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	<title>Xbox One &#8211; Gaming Magazin | News, Testberichte &amp; Videospiele – Games-Mag.de</title>
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		<title>Like a Dragon: Infinite Wealth im Test &#8211; Like a Dragon? Like a GOTY!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dennis]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jan 2024 18:22:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Like a Dragon: Infinite Wealth ist endlich da und schafft es diesmal sogar als vollständig lokalisierter Release&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Like a Dragon: Infinite Wealth ist endlich da und schafft es diesmal sogar als vollständig lokalisierter Release zeitgleich nach Europa! Like a GOTY oder doch eher Like a&#8230;ufgewärmte Standardkost? Schnappt euch das Hawaii-Hemd und findet heraus, wieviele Wortspiele mit diesem Titel noch möglich sind (und natürlich auch, was das Spiel auf dem Kasten hat).</strong></p>
<p>Eigentlich könnte im Land der aufgehenden Sonne alles so schön sein: Geschlagene vier Jahre nach den turbulenten Ereignissen aus <strong>Yakuza: Like a Dragon</strong>, kehrt in den verwinkelten Straßen der zweitgrößten Metropole Japans endlich wieder Ruhe ein. Der perfiden Verschwörung zweier verfeindeter Yakuza-Clans und seiner eigenen Rolle darin scharfsinnig, vor allem aber schlagfertig auf die Schliche gekommen, genießt Protagonist <em>Ichiban Kasuga</em> mittlerweile den Ruf als Held von <em>Yokohama</em>. Mit viel Engagement und dem Selbstbewusstsein, am Ende doch noch ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft geworden zu sein, vermittelt die Frohnatur weiterhin ehrliche Arbeit an ehemalige Mafiosi. Während Ex-Polizist <em>Adachi</em> voller Stolz seine eigene Detektivagentur betreibt, haben auch <em>Nanba</em> und <em>Saeko</em> ihren Platz im urbanen Dschungel finden können. Inzwischen ist das facettenreiche Quartett sogar zu einem echten Freundeskreis gewachsen, der sich nach Feierabend regelmäßig auf ein paar Bier in der Karaokebar <em>Survive</em> trifft.</p>
<p>Doch das Glück scheint nur von kurzer Dauer, denn in den Straßen der fernöstlichen Großstadt spukt ein Zeitgeist, der die eigentlich noblen Motive der einstigen Heldentruppe ad absurdum führt und für Klicks und Reichweite missbraucht. Ausgerechnet trendige V-Tuber und mit Smartphones in der Hand fuchtelnde Video-Blogger sägen an der hoch angesetzten Karriereleiter und treten so eine Reihe von Ereignissen los, die unmissverständlich und sofort klar machen: Auch <strong>Like a Dragon: Infinite Wealth</strong> erzählt eine groß angelegte Geschichte und bedient sich dabei an irrwitzigen Analogien zur modernen Popkultur. Vor allem aber drängen die Geschehnisse <em>Ichiban</em> und Co. zurück in alte Strukturen, und damit auch zur fast aufgelösten Yakuza.</p>
<p>Was die erneute Zusammenkunft wirklich bedeutet, wieso der quirlige Zottelkopf im roten Sakko überhaupt auf Hawaii strandet und was Serienurgestein <em>Kazuma Kiryu</em> mit all dem zu tun hat, darüber liegt der mysteriöse Mantel des Schweigens. <strong>So viel sei verraten:</strong> Offenbar kommen einige Familienfehden der letzten Jahrzehnte noch immer nicht zur Ruhe und lassen am verzweigten Stammbaum neue Blüten treiben, die am besten im aufgeheizten Klima einer beschaulichen Insel des Pazifiks gedeihen…</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright size-large wp-image-379813" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-5-1024x576.png" alt="Like a Dragon Infinite Wealth 5 Like a Dragon: Infinite Wealth im Test - Like a Dragon? Like a GOTY!" width="1024" height="576" title="Like a Dragon Infinite Wealth 5 Like a Dragon: Infinite Wealth im Test - Like a Dragon? Like a GOTY!" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-5-1024x576.png 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-5-300x169.png 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-5-768x432.png 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-5-1536x864.png 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-5-2048x1152.png 2048w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-5-1920x1080.png 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-5-1170x658.png 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-5-585x329.png 585w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<h2>Like a Dragon: Infinite Wealth &#8211; Alles neu macht Hawaii</h2>
<p>Tatsächlich steht mit <strong>Like a Dragon: Infinite Wealth</strong> der allererste Übersee-Ausflug der traditionsreichen Serie an. Statt durch Neonlicht-getränkte Straßen in den Schatten riesiger Wolkenkratzer, zieht ihr nun erstmals über weitläufige Strände und schnuppert das saftige Grün der hawaiianischen Natur. Ein eher urbanes Setting hat das Eiland mitten im Pazifik zwar ebenfalls zu bieten, doch das entkommt seinem intuitiv trostlosen Vorbild dank einladender Promenaden und zahlreicher Sehenswürdigkeiten, die sich mit malerischen Sonnenuntergängen und im Wind wiegenden Palmen einen regelmäßigen Wettstreit um das schönste Panorama liefern. Und falls euch im subtropischen Setting dann doch der Sinn nach einer Abkühlung steht, locken die wogenden Wellen und frei erkundbaren Tiefen des Ozeans. Allzu weit solltet ihr aber dennoch nicht hinausschwimmen, denn wer weiß schon, welche Gefahren dort wirklich lauern&#8230;?</p>
<blockquote><p><strong>Zwischen Neo Samurai-Kino einer von Martial Arts durchsiebten Hollywood-Inszenierung und bittersüßem Kirschblüten-Drama&#8230;</strong></p></blockquote>
<p>Mal ganz ehrlich, im Prinzip fühlt sich das hier wie der Sprung von <strong>GTA III</strong> zum Nachfolger <strong>Vice City </strong>an – selbstverständlich in der gewohnt überdrehten, japanischen Version. Am spielerischen Kern treu festgehalten, sinnvoll ergänzt, hier und dort ein wenig feinjustiert, überzeugt vor allem der unverbraucht wirkende Tapetenwechsel, der zeitgleich die bislang größte Karte der Reihe hervorbringt und die elementare Ästhetik aus originellem, jederzeit aufgeräumt wirkendem UI-Design und signifikanten Sounds trotz allem beibehält. Ein durchaus mutiger Schritt, schließlich wird die Serie seit fast zwei Dekaden mit dem düsteren Bild mafiöser Machtspiele in vorwiegend städtischen Gebieten assoziiert. Scheuen solltet ihr den Standortwechsel jedenfalls nicht. Schließlich versteht es das verantwortliche Entwicklerstudio <em>Ryu Ga Gotoku</em> wie kein zweites, originalgetreu nachempfundene Orte als satirische Sammelbecken voll (pop-)kultureller Karikatur und überspitzter Abziehbilder zu interpretieren, ohne dabei ertränkend nach jenen zu greifen, die an der schimmernden Oberfläche im kitschig pinken Aufblas-Krokodil liegen und entspannt am bitter-blutigen Cocktail einer erneut rasant an Fahrt aufnehmenden Gangster-Geschichte schlürfen.</p>
<p>In seinen ernsten Tönen ist <strong>Like a Dragon: Infinite Wealth</strong> der schonungslose Gesellschafts-Thriller im Spiegel einer machthungrigen Subkultur, der seine narrativen Ideen in Geschichten über Familie, Ehre und Verrat entlädt. Während die verspielten Klänge eine eher lockere Atmosphäre zulassen und in ihrer als durchaus provokativ wahrnehmbaren, nahezu herablassenden Inszenierung einer Vollbild-Karikatur direkte Seitenhiebe auf Medienlandschaft und die Bevölkerung verteilt. Den Kontrast machen sich beide Elemente zu eigen und bilden daraus in beispielhafter Manier ein spannendes wie emotionales Erzählwerk, das nur selten vor albernem Wortwitz-Humor oder zynischer Selbstironie zurückschreckt. Diesmal sogar mit einem künstlerisch gelungenem Hauch <strong>Lost in Translation</strong>, schließlich gilt Hawaii als englischsprachiges Staatsgebiet der USA.</p>
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<p>Zwischen Neo Samurai-Kino einer von Martial Arts durchsiebten Hollywood-Inszenierung und bittersüßem Kirschblüten-Drama, kennt <strong>Like a Dragon: Infinite Wealth</strong> jeden Pfad mit Namen, aber nimmt dabei keine Abkürzung. Es ist genau dieses extrem langsame Erzähltempo, das spielerisch zwar manchmal zehren kann, austauschbaren Japano-Klamauk aber zu einem sinnstiftenden Story-Epos macht. Seit jeher bietet die Reihe unglaublich starke Persönlichkeiten, die ihren Charakteren Nachvollziehbarkeit und glaubwürdige Entwicklung leihen und genau dort das intellektuelle Niveau erreichen, wo sich vertrauter Wiedererkennungswert freundlich dreinblickender Gesichter und das fratzenhaft verzerrte Antlitz schwerwiegender Wendungen respektvoll die Stirn bieten.</p>
<p><a id="1781411" href="https://eneba-games.sjv.io/c/2535904/1781411/18251" target="_top" rel="noopener"><img decoding="async" src="//a.impactradius-go.com/display-ad/18251-1781411" alt="18251 1781411 Like a Dragon: Infinite Wealth im Test - Like a Dragon? Like a GOTY!" width="720" height="300" border="0" title="18251 1781411 Like a Dragon: Infinite Wealth im Test - Like a Dragon? Like a GOTY!"></a><img loading="lazy" decoding="async" style="position: absolute; visibility: hidden;" src="https://imp.pxf.io/i/2535904/1781411/18251" width="0" height="0" border="0" alt="18251 Like a Dragon: Infinite Wealth im Test - Like a Dragon? Like a GOTY!" title="18251 Like a Dragon: Infinite Wealth im Test - Like a Dragon? Like a GOTY!"></p>
<p>Allein <em>Ichiban</em> ist so ein unglaublich purer Protagonist, der den modrigen Mörderzirkus aus ernsthaftem Ehrgefühl der Yakuza und blutigen Familienfehden als goofy Charmebolzen gehörig auf den Kopf stellt und dabei mehr für einen stark sympathischen Kontrast, als für das nächste Abziehbild moderner Gangster-Attitüde sorgt. Gleiches gilt für den Cast, der den liebgewonnenen Trupp aus <em>Nanba</em>, <em>Adachi</em> und Co. zumindest vorerst auf die Ersatzbank schubst, damit aber gleichzeitig Raum für neue Akteure schafft, deren liebenswürdigen und realitätsnah dargestellten Persönlichkeiten einen mindestens genauso positiven und bleibenden Eindruck hinterlassen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-large wp-image-379812" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-4-1024x576.png" alt="Like a Dragon Infinite Wealth 4 Like a Dragon: Infinite Wealth im Test - Like a Dragon? Like a GOTY!" width="1024" height="576" title="Like a Dragon Infinite Wealth 4 Like a Dragon: Infinite Wealth im Test - Like a Dragon? Like a GOTY!" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-4-1024x576.png 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-4-300x169.png 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-4-768x432.png 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-4-1536x864.png 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-4-2048x1152.png 2048w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-4-1920x1080.png 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-4-1170x658.png 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-4-585x329.png 585w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<h2>Vier Fäuste für ein Aloha</h2>
<p>Die fliegenden Fäuste der Hauptreihe ruhen auch im zweiten Spin Off-Ableger. Statt aktivem Kampfsystem in Echtzeit, spendiert euch <strong>Like a Dragon: Infinite Wealth</strong> wieder rundenbasierte Auseinandersetzungen im Stil eines klassischen J-RPGs. Bis zu vier Team-Mitglieder prügeln hier nacheinander auf eine bunt zusammengewürfelte, gewohnt skurrile Truppe aus gegnerischen Widersachern ein oder greifen auf wahnwitzige Spezialmanöver zurück. Stärken und Schwächen solltet ihr dabei genauso gut im Auge behalten, wie die eigene Gesundheit und diverse Statuseffekte. Bei korrekter Tasteneingabe lassen sich Angriffe verstärken und sogar eingehende Attacken parieren, während Levelaufstiege, Ausrüstung und Items für zusätzliche Unterstützung sorgen. Mit einem ausgefeilten Klassensystem an der Hand, entscheiden taktisch interessierte SpielerInnen zudem vollkommen frei über Einsatzmöglichkeiten und Fähigkeiten einzelner Mitstreiter. Falls es brenzlig werden sollte, helfen einmal mehr die berüchtigten <em>Poundmates</em> als beschworene Superwaffen mit einem Augenzwinkern aus – vertraute Rollenspielkost eben.</p>
<blockquote><p><strong>&#8230;originalgetreu nachempfundene Orte als satirische Sammelbecken voll (pop-)kultureller Karikatur und überspitzter Abziehbilder zu interpretieren&#8230;</strong></p></blockquote>
<p><strong>Aber selbst hier gilt: Alles neu macht Hawaii.</strong> Während der Scharmützel dürft ihr euch jetzt nämlich frei bewegen, zumindest innerhalb eines bestimmten Radius, und dadurch strategisch wertvolle Positionen einnehmen. Angriffe aus der Nähe oder aus dem Hinterhalt bewirken automatisch mehrfachen Schaden und ein brachiales Ansturm-Manöver verwandelt gleich eine ganze Gruppe in umgeworfene Bowlingpins. Sollte in der Nähe ein Verkehrsschild oder gar ein Fahrrad stehen, greift ruhig zu. Temporäre Waffen hinterlassen einen genauso bleibenden Eindruck wie Würfe gegen Wände oder das Verketten von Attacken durch Tag Team-Kombos. Und sobald die fies dreinblickende Fratze eines protzigen Widersachers Bekanntschaft mit der Motorhaube eines vorbeifahrenden Autos macht, geben sich Schaden und Freude rhetorisch die Klinge in die Hand. Kontrahenten stolzieren übrigens jederzeit sicht- und vermeidbar durch die Umgebung, während ein hilfreicher Indikator Aufschluss über ihre Stärke gibt. Solltet ihr den Bösewichten mit eurer Gruppenstärke weit überlegen sein, lassen sich bevorstehende Auseinandersetzungen per sogenannter <em>Vernichtung</em> auf der Stelle abschließen. Das spart zwar Zeit, aber gibt gleichzeitig einen Malus auf die erhaltenen Erfahrungspunkte. Für mehr Bequemlichkeit, sorgt dagegen die optionale Autokampf-Funktion.</p>
<p>Überraschenderweise mutet das sinnvoll überarbeitete Kampfsystem wie ein Hybrid aus klassisch-aktivem <strong>Yakuza</strong>-Gameplay und der neuartigen Ausrichtung traditioneller RPGs an. Endlich spielt auch für <em>Ichiban</em> die Kampfumgebung eine entscheidende Rolle, Angriffe lassen sich im Team verketten und während zweckentfremdete Alltagsgegenstände und Positionierung einen ebenfalls wichtigen Faktor darstellen, verpassen genau diese Änderungen dem zwangsläufig in die Jahre gekommenen Spielprinzip eine wohlverdiente Portion Dynamik. Dabei geht die Motivation, euch immer wieder in die durchaus herausfordernden Auseinandersetzungen zu stürzen, auch vom Gegnerdesign selbst aus. Ein paar stinknormale Raufbolde schaffen es zwar ebenfalls in den Kader, die meiste Zeit werdet ihr aber damit beschäftigt sein, einer wahnwitzigen Mischung aus karikierten Widersachern die Leviten zu lesen. Ob nun als im eigenen Schlafsack eingemummelt und wie ein Kokon herumzappelnde Obdachlose oder völlig entnervte Touris, die von der eigenen Freundin am Strand eingebuddelt wurden und nun, neben all dem Sand, auch ihre Aggressionen loswerden wollen: Hier bekommt jeder eine Faust zwischen die Augen und garantiert sein Fett weg.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-large wp-image-379816" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-8-1024x576.png" alt="Like a Dragon Infinite Wealth 8 Like a Dragon: Infinite Wealth im Test - Like a Dragon? Like a GOTY!" width="1024" height="576" title="Like a Dragon Infinite Wealth 8 Like a Dragon: Infinite Wealth im Test - Like a Dragon? Like a GOTY!" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-8-1024x576.png 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-8-300x169.png 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-8-768x432.png 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-8-1536x864.png 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-8-2048x1152.png 2048w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-8-1920x1080.png 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-8-1170x658.png 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-8-585x329.png 585w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<h2>Like A…nimal Crossing?</h2>
<p>Nüchtern gesprochen, markiert das neue, große Feature von <strong>Like a Dragon: Infinite Wealth</strong> bloß einen weiteren Meilenstein spielerischer Designkunst. Mit der Insel <em>Dondoko Island</em> schleicht sich der Spaß einer vollwertigen Aufbausimulation in den ohnehin abwechslungsreichen Alltag unter Palmen, was schon fast einen alleinigen Kaufgrund für den Titel darstellt, hier aber ganz bescheiden und dadurch besonders sympathisch als eine von etlichen Nebenaktivitäten integriert wurde. Mit natürlichen Ressourcen baut ihr bei Touristen beliebte Objekte wie Möbel, aufregende Gebäude und Attraktionen, die im späteren Verlauf der von Hand durchgeführten Aufräumaktion zahlreiche Besucher anlocken und den eigenen Geldbeutel verheißungsvoll klingeln lassen. Die zur regelrechten Sucht verlockende Dynamik aus Sammelei, Investition und spürbarer Belohnung im individuellen Idyll, wird nur dann abwechslungsreich durchbrochen, wenn plötzlich Eindringlinge auf der Matte stehen und euch das ertragreiche Eigentum-Eiland mit lockerem Gruß von der <strong>Y’s</strong>-Reihe streitig machen wollen. Doch kein Schmerz vergangener Kämpfe ist so groß, dass es der unterhaltsam alberne Dialog zwischen zwei abgehalfterten TV-Maskottchen in voller Montur nicht wieder richten könnte…</p>
<p>Die absurd verformte Ähnlichkeit zur beliebten Hosentaschenmonster-Hatz begeht<strong> Like a Dragon: Infinite Wealth</strong> mit den <em>Sujimon</em> ebenfalls nicht ohne Grund. Erneut fleißig vom Tischnachbar abgeschrieben, verwurstelt der Titel das bekannte Konzept und gibt ihm eine ganz eigene Persiflage-Prägung. So erleben, dank unverbrauchter Einsatzmöglichkeiten, auch die <strong><em>Sujimon</em></strong> eine restaurierte Rückkehr. Irgendwann verliert ihr euch ganz bestimmt beim motivierenden Versuch, den <em>Sujimon-Dex</em> zu füllen, schließlich lassen sich die wandelnden Parodien problematischer MitbürgerInnen (keine niedlichen Knuddelmonster!) jetzt auch fangen, trainieren und in eigens dafür erschaffene Ligen schicken. Wer dagegen lieber Fortuna beim Ausbau der Sub-Truppe zur Hilfe bitten möchte, findet die lebendigen (!) Außenseiter sogar in käuflichen Gacha-Kugeln – ja, ziemlich bizarr.</p>
<blockquote><p><strong>&#8230;aber sobald euch das Spiel kulturellen Kontext in Form eines hawaiianischen Dankeschöns als völlig unsinnig übersetztes Bon Voyage verkaufen will&#8230;</strong></p></blockquote>
<p>Allerdings sind das bloß die großen Neuerungen des Titels. Like a Wundertüte lässt euch <strong>Infinite Wealth</strong> immer tiefer im sandigen Potpourri endlos erscheinender Nebenaktivitäten und Serientypischen Minispielen graben. Während Sidequests meist mit durchaus ernstem Unterton von gesellschaftlichen Schicksalen erzählen, lockt bereits die Arcade-Halle mit ihren blinkenden Automaten gefeierter <em>Sega</em>-Klassiker. Ein adaptiver Trigger-Support für <strong>Bass Fishing</strong> überrascht dabei genauso positiv, wie der interessante Rückblick auf den viel zu wilden 3D-Prügler <strong>Spike Out</strong> von 1998, der ganz nebenbei verrät, woher die Inspiration für das eigene, grundsätzlich aktive Kampfsystem der <strong>Yakuza</strong>-Reihe eigentlich stammt.</p>
<p><strong>Bitte nicht vergessen: Like a Dragon: Infinite Wealth stockt hier lediglich auf.</strong> Bereits bekannte Aktivitäten sind weiterhin, teilweise sogar verbessert, mit an Bord. Auf fast schon konservativ-gemütliche Weise, versucht ihr euch also auch wieder an Mahjong, Poker und seinen etlichen Varianten, schmeißt gezielt mit Dartpfeilen durch die Bar und klärt in der nächsten <strong>Virtua Fighter</strong>-Iteration, wer die krassesten Kombos vom Stapel lässt. Die spaßige Pfandsammelei auf zwei Rädern des Vorgängers, weicht nun einer noch schnelleren, auffällig kurzweiligen Lieferjagd, die als <strong>Crazy Delivery</strong> dem großen, hauseigenen Vorbild <strong>Crazy Taxi</strong> ästhetisch wie spielerisch ein beachtliches Stück näher rückt und SpielerInnen die geplante Revision der Marke bereits stilvoll schmackhaft macht. Wem all das zu actionorientiert klingt, der versucht sich vielleicht lieber an einer irrwitzigen Interpretation moderner Online Dating-Apps oder schmettert die Tasten wie gewohnt zu rhythmischen Klängen beim Karaoke, dessen Playlist selbstredend mit völlig neuen Songs lockt und den ohnehin abwechslungsreichen Soundtrack aus mal entspannten Klängen, bedeutungsschwangeren Melodien und plötzlich wieder rockigen Giraffenriffs stimmungsvoll aufwertet.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-large wp-image-379809" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-2-1024x576.jpg" alt="Like a Dragon Infinite Wealth 2 Like a Dragon: Infinite Wealth im Test - Like a Dragon? Like a GOTY!" width="1024" height="576" title="Like a Dragon Infinite Wealth 2 Like a Dragon: Infinite Wealth im Test - Like a Dragon? Like a GOTY!" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-2-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-2-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-2-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-2-1536x864.jpg 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-2-2048x1152.jpg 2048w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-2-1920x1080.jpg 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-2-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-2-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>Zusätzlich noch über eine jederzeit formbare, sinnvoll in sämtliche Aktivitäten integrierte Persönlichkeit, ulkige Dates mit liebeshungrigen Partnerinnen, sportliche Betätigung und so vieles mehr zu sprechen, sprengt diesen Rahmen hier ganz sicher, ist aber fester Bestandteil genau dieser Identität. Nach mittlerweile über 18 Jahren befindet sich die Reihe weiterhin auf der Jagd – nach neuen Ideen, mutigen Ansätzen nebst sinnvollen Ergänzungen und Highlights einer nie enden wollenden, clever über sämtliche Veröffentlichungen miteinander verwobenen Geschichte – und verhungert genau deswegen nicht. Zugegeben, der gierige Heißhunger versteht es genauso gut, in vollem Maße zu überfordern. Folge ich nun lieber der Hauptgeschichte oder stürze ich mich in interessant geschriebene Nebenquests? Ein paar Stunden lang die eigene Kampfkraft auf Vordermann zu bringen, täte sicher auch nicht schlecht. Ach, und diesen einen Highscore in der Arcade gilt es ja ebenfalls noch zu schlagen. Mist, jetzt klingelt das Handy schon wieder. Knappe <strong>60 Stunden</strong>, die bereits genüsslich im zeitfressenden Schlund der Hauptgeschichte landen, klingen im Gesamtkontext wie ein seichter Scherz, schließlich verdoppelt ihr diese Zahl bei einer aufrichtigen Auseinandersetzung mit<a href="https://www.xbox.com/de-de/games/store/like-a-dragon-infinite-wealth-ultimate-edition/9PNM2QBT4X00" target="_blank" rel="noopener"> <strong>Like a Dragon: Infinite Wealth</strong></a> locker. Like a Wundertüte eben &#8211; ob ihr nun wollt, oder nicht.</p>
