Bus Simulator 18 bei uns im Test

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Bis vor kurzem habe ich Simulator Spiele und deren Fans immer nur belächelt. Doch vor wenigen Tagen kam mir ein Spiel ins Haus geflogen, dass alles ändern sollte: Bus Simulator 18.
Ich muss persönlich gestehen, dass ich mir schon häufiger Streams auf Twitch und YouTube angeschaut habe, in denen Menschen Euro Truck Simulator oder den Landwirtschafts- Simulator gespielt haben. Es ist wahnsinnig entspannend zuzuschauen. Voller Hoffnung auf totale Entspannung habe ich dann also den Bus Simulator 18 gestartet.

Der Download ist fertig. Ich starte das Spiel- die erste Hürde erwartet mich. Erst beim vierten Start kam ich in das Hauptmenü. Davor: Immer Blackscreen. Ich muss aber sagen, diesen hatte ich seither nicht mehr. Also vielleicht wird die Geduld auf die Probe gestellt, damit man sich als wahrer Busfahrer unter Beweis stellen kann. Aber jetzt geht es endlich los! Wir erstellen unser eigenes Busunternehmen, gestalten unseren Charakter und werden, bei Bedarf, in ein Tutorial geschickt. Wir finden uns auf einem Busbahnhof wieder stehen vor unserem eigenen Bus. Schon hatte ich das nächste Problem. Ich habe das Spiel mit einem USB Controller gestartet, jedoch hat das nicht so ganz funktioniert. Viele Einstellungen waren seltsamerweise verdreht und verkehrt. Nach einem Neustart hat das dann aber auch funktioniert. Das Tutorial selbst war super- mit einer netten Fahrlehrerin lernt man jegliche Funktionen und Aufgaben, die man wissen muss: Gas, Bremse, Absenken, Rampe, Fahrkartenausgabe uvm.. Nach dem Tutorial werden wir ins kalte Wasser geschmissen. Nachdem ich 3 Laternen, 2 Autos und einen Fußgänger angefahren habe, hat es bei der zweiten Fahrt schon besser funktioniert.

Mit jeder Fahrt nehmen wir für unser Unternehmen Geld ein, von dem wir neue Busse und Mitarbeiter kaufen können. Geld gibt es aber auch von der Stadt. In kleinen Quests, wie erstelle eine neue Strecke, oder mache eine Nachtfahrt, bekommen wir Zuschüsse von Investoren oder dem Bürgermeister. Unsere Busse können wir fei gestalten mit verschiedenen Lackierungen oder Decals. Unsere Mitarbeiter steigen natürlich auch in der Erfahrung, was dem Unternehmen mehr Geld einbringt, aber natürlich auch mehr Personalkosten mit sich bringt. Streckentechnisch befinden wir uns übrigens in der Welt von Seaside Valley. Das Land ist 15 Quadratkilometer groß mit 12 Stadtteilen. Je nach Fortschritt schalten wir immer neue Bushaltestellen und damit Stadtteile frei. Im Planungsmodus kann man seine persönlichen Strecken festlegen.

Ich fühle mich komisch. Ich fühle mich wohl in der Rolle als Busfahrer. Route planen, einsteigen, Fahrkarten verkaufen und kontrollieren, Bus sauber machen und Leute anmaulen, weil sie zu laut Musik hören. Dieses Spiel ist wirklich wahnsinnig entspannend. Klar es ist sehr monoton, aber ich glaube eben das macht das Spiel aus. Im Hintergrund hatte ich dazu immer einen Podcast an und damit habe ich tatsächlich meine letzten Abende verbracht. Ich wünschte mir, dass ich Freunde hätte, die es auch spielen, denn man kann den Bus Simulator mit bis zu vier Freunden zusammenspielen. Stelle ich mir witzig vor, wenn man über den Bus-Funk sich über die neusten Staus informiert oder eine kurze Lichthupe gibt, wenn ein Kollege entgegenkommt. Klingt komisch…aber irgendwie stelle ich es mir wirklich cool vor.
Leider hat der Bus Simulator 18 auch ein paar kleine Bugs. So konnte ich zwar Fahrgäste darauf hinweisen, wenn sie zu laut Musik hören, habe aber trotzdem negative Wertungen bekommen. Genauso konnte ich den Bus nie manuell angeben, wenn ich ihn abgesenkt habe. Und mein Bug Highlight war ein Moment, in dem ich gegen eine Laterne gefahren bin und mich mehrfach überschlagen habe. Diese Probleme kamen aber an sich nur alle zwei Stunden in der Spielzeit vor. Wenn sie vorkamen, waren sie aber nervig.

 

 

60%

Insgesamt hatte ich wirklich viel Spaß mit dem Bus Simulator 18. Das hätte ich tatsächlich nie gedacht, aber es ist wirklich angenehm, wenn man nebenher ein wenig Musik oder einen Podcast anmacht und dann einfach mal an nichts denkt. Einfach abschalten und stumpf etwas ausführen. Ähnlich ergeht es mir übrigens auch bei Spielen wie Minecraft oder Arcade Racern. Der Vergleich mag seltsam, klingen, aber ich persönlich hatte eben das gleiche Gefühl von Entspannung. Für einen längeren Zeitraum ist das Spiel aber nicht unbedingt geeignet, da die Map selbst eher klein ist und auf Dauer dann doch etwas eintönig wird.

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