Metro: Exodus bei uns im Preview

Ein postapokalyptischer Höllen-Trip

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Zu Beginn unserer Anspiel-Session von Metro: Exodus werden wir ohne großes Geplänkel ins kalte Wasser geworfen. Buchstäblich. Also nicht nur in den klimatisierten Messehallen Kölns sondern auch im Spiel. Es beginnt damit, wie unser aus den Vorgängern bekannte Held Artjom aus dem Wasser gezogen wird. Von einer fremden Person, die uns, warum auch immer helfen möchte. In einem kurzen Gespräch erklärt sie uns, dass unsere Freundin verschleppt worden ist und gibt uns die Richtung an, in die wir uns bewegen sollen. Das war’s dann auch schon mit der Hilfe zu Beginn des Spiels.

Metro: Exodus überzeugt mit unfassbar dichter Atmosphäre

metro exodus
Vorsichtig pirschen wir uns durch die optisch überwältigende Oberwelt des Metro-Universums. Verkommen, benutzt und schmutzig. Postapokalypse durch und durch. Während wir durch die Dämmerung schleichen und alles einsammeln, was nicht Niet- und Nagelfest ist, erschrecken wir uns regelmäßig durch die wunderbare Lichtphysik des Spiels. Ständig ploppen irgendwo bedrohliche Schatten auf, die sich dann doch als harmlos entpuppen. Atmosphärisch ist das Spiel einfach atemberaubend, das liegt jedoch nicht nur an der Grafik, sondern auch am Sounddesign. Mit den zur Verfügung gestellten Headsets klang sogar die Stille bedrohlich. Das letzte Mal, dass ich so angespannt vor einer Konsole saß, war bei Resident Evil 7.

Es dauert nicht lange, bis wir auf die ersten Gegner treffen: Relativ gut ausgerüstete Banditen. Hier bietet uns das Spiel wieder verschiedene Möglichkeiten. Wir können sie leise ausschalten oder einfach drauf losballern. In dieser Demo habe ich mich aus Zeit-Gründen für die schnelle Ballerei entschieden. Die Schießereien funktionieren gewohnt gut und machen eine Menge Spaß. Was auch an der relativ großen Waffenauswahl liegt. Neben einer Schroftlinte, können wir auch auf eine Maschinenpistole und eine coole Armbrust zurückgreifen. Schade nur, dass die KI noch nicht ganz auf der Höhe war. Teilweise reagierte sie etwas träge, doch ich bin guter Dinge, dass sich das bis zum Release noch ändern wird.

Kleine technische Makel

Trotz des relativ entspannten Schusswechsels, steht man weiterhin unter Strom. Die dichte Atmosphäre lässt einfach nicht locker. Nachdem wir uns durch das Banditenlager gekämpft haben, bewegen wir uns in einen dunklen Wald. Die Tatsache dass es inzwischen Nacht ist, trägt nicht gerade zu meiner Gelassenheit bei. Als dann auch noch mutierte Wölfe jaulend an mir vorbeirennen ist es völlig um mich geschehen. Bei meinem Versuch mich in Sicherheit zu bringen, treffe ich wieder auf Banditen, die sich in den Bäumen des Waldes verschanzt haben. Während ich gegen sie kämpfe, werde ich außerdem noch von einem mutierten Bären angegriffen und erschrecke mich deshalb zu Tode.

Kurz darauf endet meine Demo und damit auch meine Zeit in der postapokalyptischen Welt von Dmitri Glukhowsky. Ich bin hin und weg. Selten hat mich ein Spiel aufgrund der Stimmung so schnell mitgerissen. Obwohl man sich bei der Story noch keineswegs in die Karten hat schauen lassen, will ich unbedingt wissen, wie es weitergeht. Genau deshalb kann ich dem Spiel auch die kleinen technischen Fehler verzeihen die es in dieser frühen Phase offenbarte. Die KI wird man bestimmt noch verbessern und auch die kleinen Ruckler bei geskripteten Bewegungen werden sicherlich verschwinden.

Metro Exodus erscheint am 22. Februar 2019 für PlayStation 4, Xbox One und PC. Sollten die Entwickler die Qualität aus unserer Demo aufrecht erhalten können, haben wir es hier mit einem der ersten Hits des kommenden Jahres zu tun. Merkt euch meine Worte.