser Preview-Version setzt das Spiel sich selber nochmals die Krone auf in Sachen Humor und fährt sämtlich Humor-Geschütze auf. Sei es durch eine Therapiepraxis für Depressive, die nach missglückter Behandlung nebenan gleich den Strickverkäufer vorfinden. Oder sei es eine Szene im Sitcom-Stil, bei der das Publikum je nach Kommentar applaudiert oder andere Gefühlsregungen wie „Ahh“, „Ohh“ oder „Uhh“ aus dem Off zu verstehen gibt. Wir sind das ein oder andere mal fast vom Stuhl gefallen vor Lachen – das schafft nicht jedes Spiel. Im Grunde kann man „Goodbye Deponia“ bescheinigen, dass es nahtlos an die Story sowie an den Wortwitz der vorherigen Teile anknüpft.

Eine Kleinigkeit macht das Adventure dann jedoch minimal anders. Um allen Problemen rund um den großen Showdown gerecht zu werden muss sich Rufus nämlich dreiteilen und erlebt so drei unterschiedliche Teil-Abenteuer, wenn man so will. In einem der verschiedenen Nebenplots muss Rufus etwa der eingeschrumpfte Goal wieder zur Originalgröße verhelfen. Zusätzlich muss er die Rebellen mobilisieren, damit sie im letzten Feldzug gegen den Organon ihre Unterstützung anbieten.

Die bekannte Mischung aus hervorragend vertonten und geschriebenen Dialogen, der Entdeckung der Hotspots sowie die Bewältigung fordernder Rätsel scheint auch der dritte Teil wieder gut hinzubekommen. Durch die Hotspotanzeige behalten wir den Überblick über die Szenerie, das Inventar wird komfortabel mit Maus-Scrollen aufgerufen. Trotz ein paar noch nicht finaler Animationen und einiger kleiner Bugs macht „Goodbye Deponia“ schon jetzt einen sehr runden, schlicht sehr soliden Eindruck. Wenn sich der restliche Teil des Adventures ähnlich gut spielt wie unsere bereits gespielten Passagen, dann steht uns mal wieder ein Hit ins Haus. Schade, dass es dann schon mit der Serie vorbei ist. 

(C) Yan