Erstes deutsches Urteil im Fall Swatting

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Hier in Deutschland ist der Trend des Swattings auch angekommen und Zuschauer von Streamern und YouTubern meinen sich einen Spaß zu erlauben, doch dass der Spaß auch ernste Konsequenzen hat zeigt nun das erste Urteil aus Bayern, dort wurde nun ein 24-jähriger für seine Taten verurteilt und erhielt 3 Jahre und 5 Monate.

Wer hat es noch nicht miterlebt ist heute die große Frage. Viele Streamer und YouTuber werden Opfer des sogenannten Swattings, was Bezug auf die amerikanische Spezialeinheit SWAT nimmt. Der Trend entwickelte sich in Übersee, wo Zuschauer von Streamern die Polizei oder gar das SWAT informierten, dass in der jeweiligen Wohnung des Streamers eine Straftat begangen wird. Dabei sitzen die Streamer nichtsahnend hinter der Kamera und unterhalten ihr Publikum. Das dies auch gefährlich sein kann fällt den meisten dabei nicht ein, denn die Polizisten gehen nicht mit Wasserpistolen in die Wohnung, sondern haben scharfe Waffen am Mann.

Zudem sind Einsätze der Polizei ziemlich teuer und auch in der Zeit, in der die Sondereinheit einem blöden Streich nachgeht, kann sie an einem anderen Ort nicht zur Stelle sein.

Nun wurde der erste Fall auch in Deutschland behandelt und der 24-jährige Alexander S. wurde zu 3 Jahren und 5 Monaten Haft verurteilt. Unter anderem rief Alexander S. die Feuerwehr zur Wohnung des bekannten YouTubers und Streamers „Drachenlord“. Weiterhin wurde Alexander S. aber auch für weitere Straftaten wie Kinderpornografie und weitere Cyberstraftaten verurteilt.

Insgesamt legte das Oberlandesgericht Nürnberg das Strafmaß für den Swatting Anruf ziemlich hoch. S. gestand seinen Swatting Anruf im Fall Drachenlord und gab drei weitere Versuche an. Wären diese Anrufe auch angekommen und es hätte weitere Einsätze oder sogar Verletzte gegeben, so wäre die Strafe noch deutlich höher ausgefallen.

Der Fall zeigt also, dass Swatting keinesfalls ein dummer Streich ist, sondern harte Realität und weiterhin die Strafen bei durchgeführten Swatting Aktionen nicht gerade milde ausfallen.