Deathtrap bei uns in der Preview

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Deathtrap punktet mit einer neuartigen Mixtur aus Action-Rollenspiel und Tower Defense. Entwickelt wird das ganze von Neocore Games. Dass diese das Action-Rollenspiel-Handwerk beherrschen haben sie bereits zwei mal mit The Incredible Adventures of Van Helsing bewiesen. Ob die interessante Mischung auch Spaß macht klären wir in unserer Vorschau. Wir haben es gleich zu dritt gezockt und haben den Koop-Modus in all seiner Pracht erlebt.

Das ist drin

Deathtrap befindet sich aktuell im Early Access Programm von Steam und da ist es klar dass ihr über ein Steam-Konto verfügen müsst um es zocken zu können. Die Steam Integration bietet aber auch einige Vorteile, so könnt ihr direkt über die Freundesliste eure Koop-Partner einladen und den Steam-Workshop benutzen. Im Steam-Workshop gibt es schon allerhand neue Maps die ihr kostenlos downloaden könnt. Diese werden von der Community erstellt, aber auch Neocore selbst hat schon neue Maps veröffentlicht, aktuell sind bereits über 30 Maps verfügbar.

Da wir gerade bei den Maps sind. Deathtrap bietet einen Leveleditor mit dem jeder Zocker selbst neue Karten basteln kann. Der Editor an sich ist kinderleicht zu bedienen und wirklich jeder kann hier als „Entwickler“ tätig sein. Die selbst erstellten Karten müsst ihr vor der Veröffentlichung selbst testen. Wer Blödsinn veröffentlicht bekommt dafür die Rechnung präsentiert. In Form von schlechten Bewertungen via Steam-Workshop.

Helden braucht das Land

Aktuell sind zwei Klassen spielbar: Ein Krieger für den Nahkampf und einedeathtrap (11) Magierin für den Fernkampf. Ein dritter spielbarer Charakter ist zwar bereits abgebildet aber kann noch nicht gezockt werden. Wir sind gespannt, tippen aber einfach mal ganz frech auf einen Dieb oder Beschwörer. Beide haben einen eigenen Skilltree und besitzen ein Charakterfenster. Hier schlägt das Action-RPG-Element voll ein. Euer Charakter erklimmt Level um Level und ihr schaltet neue aktive sowie passive Fähigkeiten frei. Pro Level erhaltet ihr Punkte die ihr frei verteilen dürft. Euer Held muss auch ausgerüstet werden, dass funktioniert wie in Diablo 3 und anderen Action-Rollenspielen. Die Suchtspirale funktioniert einwandfrei, der Loot droppt in großen Mengen und schon seid ihr auf der Jagd nach immer besseren Gegenständen. Wer auf den Schlachtfeldern keinen brauchbaren Loot findet, kann auch mit dem erspielten Gold den Händler aufsuchen und dort kräftig investieren.

Immer wieder finden sich in der Kampagne versperrte Kisten. Um diese zu öffnen muss das Bossmonster gelegt werden und schon droppt es den Schlüssel. Wer die Kiste öffnet ist vollkommen egal, jeder Mitspieler hat seinen eigenen Loot und das nervige Würfeln entfällt somit. Deathtrap kann im Singleplayer oder Koop-Modus gezockt werden. Wir haben es allein getestet aber sein volles Potenzial wird erst im Koop-Modus wirklich sichtbar. Wir haben uns zu dritt tausenden Monstern gestellt und hatten sehr viel Spaß. Ein PVP Modus ist natürlich auch angekündigt aber leider noch nicht spielbar. Wie der PVP genau aussehen wird ist äußerst spannend. Auf jeden Fall haben wir die Ping-Anzeige bereits entdeckt und diese wurde von dem MOBA-Genre (Dota 2) importiert. Wir stellen uns das einmal vor. Ein ganzer Haufen menschlicher Spieler läuft auf der Karte herum und dazu hunderte von beschworenen Monstern, was für ein herrliches Chaos. Obendrein gibt es noch Schreine an denen sich mächtige Boni aktivieren lassen, entdeckt haben wir zum Beispiel einen der euren Schaden um 25% erhöht.

