Frogger: Hyper Arcade Edition im Test

Verdammt lang ist her. Im Jahre 1981 erblickte Frogger das Licht der Welt und konnte mit seinem simplen Spielprinzip Millionen Spieler in der ganzen Welt begeistern. Der kleine Frosch muss einfach sicher über eine stark befahrene und einen Fluss gebracht werden. Was sich relativ einfach anhört, ist aber ein schwieriges Unterfangen. Der Verkehr denkt gar nicht daran zu bremsen und auch die Schildkröten tauchen manchmal ab, nun ist eure Schnelligkeit gefragt. In späteren Abschnitten kamen dann noch gefräßige Krokodile und Schlangen dazu. Insgesamt besteht das Ziel darin fünf Plätze am anderen Ufer zu besetzen. Da Frösche gerne Fliegen mampfen, bringen diese natürlich ein paar Extrapunkte. Auch ein Froschweibchen möchte gerne mal ein wenig becirct werden und scheffelt noch mal ein paar Punkte mehr auf das Spielekonto.

Nun haben wir das Jahr 2012 und Konami bringt passend zum 30 jährigen Geburtstag mit der Frogger: Hyper Arcade Edition ein Neuauflage des Arcade-Klassikers. Und die hat es absolut in sich. Wir haben uns die Xbox Live Arcade Version genauer angeschaut und uns gleich in den kleinen Frosch verliebt. Das Spiel ist eine echte Hommage an den kultigen Frosch und sollte in keiner Spielesammlung fehlen. Jetzt wundert ihr euch sicherlich, warum wir jetzt schon unser Fazit abgeben, aber wir können einfach nicht anders. Dieses Spiel hat echtes Suchtpotenzial. Alleine der Soundtrack ist aller Ehren wert und gehört mit zum Besten was es in Sachen Spielmusik gibt. Das ist wirklich nicht übertrieben, aber die alten Retro-Hits von damals im neu aufgelegten Sound hören sich einfach phänomenal an. Und ihr werdet euch garantiert dabei ertappen wie ihr das ein oder andere Lied fröhlich mitsummt. Wir sagen nur Go, Froggy, Go. Doch zurück zum Spielgeschehen. Konami hat ja nicht nur eine einfache Adaption des früheren Klassikers auf den Markt geschmissen, sondern schon fast eine Neuerfindung des Frosches produziert.

Neben dem bekannten und klassischen Spielprinzip, welches auch in der alten 8-Bit Grafik gespielt werden kann, gibt es auch jede Menge neue Spielmodis. Darunter auch der Modus Malen. Was sich jetzt vielleicht ein wenig seltsam anhört, macht unglaublichen Spaß. So müsst ihr euren kleinen Frosch über kleine Platten schicken, die sich dann farblich verändern. Das müsst ihr dann in einer gewissen Zeitvorgabe schaffen, aber weiterhin auch auf den Verkehr achten. Der wird mit einer Weile natürlich immer schneller und die Muster werden auch nicht wirklich einfacher. Auch bei der Auswahl haben sich die Entwickler richtige Gedanken gemacht und einige kleine Extras versteckt. So ist ein Muster genau die Zahl 1981 – das Geburtstjahr von Frogger. Habt ihr alle eure Leben verloren, gibt es die bekannte Frogger Musik als Trost, alleine das sorgt schon für ein Lächeln auf euren Lippen. Eure Highscores werden natürlich auch in aktuellen Ranglisten eingetragen und ihr könnt eure Leistungen mit denen eurer Freunde vergleichen. Einen reinen Online-Modus sucht ihr allerdings vergeblich. Dieser ist leider nicht vorhanden. Ihr dürft aber Offline-Partien mit bis zu vier menschlichen Spielern veranstalten.

In den weiteren Spielmodis dürft ihr auch zwei Frogger gleichzeitig steuern und müsst genau darauf achten die richtigen Wege zu gehen. Der Schwierigkeitsgrad ist schon etwas höher und er sollte vielleicht erst nach ein bisschen Übung probiert werden. In unserem Test haben wir es so gut wie nie geschafft die beiden sicher über die Straße zu bringen. Mittlerweile haben wir es aber echt drauf und würden sogar drei Frösche über die Straße bringen. Beim Spielmodus Froschweibchen retten dürfen bis zu vier Spieler versuchen nicht nur das rettende Ufer zu erreichen, sondern auch ein paar Weibchen zu beeindrucken. Wer am Ende die meisten Dates klar machen konnte gewinnt das Spiel. Ein wenig verwirrend am Anfang ist der Battle Royale Modus, hier müsst ihr Froschweibchen retten um der König zu werden. Dabei stehen euch aber die anderen Frösche im Weg, denn die wollen auch alle auf dem Thron sitzen. Nach einer Weile klappt aber auch diese Variante ohne Probleme und bringt sogar etwas wie Suchtpotenzial mit sich. Ihr wollt es immer weiter schaffen und probiert es immer wieder von vorne aus.

Beim Herausforderungs-Modus gibt es verschiedene Spielmodis die in einer bestimmten Reihenfolge stattfinden. Natürlich werden diese auch von Stufe zu Stufe schwieriger. In Frogger Freak Out gibt es eine Mischung aus allen Spielen, wobei natürlich auch wieder so viele Punkte wie möglich gesammelt werden sollten. Zu guter Letzt gibt es dann noch die Platten-Erbeutung, hier geht es darum mit bis zu vier Mitspielern Platten zu erbeuten und auch zu behalten. Eure Gegner haben natürlich mächtig was dagegen und wehren sich nach Kräften. Konami hat nicht nur einfach einen Frogger-Klon auf die Beine gestellt, sondern dem Kultspiel einen besonderen Stempel aufgesetzt. Neue Spielmodis, Next-Gen Grafik und ein grandioser Soundtrack sorgen für einen netten Zeitvertreib und eine kultige Reise in die Vergangenheit. PS: Sobald ihr einen Gegner auch nur ansatzweise berührt segnet ihr das Zeitliche. Aber das früher schon nicht anders und wurde 1 zu 1 übernommen.

Fazit:

Die Frogger: Hyper Arcade Edition ist eine gelungene Neuauflage des Klassikers von 1981. Es gibt wohl keinen Spieler auf der Welt, der dieses Spiel nicht kennt oder sogar schon mal gespielt hat. Die neuen Spielmodis, die frischen Grafiken und die wirklich geniale Musikuntermalung ist für Fans von Frogger ein absolutes Muss. Und als Bonus gibt es auch noch Hintergründe von Castlevania und Contra, samt Titelmusik. Also seit kein Frosch und ladet euch den kultigen Grünling herunter, es lohnt sich. Ach so – 800 Microsoft Points solltet ihr schon noch übrig haben.

Wertung: Gut