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Nach Lust und Laune ist es euch möglich Zoos, Vergnügungsparks oder gar Fußball Vereine zu managen. Solche „Management Simulatoren“ gibt es viele, weshalb es neue Spiele dieser Art immer schwer haben. Das Team hinter Manager Games S.A. war nun so freundlich uns eine Kopie des Spiels Drill Deal – Oil Tycoon zur Verfügung zu stellen, in welchem wir versuchen eine Ölplattform zu managen und auf Vordermann zu bringen. Gelingt es dem Spiel aber uns in einen Sog des Aufbauens zu ziehen oder handelt es sich hierbei einfach nur um einen häufig gesehenen Management Simulator? Dies und mehr wollen wir in diesem Test klären. Bitte seht uns nach, dass wir keine Profis sind, wenn es um diese Art Spiel geht. Wir werden Drill Deal – Oil Tycoon also eher aus der Sicht von Neulingen bewerten und damit vor allem Einsteigern einen guten Überblick über das Spiel geben.

Schon wieder diese Voxels!

Für diese Review haben wir Drill Deal – Oil Tycoon für den PC auf Steam getestet. Es sei angemerkt, dass das Spiel auch auf Konsolen veröffentlicht wird. Direkt nach Start der PC-Fassung ist uns eine Sache direkt ins Auge gesprungen, welche bereits in den Trailer nicht gerade zu unseren favorisierten Elementen gehörte: Die Voxel-Grafik. Zu häufig nutzten neue Indie Spiele im Bereich der Simulationen Voxel-Grafik, was das im Spiel zu sehende auf gewisse Weise austauschbar wirken lässt. Es mag sein, dass diese Art der Grafik einfacher oder kostengünstiger zu produzieren ist, wir würden uns aber freuen, wenn mehr Entwickler hier Neues ausprobieren würden. Zumindest erfüllt der gewählte Stil seinen Zweck. So ist zu erkennen, was die einzelnen Modelle darstellen sollen und Produktionsstätten sind klar voneinander abgegrenzt.

Apropos Produktion – uns gefällt, wie sich die einzelnen Arbeiter verhalten. Man kann stetig sehen, wann und wo die Arbeiter ihren Aufgaben nachgehen oder auch wann sie sich eine Pause gönnen. Hierdurch kann nicht nur der Produktionsablauf nachvollzogen werden, auch fühlt man sich durch das Beobachten der Arbeitsabläufe wie ein richtiger Manager, der gerade sein erstes richtiges Projekt betreut.

Ein schwerer Manager-Job…

Gehen wir kurz noch einmal ein paar Schritte zurück und kommen auf den Start des Spiels zu sprechen. Es gibt ein Tutorial, welches zwar recht umfangreich aufbereitet ist, es aber leider nicht wirklich schafft, die Mechaniken des Spiels sinnvoll zu übermittelt. Oftmals haben uns Erklärungen gefehlt, warum wir gewisse Maßnahmen im Tutorial vornehmen und wie diese aufs eigentliche Spiel zu übertragen sind. Diese Tatsache war uns im Tutorial selbst noch nicht klar, als wir dann aber die erste richtige Mission gestartet haben, waren wir schnell von dem Gewusel auf dem Bildschirm überfordert. Wir waren „lost“ und wussten zudem einfach nicht wo es anzufangen gilt und wie Produktionen effektiver gestaltet werden können.

Dafür konnten wir nach einiger Eingewöhnungszeit imposante Ölplattformen kreieren, die durch das ständige managen immer größer und lukrativer wurden. Zumal waren die Anforderungen zum Bestehen eines Levels immer klar und auch die abwechslungsreichen Herausforderungen haben uns durchgehend gefordert. Gerade als wir dachten jetzt haben wir alles erlebt, warf uns das Spiel Umweltkatastrophen oder gar neue Feinde ins Rennen, welche das gesamte Spiel noch einmal auf den Kopf gestellt haben. Hier waren wir nur etwas erdrückt vom hohen Schwierigkeitsgrad des Spiels. Fehler in den Abläufen führen zu schnellen Katastrophen im System, was vor allem für Neueinsteiger ein Problem sein könnte.

Schnell durch die Kampagne und dann war es das auch schon?

Bevor wir auf den Umfang des Spiels eingehen können, erzählen wir euch doch mal vom Sound des Spiels, denn Sound ist hier etwas zu gut gemeint. Das Spiel wurde sinnvoll mit Soundeffekten bestückt und hat auch eine angenehme Hintergrund-Musik, welche wir im gesamten Spiel durchgängig zu hören bekommen. Hier zeigt sich aber auch das Problem: die Musik ist auf Dauer leider nicht mehr entspannend und fängt schnell an zu nerven. Wie gut, dass wir die Musik ausschalten können, wenn auch dieser Wille, die Musik auszuschalten sicherlich kein positives Merkmal ist. Zumindest die Soundeffekte verrichten eine solide Arbeit und passen zu den Geschehnissen auf unserem Bildschirm.

Jetzt aber noch der Umfang – dieser fällt insgesamt bedauerlicherweise recht klein aus. Neben dem Tutorial gibt es noch 8 weitere Level, sowie ein Sandboxmodus. Auch wenn die 8 Level jeweils mit unterschiedlichen Aufgaben und Mechaniken glänzen, so sind diese doch recht schnell abgearbeitet, da hilft auch der Sandboxmodus nicht, in welchem ihr euch eigene Ziele setzten könnt. Uns fehlt eine Multiplayer-Komponente, wie auch weitere Herausforderungen, die wir nach der Kampagne bewältigen dürfen. Auch ist es etwas kurz gedacht, den Sandbox Modus erst nach einigen Kampagnenlevel freizuschalten, weil so Spieler:innen, die hauptsächlich aufgrund eines solchen Modus das Spiel erworben haben, wohl schnell das Spiel zur Seite legen werden. Generell kann hier in Zukunft gerne mehr getan werden.

Hier geht es zum Spiel auf Steam!

 

60%

Drill Deal - Oil Tycoon ist ein Management Simulator, in welchem zwar eine gewisse Sogwirkung nach einer Eingewöhnungsphase entsteht, diese jedoch durch viele andere Aspekte überschattet wird. So wird das Spiel neben seiner austauschbaren Voxel-Optik und dem schweren Einstieg auch von seinem geringen Umfang und dem hohen Schwierigkeitsgrad gebremst. Wir sehen Potential in dem Spiel, es ist aber noch ein langer Weg, bis Drill Deal - Oil Tycoon mit vergleichbaren Spielen mithalten kann.

  • Grafik
  • Sound
  • Gameplay
  • Umfang
About author

Robin S.

Robin ist zwar mit Nintendo aufgewachsen, ist aber Zuhause auf der PlayStation und spielt, was ihm vor die Füße kommt. Auch sammelt er gerne physische Spiele und ist begeistert von wunderschönen Steelbooks.

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