Damage Inc. im Test

Mad Catz Interactive veröffentlicht  Damage. Inc. Pacific Squadron WWII entweder solo oder zusammen mit einem schicken Joystick in der Collector´s Edition. Wir haben uns die Solo-Variante der Xbox 360 Version angeschaut und sind die Lüfte gestiegen. Ob wir allerdings lieber den Schleudersitz genutzt haben oder doch viel Freude an der wilden Ballerei in der Luft hatten, wird euch der Test zum Spiel sagen können.

Ihr wollt euch wie der König der Lüfte fühlen? Dann solltet ihr vielleicht tiefer in die Tasche greifen und euch die Collector´s Edition von Damage Inc. zulegen. Die bringt euch neben dem Spiel nämlich noch eine weitere Besonderheit. Mit dem Saitek Pacific AVR8 Flight Stick soll das Steuern des Flugzeuges was ganz besonderes sein. In unserem Test haben wir aber mit dem normalen Joypad der XBox 360 gespielt und schildern euch unsere Erlebnisse. Doch worum geht es eigentlich in dem Spiel von Mad Catz Interactive, die ja eigentlich eher für Hardware bekannt sind. In dem Spiel geht es um den Angriff auf Pearl Harbor und bringt euch zu allen echten Schauplätzen der damaligen Katastrophe. 23 historische Missionen mit über 100 Missionszielen sollen für Langzeitunterhaltung sorgen. Intensive Kämpfe in der Luft, gegen Schiffe und auch Bodentruppen bringen das häßliche Gesicht des Krieges zum Vorschein. Aber auch Starts und Landungen von Flugzeugträgern und weitere Herausforderungen warten auf euch.

Auch wenn das ganze wirklich nett verpackt ist und auch sicherlich eine tolle Story hat, fehlt es dem Ganzen aber irgendwie am wirklichen Wow-Effekt. Die Steuerung der Flugzeuge klappt zwar ohne Probleme, aber es fehlt der letzte Kick bei den Aufgaben. Mal sollt ihr hier was abschießen und dann mal wieder dort was beschützen, es fehlen einfach die richtigen Herausforderungen. Immerhin sehen die Explosionen am Himmel aber ganz gut aus und zeigen euch eure Gegner beim Absprung mit dem Fallschirm. Das ganze funktioniert entweder im Einzelspieler oder auch im Multiplayer-Modus, welcher ebenfalls ins Spiel integriert worden ist. Bis zu vier Spieler können alle Missionen im Spiel gemeinsam durchspielen. Aber auch andere Spielmodis sollen für Spielspaß sorgen. Und das klappt ganz gut und sorgt für Spaß. Unserer Meinung nach ist besonders der Multiplayer-Modus gelungen und gibt dem Spiel die Würze, welche im Einzelspieler-Modus leider nicht vorhanden ist. Auch grafisch ist Damage Inc. jetzt nicht wirklich ein Hingucker geworden. Auch wenn die Flugzeuge und die Explosionen gut animiert sind, sieht der Rest nicht wirklich Next-Gen mäßig aus. Besonders die Landschaften erinnern an Xbox und Playstation 2 Zeiten und hätten sicherlich ein bisschen mehr Detail vertragen können.

Im Spiel gibt es 30 präzise nachempfundene Flugzeuge, die allesamt auch mit originalen Bewaffnungen und Panzerungen ausgestattet sind. Wie wir schon erwähnt haben, haben sich die Entwickler richtig Mühe gegeben und dem Spiel viele historisch einwandfreie Extras spendiert. Sicherlich will keiner wirklich im zweiten Weltkrieg dabei gewesen sein, aber so ähnlich muss es damals wohl gewesen sein. Wir hatten in unserem Test einfach ein wenig mehr erwartet und waren vom Einzelspieler-Modus ein wenig enttäuscht. Dafür kann aber, wie schon oben erwähnt, der Multiplayer-Modus überzeugen. Die verschieden Spielmodis lauten Luftkampf, Luftkampf im Team, Survivor,Team Survivor, Dogfight und Scratch One Flattop.

