The Crew bei uns in der Preview

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Ubisoft versucht mit The Crew die hauseigene Ubisoft-Formel auf das Rennspiel-Genre zu übertragen. Kann das funktionieren? Wir haben uns durch die Closed-Beta gefahren und einige Eindrücke für euch mitgenommen.

Wann sind wir da?

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Ubisoft hat für die am 2. Dezember erscheinende Vollversion einiges vor und zeigt bereits in der Beta, wie gut die Spielmechanik-Zahnräder ineinander greifen. In der Closed Beta durften wir uns den gesamten Mittleren Westen inklusive aller Aktivitäten anschauen.

Am imposantesten ist sicherlich die schiere Größe der Spielwelt. Ob Las Vegas, Los Angeles, New York, Boston oder Miami – die ganzen Vereinigten Staaten sind befahrbar. Die Inszenierung passt ebenfalls gut zum Open-World-Aspekt, da man sich dank vieler Zwischensequenzen und der für ein Rennspiel völlig soliden FBI-Story nicht ganz verloren vorkommt.

Selbst ohne den konventionellen Undercover-Plot bietet The Crew jede Menge kurzweilige Unterhaltung. Neben den obligatorischen Hauptmissionen, die uns wiederum weitere Renn-Aktivitäten freischalten lassen, warten überall kleine Nebenaufgaben wie Sprünge, Slalomfahrten, oder Checkpoint-Rennen auf uns. Wenn wir mal einen längeren Weg von A nach B zurücklegen müssen, und das müssen wir in The Crew häufig, sind die kleinen Nebenaktivitäten sehr willkommen und gestalten die Fahrten kurzweiliger. Bereits bereiste Gebiete dürfen wir per Schnellreise anfahren. Außerdem gibt es in jeder großen Stadt einen Flughafen, der es uns ermöglicht in noch nicht aufgedeckte Areale zu reisen.

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Spätestens nach der ersten entdeckten Radarstation und damit neu freigeschalteten Events, wissen wir, dass es sich um ein Ubisoft-Spiel handelt. The Crew ist eine große Spielwiese a lá GTA, nur dass wir hier die Zeit ausschließlich im Auto verbringen. Einige Missionen erinnern fast schon an die Driver-Reihe, nämlich dann, wenn wir einen Kontrahenten zerstören oder verfeindete Banden von unserem Heck abschütteln müssen. Die Vielfältigkeit der Events ist eine Stärke von The Crew.

Komm in meine Crew

Wie jedes moderne Videospiel sorgt das „Crew“-Feature für ein soziales Netzwerk unter der Spielerschaft. Bis zu 4 Mitglieder kann eine Crew in einer aktuellen Sitzung haben. Mit denen dürfen wir dann die meisten Missionen kooperativ angehen. In der Beta lief der Multiplayer-Part schon sehr rund und brachte nochmal eine Prise mehr Adrenalin in die Rennen.

Wenn wir mit vielen verschiedenen Spielern in einer Sitzung um die Wette oder einfach nur durch die Welt fahren, fühlt sich das Rennerlebnis gleich dynamischer an. In den Rennen konnten wir vereinzelnd Lags feststellen. Für eine Beta läuft das Rennspiel aber schon jetzt sehr stabil. Ob die Server auch für einen größeren Ansturm gewachsen sind, wird sich zum Release zeigen.

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Ähnlich motivierend wie die das „Crew“-Feature sind die Erfahrungspunkte. Mit jedem Event verdienen wir diese hinzu und schalten durch Stufenaufstiege neue Teile wie etwa Bremsen, Aufhängung oder Steuergeräte für unser Auto frei. Alternativ sammeln wir diese Teile auch in den zahlreichen Nebenaktivitäten.

Seifenkiste

The Crew macht bisher einen runden Eindruck, allerdings fühlt sich das Fahrverhalten noch etwas schwammig an. Offroad-Fahrzeuge und Straßenboliden steuern sich gleichermaßen ähnlich wie eine Seifenkiste. Bei hohen Geschwindigkeiten die volle Kontrolle über seinen Wagen zu behalten fällt noch schwer, obwohl das Fahrgefühl merklich auf Arcade setzt. Man gewöhnt sich zwar nach einer Zeit an die schwammige Handhabung, aber die Konkurrenz (Need for Speed, Burnout) hat hier noch deutlich die Nase vorn.

Fazit:

Die riesige Spielwelt bietet enormes Suchtpotenzial, da sie sinnvoll mit Aktivitäten gefüllt ist. Die Frage bleibt, ob auch die restlichen Teile Amerikas langfristig mit Content motivieren können. Zumindest steht eines fest: Wenn jetzt noch das verbesserungsbedürftige Fahrverhalten verbessert wird, dann steht uns definitiv eines der besten Rennspiele des Jahres ins Haus.

(c) Yan Dreyer