Filmkritik – So fanden wir Captain Marvel

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Genau heute läuft der nächste große Marvel-Studios Blockbuster an: Captain Marvel. Wir hatten die Chance uns den Film schon vorab anzuschauen und wollen euch unsere Meinung natürlich nicht vorenthalten:


Wir werden die komplette Review spoilerfrei halten, damit auch ihr den Film so genießen könnt, wie wir es konnten. Es kann natürlich vorkommen, dass wir Bezug auf die ein oder andere Trailer Sequenz nehmen werden. Bevor wir nun beginnen: Wir durften vorab die 2D OV-Fassung sehen (also mit englischer Original-Vertonung). Wie immer gilt hier: Ich werde so objektiv wie möglich urteilen (außer natürlich bei meinem persönlichen Fazit), dennoch muss meine Meinung nicht mit der der gesamten Redaktion übereinstimmen.

Die Fakten

Captain Marvel ist der 21. Film im Marvel Cinematic Universe und zugleich der vorletzte (vor Avengers: Endgame) der sogenannten Phase 3. Da Captain Marvel in den 90ern spielt, spielt sich die ganze Handlung vor den meisten anderen Marvel-Filmen ab. Der Film dauert zwei Stunden und vier Minuten (124 Minuten) und läuft sowohl in 2D als auch in 3D in den Kinos. Das Drehbuch stammt, in der finalen Fassung, von Geneva Robertson-Dworet und Regie führte das Duo Ryan Fleck und Anna Boden. Der Streifen startet heute, am 07. März 2019, offiziell in den deutschen Kinos und hat von der FSK eine „Ab 12“-Einstufung erhalten.

Der Fakt, dass Captain Marvel der erste große Blockbuster mit einem weiblichen Superhelden in der Hauptrolle ist, hat ja im Vorhinein für viel Gesprächsstoff gesorgt. Ich will mich hier auch gar nicht lange mit dem Thema befassen, sondern gleich mit dem eigentlichen Film beginnen. Dennoch möchte ich anmerken: Brie Larson, in der Rolle von Carol Denvers bzw. Captain Marvel, steht ihren männlichen Kollegen in keinem Punkt nach – ich würde soweit gehen und sagen, dass Marvel hier definitiv einen seiner bisher stärksten und mächtigsten Helden ausgepackt hat. Aber keine Sorge, der Film ist kein Werk der euch alle zwei Minuten ganz dick EMANZIPATION in den Kopf drücken will – er ist was er sein soll: Unterhaltsam. Außerdem gibt es Gleichberechtigung auch nur, wenn man nicht ständig darauf hinweisen muss.

Der Cast

Ich will direkt vorabnehmen – ich fand Captain Marvel wirklich gigantisch. Nicht zuletzt lag das an den hervorragend gewählten Schauspielern. Es kommt einem so vor, als wäre Brie Larson wie für die Rolle der Captain Marvel gemacht. Auch der Junge Nick Fury, gespielt von Samuel L. Jackson, gibt dem Film zusätzlichen Charakter und hat, wie erwartet, gut abgeliefert. Mit Jude Law und Ben Mendelsohn stehen auch weitere große Namen auf der Cast-Liste. Natürlich gibt es im Film noch viele weitere, mal größere und mal kleinere, Rollen die auch gut besetzt sind – hier jeden einzelnen Schauspieler aufzuzählen würde aber den Rahmen sprengen (Glaubt mir ich habe die Credits gesehen – diese solltet ihr übrigens auch bis ganz zum Ende ansehen ;)). Generell muss man sagen, dass das gesamte Acting sehr miteinander harmonisiert, hier wurde beim Cast genau ins Schwarze getroffen. STOP: Fast hätte ich Goose, also die Katze, vergessen… ich meine Hallo? Katzen!

Wenn ich nicht den ganzen Cast nenne, kann ich ihn euch (zumindest zu einem großen Teil) zeigen.
Die Tech-Aspekte

Grafik und Sound sind bei Filmen nicht minder wichtig als bei Videospielen, also werden wir auch dies hier berücksichtigen. Da wir nur die englische Synchro hören konnten, können wir auch nur die bewerten: Um es kurz zu machen, es war einfach tadellos – wir haben nichts zu meckern, nur Lob. Beim Soundtrack im Film verhält es sich genau so: Komponiert wurde die Filmmusik von Tinar Toprak, die einen sehr guten Job abgeliefert hat. Was die Spezialeffekte angeht können wir im Großen und Ganzen nicht meckern, einige Szenen begeistern voll und ganz, andere sehen vielleicht etwas „zu stark“ animiert aus – aber insgesamt gibt es keine Stelle, die ich hässlich nennen würde. Um es abschließend zu sagen: Vom rein technischen Aspekt wird hier niemand enttäuscht aus dem Kinosaal gehen.

Der Film an sich

Aus Spoilertechnischen Gründen werde ich natürlich versuchen nicht auf die Story einzugehen. Der Film enthält viele Details die Fans des MCU ein Lächeln ins Gesicht zaubern werden und auch generell kann der Film mit vielen Plot-Twists und gut ausgearbeiteten Handlungssträngen überzeugen. Ihr wollt mehr über The Shield, die Avengers oder über Nick Furys Vergangenheit erfahren? Schaut ihn euch an. Im Generellen hat Captain Marvel einen hervorragenden Einzug ins MCU bekommen und zeigt, dass Marvel auch abseits des großen Infinity und Civil War auch Standalone-Movies können (gut, das konnten sie mit Ant-Man natürlich auch, aber ihr wisst was ich meine). Charakterentwicklung wird hier ganz groß geschrieben.

Der Film bietet, den mittlerweile wohl bekannten, Marvel Humor. Dieser Humor ist gut dosiert und kommt an den genau richtigen Stellen. Bei Episode 8 von Star Wars wurde oft kritisiert der Film habe kein Timing für die Witze – Captain Marvel hat in meinen Augen eine sehr gute Mischung geschafft. Der Film hat einige grandiose Momente, aber vor allem das Gesamtpacket kann überzeugen.

Mein Fazit

Ich muss, zu meiner Schande, zugeben, dass mich der Film am Anfang nicht sonderlich interessiert hat. Klar es ist ein Teil vom MCU, ich hätte ihn also sowieso gesehen, aber die Trailer konnten mich nicht hypen. Da komme ich jetzt zu einem wichtigen Punkt: Die Trailer werden dem Film absolut nicht gerecht. Sollte das die Art sein wie das MCU auch nach Endgame fortgeführt wird… Ich bin heiß wie Frittenfett! Für mich stellt Captain Marvel sogar mit einen der Höhepunkte der bisherigen Marvel-Kinofilme dar. Der Film bietet natürlich Marvel-typisch viel Fanservice. Besonders schön fand ich den typischen Marvel-Einspieler, der vor jedem Film läuft, denn dieser ist dem leider verstorbenen Stan Lee gewidmet. Eins kann ich, aus meiner Sicht, mit Sicherheit behaupten: Disney ist das Beste, das Marvel passieren konnte!
– Dass ich euch den Film empfehle muss ich hier nun nicht mehr anmerken, oder?


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