<p><strong>Doch bedeutet das eigentlich auch: Quantität vor Qualität?</strong> Mitnichten, auf gar keinen Fall. Wie von Zauberhand fügt Entwickler <em>Ryu Ga Gotoku Studio</em> jeder einzelnen Aktivität genügend Substanz hinzu, um ihnen eine spaßig-individuelle, sämtliche Belohnungs-Synapsen im Kopf ansprechende Daseinsberechtigung zu verleihen. Manchmal funktioniert das besonders gut im Bezugsrahmen der aufgedrehten Atmosphäre, an anderer Stelle nehmen euch einzelne Posten der ellenlangen To Do-Liste derart ein, dass ihr den eigentlichen Plot darüber hinaus komplett vergesst. Respekt jedenfalls an Publisher <em>Sega</em>, diese Inhalte völlig selbstverständlich als Feature im Titel zu integrieren und sie nicht hinter einer Paywall zu verstecken. <em>Oh, wait&#8230;</em></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-large wp-image-379808" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-1-1024x576.png" alt="Like a Dragon Infinite Wealth 1 Like a Dragon: Infinite Wealth im Test - Like a Dragon? Like a GOTY!" width="1024" height="576" title="Like a Dragon Infinite Wealth 1 Like a Dragon: Infinite Wealth im Test - Like a Dragon? Like a GOTY!" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-1-1024x576.png 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-1-300x169.png 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-1-768x432.png 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-1-1536x864.png 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-1-2048x1152.png 2048w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-1-1920x1080.png 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-1-1170x658.png 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-1-585x329.png 585w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<h2>Bon Voyage?! Excuse me…?</h2>
<p>Nach all dem Lob und der Begeisterung, ist es wohl endlich an der Zeit für Kritik. Besonders optisch wirkt <strong>Like a Dragon: Infinite Wealth</strong> immer noch ein wenig angestaubt. Zwar wächst die Detailverliebtheit für besonders hübsch animierte Gesichter, Bewegungen, sowie leckere Lichtreflexionen und -Effekte mit jedem Ableger stetig weiter, nerviges Kantenflimmern und der teils überholte Grundlook stehen dem aber unüberwindbar gegenüber. Außerdem merkt ihr der eingesetzten Engine deutlich an, dass sie bislang eher für ein urbanes Setting mit Design-bedingter Einschränkung der Weitsicht und einem vorwiegend nächtlichen Look in grell erleuchteter Neonlichtwerbung Verwendung fand. Das sonnenverwöhnte Hawaii enttarnt bisherige Stilmittel und gibt den Blick auf teils unschöne Texturen und technische Tadel frei &#8211; da hilft leider auch kein dynamischer Wetterwechsel oder die flotten Ladezeiten. Wirklich stören sollte das niemanden, aber es gibt eben noch Potential nach oben.</p>
<p>Zumindest schöpfen die sowohl englischen, als auch japanischen SprecherInnen dieses verfügbare Potential voll aus. Puristen greifen ohnehin sofort zum gelungenen Japan-O-Ton, während sich auch die englischsprachige Variante hören lassen kann und sämtliche in die Worte gelegten Emotionen stilvoll überträgt. Einzig und allein bei den deutschen Untertiteln lässt sich meckern, die sprudeln vor nervigen Bezugsfehlern nämlich nur so über. Seid ihr durch das Medium oder andere Einflüsse bereits fortgeschritten mit der englischen Sprache vertraut, fällt das Ungleichgewicht zwischen gesprochenen Worten und eingeblendetem Text besonders stark auf. Nervig ist das allemal, irgendwie ja noch verzeihbar, <strong>aber sobald euch das Spiel kulturellen Kontext in Form eines hawaiianischen Dankeschöns als völlig unsinnig übersetztes (wohlgemerkt französisches!) Bon Voyage verkaufen will</strong>, sollte selbst dem letzten Sprachmuffel das sonst so verwöhnte Ohr platzen. Ein typischer Kandidat aus der Kategorie: Dem zuständigen Übersetzungsstudio fehlte wieder mal der Bezug zum eigentlichen Werk. Fragwürdig, steht mit <em>Sega</em> doch ein überaus finanzstarkes Unternehmen hinter der Reihe.</p>
<p>Apropos, Finanzen. Ob ihr euch zur Veröffentlichung von <strong>Like a Dragon: Infinite Wealth</strong> für die Standard, die Deluxe oder gar die Ultimate Edition des Titels entscheidet, ist nicht länger nur eine Frage des guten Geschmacks. Exklusive Kostüme und hilfreiche Gegenstände, bzw. Erweiterungen für so ziemlich jeden Bereich des Spiels, machen besonders fleißigen SpielerInnen den Mund wässrig, für die digitalen Extras aber gleich 109,99€ zu verlangen, ist bestenfalls eine <a href="https://games-mag.de/2024/01/16/dragon-quest-monsters-der-dunkle-prinz/">besorgniserregende Entscheidung</a>, die einmal mehr Zweifel über die Zukunft der Branche sät. Eine noch größere Bombe lässt aktuell der <strong>New Game Plus-Modus</strong> platzen. Der ist derzeit überhaupt kein Teil der angebotenen Versionen, soll allerdings trotzdem zusätzliche Kosten verursachen, sobald dieser im Laufe der kommenden Wochen nachträglich erscheint.</p>
<div data-sliderid="25513" id="penci-post-gallery__25513" class="penci-post-gallery-container justified column-3" data-height="150" data-margin="3"><a class="penci-gallery-ite item-gallery-justified" href="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-10.png"><img decoding="async" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-10-585x329.png" alt="Like a Dragon Infinite Wealth 10 Like a Dragon: Infinite Wealth im Test - Like a Dragon? Like a GOTY!" title="Like a Dragon Infinite Wealth (10)"></a><a class="penci-gallery-ite item-gallery-justified" href="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-6.png"><img decoding="async" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/01/Like-a-Dragon-Infinite-Wealth-6-585x329.png" alt="Like a Dragon Infinite Wealth 6 Like a Dragon: Infinite Wealth im Test - Like a Dragon? Like a GOTY!" title="Like a Dragon Infinite Wealth (6)"></a></div>
<p><strong>Like a Dragon: Infinite Wealth ist eine Wundertüte voll spielerischer Überraschungen. Packend erzählt, oft urkomisch inszeniert, bietet der gelungene Mix aus Rollenspiel und Action Adventure erstmals wahres Urlaubsflair im unverbrauchten Hawaii-Setting. Mutig und innovativ zugleich, reichert <em>Ryu Ga Gotoku Studios</em> altbewährte Formeln mit frischen Zutaten an und bietet dadurch fast grenzenlos spaßiges Gameplay an so ziemlich jeder Ecke des Panorama-Idylls. Die gewohnt hohe Qualität gerät mit kleineren Technik-Mängeln, einem eher gemächlichen Tempo und der fragwürdigen DLC-Politik zwar manchmal in Streit, doch das kann längst nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir hier bereits einen DER Titel des Jahres haben. Like a Dragon? Like a GOTY! Unbedingt spielen!</strong></p>
<hr />
<p><em>Like a Dragon: Infinite Wealth erscheint am 26. Januar 2024 für Xbox, Playstation und den PC via Windows und Steam. Während die Standard Edition als Vollpreistitel mit den obligatorischen 69,99€ zu Buche schlägt, verlangen Deluxe und Ultimate Edition jeweils 84,99€, bzw. 109,99€ von euch.</em></p>
<p><em>Für diesen Test von Like a Dragon: Infinite Wealth auf der Playstation 5 wurde uns freundlicherweise ein Reviewcode vom Publisher Sega und unseren Medienpartnern bei Plaion zur Verfügung gestellt. Screenshots stammen aus dem offiziellen Presse-Kit.</em></p>
<hr />
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=_hu21GkA9J0" title="Like a Dragon: Infinite Wealth - Opening Movie | PS5 &amp; PS4 Games" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/_hu21GkA9J0?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Project Zero: Die Maske der Mondfinsternis im Test – Wie Klassik-Resi auf Valium</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dennis]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Mar 2023 15:07:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nintendo Switch]]></category>
		<category><![CDATA[PC]]></category>
		<category><![CDATA[Playstation 4]]></category>
		<category><![CDATA[PlayStation 5]]></category>
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		<category><![CDATA[Fatal Frame]]></category>
		<category><![CDATA[Klassisch]]></category>
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		<category><![CDATA[Resident Evil 4 remake]]></category>
		<category><![CDATA[Review Deutsch]]></category>
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					<description><![CDATA[Es darf sich wieder gegruselt werden. Mit nur wenigen Wochen Abstand zum heiß ersehnten Remake eines der&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1>Es darf sich wieder gegruselt werden. Mit nur wenigen Wochen Abstand zum heiß ersehnten Remake eines der prägendsten Titel im Survival-Horror-Genre, steht die Konkurrenz bereits ungeduldig auf der Matte. Aber wie heißt es doch so schön? Andere Mütter haben auch mordlustige Töchter, die uns die Lebensgeister mit aller Macht entziehen wollen, oder so. Von Gespenstern und Panzern, unser Test zu Project Zero: Die Maske der Mondfinsternis auf der <em>Xbox Series X</em>.</h1>
<hr />
<p>Wenn dunkle Korridore den Weg pflastern, fiese Fratzen hinter jeder Ecke lauern, das quietschende Geräusch verzweifelt an kahlen Wänden kratzender Fingernägel überall zu vernehmen ist und grausame Rituale stattfinden, dann sprechen wir nicht etwa vom modernen Schulalltag, sondern meinen natürlich <strong>Project Zero: Die Maske der Mondfinsternis</strong>. Der klassisch angehauchte Survival-Horror-Trip galt bislang als Japan-exklusiver <em>Wii</em>-Titel aus dem Jahr 2008 und betritt nun erstmals auch westliche Gefilde, um hiesigen Fans von <a href="https://games-mag.de/paranormasight-the-seven-mysteries-of-honjo-im-test-erschreckend-gut/" target="_blank" rel="noopener">paranormalen Phänomenen</a> und geisterhaften Begegnungen das große Fürchten zu lehren. Mit ein paar technischen Verbesserungen und allerlei Schnickschnack im Gepäck, kann sich das vom japanischen Team <em>Koei Tecmo</em> entwickelte quasi-Remaster aber leider immer noch nicht von seinen längst überholten Wurzeln befreien und stolpert daher etwas unbeholfen und vor allem buchstäblich in die moderne Spielelandschaft.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-372128" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Project-Zero-13.jpg" alt="Project Zero 13 Project Zero: Die Maske der Mondfinsternis im Test – Wie Klassik-Resi auf Valium" width="1920" height="1080" title="Project Zero 13 Project Zero: Die Maske der Mondfinsternis im Test – Wie Klassik-Resi auf Valium" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Project-Zero-13.jpg 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Project-Zero-13-600x338.jpg 600w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Project-Zero-13-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Project-Zero-13-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Project-Zero-13-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Project-Zero-13-1536x864.jpg 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Project-Zero-13-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Project-Zero-13-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<h1><strong>Aktenzeichen Ying/Yang ungelöst</strong></h1>
<p><strong>Project Zero: Die Maske der Mondfinsternis</strong> erzählt sich aus gleich mehreren Perspektiven. Was sie jedoch vereint, ist das traditionelle Ritual auf der mittlerweile verlassenen Insel <em>Rogetsu</em>, das <em>Kagura Fest</em>. Dort verschwand vor gut zehn Jahren eine fünfköpfige Mädchenclique auf bislang unerklärliche Weise, konnte zum Glück aber von einem nicht minder mysteriösen Detektiv gerettet werden. Was sich damals auf dem Eiland wirklich zugetragen hat, darüber gibt ihnen das verlorene Gedächtnis längst keine Auskunft mehr, doch der Mord an zwei Mitgliedern der Gruppe nur kurze Zeit nach den schrecklichen Ereignissen, drückt der bösen Vorahnung aus schlaflosen Nächten und heftigen Flashbacks einen ernstzunehmenden Stempel auf, den die hinterbliebene und deutlich traumatisierte Dreiercombo nicht länger ignorieren kann und deshalb eine gefährliche Reise in die Vergangenheit antritt.</p>
<p>Während <em>Misaki</em> und <em>Madoka</em> die Insel frühzeitig erreichen und beim Besuch der örtlichen Heilanstalt &#8211; die gelten im Genre schließlich als besonders sicher &#8211; schon bald selbst in eine missliche Lage geraten, liegt es vorerst an Schlusslicht <em>Ruka</em> allein, den Ursprung der in ihrem Kopf unvergessenen Melodie zu ergründen und damit Licht ins Dunkel vergangener Tage zu bringen. Aber schafft sie es gleichzeitig auch, ihre Freundinnen vor dem gleichen Schicksal zu bewahren, das den Freundeskreis seit jeher heimsucht? Der Zentralrat der heimischen Geister scheint jedenfalls nicht besonders erfreut über den Besuch der flott bekleideten Damen…</p>
<p>Serien-Veteranen haben nach wie vor einen kleinen Vorteil, zumindest wenn es um das Verständnis zusammenhängender Narrativ-Parallelen geht, die auch <strong>Project Zero</strong> traditionsbewusst über mehrere Veröffentlichungen hinweg pflegt. Grundsätzlich erzählt sich die eigenständige Story aber verständlich genug, um auch NeueinsteigerInnen in das vom dichten Nebel umgebene Boot zu holen. Einen Oskar gibt es allerdings nicht, dafür wirken Charakterdarstellung und Inszenierung einfach zu sehr wie aus der Mottenkiste für Schauspielkunst in Videospielen von 2008. Logisch, inhaltlich hat sich gegenüber dem Original nämlich nichts verändert, was ja aber auch nicht automatisch bedeuten muss, dass wir uns da jetzt mit cineastischer Begeisterung draufstürzen, wenn es heutzutage eben kaum noch funktioniert. Aber Schwamm drüber, denn als schreckhaft inszenierte B-Movie-Erfahrung aus fernöstlichem Hokuspokus mit unverkennbar spirituell-okkultem <strong>Ju-on</strong>-Charakter, taugt der Plot von <strong>Project Zero: Die Maske der Mondfinsternis</strong> allemal &#8211; selbst wenn das zeitweise angestrebte Arthouse-Niveau eines sich sensibel und hochkomplex dargestellten <strong>Silent Hill</strong> im hochfrequenten Teenie-Geschrei selbstverständlich sofort untergeht und bereits früh den höchstens noch trashig-originellen Charme der damaligen <em>Grasshopper Manufacture</em>-Mitarbeit verspüren lässt, bevor der Schuster mit <strong>No More Heroes II</strong> und <strong>Lollipop Chainsaw</strong> endlich wieder zu seinen Leisten zurückkehrte. Außerdem lauert hinter der nächsten Ecke bereits das Gameplay, das ganz andere Schrecken für uns bereithält…</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-372127" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Project-Zero-12.jpg" alt="Project Zero 12 Project Zero: Die Maske der Mondfinsternis im Test – Wie Klassik-Resi auf Valium" width="1920" height="1080" title="Project Zero 12 Project Zero: Die Maske der Mondfinsternis im Test – Wie Klassik-Resi auf Valium" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Project-Zero-12.jpg 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Project-Zero-12-600x338.jpg 600w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Project-Zero-12-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Project-Zero-12-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Project-Zero-12-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Project-Zero-12-1536x864.jpg 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Project-Zero-12-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Project-Zero-12-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<h1><strong>Die Damen mit der üppigen Brennweite</strong></h1>
<p>Wie im Turnus der Serie mittlerweile üblich, reicht uns auch <strong>Project Zero: Die Maske der Mondfinsternis</strong> lediglich eine Kamera als Bewaffnung gegen aufdringliche Schreckgespenster an die Hand und verzichtet somit auf ein klassisches Arsenal aus Pistolen, Schrotflinten und Gewehren. Mit der sogenannten <em>Camera Obscura</em>, einem wirklich altmodischen Fotoapparat, ziehen wir auf astrale Fotosafari und knipsen lästigen Geistern wortwörtlich die Lichter aus, was sich auch 2023 als gelungene Alternative zum gewohnten Genre-Geballer entpuppt und durch den abwechslungsreichen Einsatz immer noch zu begeistern weiß. Während wir normalerweise in der Verfolgerperspektive unterwegs sind und dabei durch dunkle Flure wandern, knarzende Treppen hinaufstapfen und nur scheinbar verlassene Verliese besuchen, wechselt das Spielgeschehen für seine Ego-Shooter-ähnliche Prämisse auf Knopfdruck in die First-Person-Ansicht und wir bekommen unsere eigentlich unsichtbaren Widersacher so erst zu Gesicht. Das tut dem angedachten Gruselfaktor ziemlich gut und sorgt gleichzeitig für ausnahmsweise gelungene Schockmomente, wenn uns das Spiel mit audio-visuellen Hinweisen bereits vor feindseligen Entitäten warnt, wir beherzt die Kamera zücken und plötzlich im vollen Bildausschnitt in das fürchterlich entstellte Antlitz eines umherirrenden Bösewichts blicken.</p>
<p>Damit diese Mechanik auch einen spielerischen Anspruch erhält, verpasst <strong>Project Zero: Die Maske der Mondfinsternis</strong> jedem Schnappschuss eine eigene Bewertung, inklusive motivierender Punktzahl, die je nach Perspektive, Präzision, Schnelligkeit und anderen Werten mal deutlich höher, beziehungsweise niedriger ausfällt. Den flott steigenden Punktestand investieren wir an festgelegten, durchaus fair verteilten Speicherpunkten in Heilmittel und andere Items der Kategorie Notwendig, dürfen dort aber auch alternative Kostüme und anderen Japano-Klamauk einkaufen. Oder aber, wir stecken einen Teil des erlangten Scores in neue Filmrollen, die hier ähnlich handelsüblicher Munition fungieren. Denn auch wenn sich der Titel von gewöhnlichen Schießeisen distanziert, kommen Funktionsweise und Handhabung der <em>Camera Obscura</em> erstaunlich Originalgetreu daher. So lässt sich die analoge Fotokamera beispielsweise mit entsprechenden Materialen aufrüsten, verspricht dadurch kürzere Nachladezeiten beim Wechsel von Filmrollen, eine größere Brennweite für mehr Schaden und etliche andere Features, für die wir die düsteren Ecken der Insel unbedingt ausreichend erkunden sollten. Schließlich rüstet auch die Geisterwelt irgendwann gehörig auf, flitzt deutlich flotter durch den Sucher und teilt verheerenden Schaden aus, was bereits auf dem niedrigsten der anfangs drei wählbaren Schwierigkeitsgrade zu einer ordentlichen Herausforderung führt und uns übrigens <strong>knapp 15 Stunden lang</strong> in Angst und Schrecken versetzt.</p>
<blockquote><p>&#8230;doch es hätte genauso gut ein passables Mittelmaß zwischen Atmosphäre und Spielbarkeit geben können, das uns zwar wehrlos, aber eben nicht wie die 300-Kilo-Version eines ausgewachsenen Faultiers fühlen lässt.</p></blockquote>
<p>Für die teils knackigen und durchaus spaßigen Rätsel zücken wir ebenfalls das antiquierte Fotogerät und suchen quasi unentwegt die Umgebung nach wichtigen Hinweisen ab oder verbannen beispielsweise Geister aus verschlossenen Türen, um sie wieder begehbar zu machen. Sogar Sammelobjekte, teilweise in Form von spürbar freundlicheren Geistern, entdecken wir auf diese Weise und sammeln nebenbei etliche Zeitungsartikel und Memos auf, die der oftmals nur kryptisch erzählten Handlung erst ihren zusammenhängenden Sinn verleihen. Weil selbst der fleißigste Fotoapparat hin und wieder ein bisschen Ruhe verdient, greifen wir bei unseren unheimlichen Erkundungen auch mal zur Geistertaschenlampe, die einen ähnlichen Zweck erfüllt und dabei wohlige Erinnerungen an einen gewissen Klempner mit grünem Hut und seine Abenteuer in einem nicht minder heimgesuchten Hotel wecken.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-372122" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Project-Zero-7.jpg" alt="Project Zero 7 Project Zero: Die Maske der Mondfinsternis im Test – Wie Klassik-Resi auf Valium" width="1920" height="1080" title="Project Zero 7 Project Zero: Die Maske der Mondfinsternis im Test – Wie Klassik-Resi auf Valium" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Project-Zero-7.jpg 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Project-Zero-7-600x338.jpg 600w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Project-Zero-7-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Project-Zero-7-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Project-Zero-7-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Project-Zero-7-1536x864.jpg 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Project-Zero-7-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Project-Zero-7-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<h1><strong>Panzerdivision Hui Buh</strong></h1>
<p><strong>Project Zero: Die Maske der Mondfinsternis</strong> weckt vor allem Erinnerungen an alte Zeiten. Manchmal ganz bewusst, dank klassischem Leveldesign und vertrauter Atmosphäre, die wir auch heute noch genießen. Allerdings schickt uns der Titel auch eine ziemlich modrige Postkarte aus der Vergangenheit, die statt herzlicher Grüße, eine wenig willkommene Botschaft an all jene richtet, die bereits bei ihren Kindheits-Ausflügen nach <em>Raccoon City</em> an störrischen Kamerafahrten und unglaublich zähen <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Tank_controls" target="_blank" rel="noopener"><em>Tank controls</em></a> verzweifelt sind. Ja, auch im aktuellen Remaster-Anlauf gibt sich <strong>Project Zero</strong> erneut die denkbar größte Mühe, das angestaubte Genre-Erbe vollen Stolzes anzutreten, stolpert dabei aber buchstäblich noch ein paar Schritte weiter. Falls ihr die Steuerung von <em>Leon</em>, <em>Claire</em> und Co. jemals als behäbig empfunden habt, legt doch bitte nochmal die mittlerweile wohl ziemlich betagte <strong>Resident Evil</strong>-Disk in eure <em>Playstation 1</em>, nehmt vorher aber eine komplette Packung Valium ein (<em>Disclaimer: Dieser Artikel rät nicht zu Drogenkonsum oder Arzneimittelmissbrauch!</em>) und klebt eure Finger mit Sekundenkleber aneinander. Nur dann habt ihr ein ungefähres Gefühl davon, wie unfassbar träge sich die Charaktere in diesem Survival-Horror-Titel steuern lassen. Holt euch die PC-Version günstiger auf<a href="https://www.instant-gaming.com/de/13738-kaufen-fatal-frame-project-zero-die-maske-der-mondfinsternis-pc-spiel-steam/?igr=gamesmag" target="_blank" rel="noopener"> Instant Gaming</a>.</p>
<p>Schon klar, das hatte alles mal den angedachten Grund einer gewissen Hilflosigkeit, die uns in bedrohlichen Umgebungen voller Zombies und Mutanten besonders wehrlos fühlen lassen wollte und wäre ja auch völlig obsolet, sobald wir wie <em>Dante</em> in <strong>Devil May Cry</strong> losflitzen und jeglichen Angriffen flink ausweichen könnten – schließlich lebt <em>Capcoms</em> auffallend dynamische <em>Resi</em>-Alternative genau davon und ihrer bloß noch optisch stilisierten Horror-Ästhetik – trotzdem übertreibt es <strong>Project Zero</strong> hier maßlos. Die Schultertaste zum Rennen halten wir eigentlich permanent gedrückt, sind damit aber immer noch langsamer als <em>Sam Fischer</em> beim Infiltrieren einer Ölbohrinsel auf dem Atlantik. Die Sensibilität der Kamera haben wir nach fünf Minuten genervt aufs absolute Maximum justiert, was ebenfalls nur einen kleinen Unterschied mit sich bringt. Auch hierbei erschließt sich uns selbstverständlich der Sinn, doch es hätte genauso gut ein passables Mittelmaß zwischen Atmosphäre und Spielbarkeit geben können, das uns zwar wehrlos, aber eben nicht wie die 300-Kilo-Version eines ausgewachsenen Faultiers fühlen lässt. Alles andere ist schlicht romantisiertes Kulturgut aus der Vergangenheit, wie zum Beispiel <strong>Haunting Ground, Clock Tower</strong> oder <strong>Rule of Rose</strong>, nur eben nicht die konsequent weitergedachte Qualität eines <strong>Resident Evil 4</strong>, das sich ja bereits damals, satte drei Jahre vor dem Release des Originals von <strong>Project Zero: Die Maske der Mondfinsternis</strong>, deutlich actionreicher, agiler und mit gewissen Stalker-Horror-Elementen in eine vermeintlich alternative Richtung entwickelte, dabei allerding nicht vergessen hat, woher es eigentlich kommt und genau deswegen so ausgesprochen gut ankam. Jedenfalls ändern die alternativen Ideen im Gameplay zusammen mit der ohnehin schon behäbigen Steuerung überhaupt nichts an diesem Eindruck &#8211; im Gegenteil. Ständig ziehen wir die Hand beim Griff nach Items aus Versehen wieder zurück, weil uns die Industrie jahrelang gelehrt hat, die jeweilige Taste nur einmal drücken zu müssen, anstatt sie extrem lange zu halten, damit unsere GeisterjägerInnen auf die übergriffigen Händchenhalt-Versuche von <em>Hui Buh</em> und Konsorten reflexartig reagieren können und wir uns natürlich ordentlich erschrecken. Wobei auch das ein ganz besonderes Thema ist…</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-372125" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Project-Zero-10.jpg" alt="Project Zero 10 Project Zero: Die Maske der Mondfinsternis im Test – Wie Klassik-Resi auf Valium" width="1920" height="1080" title="Project Zero 10 Project Zero: Die Maske der Mondfinsternis im Test – Wie Klassik-Resi auf Valium" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Project-Zero-10.jpg 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Project-Zero-10-600x338.jpg 600w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Project-Zero-10-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Project-Zero-10-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Project-Zero-10-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Project-Zero-10-1536x864.jpg 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Project-Zero-10-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Project-Zero-10-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<h1><strong>Fatal Frame-rate?</strong></h1>
