Game City 2017 – Dies waren unsere Highlights der Gaming-Messe

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Vorbei ist Österreichs größtes Gaming-Event die Game City 2017. Wir konnten etliche Highlights anspielen, sowie auch kleinere Indieperlen – die haben uns ehrlicherweise mehr Beeindruckt als die noch kommenden Triple-A-Spiele. Donnerstag am Abend öffnete die Game City heuer bereits ihre Pforten für Gäste aus der Presselandschaft. Dies möchten wir positiv hervorheben, somit hatten wir genug Zeit in Ruhe zu zocken und Eindrücke zu sammeln. Die restlichen Tage konnten wir entspannt genießen, uns dem Merchandise widmen und kleineren Entwicklern einen Besuch abstatten.

Atmosphärische Aufbauten

Assassins Creed Origins von Ubisoft und die neueste Hearthstone-Erweiterung zu Blizzards Sammelkartenspiel hatten die, aus unserer Sicht, schönsten und passendsten Stände aufgebaut. Der Hearthstone-Stand war dann direkt unsere erste Anlaufstelle. Dort durften wir die neuesten Karten mit vorgefertigten Decks spielen, alle Charakterklassen waren anwesend. Also stellten wir uns direkt an ein Fass, an dem zwei Tablets aufgebaut waren.

Natürlich haben wir direkt einen Mitarbeiter von Blizzard herausgefordert, was sich im Nachhinein als Fehler herausstellte. Mit neuem Deck ausgestattet waren wir quasi chancenlos. Erst als das Match so gut wie vorbei war, sind unsere hohen Karten gezogen worden – leider viel zu spät. Plötzlich stürmte ein anderer Mitarbeiter von Blizzard vorbei und zwang seinen Kollegen zur Aufgabe. Wuhu – ein dreckiger Sieg, aber ein Sieg…

Zwei tolle Indiegames

Direkt im Anschluss haben wir uns zwei Indiegames angesehen, namentlich Shiro 011 und Marz Rising. Bis dahin waren uns diese Spiele vollkommen unbekannt, sie machten aber verdammt viel Spaß also möchten wir sie an dieser Stelle sehr gerne erwähnen.

Shiro 011

SHiRo 011 lässt sich aktuell bei Indie DB finden, dazu klickt ihr einfach hier. Der durchaus spaßige Shooter lässt sich via LAN oder im Online-Multiplayer-Modus spielen. Schon allein durch die spartanische Optik hebt sich der Shooter vom üblichen Einheitsbrei ab. Zuerst spielten wir am Stand des Entwicklers allein, bis die vorbeigehenden Menschenmassen unseren Spaß entdeckten.

Sofort fanden sich mehrere Spieler ein und wir konnten den Mehrspielermodus ein paar Runden lang testen. An dieser Stelle möchten wir uns noch bei der Dame die direkt neben uns gegessen ist entschuldigen aber wir können nichts dafür das du offensichtlich über keinen Skill verfügst. Mann hat die geflucht. Ganz besonders gut hat uns der Spielmodus „Golden Shot“ gefallen. Dieser spielt sich etwas taktischer. Jeder Spieler verfügt lediglich über eine einzige Kugel, ist diese abgefeuert muss nachgeladen werden. Dazu gesellt sich noch eine Granate die geworfen werden kann. Außerdem können wir die Zeit kurzfristig verlangsamen (Bullet Time) und somit Kugeln unserer Gegner ausweichen.

Marz Rising

Marz Rising wird von doorfortyfour entwickelt. Dahinter steht ein lediglich zwei Mann großes Entwicklerteam beziehungsweise ist es ein Mann und eine Frau. Der Titel wird in Eigenregie produziert, ab und an helfen Bekannte aus aber grundsätzlich sind nur die zwei am Werkeln. Es wurde keine Crowdfunding-Kampagne oder dergleichen verwendet, alles wird aus der eigenen Tasche finanziert. Mittlerweile hat es das Spiel in die Early-Access-Phase via Steam geschafft. Aktuell sind 13 der geplanten 20 Missionen fertiggestellt.

Marz Rising selbst ist eine Mischung auch Tower Defense und Echtzeit-Strategiespiel. Wie es der Name bereits verrät spielt sich die Geschichte auf dem Mars ab. Dort erleben wir eine Singleplayerkampagne die uns erklärt wieso Zombies überhaupt auf dem Mars sind und warum wir sie bekämpfen.

