Gaming Supplements und Doping im eSport

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Das Thema Doping macht auch vor dem eSport nicht Halt und sorgt dafür, dass mittlerweile in einigen Spielen Dopingkontrollen eingeführt wurden.

Beim Thema Doping im Sport sind längst nicht nur klassische Sportarten betroffen. Auch beim eSport schlägt das Thema hohe Wellen. Auch bei diesem Sport geht es für die professionellen Videospieler um Preisgelder, harte Konkurrenz und auch um Sponsoren. Die Zuschauerzahlen knacken je nach Turnier die Millionen, sodass es kein Wunder ist, dass auch beim elektronischen Sport die Dopingdebatte wichtig ist.

Die Preisgelder für eSport-Turniere erreichen immer öfter Millionenbeträge und auch Werbeverträge werden mit den Spielern abgeschlossen. Dabei geht es den Spielern beim Doping gar nicht darum, dass der Körper Höchstleistungen erbringt, sondern das Gehirn wird gedopt. Die Müdigkeit wird verdrängt, die Konzentration und Aufmerksamkeit gesteigert.

Bereits im Jahr 2015 wurde darüber diskutiert, dass Veranstalter (wie beispielsweise die ESL) Dopingkontrollen für die eSport-Spieler einführen wollen. Grund hierfür war vermutlich ein Counter-Strike-Spieler, der in einem Interview locker zur Schau stellte, dass er und sein Team (Cloud9) während eines Turniers “auf Adderall gewesen seien”. Hierbei handelt es sich eigentlich um ein verschreibungspflichtiges Medikament, welches bei Konzentrationsproblemen und ADHS zum Einsatz kommt.

Damals wurde im Internet auch nachgefragt, ob denn alle Spitzenspieler der besagten ESL dieses Medikament nehmen würden. Der Spieler Kory “Semphis” Friesen bejahte diese Frage. Kurz darauf nahm die Diskussion Fahrt auf und zumindest stichprobenartige Dopingkontrollen sollten demnach zeitnah eingeführt werden. Auch die Regelwerke wurden entsprechend angepasst. So ist es verboten, Drogen, Alkohol und leistungsfördernde Mittel einzusetzen, während online und offline gespielt wird.

Generell muss beim Einnehmen von Produkten unterschieden werden. Verboten sind beispielsweise ganz eindeutig verschreibungspflichtige Medikamente und generell Produkte, die die Konzentration und Aufmerksamkeit steigern.

Supplements sind dagegen Nahrungsergänzungsmittel, die Nährstoffe für den Stoffwechsel bereithalten. Diese Produkte sind frei verkäuflich und sind für Spitzensportler auch im eSport nützlich (und erlaubt).

Bekannte Supplemente für Spitzensportler sind Vitamin D, Omega 3, Kreatin, Magnesium und Eisen. Auch Sport-Probiotika wird wird häufig als Katalysator (beispielsweise für Eisen) eingesetzt. Damit der Körper generell mit ausreichend Protein versorgt wird, kommt bei den Sportlern Proteinpulver zum Einsatz.

Nicht zuletzt spielt auch Kaffee im eSport eine nicht zu unterschätzende Wirkung. Es handelt sich zwar im Grunde genommen nicht um ein Medikament oder ein Nahrungsergänzungsmittel, aber die Wirkstoffe sind dennoch eine Art “Nährstoff für das Gehirn”. Kombiniert mit Ashwagandha können die Sportler auch besser schlafen und ihren Stress abbauen – und zwar auf natürliche Art und Weise.

In vielen Spielen sind die Dopingkontrollen mittlerweile ganz normal, sodass auch während der eSport-Events 2019 bereits viele Kontrollen durchgeführt wurden. 2018 gab es während der FIFA-18-WM erstmals in London Dopingkontrollen. Es wurde allerdings per Los entschieden, welche Spieler einen Test machen mussten. Ein Verfahren, was ein wenig Verwunderung auslöste.

Die meisten Spieler sind der Ansicht, dass es sich um den richtigen Weg handelt, um das Thema Doping unter Kontrolle zu bringen. Beispielsweise gab der deutsche Spieler Michael “MegaBit” Bittner laut Sport1.de an, dass er hofft, dass demnächst kein Spieler positiv getestet wird, da dies den eSport kaputtmachen könne.