Im Luftkampf geht es direkt gegen andere Onlinespieler um den Sieg in der Luft. Wollt ihr das ganze im Team veranstalten, müsst ihr versuchen das andere Team vom Himmel zu holen. Im Survivor Modus geht es solange zur Sache bis nur noch ein einziger Spieler übrig bleibt. Im Team Survivor Modus ist es nicht anders, nur das ihr es zusammen mit euren Partner bis zum Schluss aushalten müsst. Im Dogfight Modus kommt es zu klassischen Deathmatch-Kämpfen, wobei ihr gegen sieben weitere Gegner antreten müsst. Hier bestehen nur die Spieler mit den besten fliegerischen Fähigkeiten. Interessant wird es bei Scratch One Flattop. Dort geht es darum gegnerische Flugzeugträger mit Torpedobombern und Stukas zu zerstören. Das Spiel kommt mit englischer Sprachausgabe aber deutschen Bildschirmtexten daher und macht dort auch nicht viel verkehrt. Die materialische Musik im Hintergrund passt sich dem Geschehen gut an und ist durchaus hörbar. Die Ladebildschirme bzw. die Menüs im Spiel sind schlicht gehalten und halten sich nicht lange mit Schnörkeleien auf. Das Spiel hat richtig viel Potenzial, welches aber leider überhaupt nicht  ausgeschöpft wird.

Die matschigen Grafiken bei den Umgebungen und der fehlende Spielspaß bringt dem Kriegsspiel deutliche Abzüge, die nur durch den gelungen Multiplayer-Modus ein wenig wett gemacht werden können. Solltet ihr mal das Zeitliche gesegnet haben, dürft ihr aber jederzeit am letzten Kontrollpunkt weitermachen. Und diese Rücksetzpunkte sind eigentlich ganz fair gesetzt. Zum Abschluss wollen wir auch noch mal auf eine besondere Funktion im Spiel hinweisen. Da es am Himmel bei Luftkämpfen durchaus mal sehr hektisch zugehen kann, gibt es eine Zeitlupen-Funktion. Diese verlangsamt das Geschehen und ihr könnt besser auf eure Gegner zielen. Das lähmt zwar das Spielgeschehen ein wenig, ist aber dennoch eine nützliche Option im Spiel. Sind eure Gegner ein wenig weiter weg, dürft ihr mit einem Klick auch den Turbo dazu schalten, welcher aber nicht wirklich für rasante Geschwindigkeit sorgt. Aber im zweiten Weltkrieg waren die Flugzeuge auch noch nicht wirklich top ausgerüstet.

Fazit:

Damage Inc. ist irgendwie ein zweischneidiges Schwert. Irgendwo ist die Story, die Idee und das ganze Drumherum richtig toll gemacht worden. Der schreckliche zweite Weltkrieg und die Pearl Harbor Geschichte werden mit fast allen historischen Kleinigkeiten auf die Xbox 360 Konsole gebracht. Doch leider ist das Spiel für einen Vollpreistitel zu schwach ausgerüstet. Es fehlt an echten Herausforderungen, Spielspaß und besonders an vernünftigen Grafiken. Die vermatschten Umgebungen sehen alles andere als gut aus. Die Flugzeuge dagegen sehen toll aus, auch wenn es beim Fliegen nicht wirkliche Unterschiede gibt. Der Einzelspieler-Modus bringt keine wirklichen Abwechslungen und wird nach einer Weile langweilig. Beim Multiplayer-Modus sieht das schon wieder anders aus. Hier macht es durchaus Spaß sich mit seinen Freunden durch die Lüfte zu bewegen und Feinde vom Himmel zu holen. Fans von Ace Combat und Co. sollten vielleicht ein Auge darauf werfen, werden aber am Ende sicherlich nicht ganz begeistert davon sein,. Schade.

Wertung:

Ausreichend