Biomutant – Ein Spiel mit vielen verpassten Chancen

Das Studio Experiment 101 liefert mit Biomutant ein Spiel ab, welches wohl noch etwas Zeit gebraucht hätte.

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Lange haben wir darauf gewartet, dass wir in die so vielversprechende Open-World von Biomutant eintauchen können. Der große Ideenreichtum, die einzigartige Story und das wunderschöne Design der Welt stachelten unsere Freude auf den Release nur noch mehr an. Wer wollte denn nicht schon einmal mit einem abgedrehten, mutierten Tierwesen durch die Welt reisen und mit krassen Kung-Fu Moves und abgedrehten Waffen durch die Feinde fliegen, als gäbe es keinen Morgen? Leider bleibt es – selbst nach diversen Patches und Updates – dabei, dass viele großartige Ansätze geliefert wurden, welche großteils einfach im Sand verlaufen sind. Doch war das schon alles, oder kann Biomutant doch noch überzeugen?

Aller Anfang ist Entscheidungssache…oder?

Fangen wir mal ganz von vorne an. Bevor wir uns in wilde Kämpfe stürzen können, müssen wir natürlich erst unseren Charakter erstellen. Vielversprechend war hierbei, dass die Auswahl der Attribute sich direkt auf das Aussehen auswirkt. Ein starker Krieger ist breitschultrig und muskulös, während ein Charmeur mit seinem verschmitzten Lächeln und einer schlanken Figur einhergeht. Hierbei können die außergewöhnlichsten, aber auch süßesten oder doch eher angsterregendsten Wesen entstehen, die sich am Ende als „der Auserwählte“ entpuppen.

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Die vermeintlich wichtigste Entscheidung ist dann aber die Klasse. Diese legt fest, mit welcher Ausrüstung und welcher besonderen Fähigkeit wir starten. Allerdings ist „besonders“ in diesem Fall ein sehr kurzlebiger Begriff, denn während wir durch die Welt streifen, finden wir schnell neue Ausrüstung und schalten diverse neue Fertigkeiten frei. Selbst die, die eine andere Klasse zu Beginn gehabt hätte. Das bietet zwar Freiraum für Entfaltung und erfordert keinen neuen Biomutant, wenn man eine andere Spielweise ausprobieren möchte, aber es nimmt der Wahl einer bestimmten Klasse irgendwie den Sinn. Zumal die Beschreibungen der Klassen hoffen lassen, dass sich die Geschichte oder die Interaktionen in der Welt anpassen, aber nein. Ein „gerissener, fähiger Kundschafter, ausgebildet für verdeckte Operationen“ wird genauso behandelt wie ein Psi-Freak, der sich durch seinen Intellekt auszeichnet. Schade, wenn man sich darauf gefreut hat, in eine richtige Rolle schlüpfen zu können, wie man es von einem Rollenspiel erwartet hätte.

Eine Geschichte, die nicht viel erzählt

Wir waren vom ersten Moment an davon überzeugt, dass Biomutant mit einer originellen Geschichte um die Ecke kommen wird. Das Prinzip der genmutierten Tiere, die in der postapokalyptischen Welt die Fehler der Menschen ausbaden müssen, klingt nach wie vor vielversprechend.

Leider hat Biomutant die Möglichkeiten für eine herausragende Geschichte genommen und sie gekonnt wieder beiseite gelegt. Obwohl das postapokalyptische Szenario viele Optionen bietet und mit einem Funken Kreativität eine noch nie dagewesene Story hätte erzählt werden können, mussten wir uns durch eine recht belanglose Aneinanderreihung von Erzählungen hangeln. Diese vermitteln zwar den Kern der Geschichte auf eine nachvollziehbare Weise, jedoch sehr langweilig und ohne das gewisse Etwas. Die Menschen haben durch immense Umweltverschmutzungen für ihr Ableben gesorgt, die Welt steht nun vor dem gänzlichen Untergang und wir als ein Produkt des Ganzen müssen sie retten. Dabei sind wir als Kind auf tragische Weise zur Waise geworden und ziehen daraus einen Teil unserer Motivation.