So spielt sich Deathtrap

deathtrap (21)Wie bei allen Tower Defense Games gibt es einen oder mehrere Ausgänge auf der Karte den ihr verteidigen müsst. Das Maximum das an Monstern durch den Ausgang verschwinden darf sind 20 Stück. Je nach Monstertyp beziehungsweise Monsterstärke variieren die Punkte die euch abgezogen werden. Wenn nur ein kleines Monster durchrutscht habt ihr Glück und es wird euch nur 1 Punkt abgezogen. Bei richtig dicken Brummern können es auch schon mal 6 Punkte sein. Die Monster greifen immer in Wellen an und je nach Karte haben sie einen oder mehrere Wege zum Ausgang. Diese fixen Wege werden durch rote Linien auf der Karte markiert. Das heißt oft kämpft ihr an mehreren Fronten zeitgleich.

Daher solltet ihr eure Türme und Fallen gut planen und intelligent bauen. Auf den einzelnen Karten gibt es sogenannte Ink-Portale. Zwischen diesen könnt ihr schnell von einer Seite auf die andere Seite der Karte wechseln. Ink-Portale da war doch was? Genau Deathtrap verwendet die gleiche Engine wie sie bei der Van Helsing Trilogie verwendet wird. Auch diverse Monstertypen wurden daraus importiert. Deathtrap spielt also im gleichen Universum, das wirkt angenehm vertraut. In Van Helsing gab es ja eine Nebenbeschäftigung bei der man ein Tower Defense Minigame zocken konnte. Wer das bereits kennt ahnt wie sich Deathtrap spielt. Allerdings ist Deathtrap viel größer, komplexer und vielschichtiger als das Vorbild. Es ist definitiv kein billiger Abklatsch oder Abzocke, es überzeugt uns als eigenständiges Spiel und wir hatten verdammt viel Spaß damit.

Fallen, Türme und direktes Gameplay

In Deathtrap gibt es verschiedene Kategorien der Abwehrgebäude. deathtrap (20)Zwei Arten von ihnen sind Bodenfallen und zwei Türme. Diese wiederum splitten sich in etliche weitere Varianten auf. Um euren Schaden zu maximieren können die Fallen und Türme in 10 Stufen ausgebaut werden. Zusätzlich hat jedes Gebäude zwei passive Fertigkeiten die auch bis Stufe 10 hochgezogen werden können. Ihr könnt euch auf eine Schadensart spezialisieren oder von allem etwas erlernen. Es gibt unzählige Varianten von Blitz über Feuer bis hin zum physischen Schaden. Passend dazu solltet ihr euren Charakter ausbauen. Der Charakter kann bis zu drei Runen ausrüsten die wiederrum diverse Boni bringen wie zum Beispiel + 0,8 Giftschaden. Wer also das Optimum aus seinen Türmen, Fallen und dem Helden herausholen will spezialisiert sich auf eine Richtung und sackt so enorme Schadensboni ein.

Jedes Spiel in Deathtrap startet mit der Planungsphase. Man inspiziert die Karte und studiert die Laufwege der Monster. Danach baut man seine Verteidigung auf. Habt ihr euer Startkapital verpulvert startet ihr die erste Welle. Jetzt kommt der Clou von Deathtrap, ihr müsst nicht passiv vor dem Bildschirm sitzen und warten bis alle Monster in Einzelteilen am Boden liegen. Ihr rennt auf der Karte umher und verkloppt die Pappnasen. Das ist also der Abschnitt wo das Action-RPG zum Vorschein kommt. Eure Gruppe attackiert und zaubert, verwendet Fähigkeiten, setzt Spezialangriffe und die Türme und Fallen feuern aus allen Rohren. Die zwei Genres bilden eine tolle Symbiose und wenn man Sanctum (Tower Defense Ego-Shooter) mal ausnimmt wird hier das Tower Defense Genre endlich mal erneuert.