<p>Denn, wie gruselig ist <strong>Project Zero: Die Maske der Mondfinsternis</strong> denn nun eigentlich? Leider nein, leider gar nicht. Es sei denn <em>AAAAHH</em>, genau, es werden mal wieder inflationär Jumpscares verteilt, die die sonst so stimmungsvolle Kulisse mit günstigen Effekten zerstören und uns nur mehr angespannt vor plötzlichen Schockern durch die Spielwelt wandern lassen. Nicht etwa, weil sich langsam eine gewisse Stimmung aufbaut, die mit prickelnder Gänsehaut lediglich vermuten lässt, stilvoll andeutet und in ganz anderen Momenten zuschlägt, sondern mit der stumpfen Furcht im Nacken, gleich wieder ordentlich aufs Trommelfell zu bekommen. Nur ist das eben keine große Kunst, wenn uns aus heiterem Himmel, dafür erstaunlich oft, Soundeffekte und Geistergeschrei in doppelter Lautstärke um die Ohren fliegen. Schade, der unheilvolle Inseltrip hätte in seinem Horror gerne noch etwas subtiler ausfallen dürfen, die funktionierenden Grundpfeiler dafür legt der Titel mit beklemmenden Settings, überraschend modernen Lichteffekten und seinem immersiven Ambiente ja bereits aus. Glücklicherweise überzeugen Sounddesign und Soundtrack durch aufreizende Klänge und die dazu passenden Musikstücke, während die ausschließlich japanische Vertonung mit deutschen Bildschirmtexten für ein angenehmes, an die Originale geschmeidig erinnerndes Gefühl sorgen und deutsche SpielerInnen ohne erweiterte Sprachkenntnisse dabei nicht ausschließen.</p>
<p>Technisch läuft <strong>Project Zero: Die Maske der Mondfinsternis</strong> übrigens einwandfrei, auch in der von uns getesteten Version für die <em>Xbox Series X</em>, und glänzt dort mit knackiger 4K-Auflösung bei weitestgehend stabilen 60 Bildern pro Sekunde. Angesichts verwaschener Texturen und der optisch auch sonst unverkennbaren Herkunft des Titels, wäre alles andere aber auch eine starke Nummer gewesen, wobei wir uns schon ein wenig wundern, warum der ziemlich aufdringliche Rauschfilter nur im umfangreichen, apropos neu hinzugefügten Fotomodus deaktiviert werden darf, nicht aber im normalen Spielverlauf, wo wir jederzeit den Drang verspüren, einfach mal beherzt auf den dicken Rahmen des Röhrenfernsehers zu hauen, um endlich wieder ein klares Bild zu erhalten.</p>
<p>FAZIT:</p>
<p>Project Zero: Die Maske der Mondfinsternis lässt sich tatsächlich am besten mit seiner eigenen Prämisse, der analogen Fotografie, beschreiben. Der Blick in den Rückspiegel moderner Technik weiß durch klassische Ansätze, zeitlos gute Mechaniken und einen ganz eigenen Charakter erstmal zu begeistern, doch die starken Zeichen der Zeit bleiben nur jenen verborgen, die auch genügend Herzblut und Leidenschaft dafür aufbringen können.</p>
<p>Fans der Serie wissen ganz sicher, was sie hier erwartet, greifen also geistesgegenwärtig (hihi) zu, während sich alle anderen am unglaublich langsamen Spieltempo, der altbacken wirkenden Technik und wenig gelungenem Grusel stören und sich dadurch ein bisschen wie beim aufgezwungenen Gruppenfoto fühlen: Bitte lächeln!</p>
<p>WERTUNG:  68/100</p>
<hr />
<p><em>Project Zero: Die Maske der Mondfinsternis ist seit dem 9. März 2023 für Xbox, Playstation, die Nintendo Switch und den PC via Steam erhältlich. Hierzulande ausschließlich digital verfügbar, kostet euch die Standard-Version auf allen Plattformen 49,99€, während die Digital Deluxe-Edition mit zusätzlichen Kostümen aufwartet und dadurch 64,99€ verlangt.</em></p>
<p><em>Für diesen Test von Project Zero: Die Maske der Mondfinsternis auf der Xbox Series X, wurde uns freundlicherweise ein Reviewcode vom Publisher Koei Tecmo zur Verfügung gestellt. Screenshots stammen aus dem offiziellen, uns zur Verfügung gestellten Pressekit.</em></p>
<hr />
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		<title>DREDGE im Test &#8211; Eine Seefahrt, die ist gruslig&#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dennis]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Mar 2023 14:00:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nintendo Switch]]></category>
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					<description><![CDATA[SOS, Mann über Bord, unser Redakteur ist verschollen! Dabei wollte er sich nur eine kurze Auszeit gönnen&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>SOS, Mann über Bord, unser Redakteur ist verschollen! Dabei wollte er sich nur eine kurze Auszeit gönnen und mit dem potentiellen Indie-Horror-Hit DREDGE eine Woche lang aufs offene Meer hinaus schippern. Immerhin ist jetzt sein Tagebuch aus den Tiefen des Ozeans aufgetaucht, das im Test zur innovativen Fischfang-Einzelspielererfahrung von <em>Black Salt Games</em> und <em>Team17</em> verrät, ob die Erkundungs- und Crafting-Mechaniken vor malerisch-gruseliger Kulisse überzeugen können.</strong></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-372054" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Dredge-1.jpg" alt="Dredge 1 DREDGE im Test - Eine Seefahrt, die ist gruslig..." width="1920" height="1080" title="Dredge 1 DREDGE im Test - Eine Seefahrt, die ist gruslig..." srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Dredge-1.jpg 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Dredge-1-600x338.jpg 600w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Dredge-1-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Dredge-1-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Dredge-1-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Dredge-1-1536x864.jpg 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Dredge-1-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Dredge-1-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<h1>DREDGE &#8211; Tag 1 &#8211; Mast und Schotbruch</h1>
<p>Heiliger Klabautermann! Da ahnt die friedvolle Anglerseele nichts Böses und schon zerschellt es dir die geliebte Schaluppe am nächsten Felsen. Dabei hätte mir der meterhohe Leuchtturm doch längst den Weg weisen sollen. Naja, immerhin spült es mich und meinen zotteligen Bart direkt in den Hafen der kleinen Gemeinde <em>Großmark</em>. Wer ich eigentlich bin, das scheint hier niemanden zu interessieren. Und ehrlich gesagt, ich weiß es auch nicht so genau – schon ein bisschen merkwürdig. Aber egal, schließlich ruft sofort die Arbeit, auch wenn ich mir immer noch den Seetang aus den Ohren pule, und ich darf mich an Bord eines geliehenen Kutters sofort wieder meiner scheinbar größten Leidenschaft widmen: Dem Fischfang. Der sich im Wasser malerisch spiegelnden Sonne entgegen, bemerke ich auch schon das erste unruhige Blubbern an der Meeresoberfläche. Die noch etwas amateurhaft wirkende Rute erstmal ausgeworfen, zappelt und ruckelt es bereits ordentlich an der Schnur. Ruhe bewahren, schließlich ist das hier mein Job, und mit zeitlich gut aufeinander abgestimmten Tasteneingaben den frischen Fang an Deck ziehen. Eine saftige Makrele findet im Frachtraum direkt neben dem betagten Motor ihren provisorischen Platz, ein Kabeljau und weitere Artgenossen tun es ihr gleich. Weil es an Bord bereits ganz schön eng wird, spiele ich mit dem zukünftigen Grillgut eine spaßige Partie <strong>Tetris</strong>, drehe und wende die quadratischen Symbole solange, bis sie in cleverer Anordnung ausreichend Platz finden und mich dabei ein wenig an die Inventarkünste eines gewissen <a href="https://residentevil.fandom.com/de/wiki/Leon_Scott_Kennedy" target="_blank" rel="noopener"><em>Leon S. Kennedy</em></a> erinnern.</p>
<p>Sogar Flaschenpost finde ich auf meinem ersten Ausflug, doch da es bereits dunkel wird, bleibt kaum Zeit fürs Entziffern des romantischen Seemannsgarns, und ich setze die Segel lieber wieder in Richtung Hafen – auf übrigens strengste Anordnung des Bürgermeisters. Immerhin verstreicht die Zeit nur, sobald sich mein Boot auch bewegt, weshalb ich mir mit dem Sonnenuntergang im Rücken noch einen Moment der Ruhe vor diesem idyllischen Panorama aus rauschenden Wellen, beschaulichen Fjorden und all den interessanten Punkten in weiter Ferne gönne. Aus Vorsicht schmeiße ich für die letzte Seemeile aber doch noch die Scheinwerfer an und erschrecke vor dem Echo meines versehentlich ausgelösten Nebelhorns. Schön hier, aber irgendwie genauso unheimlich.</p>
<p>Der Bürgermeister, der längst am Dock mit einer großartigen Geschäftsidee auf mich wartet und mir den geliehenen Kutter gegen ein kleines Darlehen dauerhaft schmackhaft machen will, ändert an diesem Eindruck nur wenig. Mein tagesfrischer Fang bringt beim mürrisch dreinblickenden Fischhändler zumindest so viel ein, dass ich einen Teil der Schulden auf der Stelle begleichen kann und sogar noch etwas übrigbleibt, das ich bei der ebenfalls unnahbaren Schiffsmechanikerin in kleine Umbauarbeiten am Boot investiere. Was für ein Tag. Kinners, ich hau mich in die Koje. Dredge bei <a href="https://www.instant-gaming.com/de/13688-kaufen-dredge-pc-spiel-steam/?igr=gamesmag" target="_blank" rel="noopener">Instant Gaming</a> günstiger kaufen.</p>
<h1>DREDGE &#8211; Tag 2 &#8211; Eisberg voraus!</h1>
<p>Moin moin, <em>Großmark</em>! Heute begrüßt mich prasselnder Regen, der das maritime Postkartenmotiv von gestern schnell vergessen lässt und eine seltsam angespannte Atmosphäre über das winzige Küstendorf legt. Den geschäftsorientierten Bürgermeister begrüße ich pünktlich zum Glockenschlag der Kirchenuhr, kann ihm auf Nachfrage über den Verbleib meines Vorgängers aber immer noch nicht mehr entlocken, als ausweichenden Smalltalk. Zumindest zeigt sich das Gemeindeoberhaupt bei der Auskunft über naheliegende Gebiete deutlich gesprächiger. Die <em>Sturmklippen</em> und das <em>Sternenbecken</em> klingen verheißungsvoll, doch ob meine Schaluppe im jetzigen Zustand überhaupt in der Lage wäre, diese Reise anzutreten, steht auf einem ganz anderen Algenblatt. Mir soll das ohnehin erstmal egal sein, schließlich habe ich noch ein paar Schulden zu begleichen und ziehe an diesem nasskalten Morgen natürlich erneut los, um mit dem gestern erworbenen Skimmer Fangversuche im Flachwasser zu unternehmen, doch…</p>
<p>Fisch über Bord! Verdammt, etwas zu motiviert und deutlich ungestüm, setze ich mein gemietetes Fischerboot mit voller Kraft gegen eine aus dem Wasser ragende Felswand. Wichtige Fracht geht sofort über Bord und auch der Motor scheint beschädigt. Na immerhin kein Eisberg, außerdem bringt mir die Sonderbestellung des Fischhändlers wenig später eine ordentliche Summe ein, wovon ich das Boot sofort wieder reparieren lasse. Mit wiederhergestellter Motorleistung und ausgebessertem Lagerplatz, bleibt wie gewohnt ein kleiner Anteil übrig, von dem ich pflichtbewusst meine Schulden tilge. Das freut nicht nur mich, auch der Ortsvorsteher gewährt mir darauf Zutritt zum Trockendock und ich darf dem schippernden Untersatz zukünftig ein paar sinnvolle Verbesserungen spendieren – selbstverständlich nur gegen das nötige Kleingeld und bestimmte Ressourcen. Die lassen sich allerdings ausschließlich aus den Tiefen des Meeres bergen, was wiederum ganz andere Upgrades aus der Werkstatt der Schiffsbauerei erfordert – ganz schön komplex hier alles, aber motivierend. Und weil ich heute außerdem gelernt habe, dass die Zeit beim Fischen besonders schnell verstreicht – es heißt ja schließlich auch Quick-Time-Event – bringe ich noch eben die gewöhnliche Angelrute an die Außenseite meines Kutters an, die ich gestern im Glauben, lediglich eine Angel mitnehmen zu dürfen, im praktischen Lager verstaut hatte, und lege mich erschöpft zur Ruhe.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-372063" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/DREDGE-7.png" alt="DREDGE 7 DREDGE im Test - Eine Seefahrt, die ist gruslig..." width="2560" height="1440" title="DREDGE 7 DREDGE im Test - Eine Seefahrt, die ist gruslig..." srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/DREDGE-7.png 2560w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/DREDGE-7-600x338.png 600w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/DREDGE-7-300x169.png 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/DREDGE-7-1024x576.png 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/DREDGE-7-768x432.png 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/DREDGE-7-1536x864.png 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/DREDGE-7-2048x1152.png 2048w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/DREDGE-7-1920x1080.png 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/DREDGE-7-1170x658.png 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/DREDGE-7-585x329.png 585w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /></p>
<h1>DREDGE &#8211; Tag 3 &#8211; Unheimliche Lichter in der Nacht</h1>
<p>Eine grimmig gelaunte Dame im besten Alter reißt mich unsanft aus dem Schlaf. Was ich hier überhaupt zu suchen hätte, fragt sie schroff. Fischen natürlich, entgegne ich verwundert, worauf die Leuchtturmwärterin allerdings nicht ihre Stimmung ändert und mich am liebsten sofort verjagen würde. Zum Glück verschwindet sie aber recht schnell und lässt mich in Ruhe. Obwohl mir alle BewohnerInnen hier äußerst seltsam vorkommen, fasziniert mich ihr kantiger, den vergangenen Ermittlungen in<a href="https://games-mag.de/disco-elysium-in-diesem-iso-rpg-steuern-wir-einen-guten-boesen-cop/"> <strong>Disco Elysium</strong></a> ähnelnder Look aus groben Polygonen und die handgezeichnete Aquarell-Ästhetik umso mehr. Dass sie dabei gar nicht sprechen und nur über hübsch aufgeräumte Textboxen mit mir kommunizieren, stört ebenso wenig, wie die Point-and-Click-artige Navigation während meiner Aufenthalte an Land.</p>
<p>Für mich geht es eh sofort wieder auf hohe See, all die hübschen Verbesserungen zahlen sich schließlich nicht von selbst. Außerdem bin ich auf der Jagd nach seltenen Forschungsteilen, die den Kauf zahlreicher Upgrades und neuer Gegenstände erst möglich machen. Erneut begrüßt mich ein unglaublich stimmungsvoller Ausblick mit romantischer Sonneneinstrahlung, zu dem sich nun auch ein stimmungsvoller Soundtrack aus beruhigenden Piano-Klängen und Akkordeon-Musik gesellt. Leider verstummt der viel zu schnell wieder und lässt mich lechzend nach weiterer akustischer Begleitung in der stille des Ozeans zurück. Mantarochen am anderen Ende der Küste wecken meine Neugier, führen aber gleichzeitig auch dazu, dass ich meinen provisorischen Heimathafen vor Einbruch der Dunkelheit nicht rechtzeitig erreiche. In der Ferne tauchen seltsame Lichter auf, ein grollender Schrei erklingt und aus meiner Magengegend steigt das mulmige Gefühl auf, in dieser rauen Gegend vielleicht gar nicht erwünscht zu sein. Die angesammelte Panik auf dem Rückweg kann ich jedenfalls nur mit einer Mütze Schlaf beseitigen, meine funzeligen Scheinwerfer schaffen es noch nicht, der nächtlichen Gruselatmosphäre ein grell leuchtendes Schnippchen zu schlagen. Besser also, ich bleibe zunächst in der Nähe von <em>Großmark</em> und fische dort. Das verspricht zwar weniger Vielfalt, motiviert aber immer noch ungemein, und auf die nächsten Verbesserungen an Back- und Steuerbord freue ich mich jetzt schon riesig.</p>
<p>Ach, Mist. Ausgerechnet heute Abend will mich der Bürgermeister noch mit einer Lieferung ins gegenüberliegende <em>Kleinmark</em> schicken. Weit entfernt ist das zwar nicht, doch es gießt wie aus Eimern und der Schrecken über die unheimlichen Lichterscheinungen sitzt mir immer noch tief in den Knochen. Morgen wird es schon zu spät sein, denn der Inhalt ist verderblich. Na gut, also los, nochmal den Anker lichten. Wenig später fluche ich wie ein Rohrspatz &#8211; vielen Dank, Herr Bürgermeister! Direkt vor der Küste setze ich den Tanker im Miniaturformat vor eine plötzlich aus dem Wasser ragende Steinformation, die wie aus dem Nichts auftaucht. Was ist hier bloß los? Mein Fang des Tages wird jedenfalls gleich wieder in Reparaturen gesteckt und das Paket ist bei der Kollision auch ins kühle Nass gefallen. Mit schlechter Laune wandere ich niedergeschlagen ins Bett. Vielleicht hatte die Leuchtturmwärterin ja doch recht…</p>
<h1>DREDGE &#8211; Tag 5 &#8211; Der Sammler</h1>
<p>Den vierten Tag habe ich lediglich damit verbracht, neuen Tatendrang anzusammeln und meine Angelrute an den bereits bekannten Stellen auszuwerfen, um so richtig viel Kohle zu scheffeln &#8211; nichts Besonderes also. Der mittlerweile fünfte Tag soll eigentlich ähnlich entspannt verlaufen, doch mir hüpft plötzlich ein ganz besonders merkwürdiger Fang an Bord. Ein Rosa-schimmernder Kugelfisch, der nicht von dieser Welt zu sein scheint. Die Augen des Fischhändlers erstrahlen jedoch voller Gier, als ich den Fang auf den Tisch klatsche. Neben einem hübschen Sümmchen, springt auch ein ähnlich gefärbtes Taschentuch für mich dabei heraus. Wofür das wohl gut ist? Naja, ich wundere mich hier über nichts mehr und verstaue das Utensil erstmal an Deck. Der restliche Fang lief auch ganz gut, in den Minispiel-ähnlichen Fangeinlagen werde ich immer besser und auch das Sortieren funktioniert mittlerweile ziemlich intuitiv. Etwas sehnsüchtig, aber mit genauso viel Ehrfurcht, blicke ich aufs weite Meer hinaus, wo sich die Gischt der Wellen zu einem dynamischen Schauspiel auftürmt und mir unverhohlen deutlich macht, dass mein Boot und ich noch lange nicht bereit für dieses Abenteuer sind, was auch immer dort draußen auf mich warten mag. Es ist schon Abend und eigentlich will ich heute nochmal raus, mich am exotischen Gesuch des Fischverkäufers versuchen, dessen bestellter Fisch nur im Schutz der Dunkelheit an die Oberfläche dringt. Der markerschütternde Blick eines fremden Mannes durch das Fenster meiner Kajüte, weiß das aber zu verhindern. Angeblich ist ihm mein aktuellster Fang bereits zu Ohren gekommen, das Tuch wohl auch. Da er mehr zu wissen scheint und mir ein Angebot machen möchte, ziehe ich seine Einladung, ihm auf der <em>Schwarzfelsinsel</em> im Süden einen Besuch abzustatten, ernsthaft in Betracht. Wie gesagt, nach knapp einer Woche in <em>Großmark</em> fehlt mir mittlerweile jegliches Gefühl der Verwunderung, doch macht sich genauso Misstrauen zwischen meinen Kiemen breit. Ob ich den Weg überhaupt schaffe? Was, wenn es eine Falle ist? Ich versuche nicht zu sehr darüber nachzudenken, stelle allerdings fest, dass das Auftauchen dieser fremden Person etwas in mir verändert zu haben scheint. Voller Mut und Ehrgeiz schmeiße ich zu später Stunde nochmal den klapprigen Motor meiner Schaluppe an und ziehe los. Wieder diese Dunkelheit. Wieder diese Lichter. Auch das kaum vernehmbare Säuseln gesellt sich erneut zu den stolpernden Geräuschen meines Motors. Plötzlich auftauchenden Felsen weiche ich mit gemächlicher Geschwindigkeit aus. Eine Handvoll Kalmare gegen gesunden Schlaf, ein fairer Tausch in meiner Position. Doch der Bürgermeister mahnt bereits und auch ich soll mich am nächsten Tag nicht ganz so fit fühlen.</p>
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<h1>DREDGE &#8211; Tag 6 &#8211; Krabbenbrötchen und Kran-Alarm</h1>
<p>Ein Blick auf die etwas grob umrissene Karte verrät: Bis zur <em>Schwarzfelsinsel</em> ist es scheinbar gar nicht weit. Logisch, ich könnte hier genauso noch ein paar Tage verharren, mir eine beschauliche Summe ansparen, zumindest bis alle Fangplätze vorrübergehend versiegt sind, und mit besserem Motor und weiteren Upgrades, die mir in ihrer Vielzahl in diesem Moment ein bisschen zu Kopf steigen, erst nach einer weiteren Woche aufbrechen. Doch ein Mann der Sicherheit war ich schließlich nie &#8211; zumindest glaube ich das &#8211; und ziehe voller Neugier in unbekannte Gefilde. Einmal mehr frage ich mich, was hier eigentlich mit meinem Verstand passiert. Die Insel liegt quasi direkt vor der Haustür, nur den heimisch-gemütlichen Fjord vor <em>Großmark</em> muss ich dafür verlassen. Trotzdem gibt mir dieser kleine Trip ein Gefühl von Abenteuer und ich bemerke dabei zum ersten Mal, wie schön sich der strahlend blaue Himmel im leicht wiegenden Wasser spiegelt, dabei kleine Schaumkronen hinterlässt und mich mit seiner scheinbaren Endlosigkeit in den Bann zieht. Selbst die Navigation stellt, dank Kompass und dynamischer Positionsmarkierung auf der Karte, längst kein Problem mehr dar.</p>
<p>Jetzt liege ich schon wieder im Hafen vor Anker und bin stolzer Besitzer eines Tiefseekrans, der diesem Abenteuer zu seinem Namen verhilft und mit dem mein Schiff nun versunkene Schätze und Rohstoffe bergen soll. Der seltsame Typ entpuppte sich nämlich als Sammler, der auf der Suche nach allen möglichen Artefakten zu sein scheint &#8211; das vom Kugelfisch verschluckte Taschentuch war lediglich eines davon. Wo genau ich anfangen soll, das weiß ich noch gar nicht, soll mich aber umhören und bin zudem äußerst dankbar, eine weitere Möglichkeit der Erkundung an die Hand gereicht zu bekommen. Auf dem Rückweg sacke ich noch einen grauen Aal in Rekordgröße und den selten vorkommenden elektrischen Zackenbarsch ein. Auch den zweiten Auftrag des Fischhändlers hake ich somit ab und erhalte zur Belohnung einen Krabbenkorb, den ich direkt vor der Hafeneinfahrt platziere und nun auf krosse Krabben und frischen Krill hoffe. Die passende Kundenanfrage gibt es gratis obendrauf und als ich nach kleiner Exkursion mit gefüllten Taschen wieder zurückkehren will, gibt mir die sonst so mürrische Leuchtturmwärterin noch einen wichtigen Hinweis über ein verschollenes Wrack direkt hinter <em>Großmarkt</em> mit auf den Weg. Dort soll nachts ein verdächtiges Leuchten aus der Tiefe bis hoch in den Himmel strahlen. Ob ich mich das schon traue? Zeit für die Koje ist jedenfalls lange noch nicht, denn am Dock treffe ich eine Architektin. Ihr gefällt es hier anscheinend überhaupt nicht und wenn ich ihr ein paar Materialien besorge, darf ich sie gerne bei ihrem Umzug nach <em>Stahlspitz</em> begleiten und mir dort eine vorrübergehende Bleibe einrichten. Das Gefühl von Tatendrang weicht unzähligen Fragezeichen über diesen Ort und seine Bewohner, während ich die Decke vorm Einschlafen noch mehrmals umdrehe und dabei fest nach dem Stoff greife, als würde ich ihre weiche Federfüllung mit einem Würgegriff zu Antworten zwingen wollen. Niemandem scheint es hier zu gefallen. Alle wollen weg oder geben sich auffallend misstrauisch. Gegenüber mir, dem Meer, vor allem der Dunkelheit der Nacht. Auch ich fürchte sie, gestehe mir im selben, dem letzten bewussten Atemzug vorm Einschlafen aber genauso ein, bislang keine schlechten Erfahrungen dort draußen gesammelt zu haben&#8230;</p>
<h1>DREDGE &#8211; Tag 7 &#8211; Stimmung und Schmuck sinken gen Meeresboden</h1>
<p>Da der Fischverkauf den Rubel momentan so richtig ins Rollen bringt, springen zur Feier des Tages ein zweiter Motor und eine weitere Birne für die Steuerbord-Beleuchtung raus. Spürbar schneller und mit genügend Licht für die Dunkelheit gewappnet, düse ich heute schon früh los. Auf dem Weg zur Rückseite von <em>Großmark</em> entdecke ich meinen ersten Ort zum Bergen versunkener Güter. Ähnlich der Fischerei, lasse ich den Haken des Krans gelassen nieder und absolviere ein Minispiel mit sich ähnlich drehendem Kreis. Statt vorgegebene Flächen im richtigen Moment zu treffen, muss ich diesen Punkten nun gekonnt ausweichen. Eine gelungene Alternative und nicht weniger knifflig, der hübsch funkelnde Goldring war die Mühen aber sicher wert, oder?</p>