Der Spielbeginn läuft immer gleich ab. Um unsere Basis herum errichten wir Gebäude die das Umland mit Strom beliefern. Nun gilt es die Ressourcenpunkte mit Gebäuden zu besetzten, damit die virtuelle Währung auf unser Konto fließt. Nun heißt es schnell sein und die ersten Türme für die Verteidigung zu platzieren. Diese können natürlich aufgerüstet und somit verstärkt werden. Je nach Level greifen die Zombies aus mehreren Richtungen an. Wir sollten die angreifenden Zombies mit unseren Türmen attackieren. Diese gilt es zuvor mit Einheiten zu besetzen, sowie auch die anderen Gebäude sonst machen sie nichts. Der Schwierigkeitsgrad ist ungemein knackig aber nach ein paar Runden ist man mit dem Gameplay warum und man weiß aus welcher Richtung die Zombies zuerst angreifen. Türme bauen, Einheiten anfordern und um positionieren, spielt sich sehr dynamisch und macht auch Spaß.

Trailer:

Die stärkste Konsole der Welt

Natürlich war die XBox One X auch auf der Game City 2017 anwesend. Leider war sie fest verschlossen hinter einem Glaskasten verbarrikadiert. Microsoft hat sich einen eigenen, großen Raum gegönnt um dort die Power der Konsole zu zeigen. Forza Motorsport 7, Age of Empires Definitive Edition, Gears of War 4, Rise of the Tomb Raider, Assassins Creed Origins, Cuphead und etliche weitere Titel waren anspielbar.

Festzuhalten bleibt, dass die X wesentlich kleiner ausfällt als die ursprüngliche XBox One. Die gezeigten Spiele sahen wirklich großartig aus. Fast so schön wie auf meinem PC in 4k. Allerdings ist uns besonders bei Gears of War 4 aufgefallen das es Ruckler gibt wenn der Bildschirm mit Explosionen überwuchert wird. An manchen Stellen sollte also noch optimiert werden, alles in allem gefällt uns die Wunderkiste aber sehr gut.

Überraschung in VR

Voriges Jahr hatte uns PSVR noch nicht wirklich überzeugen können. Die Präsenz war gewaltig, schon zu gewaltig und wir persönlich fanden PSVR sogar dezent störend. Heuer hielt sich das gezeigte in Grenzen. Im Sony-Truck wurden verschiedene VR-Spiele gezeigt. Wir haben uns mit The Persistance für einen Zombie-Shooter entschieden.

The Persistance

Ob es nur an der PS4 Pro liegt oder auch daran das sich die Entwickler mittlerweile mit PSVR besser auskennen, das wagen wir nicht zu beurteilen. Fakt ist jedoch das The Persistance großartig lief. Keine Laggs, kein Motion-Sickness, alles lief butterweich und es war sehr toll dieses Spiel in VR zu genießen. Der Titel selbst hat uns an Dead Space erinnert.

Wie im Spiel von Visceral Games sind wir zu Beginn nur mit einer Nahkampfwaffe ausgestattet. Mit einem beherzten Druck auf die Schultertaste blocken wir mit unserem Schild die Angriffe der Zombies. Direkt im Anschluss daran setzen wir selbst zum Angriff an. Wir brutzeln den Gegner bis seine Lebensgeister ausgesaugt sind und dieser zu Boden sackt.

Die Atmosphäre ist sehr gut gelungen, wir waren unglaublich angespannt, so soll es sein in einem Horrorspiel. Im Laufe des Spiels entdecken wir Crafting-Stationen. Dort können wir uns Waffen und kleine Helfer herstellen. Munition ist aber Mangelware also sollten wir die Schusswaffe nur im Notfall einsetzen. Heißt im Klartext ist nur ein Zombie anwesend stürzen wir uns in den Nahkampf, tauchen mehrere vor uns auf sollten wir sie zuerst dezimieren und dann in den Nahkampf wechseln.

Falls ihr Besitzer von PSVR seid solltet ihr euch The Persistence dick auf dem Einkaufszettel markieren.

Die Ab 16/18-er Area

In diesem Bereich der Game City 2017 haben wir uns vor allem mit Far Cry 5, Monster Hunter World und Detroit Become Human beschäftigt.