Mein Held, mein Schwert, meine Crew

Eure Leistungen könnt ihr in weltweiten Ranglisten mit anderen Spielern vergleichen. Egal ob ihr Solo (Kampagne), im Koop oder PVP zockt, für jeden Geschmack werden eigene Ranglisten geführt. Diese lassen sich filtern und es gibt dazu zwei Optionen. deathtrap (18)Entweder wird die Rangliste weltweit angezeigt oder ihr blendet nur eure Freunde ein. Ein ungemeiner Ansporn. Wer erst mal unter den Top 100 aufscheint, der will da auch nicht mehr weg. Den guten Gesamteindruck rundet eine Enzyklopädie ab. Darin findet ihr alle Monster übersichtlich aufgelistet und könnt sie nach diversen Kriterien sortieren. Wer diese Enzyklopädie benutzt hat einen Wissensvorteil und übersteht so auch den höchsten Schwierigkeitsgrad. Deathtrap lässt sich in drei Schwierigkeitsstufen einstellen die da wären: Casual, Normal und Hard.

Zum Abschluss sei noch erwähnt Deathtrap ist aktuell nur in Englisch verfügbar aber das hat bei Early Access Games bereits Tradition. Legt euch schon mal das Wörterbuch zurecht, wir hatten allerdings keine Probleme das Spiel zu verstehen. Kurz möchten wir noch anmerken das es eine Art von Crafting geben wird. Die Monster droppen bereits die Zutaten und diese lassen sich auch aufsammeln. Was man damit anstellen kann ist leider noch nicht klar.

Ersteindruck von mEssE:

Ganz ehrlich ich habe selten ein Early Access Spiel gezockt das ich so bedenkenlos empfehlen kann wie Deathtrap. Man kennt Neocore Games und es ist sicher dass dieses Spiel fertig gestellt wird. Die Mixtur aus Tower Defense und Action Rollenspiel gefällt mir sehr gut, besonders im Koop ist Deathtrap eine Bombe. Außerdem freue ich mich schon auf den PVP-Modus, ich bin äußerst gespannt wie der genau umgesetzt wird. Erfreulich komplex aber trotzdem Einsteigerfreundlich und dazu ist der Preis mehr als in Ordnung. Die größte Frage die mich beschäftigt ist aber wie wird das mit der Kampagne? Erzählt diese eine Story? Den dadurch könnte es sich nochmal deutlich vom Rest der Tower Defense Games abheben.

Ersteindruck von shorty:

Ein gelungenes Game für zwischendurch welches man immer wieder anwerfen kann. Es macht einfach Spaß das Ding zu zocken vor allem im Koop Modus. Der Level Editor wertet Deathtrap nochmals auf und somit ist der Nachschub an Karten gesichert. Tipp: Bevor man die Map veröffentlicht, solltet ihr sie ausführlich testen. Es ist nämlich schwer einzuschätzen wie sie sich letztlich spielen wird. Was mir noch gut gefällt sind die Skilltrees von den Charakteren und Türmen. Es gibt eine große Auswahl und ist somit erfreulich variantenreich. Grafik und Sound sind auch in Ordnung. Wer Van Helsing kennt weiß was ihn erwartet. Für ein Early Access Spiel läuft es sehr gut und immer stabil. Ich persönlich bleib sicher am Ball und beobachte den weiteren Verlauf des Games.

Ersteindruck von Kalle:

Deathtrap ist ein Spiel für zwischendurch welches sehr viel Spaß macht, ganz besonders im Koop-Modus. Das Gameplay erinnert mich an Sanctum nur dass hier eine andere Perspektive gewählt wurde. Die Grafik besitzt einen schönen Stil und erzeugt dadurch eine tolle Atmosphäre. Leider ist das Crafting noch nicht integriert aber das fällt nicht störend auf. Dafür punktet es mit einem einfach funktionierenden Leveleditor. Im Steam-Workshop findet man unzählige (Gratis)Karten die von der Community erstellt wurden. Das gefällt mir und sorgt dafür das Deathtrap nicht langweilig wird. Von mir gibt es eine Kaufempfehlung, trotz Early Access, da es jetzt schon einen guten Eindruck hinterlässt und einfach rockt.