<p>Naja, der Sammler scheucht mich jedenfalls gleich wieder davon. Für so einen billigen Ramsch hätte er keine Zeit, stattdessen soll ich mich aber mal in <em>Kleinmark</em> umhören. Das liegt nicht fern und der hiesige Händler lässt immerhin 15 Goldstücke für das Schmuckstück springen. Außerdem erfahre ich dort von einem trauernden Vater, dass sich das in den Tiefen der Meere verschwundene Wrack seines verunglückten Sohns ganz in der Nähe befinden soll. Zwei Fliegen mit einer Klappe, das klingt lukrativ. Allerdings nicht mehr heute, die Nacht bricht bereits herein. Mit leichten Sorgenfalten auf der Stirn fällt mir auf, wie schnell die Zeit hier wirklich vergeht. Fast ein bisschen zu flott, daran kann mein zweiter, sichtlich abgegriffener Motor auch wenig ändern. Doch das Trockendock lächelt mir bereits freundlich entgegen – so ziemlich das einzige Lächeln, das man mir hier schenkt – und wartet mit unzähligen Verbesserungen auf, die meine Fangkapazität steigern, mehr Platz für bessere Angelrouten bieten, schnelleres Fischen und stärkere Leuchtkraft der Scheinwerfer ermöglichen und so weiter. Vor lauter Möglichkeiten fallen mir fast schon wieder die Augen zu. Doch bevor das geschieht, stolpert der traurige Vater in seiner abgewetzten Kleidung und mit diesem leeren Blick herein. Nicht etwa in meine Kajüte, aber genauso ausdrucksstark in meine unruhigen Gedanken, die wie Zitteraale am Meeresgrund von einer Riesenmuschel zur nächsten schnellen. Auf der Suche nach Nahrung, oder etwas ganz anderem.</p>
<p>Genauso verloren scheinen die BewohnerInnen dieser Gegend zu sein. Oder gibt es da etwas, das ich übersehe? Nein, ausgeschlossen. Diese Region bietet doch alles, was das Fischerherz begehrt. Reiche Fischgründe, florierender Handel und die motivierende Chance, mit genügend Kleingeld in der Tasche und einem aufgerüsteten Schiff das Erkundungsgebiet noch weiter zu vergrößern und dabei auf interessante Orte und ihre ausgefallen wirkenden Fischarten zu treffen, was ein neugieriger Blick in die gut sortierte Enzyklopädie ja bereits verrät. Ich verstehe das alles nicht und setze mir zum Einschlafen das Buch, das mir die Schiffsbauerin geschenkt hat und die Handhabung des Motors als passive Fähigkeit erleichtern soll, schützend auf die Nase.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-372055" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Dredge-1.png" alt="Dredge 1 DREDGE im Test - Eine Seefahrt, die ist gruslig..." width="2560" height="1440" title="Dredge 1 DREDGE im Test - Eine Seefahrt, die ist gruslig..." srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Dredge-1.png 2560w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Dredge-1-600x338.png 600w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Dredge-1-300x169.png 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Dredge-1-1024x576.png 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Dredge-1-768x432.png 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Dredge-1-1536x864.png 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Dredge-1-2048x1152.png 2048w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Dredge-1-1920x1080.png 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Dredge-1-1170x658.png 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Dredge-1-585x329.png 585w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /></p>
<h1>DREDGE &#8211; Tag 8 &#8211; Eine bedrohliche Begegnung</h1>
<p>Wenn ich ehrlich bin, sinkt auch meine Stimmung langsam Richtung Meeresgrund. Sind wir nicht alle bloß Treibgut in einem unaufhaltbaren Strom aus fremden Einflüssen? Manche treiben vielleicht oben, bis sie irgendwo angespült und gerettet werden, doch die meisten zieht es nach unten. Wer wird mich einmal bergen? Noch bevor sich der trübe Gedanke verfestigen kann, denke ich an all das Geld und auch die Neugier macht sich wieder breit, endlich ein paar Rohstoffe zu bergen und auch dem geheimnisvollen Wrack einen Besuch abzustatten. Trotzdem. Regen, immer wieder dieser Regen über Groß<em>mark</em>, der sich erst verzieht, sobald ich den Anker lichte. Den Fischen kehre ich heute einmal den Rücken, bemerke aber, wie gestochen scharf und flüssig meine noch zaghaften Abenteuer auf hoher See eigentlich verlaufen und auch, wie sehr die anfangs leicht ungewohnte Steuerung meines schippernden Untersatzes bereits in Fleisch und Blut übergegangen ist.</p>
<p>Schon zur Mittagszeit treffe ich am genannten Ort ein und entdecke kurz davor noch zwei Fetzen Stoff, die mir später ein Schleppnetz für den eher passiven Fischfang bescheren sollen. Auch der Krabbenkorb ist heute prall gefüllt mit Krebsen und anderen Tierchen im Miniaturformat. Das verlockende Blubbern an der Meeresoberfläche, genau an dem Punkt, den mir die Leuchtturmwärterin als Stelle eines schrecklichen Schiffunglücks genannt hatte, entreißt meiner Aufmerksamkeit die Gedanken über Schalentiere auf der Stelle und ich fange eifrig an, das versunkene Gut zu bergen. Ein goldener Schlüssel landet an Deck. Wo der wohl reinpasst? Es ist zwar spät, aber meine Neugierde zur Sekunde erst aufgewacht. Mit schwindenden Sonnenstrahlen am Horizont, begebe ich mich auf schnellstem Weg zum Sammler. Genau dieses Relikt hat er zwar gesucht, doch Freude sieht anders aus. Wo denn das dazu passende Schloss sei, fragt er mich entrückt. Ähnlich entgeistert starre ich in seine von einer dicken Brille verdeckten Augen und bekomme, neben knappen Antworten, noch weitere Koordinaten und eine neue Fähigkeit in meine runzligen Hände gedrückt, bevor er langsam aber bestimmt die Tür zum alten Anwesen schließt. Mit der frischen Eile-Fähigkeit sorge ich vorrübergehend für einen ordentlichen Temposchub meines Kutters, überhitze damit aber auch den Motor und steigere meine Panik. Leicht sacke ich in mir zusammen, geschenkt gibt es hier wohl nichts. Nun ist es wirklich spät. Erneut ignoriere ich das säuselnde Flüstern des Windes in völliger Finsternis, oder woher es auch immer kommen mag, und manövriere gekonnt durch von der Dunkelheit verschluckte Hindernisse. Es scheint, als würde sich mir hier alles entgegenstellen. Jeder kleine Ausflug sollte mit Bedacht geplant, jede Aktion gegenüber ihrem Risiko gut abgewogen werden. Dennoch bin ich motiviert, will auch weit entfernte Orte entdecken. Brodelnde Vulkane beobachten, meinen Kutter durch Mangrovenwälder schippern und die verführerisch leuchtenden Geheimnisse eines Korallenriffs ans Tageslicht befördern, während das Boot langsam aber sicher zu einem stolzen Kahn mutiert, der Reichtum aus Schuppen und Flossen verspricht. Doch ich träume schon viel zu lange, vernehme das aufgewühlte Plätschern im Wasser erst im letzten Moment. Wäre das Licht an Bord etwas heller, ich hätte das riesige Seeungeheuer hinter mir sicher längst bemerkt…</p>
<hr />
<p>P.S.: Zum Schluss noch ein lobendes Signal aus meinem Nebelhorn an das neuseeländische Entwicklerstudio <em>Black Salt Games</em>, das mit viel Mut und Kreativität einmal mehr beweist, was ein lediglich vierköpfiges Team in die Tat umsetzen kann. Mit einem Publisher wie <em>Team17</em> im Rücken, profitieren hiesige SpielerInnen sogar von einer vollständig deutschen Lokalisierung.<br />
P.P.S: Unserem Redakteur geht es selbstverständlich gut!</p>
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<p>FAZIT:</p>
<p>DREDGE ist liebevoll entworfene Indie-Kunst aus lediglich vierköpfiger Schöpfung und alles, wonach sich Fans von Angel-Minispielen jemals gesehnt haben; auf eine skurrile Art sogar der wahrgewordene Fiebertraum vom komprimierten Sea of Thieves-Einzelspielererlebnis. Weitestgehend isoliert und mit einer beklemmenden Atmosphäre im Nacken, zieht DREDGE immer tiefer in seinen Sog aus clever miteinander kombinierten Erkundungs- und Crafting-Mechaniken, deren perfektionierte, rund 20-stündige Fischfang-Prämisse schon bald den ambitionierten Komplettierungsversuchen eines Pokédex gleicht.</p>
<p>Den Erfahrungswert möchte man eigentlich nicht vorwegnehmen, doch die anfänglich aufgebauschte Angst vor Untiefen und Seemonstern, weicht irgendwann der Erkenntnis über eine erstaunlich komprimierte, aber in ihrer Größe eben genau richtig vermessenen und immer noch bedrohlichen Welt, die mit vier unterschiedlichen Biomen durch optische Vielfalt und spielerische Abwechslung begeistert und nur dort einen Tiefpunkt erlebt, wo die durchweg stimmungsvolle Horror-Ästhetik aus bizarren Charakteren, dem meist philosophisch geprägten Melancholie-Setting und unheimlichen Begegnungen mit allerlei Seemanns-Hokuspokus ihr leicht enttäuschendes, aber dennoch wirkungsvoll schaurig inszeniertes Lovecraft-Ende findet.</p>
<p>Das Meer gibt, das Meer nimmt und so präsentiert sich auch DREDGE als spaßiger Gameplay-Mix mit zugänglichen, geschickt aufeinander aufgebauten und gleichzeitig tiefgreifend komplexen Elementen vor unglaublich hübscher Postkarten-Kulisse, der subtil zur Gier zwingt, aber im selben Moment mahnend den Finger hebt und daraus eine ganz eigene Dynamik entwickelt, die zwischen sorgloser Entspannung und blanker Panik ein Meeresbecken-füllendes Gefühlsspektrum entfaltet und deshalb zu den ganz großen Namen in diesem Spielejahr zählt.</p>
<p>WERTUNG: 90/100</p>
<hr />
<p><em>DREDGE erscheint am 30. März 2023 für Playstation, Xbox, Nintendo Switch, Windows PC und MacOS erhältlich. Für die digitale Version zahlt ihr 24,99€, während die physische Deluxe Edition (ebenfalls digital erhältlich) 29,99€ von euch verlangt und mit ein paar exklusiven, aber lediglich kosmetischen Ingame-Items aufwartet. Zudem locken sämtliche Plattformen mit einer kostenlosen Demo-Version für alle bislang unentschlossenen SeefahrerInnen.<br />
</em></p>
<p><em>Für diesen Test von DREDGE auf der Xbox Series X wurde uns freundlicherweise ein Reviewcode vom Publisher Team17 zur Verfügung gestellt. Screenshots stammen aus dem offiziellen Pressekit.</em></p>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=jZe5kR3UWRA" title="Dredge - Official Release Date Reveal Trailer" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/jZe5kR3UWRA?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></p>
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			</item>
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		<title>Wo Long: Fallen Dynasty im Test &#8211; Drachen, Dämonen, Dark Fantasy!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dennis]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Mar 2023 18:50:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[PC]]></category>
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					<description><![CDATA[Ob sich Wo Long: Fallen Dynasty nun wie ein Nioh 3 spielt oder doch eher der entflohene&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1>Ob sich Wo Long: Fallen Dynasty nun wie ein Nioh 3 spielt oder doch eher der entflohene Nachfolger zu Sekiro sein könnte, darüber darf sich das Internet jedenfalls gerne noch eine Weile streiten. In der Zwischenzeit behaupten wir: Wo Long bedient sich an den besten Mechaniken aus beiden Welten und erschafft mit reichlich eigener Identität einen der beeindruckendsten Action-RPG-Titel dieser Generation.</h1>
<hr />
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-371917" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-9.jpg" alt="Wo Long 9 Wo Long: Fallen Dynasty im Test - Drachen, Dämonen, Dark Fantasy!" width="1920" height="1080" title="Wo Long 9 Wo Long: Fallen Dynasty im Test - Drachen, Dämonen, Dark Fantasy!" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-9.jpg 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-9-600x338.jpg 600w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-9-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-9-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-9-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-9-1536x864.jpg 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-9-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-9-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<p>China im Jahr 184 – Eine ganze Nation zerbricht unter den politischen Spannungen ihrer Herrscher und stürzt unaufhaltsam in ein kriegerisches Chaos zwischen drei mächtigen Regionen. Mit seiner historischen Nachbildung der im Manga und Anime medial immer wieder aufgegriffenen Epoche der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zeit_der_Drei_Reiche" target="_blank" rel="noopener"><em>Drei Königreiche</em></a>, erfüllt sich Produzent <em>Fumihiko Yasuda</em> nicht bloß einen von langer Hand geplanten Kindheitstraum. Durch zahlreiche Einflüsse aus Religion und chinesischer Folklore über tierische Götter, heilige Drachen und finstere Dämonen, verpasst das Entwicklerstudio <em>Team Ninja</em> ihrem neuesten Geniestreich nämlich auch einen gewohnt mystischen Anstrich, der dem trockenen Geschichtsunterricht ein ganz und gar fantastisches Schnippchen schlägt und damit feinste Dark Fantasy-Unterhaltung mit authentischen Bezügen aus Fernost bietet.</p>
<p>Ohne viel Zeit mit unnützem Geplänkel zu verschwenden, wirft uns <strong>Wo Long</strong> ohnehin direkt ins Geschehen, ein überfallenes Dorf voll unterlegener BürgerInnen. Als namenloser Soldat der örtlichen Miliz erfahren wir dabei erstaunlich früh, was es mit dem angepriesenen Hokuspokus auf sich hat. Durch einen tückischen Hinterhalt schwer verletzt, ist unerwartete Hilfe schneller zur Stelle, als wir N? h?o sagen können. Der noch unbekannte Mann im besten <em>9S</em>-Cosplay zückt ein verheißungsvoll schimmerndes Artefakt und heilt all unsere Wunden auf der Stelle. Doch das ruft auch den Oberbösewicht <em>Yu Ji</em> auf den Plan, der wohl schon viel länger auf der Suche nach diesem Gegenstand ist und unseren blinden Retter mal eben in einen brüllenden Drachen verwandelt. Da auch wir nun Teil der rätselhaften Ereignisse sind und ein mysteriöses Elixier ins Spiel kommt, beginnt eine mitreißende Schnitzeljagd quer durch ein feudales China, seine <em>Drei Königreiche</em> und ein vom Krieg zerfressenes Land, in dem neben menschlichen und dämonischen Gefahren, auch viele Verbündete auf uns warten.</p>
<p>Zugegeben, erzählerisch weiß <strong>Wo Long</strong> nicht auf durchgehend bestem Niveau mit seiner Prämisse umzugehen und stellt uns auch mit dem Plot vor keine narrative Herausforderung. Zudem wirkt der leicht lückenhafte Übergang zwischen den Schauplätzen der insgesamt 16 Haupt- und 30 Nebenmissionen inszenatorisch immer etwas holprig. Doch ein <strong>Wo Long</strong>, das sich ansonsten derart unterhaltsam, kurzweilig und vor allem als actionreiches Martial Arts-Kino im düster-fantastischen Geschichts-Setting präsentiert, stört das nur minimal.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-371919" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-11.jpg" alt="Wo Long 11 Wo Long: Fallen Dynasty im Test - Drachen, Dämonen, Dark Fantasy!" width="1920" height="1080" title="Wo Long 11 Wo Long: Fallen Dynasty im Test - Drachen, Dämonen, Dark Fantasy!" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-11.jpg 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-11-600x338.jpg 600w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-11-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-11-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-11-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-11-1536x864.jpg 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-11-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-11-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<h1><strong>Die Kirschblüte fällt nicht weit vom Stamm</strong></h1>
<p><strong>Wo Long: Fallen Dynasty</strong> ist Soulslike durch und durch. Zwischen Tränen der Freude und künstlerisch wertvollen Hasstiraden, die in jedem katholischen Haushalt wahrscheinlich sofort zum Rauswurf führen, liegen oft bloß wenige Schwerthiebe. Nach jeder noch so regelmäßigen Niederlage wieder aufstehen, eifrig verlorenes Gut einsammeln, das Bewegungsmuster des schier unbesiegbaren Bosses noch genauer studieren, wieder kassieren, nochmal ran. Jetzt aber. Mit einer zittrigen Mischung aus eigenem Können und enorm viel Glück, klebt das eben noch so flinke und unentwegt heranstürmende Wildschwein in Übergröße endlich am Boden, unsere Hände völlig verschwitzt am Gamepad.</p>
<p>Ehrlich, <strong>Wo Long</strong> hätte genauso <strong>Nioh 3</strong> heißen können, niemand hätte sich daran gestört. Kein Wunder eigentlich, schließlich zeichnet das japanische Entwicklerstudio <em>Team Ninja</em> sowohl für die <em>Playstation</em>&#8211; und mittlerweile auch <em>PC</em>-exklusive Antwort auf <strong>Dark Souls</strong>, als auch das von Publisher <em>Koei Tecmo</em> frisch veröffentlichte <strong>Wo Long: Fallen Dynasty</strong> verantwortlich. Trotz aller Parallelen und der Besinnung auf alte Stärken, sorgt das erste Triple A-Soulslike nach <strong>Elden Ring</strong> mit Ideenreichtum und clever kombinierten Mechaniken für genauso viel frischen Wind im Subgenre der Action-RPGs.</p>
<p>Traditionelle Gefühle beschert uns natürlich erstmal das actionorientierte, bemerkenswert dynamische Gameplay aus der Third-Person-Perspektive. Doch auch das Leveldesign verweist schon früh auf unverkennbare Wurzeln zu Papa <strong>Nioh</strong>. Die Schlauchlevel-artige Struktur der Gebiete pfeift auf den modern angebiederten Freiheitsdrang einer Open World und schickt uns in abgeschlossene Areale, die uns durch dunkle Höhlensysteme tapsen, beeindruckende Festungen bewundern, dem saftig grünen Gras inmitten einer felsigen Berglandschaft beim Wachsen zusehen und herabfallenden Schnee vor dem Panorama verwüsteter Schlachtfelder auf der Zunge schmecken lassen. Das gefällt nicht nur optisch, auch die geniale Architektur versteht es, ihren Arealen genügend spielerische Abwechslung und Tiefe zu bieten. Wir finden gut versteckte Abkürzungen durch Felsspalten, schleichen über die schwindelerregenden Dächer eines Tempels oder machen uns die Füße nass, indem wir durch einen kleinen Fluss waten, der sich da so schön als alternative Route präsentiert und garantiert ein nützliches Item am Ende der Stromschnellen verbirgt. Selbstverständlich schnetzeln wir auf dem Weg alles nieder, was sich nicht hinter einer breiten Buddha-Statue verstecken kann, heimsen dafür wertvolle Erfahrungspunkte ein, die wir per komplexer Charakterentwicklung in unser digitales Ebenbild schaufeln, um für den besonders starken und optisch hervorragend designten Boss am Ende eines solchen Levels gewappnet zu sein und uns nach etlichen Toden in das nächste Gebiet entlässt, wo wir genauso motiviert weitermachen.</p>
<p>So weit, so bekannt – spannend wird es erst im Detail. Genre-übliche Lagerfeuer oder Schreine weichen in <strong>Wo Long</strong> sogenannten Standarten, im Prinzip also Truppenfahnen, die zur gleichen Zeit unsere militärische Macht im angedachten Kriegssetting demonstrieren und nicht die letzten Analogie zur historischen Schlachtenführung bleiben soll, dazu später mehr. Ein klassischer Ausdauerbalken fehlt, selbst die Lebensenergie verliert ein wenig an primärer Bedeutung, stattdessen sollten wir stets unseren Willen im Blick behalten. Erschöpft sich dieser Wert, etwa weil wir pausenlos Ausweichrollen spammen oder wie ein Fels in der Brandung gegnerische Angriffe stur blocken, verfallen wir kurz in einen bewegungsunfähigen Zustand. Für Feinde gilt das gleiche Spiel, weshalb wir mit normalen Angriffen so lange auf unsere Widersacher eindreschen, bis sie &#8211; optisch immer markant hervorgehoben &#8211; völlig wehrlos vor uns stehen und ihren Schwachpunkt für einen unserer fatalen KI-Angriffe offenbaren. Das geht aber noch ganz anders und vor allem deutlich stilvoller, nämlich mit Konterangriffen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-371912" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-1.jpg" alt="Wo Long 1 Wo Long: Fallen Dynasty im Test - Drachen, Dämonen, Dark Fantasy!" width="1920" height="1080" title="Wo Long 1 Wo Long: Fallen Dynasty im Test - Drachen, Dämonen, Dark Fantasy!" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-1.jpg 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-1-600x338.jpg 600w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-1-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-1-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-1-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-1-1536x864.jpg 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-1-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-1-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<h1><strong>Wer nicht pariert, verliert</strong></h1>
<p>Entwarnung an alle durch <strong>Sekiro</strong> geschundenen Seelen: Das Zeitfenster für Konterangriffe fällt in <strong>Wo Long</strong> deutlich großzügiger und nach kurzer Eingewöhnung angenehm fair aus. Durch dieselbe Tastenbelegung wie das Ausweichen, haben wir außerdem immer die Chance, verpatzte Konter in einen stylischen Hechtsprung zu verwandeln und so ebenfalls verheerendem Schaden zu entgehen. Feindliche Angriffe, die wir abwehren und mit einem direkten Gegenschlag bestrafen dürfen, stechen optisch zudem äußerst auffällig hervor. Besonders starke Manöver kündigen sich mit knallroter Färbung unserer dämonischen Widersacher an, während normale Angriffe bereits durch die flüssigen Animationen gut im Vorfeld zu erkennen sind. Zur Not hilft aber auch schon der normale Block oder eben blitzschnelles Ausweichen, um sich das Bewegungsmuster unseres Gegenübers erstmal halbwegs gefahrlos einzuprägen. Wer das dynamische und überraschend taktische Zusammenspiel aus flinken Angriffen, zeitlich gut aufeinander abgestimmten Blocks und Kontern versteht und dabei die Willensanzeige, die sich nach erfolgreichen Treffern genauso wieder füllt, beim Gegner aber gleichzeitig für echte Motivationsarmut sorgt, stets im Blick behält, hat das grundlegende Gameplay von <strong>Wo Long</strong> ausreichend verstanden und ist damit auf dem besten Weg, nach gut 40 Stunden voll stylischer Martial Arts-Action in die hässliche Fratze des finalen Endgegners zu blicken.</p>
<p>Zwar machen die spielerischen und oft auch optischen Highlights am Ende jedes Kapitels das Verständnis über diese Mechaniken zur absoluten Pflicht, denn temporär erschöpfbare <em>Estus-Flakons</em>, pardon, <em>Drachenheilungstöpfe</em> und bloße Waffenstärke reichen niemals aus, um der besonders bösartig gestalteten Gegnerriege aus wilden Riesenaffen, gepanzerten Reitern und total verrückten Tentakel-Rindern ohne den Einsatz willensbrechender Spezialattacken und knappen Kontern Herr zu werden. Doch wenn das erstmal sitzt, entpuppt sich <strong>Wo Long</strong> tatsächlich als relativ Einsteigerfreundliche, für Veteranen vielleicht sogar entspannte Erfahrung im Soulslike-Genre.</p>
<p>Keine Frage, wir sterben oft genug und müssen uns vor allem im späteren Spielverlauf intensiv mit der komplexen Entwicklung unseres Charakters beschäftigen, die hier aufgeteilt in fünf Elemente eben deutlich mehr zu bieten hat, als das schnöde Verbessern von Angriffs- und Verteidigungswerten und dabei genauso mit dem tragbaren Rüstungsgewicht oder der Menge an zurückerlangtem Willen nach erfolgreichen Kontern jongliert und uns ständig vor die schwierige Frage stellt, wie intensiv wir uns eigentlich mit den magischen Zaubern auseinandersetzen wollen oder doch lieber an einem physischen Charakter-Build basteln, dabei aber die Gewandtheit nicht vergessen sollten. Trotzdem, im direkten Vergleich zur Konkurrenz, zeigt sich <strong>Wo Long</strong> erfrischend zugänglich.</p>