Far Cry 5

Die anspielbare Demo-Version von Far Cry 5 war unglaublich kurz. Es hat keine 10 Minuten gedauert bis wir diese absolviert hatten. Zu Beginn der Mission konnten wir uns für einen Begleiter entscheiden. Zur Auswahl standen neben einem weiblichen und einem männlichen Protagonisten ein Hund. Ja wir geben es zu, aus optischen Gründen haben wir uns für die Frau entschieden.

Im Anschluss daran galt es eine Ortschaft zu übernehmen und den dortigen Boss zu beseitigen. Eigentlich wollten wir die Geschichte leise angehen aber wie es nun mal so ist, wenn man sonst am PC zockt, wurde irrtümlich ein Schuss abgefeuert. Sofort war die ganze Basis in Alarmbereitschaft und wir mussten uns einen erbitterten Kampf hingeben. Was wir sagen können ist das Far Cry-Fans auch mit dem fünften Teil der Serie ihren Spaß haben werden, für mehr Eindrücke war die Demo leider zu kurz.

Detroit Become Human

Einer der Überraschungstitel für uns. Wir wussten das Detroit Become Human ein heiß ersehntes Spiel für die PS4 ist, nun können wir das durchaus nachvollziehen. Neben den Menschen wird die Welt von Androiden bevölkert die auch so aussehen wie wir. Einige von ihnen haben aber massive Probleme die Dinger sind teilweise schlicht am Durchdrehen.

Genau zu so einer Situation werden wir hinzu gerufen. Wir verkörpern selbst einen Androiden der für die Polizei im Einsatz ist. Die Szene droht zu eskalieren. Ein „wahnsinnig“ gewordener Android hat das kleine Mädchen der Familie entführt. Ein paar Personen wurden sogar ermordet. Schlussendlich ist er mit dem Kind auf das Dach geflüchtet.

Bevor wir jedoch den Showdown betreten dürfen haben wir etwas Zeit um Beweise in der Wohnung zu finden. Wir versuchen die Beweggründe zu verstehen und die Tat nachzustellen. Wir füttern unseren Androiden also quasi mit Informationen und erhöhen so beiläufig die Chance, die Situation erfolgreich abzuschließen.

Auf dem Dach angekommen startet dann ein Gespräch. Ähnlich wie in den Adventures von Telltale Games stehen uns unterschiedliche Gesprächsoptionen zur Verfügung, je nachdem welche Hinweise wir in der Wohnung gefunden haben. Durch unser beherztes Eingreifen können wir das Kind vor dem sicheren Tod retten. Jedoch fliegen wir zusammen mit dem durchgeknallten Androiden vom Dach.

Genau in dieser Sekunde endet die Demo und lässt uns unbefriedigt aber gespannt zurück. Detroit Become Human werden wir definitiv im Auge behalten.

Monster Hunter World

Monster Hunter World kann einen unglaublichen Hype für sich verbuchen, erscheint es doch erstmals für die „großen“ Plattformen – PC, XBox One und PS4. Die Erwartungshaltung lag auch somit bei uns sehr hoch, dezent ernüchtert waren wir nach der doch recht langen Anspielsession.

In Monster Hunter World laufen wir durch eine Open World. Dort können wir allerhand anstellen wie Tiere zähmen, die uns dann begleiten und sogar als Reittier missbraucht werden können. Nebenbei sammeln wir noch Kräuter und allerhand andere Pflanzen sowie Materialien. Mit diesen Ressourcen können wir uns dann Gegenstände wie Fallen oder Tränke herstellen.

Das Herzstück des Titels ist aber sicherlich die Jagd nach den großen Viechern. Um auf eine solche Jagd zu gehen müssen wir Quests annehmen. Danach bekommen wir einen ungefähren Zielort auf der Karte markiert. Dort suchen wir dann nach Spuren des Monsters. Haben wir genügend davon gesammelt erscheinen „grüne Glühwürmchen“ und führen uns zum Ziel.

Nun klopfen wir das Monster im Nahkampf zu Brei, erfüllen die Quest und zerlegen das Ungetüm. Dadurch erhalten wir wiederum neue Materialien zum Craften. Wir hoffen das die Story im fertigen Monster Hunter World nicht zu kurz kommt. Nur Monster in einer Open World jagen und Crafting ist dann doch zu 0815. Man darf gespannt sein was der Titel zum Release auf dem Kasten hat.