Free-to-play? Ungebrochen hoher Umsatz mit Mikrotransaktionen

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Kostenlose Games halten, was sie versprechen. Allerdings stoßen viele Spieler an die Grenzen des Möglichen. Geht es anfangs noch zügig voran, fokussieren die Publisher schon bald Bonuswährungen, die oftmals an den Einsatz von Echtgeld gekoppelt sind. Aus Free-to-play wird Free-to-pay. Wer die Brieftasche geschlossen hält, bleibt auf seinem Fortschritt sitzen. Ohne Aussicht auf Verbesserung.

Die Spieleindustrie hat sich auf Veränderungen eingestellt. Der Konkurrenzkampf ist groß, immer weniger Casual Gamer bereit, sofort Geld auszugeben, bevor sie sich für ein neues Spiel entscheiden. Die kleinen Handy Games haben PC und Konsole vielleicht nicht den Rang abgelaufen. Doch sie befinden sich auf einem ungebrochenen Höhenflug, richten sich an eine spezifische Klientel und wissen sie mit kreativen Produktionen zu überzeugen. Die Entwickler setzen auf einen interessanten Kniff: Sie bestehen nicht auf Bezahlungen, rechnen aber doch damit, dass der Spieler eher früher als später eine Transaktion tätigt.

Weder Publisher noch Entwickler arbeiten umsonst

Die kostenlosen Spiele von heute haben Standards erreicht, die noch vor wenigen Jahren undenkbar schienen. Sie konkurrieren nicht mit neuen Konsolentiteln, bewegen sich jedoch auf einem hohen Niveau, sind technisch ausgereift und äußerst kreativ. Kein Wunder also, dass die Publisher nicht kostenlos arbeiten, weil sie ihre Spielergemeinde begeistern wollen. Sie möchten für ihre Künste bezahlt werden. Andernfalls lohnt es sich nicht, Serverleistung bereitzustellen und kostenlose Games feilzubieten. Wie so oft: Es gibt einen Haken!

Die Taktik funktioniert auch bei großen Publishern wie Activision. Das Unternehmen steigerte seinen Umsatz im Jahr 2017 von 6,61 auf 7,02 Milliarden Dollar. Der Löwenteil der Einnahmen stammt aus Mikrotransaktionen, kleinen In-Game-Käufen, mit denen sich Spieler einen Vorteil erkaufen. Knapp zwei Millionen Dollar wurden von King Digital Entertainment erwirtschaftet, dem Entwickler von unter anderem „Candy Crush Saga“.

Gamer zahlen auch für Nichtigkeiten

Auf einen Gedanken ist Verlass: Spieler möchten gewinnen! Je kompetitiver das Game, desto eher wollen Teilnehmer ihre Konkurrenz auf die Plätze verweisen, sie im entscheidenden Moment mit einer neuen Waffe hinter sich lassen. „League Of Legends“ ist zur eigenständigen E-Sport-Disziplin mutiert, empfiehlt sich aber genauso für Gelegenheitsspieler, die ihre taktischen Fortschritte untermauern möchten. Das eigentlich kostenlose Spiel setzte 2017 über 2 Milliarden US-Dollar um – das umsatzstärkste Spiel der Branche.

Auch bei weniger herausfordernden Titel zeigen sich Spieler gern bereit, ihr Budget zu sprengen. Dabei geht es ausschließlich darum, Wartezeiten zu verkürzen oder Aufgaben zu überspringen, ohne das Feld bestellen oder die Ernte einholen zu müssen. Frei von direkten Duellen gegen potentielle Mitspieler zahlen Spieler also für Nichtigkeiten. Niemand würde sie daran hindern, schlichtweg zu warten, möglicherweise gar ein anderes Game zu zocken, bis sie den Bauernhof erweitert oder die Kühe gefüttert haben. Die Spiele sind free-to-play. Aber sie gestalten sich doch ganz anders.

Wo bleiben Spiele ohne Geldeinsatz?

Trotz der anhaltenden Kritik an den Mikrotransaktionen bleibt festzuhalten: Niemand ist gezwungen, für den Spielfortschritt in die Tasche zu greifen. Es steht jedem Gamer frei, die Basisfunktionen zu nutzen und die damit einhergehenden Nachteile auszusitzen. Während es gerade bei strategischen Schlachten ärgerlich sein kann, von Premium-Spielern überrannt zu werden, gibt es zahlreiche Casual Games, die ohne feindselige Interaktion mit Mitspielern auskommen. Beim gemütlichen Farmen auf dem Bauernhof ist nicht zu erwarten, von Alien-Truppen überrumpelt und um wichtige Ressourcen gebracht zu werden. Alles eine Frage der Perspektive also! Und immerhin: Auch Spieler, die viel Geld bezahlen, werden nicht automatisch besser. Sie müssen ihre Taktik immer noch anpassen und beständig optimieren.

Glücksspiele haben sich dem Trend aus nachvollziehbaren Gründen entsagt. Skill Games und Casinospiele verzichten auf zusätzliche Vorteile und belohnen ihre Kunden vom Fleck weg mit fairen Gewinnchancen – abhängig von strategischem Wissen und der Nutzung von Boni und Promotionen. Wer im Merkur Online Casino spielen möchte, erlebt bessere Erfolgsaussichten als in der lokalen Spielbank und ist jederzeit angehalten, das Portfolio im kostenlosen Gratismodus kennenzulernen. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass Anfänger ihre Favoriten ausmachen und die Regeln kennenlernen, ohne umgehend zum Echtgeldeinsatz verpflichtet zu werden. Im Rahmen von Turnieren ist gleichermaßen Talent als auch Glück gefragt. Teilnehmer können sich keinen effektiven Vorteil erkaufen.