<p>Das liegt größtenteils an den zahlreichen Unterstützungselementen, von denen uns <strong>Wo Long</strong> im fortschreitenden Spielverlauf immer mehr vor die stolpernden Füße wirft. So dürfen sich pro Kapitel bis zu zwei NPC-MitstreiterInnen an unsere Seite gesellen, die neben zweckmäßiger Schlagkraft und wirkungsvollen Buffs auf alle erdenklichen Statuswerte, eben auch ihre bloße Existenz mitbringen und in hitzigen Gefechten für eine gelungene Ablenkung sorgen – <strong>Monster Hunter</strong>-SpielerInnen, ihr wisst Bescheid. Zudem wohnt den historisch oft prominenten und ihren realen Vorbildern exzellent nachempfundenen BegleiterInnen stets eine göttliche Bestie inne, deren heilige Kraft wir uns nach Abschluss ihres zugewiesenen Story-Kapitels permanent ausborgen. Mit entsprechend gefüllter Leiste, lassen wir auf diese Weise ganz besonders zerstörerische Angriffe vom Stapel oder wirken erneut temporäre Buffs.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-371914" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-6.jpg" alt="Wo Long 6 Wo Long: Fallen Dynasty im Test - Drachen, Dämonen, Dark Fantasy!" width="1920" height="1080" title="Wo Long 6 Wo Long: Fallen Dynasty im Test - Drachen, Dämonen, Dark Fantasy!" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-6.jpg 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-6-600x338.jpg 600w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-6-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-6-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-6-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-6-1536x864.jpg 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-6-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-6-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<h1><strong>Wo Lang? Da Long!</strong></h1>
<p>Falls wir aber doch mal zu oft aufs fernöstliche Näschen bekommen, könnte das an einer ganz anderen Mechanik liegen: Der Moral. Was wir vielleicht vom heimischen Mannschaftssport, klatschenden Fans und ordentlicher Beflaggung des Vereinslogos im Stadion kennen, versteht <strong>Wo Long</strong> einmal mehr als ausgeklügelte Gameplay-Darstellung feudaler Kriegsführung. Besiegen wir Feinde, steigt unser Moral-Rang im jeweiligen Gebiet und lässt uns so immer stärker werden. Begleitend steckend wir Schaden erheblich besser weg und erhöhen die Standhaftigkeit unseres Willens. Auch die als Speicherpunkte und Erholungsorte dienenden Standarten und weitere, oft gut versteckte Flaggenspots erhöhen diesen Wert und festigen ihn, sodass er durch den Tod nicht länger auf 0 sinken kann. Auf Moralstufe 5 haben wir natürlich kaum eine Chance gegen protzende Obermotze, neben dessen Lebensbalken eine fette 20 prangert. Dennoch sollten wir wagemutig sein und zumindest bei Monster und menschlichen Widersachern mit gering höherer Differenz zu unserer aktuellen Moral entschlossen in den Angriffsmodus schalten, um einen besonders lohnenswerten Anstieg der eigenen Werte zu erhalten.</p>
<p>Seinen Rollenspiel-Aspekt vernachlässigt <strong>Wo Long: Fallen Dynasty</strong> jedenfalls zu keiner Zeit, weshalb sich natürlich auch die Frage nach einem vollwertigen Arsenal stellt. Mit 13 teils sehr unterschiedlichen Waffentypen fällt die Auswahl in der Tat beachtlich aus. AnfängerInnen stürzen sich auf die vergleichsweise unkompliziert handzuhabenden Doppelklingen und Schwerter, während erfahrene Fans sofort zum behäbigen Hammer, Kampfstäben oder der mindestens genauso brachialen Axt greifen. Mit sekundären Fernwaffen wie Bögen, Armbrüsten und Wurfmessern runden wir unseren Vorrat an schlagkräftigen Argumenten gelungen ab und sorgen auch mit den bereits erwähnten Zaubern, die sich so wunderbar wie komplex mit allen anderen Mechaniken verzahnen und elementar untereinander korrelieren, für Stimmung aus der Distanz.</p>
<p>Neue Waffen und die für den Verteidigungswert unverzichtbare Rüstung von Kopf bis Fuß, finden wir dagegen in versteckten Truhen oder erhalten sie als automatisch im Inventar verstaute Belohnung für das Besiegen bestimmter Widersacher. Leider zeigt sich auch hier ein negativer Aspekt der <strong>Nioh</strong>-DNA, denn unser Rucksack quillt äußerst schnell mit völlig wertlosen Utensilien und Duplikaten über. Immerhin dürfen wir überflüssige Ware bei der vielerorts ansässigen Schmiedin verkaufen und das so gewonnene Geld zusammen mit erbeuteten Rohstoffen in die Verbesserung unserer Ausrüstung investieren. Dekorationen für spezielle Effekte oder Elementangriffe runden die clevere Crafting-Erfahrung ab.</p>
<p>Probieren geht über studieren, diesen Spruch beherrscht auch <strong>Wo Long</strong> und kommt uns damit erneut kollegial entgegen. Im Prinzip lässt sich nämlich beinahe jede im Spiel getroffene Entscheidung wieder rückgängig machen. Von der anfänglichen, übrigens auffallend umfang- und detailreichen Erstellung unserer äußeren Erscheinung im Charaktereditor, über die RPG-lastige Entwicklung unseres namenlosen Helden via Levelaufstieg, bis hin zur Wahl über BegleiterInnen, per Tastenkürzel bequem festgelegte Zauber und so weiter. Selbst bereits abgeschlossene Kapitel und ihre Schauplätze dürfen wir jederzeit abermals besuchen und auf diese Weise Nebenmissionen bestreiten, Geheimnisse entdecken, verpasste Items einheimsen und ein wenig Grind kann sicher auch nie schaden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-371920" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-12.jpg" alt="Wo Long 12 Wo Long: Fallen Dynasty im Test - Drachen, Dämonen, Dark Fantasy!" width="1920" height="1080" title="Wo Long 12 Wo Long: Fallen Dynasty im Test - Drachen, Dämonen, Dark Fantasy!" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-12.jpg 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-12-600x338.jpg 600w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-12-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-12-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-12-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-12-1536x864.jpg 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-12-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-12-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<h1><strong>Game Pass-Glückskeks?</strong></h1>
<p>Wer es dagegen <a href="https://games-mag.de/octopath-traveler-ii-im-test-neue-staerken-alte-schwaechen/" target="_blank" rel="noopener">lieber gesellig</a> mag, aktiviert ohne Umschweife die Online-Funktionen von <strong>Wo Long</strong> und hilft strauchelnden FreundInnen bei kniffligen Obermotzen, der Erkundung der Spielwelt oder fällt mit einem verschmitzten Lächeln auf den Lippen in ihre Sitzungen ein. Bis zu drei SpielerInnen, ob nun bekannt oder fremd, dürfen sich hier zusammentun oder ein oft überraschend hinterhältiges Scharmützel gegeneinander wagen. An vor Gefahren mahnenden oder gar lustigen Botschaften fehlt es <strong>Wo Long</strong> allerdings. Dafür ploppen überall in der Spielwelt verstreute Begräbnisflaggen auf, die den Tod anderer SpielerInnen durch vermeintlich kräftige Gegner symbolisieren. Rächen wir einen Leidensgenossen, indem wir genau diesem Feind zeigen, wo der Himmelsdrache seine Locken hat, hagelt es spezielle Belohnungen für unseren Charakter. Alternativ dürfen wir an diesen Punkten auch bestimmte Items einsetzen und erhalten im Gegenzug einen zwar nur kurz andauernden, dafür aber saftigen Boost auf den wichtigen Moral-Rang.</p>
<p>Dass <strong>Wo Long: Fallen Dynasty</strong> zeitgleich zu seiner Veröffentlichung auch im <strong>Xbox Game Pass</strong> von <em>Microsoft</em> erscheint, mag Ying und Yang zugleich sein. Grundsätzlich bietet die Aufnahme des Titels in den beliebten Service eine großartige Gelegenheit für alle SpielerInnen, quasi kostenfrei in das Action-RPG reinzuschnuppern und dabei ihre Angst vorm großen Soulslike-Monster im Spieleschrank zu überwinden, doch die Kurzlebigkeit und ständige Verfügbarkeit von Spielen im Abo birgt genauso die Gefahr, <strong>Wo Long</strong> nach den ersten Momenten voller Frust Beiseite zu legen und von der Festplatte zu verbannen. Einen frei wählbaren Schwierigkeitsgrad gibt es wie gewohnt nicht, man muss schon am Ball bleiben, wobei für ExpertInnen auch wieder etliche Feinjustierungen der eigenen Spielweise möglich sind, um entweder etwas bequemer oder deutlich herausfordernder durch das politische Abenteuer im fernen Osten zu huschen.</p>
<blockquote><p>&#8230;was sich in intensiven Momenten ausufernden Handgemenges übrigens gerne mal wie ein Rhythmusspiel alla <strong>Hi-Fi RUSH</strong> anfühlt&#8230;</p></blockquote>
<p>Die Entscheidung seitens <em>Team Ninja</em>, ausgerechnet den allerersten Boss so unausgeglichen deftig zu gestalten und selbst versierte Communities aus langjährigen Souls-ZockerInnen damit vor eine seltsam sperrige Herausforderung zu stellen, wirkt angesichts der durchaus möglichen Abo-Problematik jedenfalls nochmal ein ganzes Stück absurder. Wir meinen: Unbedingt dranbleiben! Nach dieser knackigen Einstiegshürde belohnt euch <strong>Wo Long</strong> mit einer unverhofft angenehmen Lernkurve und seinem spaßig-dynamischen Gameplay, das zwar immer noch wunderbar fordert, mit komplexer Charakterentwicklung, cleveren und eigenständigen Ideen und der unterhaltsamen Inszenierung historischer Ereignisse im Dark Fantasy-Setting seine Soulslike-Hausaufgaben garantiert gewissenhaft erledigt hat und bereits jetzt zu den ganz großen Titeln in diesem verrückten Spielejahr gehört.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-371916" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-8.jpg" alt="Wo Long 8 Wo Long: Fallen Dynasty im Test - Drachen, Dämonen, Dark Fantasy!" width="1920" height="1080" title="Wo Long 8 Wo Long: Fallen Dynasty im Test - Drachen, Dämonen, Dark Fantasy!" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-8.jpg 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-8-600x338.jpg 600w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-8-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-8-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-8-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-8-1536x864.jpg 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-8-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/03/Wo-Long-8-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<h1><strong>Kräftige Paukenschläge</strong></h1>
<p><strong>Wo Long</strong> verwöhnt uns bereits im Titelbildschirm mit ausnahmslos stimmungsvoller Orchestermusik aus traditionell chinesischen Klängen in wuchtig-moderner Komposition und hält diese hohe Akustik-Qualität selbstverständlich auch für seine zahlreichen Zwischensequenzen und Dialoge parat. Während die englische Sprachausgabe dabei zwar ambitioniert, aber dennoch etwas holprig klingt, konnte uns die chinesische Tonspur atmosphärisch am stärksten abholen und den vielseitigen DarstellerInnen der Geschichte zu einem dramaturgisch angemessenen Ausdruck ihrer ebenfalls oft emotional und charakteristisch inszenierten Darbietung verhelfen.</p>
<p>Sogar das Trefferfeedback der spaßig-fordernden Auseinandersetzungen klaut sich ein Stück vom akustischen Hochgenuss. Egal ob wir nun einen Hagel aus flinken Klingenschlägen auf unsere Widersacher niederhageln lassen, mit einem riesigen Hammer leidenschaftlich alles dem Erdboden gleichmachen oder einen stilvollen Konter aufs Parkett legen, der den gierig-gefährlichen Handschlag eines wildgewordenen Affen in letzter Sekunde zurückschlägt, was sich in intensiven Momenten ausufernden Handgemenges übrigens gerne mal wie ein Rhythmusspiel alla <strong>Hi-Fi RUSH</strong> anfühlt &#8211; <strong>Wo Long</strong> klingt einfach an jeder Ecke richtig schön wuchtig und damit verdammt befriedigend.</p>
<p>Das Wort Befriedigend aber mal in den Kontext eines Wertungsmaßstabs verpackt, kommen wir auch schon abschließend zur Technik, denn die fällt zumindest zeitweise durchwachsen aus. Versteht uns bitte nicht falsch, <strong>Wo Long</strong> ist ein visuell überaus hübscher Titel und verdient sein Current Gen-Prädikat ohne Zweifel, entlockt ins in den detaillierten und optisch abwechslungsreichen Gebieten aus finsteren Verliesen, verschneiten Arealen und bunt blühenden Berglandschaften im stimmungsvoll verspielten Mix zwischen historischer Nachbildung und fantastischen Einflüssen hiesiger Folklore und dem daraus farb- und formenprächtig entspringendem Gegnerdesign sogar regelmäßig ein angeregtes Staunen, wobei sogar die freie Wahl zwischen einem Grafik- und Leistungsmodus zu gefallen weiß.</p>
<p>Dennoch fallen beide Werte, also die angestrebten 60 Bilder pro Sekunde bei knackigen 4K auf <em>Xbox Series X</em> und <em>Playstation 5</em>, viel zu dynamisch aus und werden selbst in den dafür angedachten Modi nie konstant gehalten. Halb so wild, könnte man meinen, schließlich fallen kleinere Einbrüche der Bildrate selten wirklich schwer ins Gewicht. Das stimmt sogar, jedenfalls während der obligatorischen Erkundung und in Standardkämpfen. Die ohnehin schon an unseren Nerven nagende Begegnung mit der Rinder-ähnlichen Variante eines fliegenden Spaghetti-Monsters und ihrem zotteligen Fell und den ständig umherwirbelnden Tentakeln, sorgte zumindest auf unserer <em>Xbox Series X</em> für fiese Ruckler und latent frustrierte Blicke bei gefühlten 15-20 FPS. Das große Problem dabei: Laufen Animationen nicht mehr flüssig ab, fällt auch der essentielle Konter schwer, da wir schlicht nicht länger abschätzen können, wann es das immer noch begrenzte Zeitfenster zu erwischen gilt. Zum Glück sind diese Momente aber äußerst selten und befinden sich zweifelsfrei bereits auf der Liste zukünftiger Patches.</p>
<p>FAZIT:</p>
<p>Dynamisch, spaßig, fordernd. Wo Long: Fallen Dynasty ist actionreich inszeniertes Martial Arts-Kino im Dark Fantasy-Setting aus Fernost, das sich mit seinen historischen Bezügen, gelungen integrierten Gameplay-Mechaniken, eigenständigen Ideen und dem komplexen Tiefgang einen Platz zwischen den besten Soulslike-Titeln redlich verdient, aber genauso mit seiner Einsteigerfreundlichkeit und den vielen Innovationen überrascht. Nioh 3, na und? Wo Long ist das Action-RPG-Highlight des Jahres!</p>
<p>WERTUNG: 94/100</p>
<hr />
<p><em>Wo Long: Fallen Dynasty ist seit dem 3. März 2023 für Xbox, Playstation und den PC via Steam und Windows erhältlich. Zum Vollpreis von 69,99€ gehört euch die Standard Edition, während die digitale Deluxe Edition für 94,99€ mit einigen Extras und dem Saisonpass wirbt.<br />
</em><em>Für diesen Test von Wo Long: Fallen Dynasty auf der Xbox Series X wurde uns freundlicherweise ein Reviewcode vom Publisher Koei Tecmo zur Verfügung gestellt. Screenshots stammen aus dem offiziellen Presse-Kit.</em></p>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=SRVpKHNjW4Q" title="Wo Long: Fallen Dynasty - Launch Trailer | PS5 &amp; PS4 Games" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/SRVpKHNjW4Q?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Wonderland Nights: White Rabbit’s Diary bei uns im Testcheck</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dennis]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Feb 2023 17:06:51 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1><strong>Go ask Alice, I think she’ll know – Unser Testcheck zu Wonderland Nights: White Rabbit’s Diary auf der <em>Nintendo Switch</em>.</strong></h1>
<hr />
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-371675" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Wonderlight-Nights-2.png" alt="Wonderlight Nights 2 Wonderland Nights: White Rabbit’s Diary bei uns im Testcheck" width="1765" height="989" title="Wonderlight Nights 2 Wonderland Nights: White Rabbit’s Diary bei uns im Testcheck" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Wonderlight-Nights-2.png 1765w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Wonderlight-Nights-2-600x336.png 600w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Wonderlight-Nights-2-300x168.png 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Wonderlight-Nights-2-1024x574.png 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Wonderlight-Nights-2-768x430.png 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Wonderlight-Nights-2-1536x861.png 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Wonderlight-Nights-2-1170x656.png 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Wonderlight-Nights-2-585x328.png 585w" sizes="(max-width: 1765px) 100vw, 1765px" /></p>
<p><strong>Wonderland Nights: White Rabbit’s Diary</strong> verfolgt eigentlich einen interessanten Ansatz. In der Rolle des weißen Hasen wohnen wir der jährlichen Zusammenkunft der vier Königreiche bei, um über wichtige Dinge wie den zukünftigen Einsatz von Magie, freien Handel und Grenzöffnungen innerhalb des Wunderlands zu entscheiden. Als Eventplaner im Kaninchenkostüm, stecken wir die TeilnehmerInnen in verschiedene Freizeit-Aktivitäten, was deutlich mehr Dating Sim- als den angepriesenen Visual Novel-Charakter versprüht, und beeinflussen so die Abstimmung über politische Interessen. Weil das allein zu langweilig wäre, decken wir beim lustigen Verkuppeln noch etliche Intrigen, persönliche Konflikte und sogar Affären auf. Allerdings nur, wenn wir die richtigen Personen miteinander matchen. <strong>Wonderland Nights: White Rabbit’s Diary</strong> gibt uns dafür extrem wenige Informationen an die Hand. Viel mehr liegt es an uns, das Tagebuch zu füllen, Beziehungen unter den TeilnehmerInnen aufzudecken und so die eigentliche Story voranzutreiben.</p>
<blockquote><p>&#8230;die zweidimensionale Charaktermodelle und Hintergründe herrlich bizarr in Szene zu setzen weiß und damit genau den angedacht psychedelischen Nerv ihres von <em>Lewis Carroll</em> inspirierten Ursprungs trifft.</p></blockquote>
<p>Klingt spannend, ist es aber ganz und gar nicht. Durch seine fortlaufende und zeitgleich verwirrende Struktur, enden wir nach einer guten Stunde erstmal in einem schlechten Ende, nehmen die zuvor gesammelten Informationen allerdings mit in den nächsten Lauf. Denn jetzt wissen wir ja vielleicht, dass der König der Herzen eine Affäre mit der Karo-Königin hat und können die beiden entsprechend einer gemeinsamen Unternehmung zuweisen, um das geheimnisvolle Treiben zu fördern und mehr Wissen darüber zu erlangen. Die Zuordnung der adeligen Gäste ist übrigens immer ein absolutes Desaster. <strong>Wonderland Nights: White Rabbit’s Diary</strong> stellt uns dafür zwei verschiedene Modelle zur Verfügung, für das wir uns entweder sämtliche Namen oder Gesichter merken müssen, was aufgrund des relativ großen Casts und seiner Austauschbarkeit zumindest zu Beginn fast unmöglich ist. Ohnehin verbringen wir viel zu viel Zeit im Tagebuch, lesen Einträge nach und versuchen, uns Titel und wichtige Informationen im Kontext krampfhaft zu merken.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-371680" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Wonderlight-Nights-7.png" alt="Wonderlight Nights 7 Wonderland Nights: White Rabbit’s Diary bei uns im Testcheck" width="1765" height="991" title="Wonderlight Nights 7 Wonderland Nights: White Rabbit’s Diary bei uns im Testcheck" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Wonderlight-Nights-7.png 1765w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Wonderlight-Nights-7-600x337.png 600w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Wonderlight-Nights-7-300x168.png 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Wonderlight-Nights-7-1024x575.png 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Wonderlight-Nights-7-768x431.png 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Wonderlight-Nights-7-1536x862.png 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Wonderlight-Nights-7-1170x657.png 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Wonderlight-Nights-7-585x328.png 585w" sizes="(max-width: 1765px) 100vw, 1765px" /></p>
<p>Die illustren Rendezvous dauern sowieso nie länger als zwei Minuten und Dialoge bestehen, sofern wir denn nicht die richtigen Charaktere zusammenwürfeln, aus absoluten Belanglosigkeiten, die uns bloß das Gefühl geben, unsere Zeit verschwendet zu haben. Doch selbst korrekt zusammengebrachte Dating-Paare strecken diese Zeit nur selten über die 2 Minuten-Marke und brauchen erstaunlich lange, um endlich mal über etwas zu sprechen, das uns irgendwie bei Laune hält. Tatsächlich, wer hier Ausdauer beweist, findet eventuell in einem der 16 verschiedenen Enden so etwas wie ein halbwegs gelungenes Narrativ oder witzige Dialoge, doch bis dahin ist es ein unglaublich ermüdender Marathon aus erzählerischen Fehltritten und einer über sich selbst stolpernden Struktur.</p>
<p>Auch das Voice Acting der Charakte in <strong>Wonderland Nights</strong> scheint direkt aus den Tiefen des Kaninchenlochs zu stammen, ist zugegebenermaßen ambitioniert, klingt aber in den meisten Fällen so, als würde Großmutter nach fünf Kurzen auf der Familienfeier nochmal schnell das Märchenbuch in die Hand nehmen, um die Enkel lyrisch in den Schlaf zu wiegen. Immerhin gefällt die Präsentation, die zweidimensionale Charaktermodelle und Hintergründe herrlich bizarr in Szene zu setzen weiß und damit genau den angedacht psychedelischen Nerv ihres von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lewis_Carroll" target="_blank" rel="noopener"><em>Lewis Carroll</em></a> inspirierten Ursprungs trifft. Und ja, selbstverständlich erkennen wir auch das winzige Budget des noch kleineren Indie-Studios <em>Sky Bear Games</em> in Zusammenarbeit mit <em>Ratalaika Games</em> an, trotzdem enttäuscht <strong>Wonderland Nights: White Rabbit’s Diary</strong> durch seine unzugängliche Struktur, belangloses Storytelling und nicht zuletzt seine dürftige Vertonung.</p>
<hr />
<div data-sliderid="17525" id="penci-post-gallery__17525" class="penci-post-gallery-container justified column-3" data-height="150" data-margin="3"><a class="penci-gallery-ite item-gallery-justified" href="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Wonderlight-Nights-5.png"><img decoding="async" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Wonderlight-Nights-5-585x328.png" alt="Wonderlight Nights 5 Wonderland Nights: White Rabbit’s Diary bei uns im Testcheck" title="Wonderlight Nights (5)"></a><a class="penci-gallery-ite item-gallery-justified" href="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Wonderlight-Nights-4.png"><img decoding="async" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Wonderlight-Nights-4-585x328.png" alt="Wonderlight Nights 4 Wonderland Nights: White Rabbit’s Diary bei uns im Testcheck" title="Wonderlight Nights (4)"></a><a class="penci-gallery-ite item-gallery-justified" href="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Wonderlight-Nights-6.png"><img decoding="async" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Wonderlight-Nights-6-585x328.png" alt="Wonderlight Nights 6 Wonderland Nights: White Rabbit’s Diary bei uns im Testcheck" title="Wonderlight Nights (6)"></a></div>
<p><em>Wonderland Nights: White Rabbit’s Diary ist seit dem 27. Januar 2023 für Playstation, Xbox, Nintendo Switch und bereits länger für den PC via Steam verfügbar. Mit 6,99€ schlägt der Preis für die rein digitale Version zu Buche.<br />
</em><em>Für den Test von Wonderland Nights: White Rabbit’s Diary auf der Nintendo Switch wurde uns freundlicherweise ein Reviewcode vom Publisher Ratalaika Games zur Verfügung gestellt. Screenshots stammen aus dem offiziellen Pressekit.  </em></p>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=aH1JDDtU9NM" title="Wonderland Nights: White Rabbit&#039;s Diary - Trailer" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/aH1JDDtU9NM?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Ten Dates bei uns im Test</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dennis]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Feb 2023 15:06:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nintendo Switch]]></category>
