Games und Schadsoftware – wie Spieler sich schützen können

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Eines der bekanntesten, größten und erfolgreichsten Entwicklungsstudios der Welt, Blizzard Entertainment, sah sich zu Beginn des Jahres genötigt, eine offizielle Trojaner-Warnung an seine Spieler auszugeben. Und auch im Bereich Mobile Games hört man immer wieder von Schadsoftware und getarnten Trojanern. Wie können die Spieler ihre Computer und mobilen Endgeräte vor der Bedrohung schützen?

Der gehackte Account

Ein „gut“ geschriebener Trojaner kann in Echtzeit Account-Daten und Authenticator-Codes abfangen. Für Spieler bekannter Online-Games ist das ein reiner Albtraum – sozusagen das Gamer-Äquivalent zum Bankdatenklau. Die Accounts werden in Windeseile gehackt, die Charaktere gestohlen und allerhand Schindluder getrieben. Ist ein solcher Schädling noch ganz neu, können ihn unregelmäßig aktualisierte Antivirenprogramme nicht erkennen. Daher ist es wichtig, dass der Anwender den eigenen Rechner mit einer guten Antivirensoftware schützt, die selbstständig Updates durchführt und eine hohe Erkennungsrate aufweist. Hegt man den Verdacht, einen Trojaner auf dem Computer zu haben, kann man ihn im System suchen.

Dafür erstellt man ganz einfach eine sogenannte MSInfo-Datei. Und so geht’s: Man drückt zunächst gleichzeitig die Windowstaste und R, gibt in das erscheinende Fenster „MSInfo32“ ein und bestätigt den Vorgang dann noch mit der Enter-Taste. Über die Befehle „Datei“ und „Exportieren“ kann man dann die besagte Info-Datei auf dem Desktop oder sonst irgendwo auf dem Rechner abspeichern. In der Startup-Sektion kann der Benutzer schließlich nach bekannten Trojaner-Namen suchen.

Mobile Angriffe durch Fake-Apps

Clone von Spielen wie Angry Birds oder Flappy Bird gibt es in den App Stores unendlich viele. Was viele nicht ahnen: Dahinter verstecken sich häufig Schadprogramme, die den Anwender und sein Gerät ausspionieren. Manchmal lassen sich die Mini-Games sogar benutzen – zumindest bis zu einem gewissen Punkt. Deinstalliert man die App, ist es schon zu spät. Es gilt also die Faustregel: keine Downloads unbekannter Spiele!

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