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					<description><![CDATA[Make out and make love, Millennials! Wir hatten zehn romantische Dates und verraten euch exklusiv, ob’s gefunkt&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1><strong>Make out and make love, Millennials! Wir hatten zehn romantische Dates und verraten euch exklusiv, ob’s gefunkt hat oder wir uns lieber wieder alleine vor den Bildschirm verkrümeln. Unser Test zur romantischen FMV-Komödie Ten Dates auf der <em>Nintendo Switch</em>.</strong></h1>
<hr />
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-371647" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Ten-Dates-4.jpg" alt="Ten Dates 4 Ten Dates bei uns im Test" width="1920" height="1080" title="Ten Dates 4 Ten Dates bei uns im Test" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Ten-Dates-4.jpg 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Ten-Dates-4-600x338.jpg 600w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Ten-Dates-4-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Ten-Dates-4-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Ten-Dates-4-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Ten-Dates-4-1536x864.jpg 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Ten-Dates-4-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Ten-Dates-4-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<p>Seufz, Liebe kann ja so schön sein. Zumindest dann, wenn wir sie bereits gefunden haben. Gemeinsam auf dem Sofa lümmeln, in den Urlaub fahren, alles miteinander teilen, den…verdammten Staubsauger schon wieder anschmeißen, weil sich der Typ nicht die Schuhe im Flur ausziehen kann! Hach, wie romantisch. Ein Stück von diesem Kuchen möchten jedenfalls auch <em>Misha</em> und ihr bester Freund <em>Ryan</em> abhaben. Die beiden Millennials aus London sind nämlich schon eine ganze Weile auf der Suche nach der Person ihres Herzens und versuchen ihr Glück nun beim Speed-Dating, das sie mit fünf potentiellen Partnern zusammenwürfelt. Jetzt sind Charme und Wortwitz gefragt, um einen oder eine dieser KandidatInnen von uns zu überzeugen, sofern wir das denn überhaupt wollen.</p>
<blockquote><p><strong>Ja, auf dem Papier wirken alle Ten Dates-Charaktere wie stereotype Abziehbilder aus dem zerknitterten Stickerbogen ihrer Generation. Doch&#8230;</strong></p></blockquote>
<p>Als Nachfolger zu <strong>Five Dates</strong>, versteht sich selbstverständlich auch <strong>Ten Dates</strong> als interaktive FMV-Erfahrung. Soll heißen: Wir wohnen zahlreichen Realfilm-Sequenzen bei, dürfen aber an dafür vorgesehen Punkten eigene Entscheidungen aus mehreren Antwortmöglichkeiten treffen und so den Verlauf der Geschichte beeinflussen. Was in <a href="https://games-mag.de/the-shapeshifting-detective-bei-uns-im-test/" target="_blank" rel="noopener">bisherigen Titeln</a> des Entwicklers und Publishers <em>Wales Interactive</em> noch ein übergeordnetes Narrativ verändern konnte, besinnt sich jetzt natürlich ausschließlich auf sich verzweigende und in mehrere Richtungen entwickelnde Ketten aus Gesprächsthemen und Beziehungskomplexen – ist dafür aber nicht weniger spannend!</p>
<p>Von der durchaus amüsanten Einleitung angefixt, entscheiden wir uns zunächst für einen der beiden Charaktere, dürfen also als klar definierte weibliche oder männliche Person in die Schlacht der Herzen ziehen. Sowohl <em>Mischa</em> als auch <em>Ryan</em> entpuppen sich als erstaunlich sympathische Individuen der Generation Y, die uns mit ihrer Persönlichkeit und Rhetorik schön den Spiegel vorhalten und bereits früh zum Schmunzeln verleiten. Außerdem bestimmen wir zu Beginn noch über Beruf, Hobbys und ein paar weitere Merkmale, was der individuellen Erfahrung und möglichen Identifikation mit unserem Alter Ego nur zugutekommt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-371649" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Ten-Dates-6.jpg" alt="Ten Dates 6 Ten Dates bei uns im Test" width="1920" height="1080" title="Ten Dates 6 Ten Dates bei uns im Test" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Ten-Dates-6.jpg 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Ten-Dates-6-600x338.jpg 600w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Ten-Dates-6-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Ten-Dates-6-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Ten-Dates-6-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Ten-Dates-6-1536x864.jpg 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Ten-Dates-6-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Ten-Dates-6-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<h1><strong>What is love? Baby, don’t hurt me…</strong></h1>
<p>Da sitzen wir also, als <em>Ryan</em>, mit pochendem Herzen und nervösen Fingern am Cocktail-Glas und begrüßen unser erstes Date. Dabei trinkt <em>Toni</em> gar keinen Alkohol. Die professionelle Fußballerin setzt auf isotonische Getränke und nutzt den kleinen Tisch der gemütlichen Bar ohnehin viel lieber als improvisierte Streckbank, schließlich steht das nächste Turnier bereits an. Hm, irgendwie merkwürdig. Nach einer kleinen Konversation über, wer hätte es gedacht, Sport und Bewegung, sind die sechs Minuten aber auch schon wieder vorbei und wir treffen auf <em>Brandy</em>, eine sehr, nunja, selbstbewusste Persönlichkeit, die auf den üblichen Influencer-Plattformen ein Zuhause gefunden hat und mit eigenem Content über Mode ihr Geld verdient. Schnell weiter, denken zumindest wir, und finden mit <em>Azalea</em> den genauen Gegenpol zu unseren bisherigen Begegnungen. Frech, rockig, selfmade, aber eben auch verdammt eigensinnig und angriffslustig.</p>
<p>Mehr wollen wir euch an dieser Stelle gar nicht verraten, aber vielleicht mit ein paar Vorurteilen aufräumen. Ja, auf dem Papier wirken alle <strong>Ten Dates</strong>-Charaktere wie stereotype Abziehbilder aus dem zerknitterten Stickerbogen ihrer Generation. Doch das ist durchaus so gewollt und viel mehr hämisch-humoristische Intention eines karikativen Ansatzes, der sich hier als so herrlich satirischer Seitenhieb auf die moderne Datingkultur und ihre Liebessüchtigen Millennials präsentiert, später aber einer überraschend bunten Charakterentwicklung weicht.<br />
Im Ernst, <strong>Ten Dates</strong> leistet einen hervorragenden Job bei der Ausarbeitung seiner Charaktere, setzt diese Stereotype bewusst ein, um auf humorvolle Weise damit zu spielen, aber genauso die Wand der vierten Dimension zu durchbrechen und uns die Frage zu stellen, mit welchen Vorurteilen wir den Menschen eigentlich begegnen. Selbstverständlich hat die Sportbegeisterte <em>Toni</em> weitaus mehr zu bieten, als bloß Themen über Fußball und Ausdauertraining und auch <em>Azalea’s</em> steinharte Persönlichkeit verfügt ganz sicher über eine liebevolle Seite – wir müssen es nur herausfinden.</p>
<p>Die Metaebene von <strong>Ten Dates</strong> aber mal beiseitegeschoben, glänzt der Cast ohnehin durch sein natürliches und überzeugendes Schauspiel und eine angemessene Diversität. Vom nerdigen Serien-Freak, über Aufmerksamkeits-vernarrte Influencer, bis hin zum hoffnungslosen Romantiker treffen wir wirklich auf jede erdenkliche Persönlichkeitsrolle, wovon selbst das minimale Gameplay profitiert. Schließlich wissen wir nie, wie jemand auf unsere Antworten, Fragen oder Handlungen reagiert. <em>Azalea</em> hat beispielsweise schon genug, als wir uns in einen eigentlich harmlosen Streit zwischen ihr und einem aufdringlichen Barbesucher einmischen wollen – sie handhabt solche Situationen eben lieber selbst, das hätten wir ahnen müssen. <em>Toni</em> hingegen weiß unsere Ehrlichkeit zu schätzen, indem wir ihr konkret sagen, von Sportarten überhaupt keine Ahnung zu haben. Die Devise lautet: Ehrlich bleiben, dabei aber auch mal über den eigenen Tellerrand schauen, was vom großartigen Writing, den nachvollziehbaren Dialogen und dem spannenden Spiel der Persönlichkeiten gestützt wird und uns tatsächlich überraschend gut unterhält.</p>
<p>Konnten wir übrigens während der ersten Dating-Runde bereits eine oder mehrere charismatische Personen ausfindig machen und ihr Interesse wecken, freuen wir uns auf ein Wiedersehen. Generationsbedingt checken wir vorher natürlich noch schnell die Social Media-Accounts der PartnerInnen in spe und hinterlassen wohlwollende Likes auf Fotos und Beiträgen, was dann später sogar entsprechend kommentiert wird. Aber Moment mal, <em>Ryan</em> trifft fünf Frauen und <em>Misha</em> fünf Kerle? Da fehlt doch was…</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-371646" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Ten-Dates-3.jpg" alt="Ten Dates 3 Ten Dates bei uns im Test" width="1920" height="1080" title="Ten Dates 3 Ten Dates bei uns im Test" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Ten-Dates-3.jpg 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Ten-Dates-3-600x338.jpg 600w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Ten-Dates-3-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Ten-Dates-3-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Ten-Dates-3-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Ten-Dates-3-1536x864.jpg 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Ten-Dates-3-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Ten-Dates-3-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<h1><strong>Oh, wait, you’re gay…?</strong></h1>
<p>Zugegeben, wir waren etwas enttäuscht, dass uns <strong>Ten Dates</strong> erstmal in ein so festes, strikt heterosexuelles Korsett presst. Doch die Puste geht dem Titel damit nicht so schnell aus und es gibt, ohne diesen tollen Moment spoilern zu wollen, einen relativ frühen Punkt im Spiel, an dem wir die Regenbogenflagge endlich ausrollen dürfen und damit auch die Auswahl weiterer Dating-PartnerInnen beeinflussen. Durch seinen fulminant unspektakulären Umgang mit der Thematik und diesem ja doch sehr abrupten Wechsel innerhalb des Spielverlaufs, liefert <strong>Ten Dates</strong> gleichzeitig aber auch ein echtes Paradebeispiel für gelungen integrierte Vielfalt. Dass <em>Ryan</em> nun plötzlich lieber Männer datet, wird von <em>Misha</em> überhaupt nicht kommentiert. Sie freut sich einfach für ihren besten Freund und hofft, ihn bald auf Wolke Sieben schweben zu sehen.</p>
<p>Umgekehrt funktioniert das natürlich genauso und wir dürfen auch mit <em>Misha</em> nach Partnerinnen Ausschau halten. Besonders vorbildlich: Wir schlagen damit keine gezwungene Route ein. Gleichgeschlechtliche Dating-Matches schließen Personen des anderen Geschlechts nicht automatisch aus. Wer dafür also offen ist und sich rein an der Persönlichkeit seines oder ihres Gegenübers orientieren möchte, darf das mit <strong>Ten Dates</strong> gerne tun.</p>
<p>Oh, und neben insgesamt zehn erfolgreichen Enden, haben wir natürlich auch wieder die Möglichkeit, es so richtig zu vermasseln und letztendlich alleine dazustehen. Torschlusspanik lässt grüßen, bietet dadurch aber ebenso hohen Wiederspielwert. Mit einer gesamten Realfilm-Länge von ca. 12 Stunden, kostet jeder Durchgang gerade einmal eine knappe Stunde unserer kostbaren Zeit und lockt so immer wieder vor den Bildschirm. Die Übersicht behalten wir dabei jederzeit, dafür sorgt ein klar strukturiertes Verzeichnis über die gesamte Besetzung, unseren Beziehungsstatus zu den jeweiligen Charakteren und viele weitere Details.</p>
<p>Wie und vor allem als was ihr <strong>Ten Dates</strong> letztlich erlebt, ist allerdings eine absolut individuelle Frage. Wir, in diesem Fall der Redakteur des Beitrags, stecken zum Beispiel seit über 16 Jahren in einer festen Beziehung und es war wirklich erfrischend und belustigend zugleich, zu sehen, wie sich Menschen heutzutage daten. Der romantische Gedanke lässt sich aber genauso gut beiseiteschieben, denn die sympathischen, jederzeit nachvollziehbar agierenden DarstellerInnen und ihre überragend geschriebenen Dialoge laden nach über drei Jahren des sozialen Abstandnehmens endlich wieder dazu ein, neue Menschen und interessante Geschichten kennenzulernen. Wenn auch erstmal ganz vorsichtig vor dem Bildschirm, vielleicht ja zum Üben.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-371650" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Ten-Dates-7.jpg" alt="Ten Dates 7 Ten Dates bei uns im Test" width="1920" height="1080" title="Ten Dates 7 Ten Dates bei uns im Test" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Ten-Dates-7.jpg 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Ten-Dates-7-600x338.jpg 600w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Ten-Dates-7-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Ten-Dates-7-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Ten-Dates-7-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Ten-Dates-7-1536x864.jpg 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Ten-Dates-7-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Ten-Dates-7-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<h1><strong>Die komplizierte Sprache der Liebe</strong></h1>
<p>Die von uns getestete Version von <strong>Ten Dates</strong> für die <em>Nintendo Switch</em> macht in Sachen Technik keinerlei Abstriche. In knackig scharfem Full-HD auf dem großen Bildschirm oder in ebenso noch ansehnlichen 720p überzeugt uns die Präsentation selbst im Handheldmodus der Hybridkonsole. Doch die technische Raffinesse hat auch seinen Preis, mit knapp <strong>20GB</strong> mussten wir im Vorfeld ordentlich Speicherplatz freischaufeln. Apropos, da es sich bei <strong>Ten Dates</strong> um eine vorwiegend filmische Erfahrung handelt, möchten wir abseits der Besetzung gerne noch die gelungenen Setpieces und deren Inszenierung loben. Der Titel fängt das Londoner Bar-Leben wirklich stilsicher ein und überzeugt uns zwischen den Treffen mit hübschen Stock-Aufnahmen der Stadt, schwenkenden Gläsern und fröhlich feiernden Menschen. Kamera und Schnitt tun ihr Übriges und verwandeln die Atmosphäre des Titels in ein heiter-gemütliches Ambiente, dem wir nur zu gerne beiwohnen.</p>
<p>Allerdings müssen wir dafür <strong>zwangsläufig fortgeschrittene Englisch-Kenntnisse</strong> mitbringen. Stimmen, Untertitel und Bildschirmtexte gibt es ausschließlich im britischen Original. Auf eine deutsche Lokalisierung wurde erneut komplett verzichtet. Und während wir schon so schön meckern, wollen wir doch auch gleich noch auf ein verstecktes Hilfsmittel hinweisen. Normalerweise haben wir für jede Antwortmöglichkeit nur wenige Sekunden Zeit. Das stresst ordentlich, vor allem wegen der Sprachbarriere. Der Streamer-Modus hebelt dieses Manko allerdings aus. Vorwiegend um Content-CreatorInnen die Chance zu geben, sich mit ihrer Community darüber abzustimmen. Logisch, dass diese Funktion auch für Solo-SpielerInnen nützlich ist, um sich eine passende Antwort nochmal durch den Kopf gehen zu lassen. Das hätten wir tatsächlich gerne früher gewusst und hoffen, diese Option durch zukünftige Updates als besser deklarierte Funktion zukünftig in den Spieleinstellungen zu finden. Immerhin gibt es dafür sinnvoll integrierten Touchscreen-Support und die Möglichkeit, das Geschehen abseits der Interaktionen jederzeit zu pausieren.</p>
<hr />
<div data-sliderid="9504" id="penci-post-gallery__9504" class="penci-post-gallery-container justified column-3" data-height="150" data-margin="3"><a class="penci-gallery-ite item-gallery-justified" href="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Ten-Dates-8.jpg"><img decoding="async" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Ten-Dates-8-585x329.jpg" alt="Ten Dates 8 Ten Dates bei uns im Test" title="Ten Dates (8)"></a><a class="penci-gallery-ite item-gallery-justified" href="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Ten-Dates-5.jpg"><img decoding="async" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Ten-Dates-5-585x329.jpg" alt="Ten Dates 5 Ten Dates bei uns im Test" title="Ten Dates (5)"></a><a class="penci-gallery-ite item-gallery-justified" href="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Ten-Dates-2-1.jpg"><img decoding="async" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Ten-Dates-2-1-585x329.jpg" alt="Ten Dates 2 1 Ten Dates bei uns im Test" title="Ten Dates (2)"></a></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Ten Dates ist seit dem 14. Februar 2023 für Xbox, Playstation, Nintendo Switch, Mobilgeräte und den PC via Steam und Epic Games verfügbar. Zu einem Preis von 15,99€ wird der Titel ausschließlich digital in den jeweiligen Stores angeboten.<br />
</em><em>Für diesen Test von Ten Dates auf der Nintendo Switch wurde uns freundlicherweise ein Reviewcode vom Publisher Wales Interactive zur Verfügung gestellt. Screenshots stammen aus dem offiziellen Pressekit.</em></p>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=b-po5EYQ7O4" title="Ten Dates - Official Trailer" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/b-po5EYQ7O4?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Raptor Boyfriend: A High School Romance bei uns im Test</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dennis]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Feb 2023 17:02:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nintendo Switch]]></category>
		<category><![CDATA[PC]]></category>
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					<description><![CDATA[Raptor Boyfriend: A High School Romance auf der Nintendo Switch &#8211; Liebe ist alles&#8230;oder nichts. Teenager haben&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1><strong>Raptor Boyfriend: A High School Romance auf der Nintendo Switch &#8211; Liebe ist alles&#8230;oder nichts.<br />
</strong></h1>
<hr />
<p>Teenager haben es schwer. Freunde finden, nach der großen Liebe suchen, die Schule meistern und eigene Probleme bewältigen. Wie haben wir das bloß überstanden? Das fragt sich auch <em>Stella</em>, die zwar noch mitten im Gefühlschaos ihrer eigenen Jugend steckt und mit sozialen Ängsten zu kämpfen hat, sich nun aber der scheinbar größten Herausforderung ihres noch jungen Lebens gegenüber sieht: Dem Umzug in eine weit entfernte Kleinstadt, ausgerechnet im letzten Jahr an der High School. Na das kann ja heiter werden&#8230;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-371359" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Raptor-Boyfriend-3.jpg" alt="Raptor Boyfriend 3 Raptor Boyfriend: A High School Romance bei uns im Test" width="1280" height="720" title="Raptor Boyfriend 3 Raptor Boyfriend: A High School Romance bei uns im Test" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Raptor-Boyfriend-3.jpg 1280w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Raptor-Boyfriend-3-600x338.jpg 600w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Raptor-Boyfriend-3-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Raptor-Boyfriend-3-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Raptor-Boyfriend-3-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Raptor-Boyfriend-3-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Raptor-Boyfriend-3-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></p>
<h2><strong>Jurassic Love</strong></h2>
<p>Womit wir auch gar nicht mal so falsch liegen, denn als plötzlich ein waschechter Velociraptor namens <em>Robert</em> vor uns steht und sich nach einem obligatorischen Willkommens-Prank als neuer Mitschüler vorstellt, wird selbst der zurückhaltenden <em>Stella</em> klar, dass das verschlafene Städtchen <em>Ladle</em> wohl deutlich mehr zu bieten hat, als ihre Erinnerungen an vergangene Tage im hiesigen Zeltlager. Wenig später gesellen sich noch die geflügelte Fee <em>Day</em>, <em>Taylor</em> als hünenhafter Bigfoot und die eifersüchtige Emo-Entität <em>Ingrid</em> hinzu und Stella beschließt: Eines dieser sexy Fabelwesen muss ich flachlegen!</p>
<p>Stella&#8217;s beinahe verzweifelte Suche nach der Liebe nervt gewaltig. Warum wir mit <strong>Raptor Boyfriend</strong> nicht eine ähnliche und vor allem respektvolle Prämisse wie etwa in <strong>Arcade Spirits</strong> verfolgen und Charaktere einfach befreunden dürfen, bleibt genauso fraglich, wie die angedachte Diversität. Unter der vermeintlich fantastischen Verkleidung blicken uns nämlich auch bloß stereotype Fratzen entgegen, die wir in jeder anderen Dating Simulation finden. <em>Robert</em> spielt den aufgedrehten Klassenclown mit weichem Kern, während <em>Day</em> den starken weiblichen Part übernimmt und die selbstbewusste Künstlerin mimt. Bigfoot-Zottel <em>Taylor</em> hingegen, wirkt wie die behaart-übergroße Version eines jungen <em>Curt Kobain</em>. Das macht sie nicht automatisch zu schlechten Charakteren, im Gegenteil, hin und wieder sympathisieren wir sogar mit ihnen. Doch in puncto Persönlichkeit, stolpert der vermeintliche Tiefgang über seine eigene Oberflächlichkeit.</p>
<p>Auch der <a href="https://games-mag.de/otome-games-was-steckt-hinter-dem-genre/" target="_blank" rel="noopener"><em>Otome</em></a>-ähnliche Ansatz drückt uns in eine Rolle, die wir im Angesicht der Konkurrenz vielleicht gar nicht mehr erfüllen wollen. Als isolierte Erfahrung mag die Prämisse von <strong>Raptor Boyfriend</strong> durchaus aufgehen, wenn wir in anderen Titeln aber doch die großartige Chance haben, uns als Alter Ego völlig frei zu entfalten und gleichzeitig unserem Umfeld mit einer realitätsnahen Vielfalt an möglichen sozialen Entwicklungen begegnen, kommt zumindest die Frage auf, warum wir uns dann noch für eine relativ austauschbare Protagonistin mit ganz klar definierten Charakterzügen entscheiden sollten, deren Geschichte eben nicht mehr zu bieten hat, als das auffallend hartnäckige Verlangen nach Nähe und Zärtlichkeit und ein wenig High School-Geplänkel.</p>
<p>Für seine Prämisse, das Genre mit einer Prise Satire ein wenig ad absurdum zu führen, wandelt das kleine Entwicklerteam <em>Rocket Adrift</em> in Zusammenarbeit mit <em>Ratalaika Games</em> auf schmalem Pfad. Titel wie <strong>Dream Daddy</strong> leisten da deutlich bessere Arbeit mit erkennbarer Intention, während <strong>Raptor Boyfriend</strong> vorwiegend seinen Cast aus Fabelwesen nutzt, um für Abwechslung zu sorgen. Nachdem wir <em>Robert</em> als offenbar überzeichnetes, erotisch dargestelltes Aktmodell gesehen haben, uns zuvor aber genauso mit <em>Stella&#8217;s</em> viel zu oberflächlich behandelter, aber irgendwo doch äußerst ernsthaft thematisierter Sozialphobie auseinandersetzen mussten, wissen wir am Ende wirklich nicht mehr, was uns <strong>Raptor Boyfriend</strong> hier eigentlich mit auf den Weg geben möchte.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-371362" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Raptor-Boyfriend-6.jpg" alt="Raptor Boyfriend 6 Raptor Boyfriend: A High School Romance bei uns im Test" width="1280" height="720" title="Raptor Boyfriend 6 Raptor Boyfriend: A High School Romance bei uns im Test" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Raptor-Boyfriend-6.jpg 1280w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Raptor-Boyfriend-6-600x338.jpg 600w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Raptor-Boyfriend-6-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Raptor-Boyfriend-6-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Raptor-Boyfriend-6-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Raptor-Boyfriend-6-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Raptor-Boyfriend-6-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></p>
<h2><strong>Boyfriend B-Side</strong></h2>
<p>Und das ist einfach nur schade, denn mit seiner Event-basierten Datingstruktur, in denen uns der Titel immer wieder in illustre Gruppensituationen wirft und mit nachvollziehbaren Problemen aus der Zeit als Teenager konfrontiert, erzählt sich <strong>Raptor Boyfriend</strong> erfrischend unterhaltsam. Fast schon Sitcom-artig wohnen wir der bunten Truppe beim gemeinsamen Horrorfilmabend bei und spüren die mit Abgeklärtheit überspielte Angst, als plötzlich das Licht ausgeht, am eigenen Leib. Wir wissen wie es ist, mit der Bande am heimischen See zu stehen und verbotenerweise Alkohol zu trinken und dabei vorzugeben, absolut trinkfest zu sein, denn das tue man ja ständig, dieses coole Zeug trinken. Ganz sicher. Wir schwören. Mit zitternden Händen an der Flasche.</p>
<p>Es sind genau diese Momente, in denen wir tatsächlich einmal mit dem Cast anbändeln und so etwas wie Sympathie für <em>Stella</em> und ihre selbsternannte Loser-Gang empfinden und dankbar für die kleine Zeitreise sind, die uns hier so humorvoll an die eigene Jugend erinnert und es dabei sogar versteht, die ungelenke Sozialkompetenz eines jungen Lebens burlesk zu porträtieren. Als lobenswert empfinden wir übrigens auch die völlig ungezwungene Inklusion alternativer Lebensweisen und gleichgeschlechtlicher Partnerschaften, denn die kryptiden Bewohner von <em>Ladle</em> haben selbstverständlich eine gewisse Vergangenheit aufzuweisen, aus der sie unter anderem verflossene Partnerschaften mitbringen, die subtil an der <a href="https://www.rockpapershotgun.com/why-visual-novels-are-a-haven-for-lgbt-stories" target="_blank" rel="noopener">LGBTQ-Thematik</a> kratzen ohne dabei aufdringlich mit der Regenbogenfahne zu wedeln.</p>
<p>Gerne hätten wir mehr Zeit mit der durchaus interessanten Truppe verbracht und die seltenen Höhepunkte im sonst so festgelegten Narrativ mit seinen teilweise überraschend cleveren Dialogen und fraglos charmanten Persönlichkeiten genossen, doch die Liebe ruft und wir nehmen wieder einmal den Telefonhörer in die Hand, um uns zwangsläufig mit einem Date unserer Wahl zu verabreden. Naja, immerhin überzeugt <strong>Raptor Boyfriend</strong> mit übersichtlicher Struktur und wir verlieren uns nicht in einem Dschungel aus sozialen Interaktionen. Häufige Antwortmöglichkeiten in den zahlreichen Dialogen sind oft bloß nettes Beiwerk, für wen wir uns letztendlich entscheiden und damit auf eines von insgesamt drei möglichen Enden bei einer Spieldauer von jeweils knapp drei Stunden zusteuern, ist auf den ersten Blick komfortabel erkennbar.</p>
<p>Auch die Präsentation weiß zu überzeugen, die kommt nämlich im hübsch-detailverliebten Comiclook daher und hat sogar ein paar nette Animationen zu bieten. Der Soundtrack überrascht durch seinen unverwechselbaren Synthiepop-Flair und stimmungsvolle Gitarrenklänge, für die sich so manche Indie-Band sofort das Mikrophon schnappen würde. Auf eine Sprachausgabe müssen wir dagegen leider verzichten. Technisch gibt es jedenfalls nichts zu bemängeln, die von uns getestete Version für die <em>Nintendo Switch</em> brilliert mit problemlos lesbaren Texten im Handheldmodus und farbenfroher, knackig scharfer Optik, während uns ein paar sinnvoll integrierte Key-Features erneute Durchgänge erleichtern. Die Navigation durchs Menü hätte allerdings ein wenig verständlicher ausfallen dürfen. Hier wissen wir oft nicht, auf welcher Auswahl wir uns aktuell befinden, was schnelles Speichern und Laden von Spielständen unnötig verkompliziert. Aber dafür gibt es ja den passenden Touchscreen-Support, wenn auch zum Preis einer fehlenden Lokalisierung – gute Englischkenntnisse sind mal wieder Pflicht.</p>
<div data-sliderid="64298" id="penci-post-gallery__64298" class="penci-post-gallery-container justified column-3" data-height="150" data-margin="3"><a class="penci-gallery-ite item-gallery-justified" href="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Raptor-Boyfriend-2.jpg"><img decoding="async" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Raptor-Boyfriend-2-585x329.jpg" alt="Raptor Boyfriend 2 Raptor Boyfriend: A High School Romance bei uns im Test" title="Raptor Boyfriend (2)"></a><a class="penci-gallery-ite item-gallery-justified" href="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Raptor-Boyfriend-1.jpg"><img decoding="async" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Raptor-Boyfriend-1-585x329.jpg" alt="Raptor Boyfriend 1 Raptor Boyfriend: A High School Romance bei uns im Test" title="Raptor Boyfriend (1)"></a><a class="penci-gallery-ite item-gallery-justified" href="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Raptor-Boyfriend-5.jpg"><img decoding="async" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Raptor-Boyfriend-5-585x329.jpg" alt="Raptor Boyfriend 5 Raptor Boyfriend: A High School Romance bei uns im Test" title="Raptor Boyfriend (5)"></a></div>
<hr />
<p><em>Raptor Boyfriend: A High School Romance ist seit dem 14. Dezember 2022 auch für die Nintendo Switch, Xbox und Playstation erhältlich. Die PC-Version via Steam hatte bereits am 15. Juli 2021 Release. In jedem Fall zahlt ihr einen Preis von 13,99€ für die ausschließlich digital erhältliche Version.</em></p>
<p><em>Für diesen Test zu Raptor Boyfriend: A High School Romance auf der Nintendo Switch wurde uns freundlicherweise ein Reviewcode vom Publisher Eastasiasoft zur Verfügung gestellt. Screenshots stammen aus dem offiziellen Pressekit.</em></p>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=KWRZhoSJHlw" title="Raptor Boyfriend: A High School Romance Trailer" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/KWRZhoSJHlw?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>A Space for the Unbound (Xbox Series X) bei uns im Test</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dennis]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Feb 2023 00:32:08 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[A Space for the Unbound – Ein indonesisches Coming of Age-Märchen mit Ghibli-Charme.  Und, was möchtest du&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1><strong>A Space for the Unbound – Ein indonesisches Coming of Age-Märchen mit <em>Ghibli</em>-Charme. </strong></h1>
<hr />
<p>Und, was möchtest du nach der Schule mal machen? Diese Frage aus Jugendtagen hallt uns heute noch in den Ohren. Eine verbindliche Antwort konnten wir darauf nie so wirklich geben. Auch <em>Atma</em> und <em>Raya</em> sollen sich zwangsläufig mit ihrer Zukunft nach der High School auseinandersetzen, denn der Abschluss rückt immer näher und die beiden Teenager im Indonesien der 90er Jahre wissen immer noch nicht, ob sie nun lieber studieren oder einer Arbeit nachgehen wollen. Ehrlichen Enthusiasmus verspüren sie bei der eigentlich so wichtigen Planung ohnehin nicht, schließlich ist das Leben auch viel zu kurz und viel zu bunt für graue Bürokratie. Stattdessen erstellt das Duo eine Bucket List, also eine Liste mit Dingen, die sie unbedingt einmal erleben möchten. Den Startschuss macht ein simpler Kinobesuch, der gleich offenbart, dass es bei diesem Vorhaben eben nicht um besonders spektakuläre Aktionen, sondern viel mehr um die kleinen Freuden des Alltags geht, den <strong>A Space for the Unbound</strong> mit seinem lockeren Slice-of-Life-Ansatz auch im Missionsdesign wunderbar entspannt, fast schon austauschbar, aber im überraschend starken Gegensatz dann doch sehr magisch in Szene zu setzen weiß.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-371344" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/A-Space-for-the-Unbound-6.png" alt="A Space for the Unbound 6 A Space for the Unbound (Xbox Series X) bei uns im Test" width="1920" height="1080" title="A Space for the Unbound 6 A Space for the Unbound (Xbox Series X) bei uns im Test" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/A-Space-for-the-Unbound-6.png 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/A-Space-for-the-Unbound-6-600x338.png 600w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/A-Space-for-the-Unbound-6-300x169.png 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/A-Space-for-the-Unbound-6-1024x576.png 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/A-Space-for-the-Unbound-6-768x432.png 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/A-Space-for-the-Unbound-6-1536x864.png 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/A-Space-for-the-Unbound-6-1170x658.png 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/A-Space-for-the-Unbound-6-585x329.png 585w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<p>Also stiefeln wir in der Haut unseres Protagonisten <em>Atma</em> sofort los und schlagen der letzten Schulstunde ein Schnippchen. Blöd nur, dass der verheißungsvolle Ausgang vom böse dreinblickenden Direktor bewacht wird und wir uns eine bessere Alternative suchen müssen. Die finden wir nach kleiner Erkundungstour im hiesigen Wanderklub, der uns ja nur zu gerne ein Kletterseil borgen würde, wäre da nicht das verschollen geglaubte Mitglied mit all ihrem Equipment. Den Abkömmling finden wir, wieder schleichend am wachsamen Lehrpersonal vorbei, nur wenige Augenblicke später schlummernd in der Bibliothek, wo wir uns das hilfreiche Werkzeug gleich unter den Nagel reißen. Doch die Schulmauern tollkühn überwunden, wartet bereits die nächste Aufgabe auf uns und wir basteln einer zunächst noch belanglos wirkenden, streunenden Katze ein improvisiertes Heim. Auch dieses Unterfangen artet ein kleines bisschen aus und treibt uns durch die halbe Stadt, in der wir auf pöbelnde Motorradgangs treffen, einer Bettlerin die Spendenschale abkaufen, ein Quiz absolvieren, entlaufene Hunde bändigen und letztlich dafür sorgen, dass unsere Mieze endlich ein Dach über dem Kopf bekommt.</p>
<p><strong>A Space for the Unbound</strong> versteht es wirklich hervorragend, uns auf eine unterhaltsame Reise aus vielen kleinen Geschichten zu entführen, denn selbst das Missionsdesign besteht meist aus Belanglosigkeiten, die sich stumpf abgelesen vielleicht nach magerem Inhalt anhören, zusammengesetzt aber ein unerklärlich zauberhaftes Alltags-Erlebnis bieten.</p>
<blockquote><p>Die flapsige Schwerelosigkeit, mit der vor allem <em>Atma</em> durch seinen Alltag zu schweben scheint, ist nicht bloß Schein, aber gleichzeitig auch Teil dieser fragilen, <em>Ghibli</em>-esquen Fantasiewelt aus sprechenden Katzen und wundersamen Abenteuern&#8230;</p></blockquote>
<p>Für sein Gameplay bedient sich der Titel passenderweise am Adventure-Genre mit modernen Aspekten. Einen klassischen Cursor gibt es nicht, dafür steuern wir <em>Atma</em> direkt durch die seitlich scrollende 2D-Landschaft einer indonesischen Kleinstadt. Möglichkeiten zur Interaktion gibt es immer dann, wenn wir in unmittelbarer Nähe einer Person oder eines Gegenstands stehen. Selbst nerviges Inventar-Management entfällt, denn bestimmte Items werden in Form einer Sprechblase komfortabel über dem Kopf unseres Hauptdarstellers dargestellt, sobald wir mit bestimmten Objekten interagieren dürfen. Spielerische Abwechslung bieten vor allem clever umgesetzte Schleichpassagen, spontane Abwandlungen des Videospielklassikers <strong>Breakout</strong> und eine unverhofft knifflige Brawler-Iteration, die uns in die örtliche Arcade Halle, allerdings auch gegen aufmüpfige Moped-Jünger in den Faustkampf schickt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-371341" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/A-Space-for-the-Unbound-3.png" alt="A Space for the Unbound 3 A Space for the Unbound (Xbox Series X) bei uns im Test" width="1920" height="1080" title="A Space for the Unbound 3 A Space for the Unbound (Xbox Series X) bei uns im Test" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/A-Space-for-the-Unbound-3.png 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/A-Space-for-the-Unbound-3-600x338.png 600w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/A-Space-for-the-Unbound-3-300x169.png 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/A-Space-for-the-Unbound-3-1024x576.png 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/A-Space-for-the-Unbound-3-768x432.png 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/A-Space-for-the-Unbound-3-1536x864.png 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/A-Space-for-the-Unbound-3-1170x658.png 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/A-Space-for-the-Unbound-3-585x329.png 585w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<p>Dass es im Leben des heiteren Duos jedoch nicht immer nur um die schönen Momente, niedliche Katzen und Schwarzwälder Kirschtorte in Rekordgröße geht und <strong>A Space for the Unbound</strong> uns eigentlich auch eine ganz ernsthafte Botschaft mit auf den Weg geben will, lässt bereits der mysteriöse Prolog vermuten, findet im anstehenden Kinobesuch am Ende des ersten Kapitels jedoch seinen narrativen (Zwischen-)Höhepunkt. Mehr oder weniger vom Schicksal gesegnet, offenbart <em>Raya</em> ihre mysteriöse Fähigkeit, Gedanken und Wünsche Realität werden zu lassen. Dem furchtbar langweiligen Film und einem herzerwärmenden Minispiel, bei dem wir garantiert nur aus Versehen <em>Raya&#8217;s</em> Hand beim Griff in die Popcorn-Tüte berührt haben, entflohen, finden wir uns in einer bizarren Gedankenwelt wieder. Von zufrieden schnurrenden Vierbeinern umgeben, währt der vermeintliche Frieden allerdings nur kurz und ein furchteinflößendes Katzenwesen jagt uns zurück in die Realität. Mit einer deutlich angeschlagen <em>Raya</em> im Arm, stolpern wir in die Eingangshalle des Kinos, das ebenfalls vom Chaos befallen scheint. Mitarbeiter gehen nicht länger ihrer Arbeit nach, lachen lieber hysterisch vor sich her oder liegen gekrümmt auf dem Boden. Was hier passiert ist, finden wir mithilfe unserer übernatürlichen Kräfte, dem sogenannten <em>Space Dive</em>, heraus.</p>
<p>Mithilfe dieser Fähigkeit tauchen wir buchstäblich in die Gedanken unseres Gegenübers ein und helfen, die psychische Blockade zu lösen. Da wäre zum Beispiel die Ticketverkäuferin, die sich unter einem Berg von Eintrittskarten vergraben sieht. Geschickt miteinander verbunden, besuchen wir die düsteren Gefühlswelten sämtlicher Mitarbeiter und tauchen zwischendurch immer wieder auf, um erhaltene Items, Passwörter oder ähnliches der richtigen Person und ihrem Verwendungszweck zuzuordnen. Das <em>Space Dive</em>-Feature kommt allerdings auch in weniger dramatischen Situationen zum Einsatz. Etwa dann, wenn wir einem der Zuckerindustrie verfallenen Kind gesunde Ernährung einbläuen. Selbstverständlich nicht ohne Grund, denn die Schokolade brauchen wir für eine leckere Torte, ein weiteres Ziel auf der Bucket List, und genauso selbstverständlich nicht ohne Tiefgang, denn der adipöse Fratz liebt den Süßkram nur so sehr, weil er ihn an seine Mutter erinnert. Lobenswert, wie Entwickler <em>Mojiken Studio</em> es die gesamte Spieldauer von <strong>ungefähr zehn Stunden</strong> über schafft, sämtliche Spielmechaniken derart logisch und motivierend miteinander zu verzahnen.</p>
<p>Klar, das Narrativ von <strong>A Space for the Unbound</strong> versteht sich als äußerst metaphorische Erfahrung, das schwere Themen wie Ängste und psychische Erkrankungen sensibel aufgreift, bildgewaltig aus Kindesaugen in Szene setzt und mit der Frage jongliert, wie wir letztlich mit ihnen umgehen wollen. Eine selbst erschaffene Gedankenwelt mag zur kurzzeitigen Rettung in besonders schweren Momenten beitragen, birgt aber genauso die Gefahr, sich vollständig darin zu verlieren. Die flapsige Schwerelosigkeit, mit der vor allem <em>Atma</em> durch seinen Alltag zu schweben scheint, ist nicht bloß Schein, aber gleichzeitig auch Teil dieser fragilen, <em>Ghibli</em>-esquen Fantasiewelt aus sprechenden Katzen und wundersamen Abenteuern, an deren Coming of Age-Fundament längst die Bauarbeiten des Erwachsenwerdens begonnen haben und auch ein faules Übel nagt, dem selbst grenzenlos-kindliche Fantasie nicht gewachsen scheint.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-371342" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/A-Space-for-the-Unbound-4.png" alt="A Space for the Unbound 4 A Space for the Unbound (Xbox Series X) bei uns im Test" width="1920" height="1080" title="A Space for the Unbound 4 A Space for the Unbound (Xbox Series X) bei uns im Test" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/A-Space-for-the-Unbound-4.png 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/A-Space-for-the-Unbound-4-600x338.png 600w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/A-Space-for-the-Unbound-4-300x169.png 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/A-Space-for-the-Unbound-4-1024x576.png 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/A-Space-for-the-Unbound-4-768x432.png 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/A-Space-for-the-Unbound-4-1536x864.png 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/A-Space-for-the-Unbound-4-1170x658.png 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/A-Space-for-the-Unbound-4-585x329.png 585w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<p>Seine indonesische DNA lässt uns <strong>A Space for The Unbound</strong> übrigens an jeder Ecke spüren. Ob im detailverliebten Leveldesign aus belebten Straßenzügen und verwilderten Seitengassen, den zahlreichen Dialogen mit allerlei skurrilen Bewohnern des kleinen Örtchens, ja, selbst in den optionalen Sammelgegenständen steckt das absolute Maximum an lokalem Charme. Zwar lässt sich der nur selten richtig greifen, da wir schlicht noch nie in Indonesien waren, doch auf magische Weise schafft der Titel es trotzdem, eine angenehme Balance zu bilden und sanft unser Interesse durch die fast schon satirisch überzeichnete Darstellung von sinnvoll integrierten Themen wie Folklore oder Popkultur, zu wecken. Dank des lockeren Ansatzes, schlendern wir aufgeschlossen durch die Umgebung, bemerken eine äußerst lebendige Gamingkultur, faszinierende Religionsstätten und streicheln selbstredend jede (!) herrenlose Katze und vergeben sogar Namen.</p>
<p>Technisch tadellos in Szene gesetzt, hat die von uns getestete Version für die <em>Xbox Series X</em> atmosphärisch nichts zu befürchten. Satte Farben und eine knackig scharfe Auflösung verpassen der meist unaufgeregten, in seltenen Zwischensequenzen allerdings auch schon mal extrem beeindruckenden Pixelkunst den richtigen Anstrich, während uns der eigens für <strong>A Space for the Unbound</strong> komponierte Soundtrack aus mal heiteren, mal eher traurigen, LoFi-artigen Pianostücken und emotionalen Gesangseinlagen stimmungsvoll begleitet. Fehlt nur noch eine Optimierung für die aktuelle Konsolengeneration, denn mit 60 Bildern pro Sekunde würde das spannende Abenteuer noch geschmeidiger über den Bildschirm laufen, was wir dem kleinen Entwicklerstudio allerdings genauso gerne verzeihen, wie die fehlende Lokalisierung.</p>
<div data-sliderid="41610" id="penci-post-gallery__41610" class="penci-post-gallery-container justified column-3" data-height="150" data-margin="3"><a class="penci-gallery-ite item-gallery-justified" href="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/A-Space-for-the-Unbound-7.png"><img decoding="async" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/A-Space-for-the-Unbound-7-585x329.png" alt="A Space for the Unbound 7 A Space for the Unbound (Xbox Series X) bei uns im Test" title="A Space for the Unbound (7)"></a><a class="penci-gallery-ite item-gallery-justified" href="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/A-Space-for-the-Unbound-5.png"><img decoding="async" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/A-Space-for-the-Unbound-5-585x329.png" alt="A Space for the Unbound 5 A Space for the Unbound (Xbox Series X) bei uns im Test" title="A Space for the Unbound (5)"></a><a class="penci-gallery-ite item-gallery-justified" href="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/A-Space-for-the-Unbound-2.png"><img decoding="async" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/A-Space-for-the-Unbound-2-585x329.png" alt="A Space for the Unbound 2 A Space for the Unbound (Xbox Series X) bei uns im Test" title="A Space for the Unbound (2)"></a></div>
<hr />
<p><em>A Space for the Unbound ist seit dem 19. Januar 2023 für PC via Steam, Xbox, Playstation und die Nintendo Switch erhältlich. Als aktuell rein digitale Veröffentlichung, schlägt der Titel zum Budget-Preis von 19,99€ zu Buche. </em></p>
<p><em>Für diesen Test zu A Space for the Unbound auf der Xbox Series X wurde uns freundlicherweise ein Reviewcode von unseren Medienpartnern der Stride PR zur Verfügung gestellt. Screenshots stammen aus dem offiziellen Pressekit.</em></p>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=5QYVQhVd_-M" title="A Space for the Unbound - Launch Trailer | PS5 &amp; PS4 Games" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/5QYVQhVd_-M?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Call of Duty: Modern Warfare 2 &#8211; So gut war die Kampagne schon lange nicht mehr</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robin S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Nov 2022 23:29:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[PC]]></category>
		<category><![CDATA[Playstation 4]]></category>
		<category><![CDATA[PlayStation 5]]></category>
		<category><![CDATA[Spiele-Tests]]></category>
		<category><![CDATA[Xbox One]]></category>
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		<category><![CDATA[Call of Duty Modern Warfare]]></category>
		<category><![CDATA[Call of Duty: Modern Warfare 2]]></category>
		<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[Test]]></category>
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					<description><![CDATA[Das am 28. Oktober 2022 für die Konsolen PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series und&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das am 28. Oktober 2022 für die Konsolen PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series und PC erschienene <a href="https://www.callofduty.com/modernwarfare2" target="_blank" rel="noopener">Call of Duty: Modern Warfare 2</a> ist kein Remake des 2009 erschienenen Call of Duty: Modern Warfare 2, sondern der 19. Serienteil. Wie fast immer mit einem Mehrspielermodus, einer Kampagne und vielen weiteren Modi ausgestattet, bietet das Spiel von Entwickler Infinity Ward viel Bekanntes, aber auch einige Neuerungen, die vor allem langjährige Fans erfreuen dürften. Mit der Veröffentlichung von Call of Duty: Modern Warfare 2 kam eine neue Iteration des Battle-Royale-Ablegers, Call of Duty: Warzone 2.0, das neben einer neuen Karte auch das Gameplay aus dem neuen Hauptspiel übernimmt, so dass nun zum Beispiel das sogenannte Slide-Cancelling aus dem Spiel entfernt wurde, mit dem Spieler schnell durch die Kämpfe rutschen und so neue Spieler leicht besiegen konnten. Mit anderen Worten: Die Einstiegshürde ist gesenkt worden. Eine weitere Besonderheit ist, dass es im Jahr 2023 kein neues Call of Duty geben wird, wo in den letzten 16 Jahren jedes Jahr ein neuer Teil der Serie erschienen ist. Laut Activision wird es zwar im nächsten Jahr <a href="https://www.videogameschronicle.com/news/following-reports-cod-will-skip-2023-activision-says-premium-paid-content-is-coming/" target="_blank" rel="noopener">&#8222;neue Premium-Inhalte&#8220; geben</a>, aber die Serie wird erst 2024 mit einem neuen Black Ops-Teil fortgesetzt.</p>
<p>In diesem Review möchten wir einen Blick auf die Kampagne von Call of Duty: Modern Warfare 2 werfen, die in den letzten Jahren deutlich abgenommen hat und nun ein völlig neues Spielerlebnis mit abwechslungsreicheren Missionen verspricht, das wie immer hollywoodreif inszeniert sein soll und die Geschichte von Call of Duty: Modern Warfare von 2019 fortsetzt. Wenn ihr also wissen wollt, ob sich der Kauf des neuen Call of Duty-Teils für die Kampagne lohnt, dann seid ihr hier genau richtig!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-370526 size-full" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/11/schckz.jpg" alt="schckz Call of Duty: Modern Warfare 2 - So gut war die Kampagne schon lange nicht mehr" width="1920" height="1080" title="schckz Call of Duty: Modern Warfare 2 - So gut war die Kampagne schon lange nicht mehr" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/11/schckz.jpg 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/11/schckz-600x338.jpg 600w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/11/schckz-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/11/schckz-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/11/schckz-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/11/schckz-1536x864.jpg 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/11/schckz-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/11/schckz-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<p>In Call of Duty: Modern Warfare 2 schlüpfen wir in die Rolle der Task Force 141, einer Truppe bestehend aus den Soldaten Sergeant Kyle &#8222;Gaz&#8220; Garrik, Lieutenant Simon &#8222;Ghost&#8220; Riley, Captain John Price, Colonel Alejandro Vargas und Sergeant John &#8222;Soap&#8220; Mactavish. Auch wenn die Truppe aus verschiedenen Charakteren zu Beginn unter verschiedenen Bannern und Zielen agiert, wachsen die Charaktere vor allem im Laufe des Spiels zu einer Einheit zusammen und machen gemeinsam Jagd auf den Terroristenführer Hassan von der Al-Qatala-Gruppe. Vor allem Ghost und Soap kamen bereits im ersten Call of Duty: Modern Warfare zum Einsatz und sind bekannte Charaktere aus dem Call of Duty-Kosmos, die die Riege der spielbaren Charaktere deutlich erweitern und die Riege der ungleichen Figuren noch vielfältiger erscheinen lassen. Ohne zu viel zu verraten, ist die Mission der Gruppe über die ganze Welt verteilt, um eine neue Bedrohung durch Hassan und seine Männer zu verhindern, wobei viele Hindernisse die Mission erheblich erschweren und man nie genau weiß, wer Freund und wer Feind ist.</p>
<p>Die Erwartung an die Story war hoch und wir können euch direkt beruhigen: Die Story von Call of Duty: Modern Warfare 2 ist großartig und kann genug Emotionen hervorrufen, um mit den Charakteren mitzufiebern und die einzelnen Handlungspunkte spannend zu inszenieren. Zu Beginn präsentiert sich das Spiel als klischeehafte Kriegsgeschichte, in der Schwarz und Weiß klar erkennbar sind und in der der Bösewicht mit einem fast schon archetypischen Plan versucht, Amerika zu bedrohen. Dabei bleibt es aber nicht, und die Geschichte entfaltet ihr wahres Potenzial, je länger wir den Spuren der verschiedenen Soldaten und Gezeichneten auf dem Schlachtfeld folgen. Manchmal ist es einfach schwierig zu entscheiden, wann ein Eingreifen angebracht ist und wann man aus ethischen und rechtlichen Gründen vorsichtig sein muss, um keinen Krieg zwischen friedlichen Parteien auszulösen und nicht zu viele Zivilisten in Gefahr zu bringen. Es ist einfach toll zu sehen, wie Infinity Ward die einzelnen Charaktere im Laufe der rund 8-stündigen Geschichte entwickelt und wie jeder der Charaktere seine eigenen Werte vertritt, mit denen er im Krieg handelt und den Rest seiner Truppe unterstützt. Hier und da hätten wir uns etwas mehr Charaktertiefe und Konflikte gewünscht, aber aufgrund der relativ kurzen Spielzeit ist dieser Umstand zu verschmerzen, zumal die einzelnen Schauspieler und Sprecher einen wirklich guten Job machen, der locker mit Hollywood-Produktionen mithalten kann.</p>
<p>Was der starken Story zugute kommt, ist die Grafik, die kristallklare Bilder auf den Bildschirm zaubert und die unterschiedlichsten Schauplätze mit dem gewohnt hohen Detailgrad zum Leben erweckt. Neben einem kurzen Aufenthalt in Amsterdam reisen wir auch an die US-mexikanische Grenze, sowie in Gebiete in Spanien und fahren mit Fahrzeugen durch die Wüste von Al Mazrah. Al Mazrah in der Vereinigten Republik Adal ist kein realer Ort, sondern ein fiktives Gebiet, das auch der Schauplatz von Call of Duty: Warzone 2.0 ist. Wer aber schon einmal in Amsterdam war, wird erstaunt sein, wie nah Call of Duty: Modern Warfare 2 an der realen Stadt ist, was besonders am Fluss und an den Gebäuden deutlich wird. Generell erstrahlt das Spiel in einer großen grafischen Pracht, die mit vielen anderen &#8222;AAA&#8220;-Spielen locker mithalten kann und mit ihren Spiegelungen und vielen Charaktermodellen in den einzelnen Gebieten für eine lebendige, fast realitätsnahe Welt sorgt. Auch wenn das Spiel auf höchsten Grafikeinstellungen eine Augenweide ist, muss man auch sagen, dass der Titel nichts für schwache PCs ist und somit auch ein anspruchsvolles System benötigt, wobei zumindest auf niedrigen Grafikeinstellungen auch Budget-Gamer auf ihre Kosten kommen sollten.</p>
<p>Apropos Grafik: Auch die Technik von Call of Duty: Modern Warfare 2 kann sich sehen lassen und ermöglicht dem Spieler ein flüssiges Spielerlebnis, das nur durch einige Performance-Probleme aufgrund der hohen Leistungsanforderungen getrübt wird. Es sei jedoch erwähnt, dass diese Probleme vermutlich durch unser eigenes System verursacht wurden und daher für Spieler mit besseren PCs keine Rolle spielen dürften. Zumindest gab es bei unserem Durchlauf keine nennenswerten Beeinträchtigungen, weshalb wir sagen können, dass das Spiel optimiert wurde und technisch recht gut ist.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-370527 size-full" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/11/schcl2.jpg" alt="schcl2 Call of Duty: Modern Warfare 2 - So gut war die Kampagne schon lange nicht mehr" width="1920" height="1080" title="schcl2 Call of Duty: Modern Warfare 2 - So gut war die Kampagne schon lange nicht mehr" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/11/schcl2.jpg 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/11/schcl2-600x338.jpg 600w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/11/schcl2-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/11/schcl2-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/11/schcl2-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/11/schcl2-1536x864.jpg 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/11/schcl2-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/11/schcl2-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<p>Doch kommen wir nun zum eigentlichen Kern dieses Testberichts und dem Spiel selbst: Das Gameplay. Jeder, der schon einmal ein Call of Duty gespielt hat, weiß, was ihn erwartet. Man muss feindliche Truppen abschießen, Gebiete infiltrieren und den bestmöglichen Weg finden, um alle Feinde auszuschalten und die Mission zu erfüllen. Call of Duty: Modern Warfare 2 geht dieses Jahr aber noch einen Schritt weiter und lockert das Gameplay mit vielen verschiedenen Mechaniken und Abschnitten auf, die neben dem üblichen Shooter-Gameplay auch der Story und dem Pasing zugute kommen. Während wir in der einen Mission unsere Feinde heimlich ausschalten müssen, versuchen wir in der nächsten, einen Raketenstart zu verhindern oder eine Verfolgungsjagd zu meistern. In einigen Missionen haben wir auch die Wahl, wie wir uns unseren Zielen nähern wollen und wie wir uns durch das jeweilige Gebiet bewegen. In der Mission &#8222;El Sin Nombre&#8220; müssen wir zum Beispiel ein Gangstergebäude infiltrieren, wobei es uns überlassen bleibt, ob wir uns blindlings ins Geschehen stürzen oder leise ein Missionsziel nach dem anderen erledigen. Natürlich werden Wege wie Stealth durch das Spiel erleichtert, aber es liegt immer noch an einem selbst, wie man das Ziel erreichen will. Missionen wie &#8222;Gewalt und Timing&#8220; mit der Verfolgungsjagd und der Möglichkeit, feindliche Truppen aus dem Auto heraus zu eliminieren, haben uns ebenfalls viel Spaß gemacht und dafür gesorgt, dass wir aus dem eintönigen Spielrhythmus herausgeholt wurden.</p>
<p>Trotz des hohen Spielspaßes zeigt die Mission &#8222;Gewalt und Timing&#8220; aber auch, wie hoch der Schwierigkeitsgrad von Call of Duty: Modern Warfare 2 ist. Zu oft sahen wir den Todesbildschirm aufgrund von lächerlichen zwei Minen, die unser Auto zerstörten, oder etlichen direkten Schüssen der Feinde. Manche mögen argumentieren, dass dieser Schwierigkeitsgrad gut für den Realismus ist, aber wenn die Feinde uns mit nur wenigen Schüssen auf dem Schwierigkeitsgrad Soldier, der dem Schwierigkeitsgrad Normal entspricht, ausschalten, ist das eher frustrierend als lustig. Wir würden den Schwierigkeitsgrad &#8222;Rekrut&#8220; eher empfehlen, wenn ihr ein Gelegenheitsspieler seid oder eine ausgewogene Erfahrung suchen. Alle anderen können einen höheren Schwierigkeitsgrad wählen und den Realismus der Kampagne genießen.</p>
<p>Die Soundkulisse von Call of Duty: Modern Warfare 2 ist bombastisch. Fließende Bewegungen mit den Waffen und das durchaus angenehme Bewegen durch die verschiedenen Areale wird durch den Sound und die Schussgeräusche der Waffe deutlich unterstützt, was der Inszenierung und dem allgemeinen Gameplay zweifelsohne zugute kommt. Wie bereits erwähnt, ist die Bewegungsfreiheit im Vergleich zu früheren Call of Duty&#8217;s etwas eingeschränkt worden, aber das sorgt für eine langsamere Herangehensweise, die mit dem Thema und dem Gefühl des Krieges übereinstimmt und dafür sorgt, dass sich jeder Schuss wichtig anfühlt und man nicht einfach durch die Gebiete rennt, als gäbe es kein Morgen. Auch die Spieldauer ist mit 8 Stunden recht kurz, aber für einen Multiplayer-Shooter dieser Art vollkommen ausreichend und immer noch länger als die zuletzt veröffentlichten Kampagnen. Da es in vielen der Levels auch Geheimnisse zu finden gibt, kann man sich mit der Kampagne einige Zeit beschäftigen.</p>
<p>Alles in allem sind wir der Meinung, dass Call of Duty: Modern Warfare 2 eine gelungene Kampagne mit einer tollen Inszenierung, viel Abwechslung und tollen Kulissen bietet, die genretypisch als gute Schauplätze für die flüssigen und wuchtigen Feuergefechte dienen. Wir denken nicht, dass man sich das neue Call of Duty nur wegen der Kampagne kaufen sollte, aber für die Abwechslung zwischendurch oder wenn das Spiel nicht mehr zum Vollpreis angeboten wird, ist die Kampagne definitiv ein Highlight des neuen Titels und verspricht eine packende Story, die hoffentlich in einem kommenden Modern Warfare fortgesetzt wird.</p>
<p style="text-align: center;">[ezcol_1fifth] [ezcol_end_left]<br />
[/ezcol_1fifth] [ezcol_3fifth]</p>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=OeVapCrI1pY" title="Official Launch Trailer | Call of Duty: Modern Warfare II" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/OeVapCrI1pY?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></p>
<p style="text-align: center;">[/ezcol_3fifth] [ezcol_1fifth_end] [ezcol_end_left]<br />
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		<title>Wayward Strand bei uns im Test</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dennis]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Sep 2022 23:50:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nintendo Switch]]></category>
		<category><![CDATA[PC]]></category>
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		<category><![CDATA[PlayStation 5]]></category>
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					<description><![CDATA[Wayward Strand &#8211; Unser Test zum unfreiwilligen Zivildienst in luftiger Höhe (Nintendo Switch) Sommer 1978 &#8211; Am&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3><strong>Wayward Strand &#8211; Unser Test zum unfreiwilligen Zivildienst in luftiger Höhe (Nintendo Switch)</strong></h3>
<p>Sommer 1978 &#8211; Am strahlend blauen Himmel schwebt ein riesiges Luftschiff unbekannten Ursprungs meterhoch über dem Festland. Nur über eine Gondel zu erreichen, zieht der mysteriöse Zeppelin nicht nur uns in seinen Bann, auch Protagonistin <em>Casey</em> macht sich im Namen der hiesigen Schülerzeitung auf den Weg, die Rätsel der Wolkenbastion zu ergründen. Doch so rätselhaft scheint das alles überhaupt nicht zu sein, denn wie sich schon bald herausstellt, beherbergt das historische Flugzeug ein Alten- und Pflegeheim auf drei Etagen. <em>Casey&#8217;s</em> Mutter, die leitende Krankenschwester und unser persönliches Flugticket, verdonnert uns außerdem gleich mal zu einem eher unfreiwilligen Zivildienst während der nächsten drei Tage &#8211; so fangen die Sommerferien ja gut an. Aber unsere journalistische Neugier sollten wir auf keinen Fall begraben und Geheimnisse lauern schließlich auch an jedem noch so gewöhnlichen Ort.</p>
<p>Denn statt uns folglich mit anstrengender Pflegearbeit zu quälen, entpuppt sich <strong>Wayward</strong> <strong>Strand </strong>relativ zügig als sensibles Kammerspiel, in dessen luftigem Mittelpunkt die betagten Bewohner und ihre Geschichten stehen. Mit einer überraschend großen Portion Feingefühl und Entscheidungsfreiheit, lässt uns Entwickler <em>GhostPattern </em>in der Rolle von <em>Casey </em>mit den Senioren agieren, nachvollziehbare Dialoge führen und immer weiter in die wundersame Welt von <strong>Wayward</strong> <strong>Strand</strong> abtauchen. Kindliche Naivität und ungebremste Neugier treffen hier mit einem oft humoristischen Unterton auf festgefahrene, aber mindestens genauso weise und frohgesinnte Weltanschauungen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-370135" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/09/Wayward-Strand-4.png" alt="Wayward Strand 4 Wayward Strand bei uns im Test" width="2560" height="1440" title="Wayward Strand 4 Wayward Strand bei uns im Test" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/09/Wayward-Strand-4.png 2560w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/09/Wayward-Strand-4-600x338.png 600w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/09/Wayward-Strand-4-300x169.png 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/09/Wayward-Strand-4-1024x576.png 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/09/Wayward-Strand-4-768x432.png 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/09/Wayward-Strand-4-1536x864.png 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/09/Wayward-Strand-4-2048x1152.png 2048w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/09/Wayward-Strand-4-1920x1080.png 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/09/Wayward-Strand-4-1170x658.png 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/09/Wayward-Strand-4-585x329.png 585w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /></p>
<h3><strong>Warmes Herz, feuchte Augen</strong></h3>
<p>Anfangs noch von <em>Tomi&#8217;s</em> non-verbaler Kommunikation verunsichert, schauen wir schon bald gerne in ihrem Zimmer vorbei und wollen unbedingt wissen, wofür sie die zahlreichen Pokale im Regal verdient hat. Da sie uns das aber nicht einfach selbst sagen kann, zieht sich die Suche nach einer Antwort wie eine kleine Nebenquest durch sämtliche Flure und Zimmer des Luftschiffs. Oder <em>Mr.</em> <em>Avery</em>, der mag zwar etwas schräg wirken, doch seine überschwängliche Leidenschaft als Schriftsteller konnte sogar uns einen kleinen Schub für diesen Testbericht verschaffen &#8211; ja, wirklich. Astrologie-Expertin <em>Esther</em> hingegen, gibt sich zuerst betont unnahbar, lässt es sich wenig später aber schon nicht mehr nehmen, uns höchstpersönlich die Zukunft von der Handfläche zu lesen, während ein Besuch bei der häkelnden <em>Ida</em> immer eine gute Idee ist, um ein bisschen zu relaxen und gute Ratschläge abzustauben.</p>
<p>Wir könnten hier wirklich ewig so weitermachen, uns in detaillierten Beschreibungen über die Charaktere verlieren, ihre teils ur-komischen, aber genauso wunderbar authentischen Interaktionen mit uns oder untereinander lebhaft zu Papier bringen, doch die tatsächliche Wahrheit lautet ganz einfach: Wir haben sie alle verdammt schnell lieb gewonnen und möchten jeden einzelnen mal ganz fest drücken!</p>
<p><strong>Wayward</strong> <strong>Strand</strong> bietet kein motivierend-spaßiges Gameplay, dafür fallen die zweidimensionale Navigation von <em>Casey</em> und die Adventure-artigen Interaktionen schlicht zu anspruchslos aus, doch der narrativen Magie des Titels können wir uns dennoch nicht entziehen. Es dauert keine volle Stunde, bis uns der potentielle Indie-Hit mit seinen realitätsnahen Dialogen voller Kontraste, aber einer spürbaren Verbundenheit zwischen den Charakteren, an den Punkt bringt, an dem wir ohne Aussicht auf Erfolge oder irgendein übergeordnetes Ziel wirklich wissen wollen, wie sich <em>Tomi</em> heute fühlt oder ob <em>Mr.</em> <em>Pruess</em> mehr aus seiner Vergangenheit in Österreich erzählen möchte. Auch vor dem Bildschirm nachhaltig prägend, vermittelt <strong>Wayward</strong> <strong>Strand </strong>kleine, aber wichtige Werte: Ganz gleich wie belanglos eine Unterhaltung auch erscheint, gemeinsame Zeit und aufrichtiges Interesse sind für Menschen jeden Alters essentiell. Denn nicht nur die Bewohner finden in <em>Casey</em> eine wertvolle Gesprächspartnerin, auch die von ihrer Mutter so abgewertete Story für die Schülerzeitung findet bei den Senioren großen Anklang und eine gewisse Motivation, sich an alte Zeiten zu erinnern.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-370132" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/09/Wayward-Strand-1.png" alt="Wayward Strand 1 Wayward Strand bei uns im Test" width="2560" height="1440" title="Wayward Strand 1 Wayward Strand bei uns im Test" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/09/Wayward-Strand-1.png 2560w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/09/Wayward-Strand-1-600x338.png 600w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/09/Wayward-Strand-1-300x169.png 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/09/Wayward-Strand-1-1024x576.png 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/09/Wayward-Strand-1-768x432.png 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/09/Wayward-Strand-1-1536x864.png 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/09/Wayward-Strand-1-2048x1152.png 2048w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/09/Wayward-Strand-1-1920x1080.png 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/09/Wayward-Strand-1-1170x658.png 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/09/Wayward-Strand-1-585x329.png 585w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /></p>
<h3><strong>Carry on my Wayward Daughter</strong></h3>
<p><strong>Wayward</strong> <strong>Strand</strong> verfolgt trotz des eher statischen Adventure-Gerüsts, einen überraschend dynamischen Ablauf und es ist schon erstaunlich, wie organisch und lebendig die vermeintlich kleine Welt auf dem Luftschiff wirkt. Alle Charaktere gehen ihrem eigenen Tagesablauf nach, treffen sich auf den Fluren und halten angeregte Gespräche während des Mittagessens. Wir können uns jederzeit dazugesellen und die Geschehnisse beeinflussen oder das bunte Treiben der Damen und Herren untereinander gebannt verfolgen. Negative Konsequenzen haben unsere Aktionen allerdings nie. Begleiten wir beispielsweise <em>Esther</em> in die Kantine, die sich nach unserer Zusage wie ein kleines Kind freut, treffen dort aber auf <em>Ida </em>und entscheiden uns kurzerhand, stattdessen an ihrem Tisch Platz zu nehmen, kommentiert <em>Esther</em> diesen spontanen Korb überhaupt nicht. Doch Achtung, die spielinterne Uhr tickt unaufhörlich und wir müssen uns schon ein wenig entscheiden, mit wem wir wieviel Zeit verbringen oder welche Orte wir überhaupt aufsuchen wollen, bevor der Abspann über den Bildschirm flimmert. In Hektik artet das jedoch nie aus, dafür drückt uns die beruhigend-harmonische Atmosphäre auch viel zu tief in den Sessel. Viel mehr versteht es der Titel auch hierbei, cleveres Gamedesign zu nutzen, das der Erzählung eine zusätzliche Meta-Ebene spendiert und uns an Vergänglichkeit und die Zeit als wertvollstes Gut erinnern soll. Wiederspielwert inklusive, denn zwar ist der eigentliche Plot nach knapp 4 Stunden Spielzeit abgeschlossen und vielleicht ja doch noch um ein spannendes Mysterium leichter, die zahlreichen Interaktionsmöglichkeiten zwischen <em>Casey</em> und den Bewohnern locken aber mindestens noch ein weiteres mal in die fliegende Seniorenresidenz.</p>
<p>Entwickler <em>Ghost</em> <em>Pattern</em> spricht hier sogar von über 18.000 Zeilen voll vertonter Dialoge, die es über mehrere Durchläufe zu entdecken gilt. Und die klingen durchweg richtig toll, sofern ihr der englischen Sprache mächtig seid und so auch die stilvoll eingeblendeten Sprechblasen entziffern könnt. Apropos, denn optisch hat sich <strong>Wayward</strong> <strong>Strand </strong>einer eher unaufgeregten, aber nicht minder wirksamen Ästhetik verschrieben, die mit ihren Pastellfarbtönen und dem auffällig konturierten Celshading-Look für eine ansprechende Präsentation im Stile eines <strong>OlliOlli</strong> <strong>World</strong> sorgt. Eine stimmungsvolle Polaroid-Umrandung gibt es obendrauf und nun müssen wir nur noch die Lautsprecher aufdrehen, aus denen ein überwiegend friedlicher Score aus ruhigen Akustik-Gitarren-Klängen tönt und die Stimmung damit perfekt einfängt.</p>
<p>Unfreiwillig komisch wird es erst dann, wenn wir das Skript quasi zum Überlaufen bringen. Dialoge setzen sich zwar automatisch fort, weil die Uhr eben permanent in Echtzeit tickt, doch erst nach einer gewissen Weile. Reizen wir das voll aus, überschneiden sich gewisse Ereignisse. Mehrere Bewohner und Pfleger fluten so das Zimmer eines Patienten und warten auf den Einsatz ihres Skripts, das wir, mitten im Dialog, gerade noch blockieren. Zusammen mit einer kaum vorhandenen Kollisionsabfrage für animierte Objekte, ergeben sich dadurch ein paar skurrile Augenblicke, die den Gesamteindruck allerdings nie beeinträchtigen. Im Gegenteil, die von uns getestete Version für die <em>Nintendo</em> <em>Switch</em> überzeugt mit stabiler Performance, angenehmer Auflösung und einer hervorragenden Lesbarkeit der etlichen Texte &#8211; sogar im Handheldmodus des Hybriden. Zusätzlich lässt sich die Textgröße jederzeit vergrößern oder sogar verkleinern und als clevere Barrierefreiheits-Option, haben es kommentierte Soundeffekte in den Titel geschafft. <span id="more-370131"></span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-370133" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/09/Wayward-Strand-2.png" alt="Wayward Strand 2 Wayward Strand bei uns im Test" width="2560" height="1440" title="Wayward Strand 2 Wayward Strand bei uns im Test" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/09/Wayward-Strand-2.png 2560w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/09/Wayward-Strand-2-600x338.png 600w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/09/Wayward-Strand-2-300x169.png 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/09/Wayward-Strand-2-1024x576.png 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/09/Wayward-Strand-2-768x432.png 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/09/Wayward-Strand-2-1536x864.png 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/09/Wayward-Strand-2-2048x1152.png 2048w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/09/Wayward-Strand-2-1920x1080.png 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/09/Wayward-Strand-2-1170x658.png 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2022/09/Wayward-Strand-2-585x329.png 585w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /></p>
<hr />
<p><em>Wayward Strand ist seit dem 15. September 2022 für Nintendo Switch, Playstation, Xbox und den PC ausschließlich digital erhältlich. Aktuell zahlt ihr einen durchaus fairen Preis von 19,99€ in allen digitalen Stores. </em></p>
<p><em>Der Test zu Wayward Strand basiert auf einem Reviewcode für die Nintendo Switch-Version des Spiels, der uns freundlicherweise vom Publisher zur Verfügung gestellt wurde. Screenshots stammen aus dem offiziellen Presse-Kit. </em></p>
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