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Unsere Mamu, die uns Wung-Fu beibring

Originell sieht anders aus

Genauso enttäuschend ist die Austauschbarkeit der Charaktere. Die Biomutanten könnten genauso gut Menschen oder zum Leben erwachte Möbel sein, es würde an dem Verlauf der Geschichte nichts ändern. Die klischeehafte Erzählweise der Postapokalypse wird nicht neu erfunden und die Handlung bleibt somit vorhersehbar. Szenen, die eigentlich vom Ableben unserer Geliebten erzählen, sind so lieblos umgesetzt und vertont worden, dass sie einfach nicht zum Mitfühlen anregen. Es fällt schwer, sich in unseren Charakter versetzen zu können, weil dieser ebenfalls einfach nur sehr platt wirkt.

Da helfen auch die Entscheidungen, die wir treffen können, um unsere Persönlichkeit im Verlauf von Biomutant weiter zu definieren, nicht mehr. Ob wir nun auf der dunklen Seite stehen oder uns dem Guten und somit dem Licht zugewandt haben, Emotionen und eine spannende Erzählweise sind etwas, das einfach fehlt. Einfach viele kitschige Lebensweisheiten aneinander zu ketten und dahinter die eigentliche Geschichte zu verstecken ist mehr oder weniger einfallslos.

Im Verlauf der Handlung treffen wir dann auch NPCs, die genau das Gegenteil von dem wollen, wofür wir kämpfen. Trotzdem helfen sie uns weiter und fordern Gefallen von uns, ohne auf uns loszugehen oder uns beseitigen zu wollen. Dies scheint in unseren Augen manchmal etwas merkwürdig. Fast genauso seltsam ist aber die Tatsache, dass wir unsere Zeit als Kind komplett verdrängt haben, aber so ziemlich jeder „wichtige“ NPC uns zu kennen scheint. Es mag in der Geschichte vielleicht Sinn ergeben, soviel sei gesagt, jedoch bekamen wir beim Spielen manchmal das Gefühl, auf einer Familienfeier unterwegs zu sein und von sämtlichen Fremden ein „Oh du bist aber groß geworden!“ zu hören.

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Es war einmal…

Ein Erzähler, der das seltsame Gebrabbel der Mutanten übersetzt. An sich mag das eine gute Idee sein und auch die Stimme ist in der deutschen Synchronisation sehr angenehm, allerdings bleibt es nicht beim reinen Übersetzen. Der Erzähler kennt nicht nur alles und erzählt uns hier und da von spannenden Fakten aus der Welt vor dem eingebrochenen Chaos, was an sich echt informativ sein kann und mehr von der alten Welt preisgibt, sondern er weiß auch alles. Genauer gesagt weiß er alles besser als wir und quatscht an den unpassendsten Stellen einfach dazwischen, löst die Rätsel, denen wir uns sich eigentlich selber stellen sollen und kommentiert alles, was wir machen.

Sind wir im Kampf, kann es vorkommen, dass wir nicht nur einen praktischen Hinweis bekommen, dass wir uns mal heilen sollten, sondern auch mehrere Kommentare am Stück dazu, dass wir getroffen wurden, was für ein genialer Treffer das doch war und so weiter. In einer Quest sind es dann Anmerkungen dazu, was wir tun müssen, wo wir lang müssen, dass das der falsche Weg ist und vieles mehr.

Schweigen ist Gold

Sind wir in der Open-World unterwegs und am Erkunden von Orten, scheint es, als könnte er die Stille nicht ertragen. Dann kommen Anmerkungen zum Wetter, der Umgebung oder sonstigen Sachen, die wir nach einiger Zeit einfach versucht haben zu ignorieren. Allerdings ist dieses Ignorieren nicht immer sinnvoll, da der Erzähler manchmal Tipps gibt, auf die es sonst keine Hinweise gibt. Zum Beispiel, dass man Gleisen, die man unterwegs findet, bis zum Ende folgen soll, um etwas von Wert zu entdecken.

Leider gibt er auch bei Rätseln in der Welt, um Schätze oder generell Neues zu entdecken, seinen Senf dazu und erzählt uns schon nach sehr kurzer Zeit, wie wir das am besten lösen. Es macht absolut keinen Spaß, an jeder Ecke mit Tipps und richtungsweisenden Kommentaren überhäuft zu werden, wenn wir auf eigene Faust unser eigenes Abenteuer erleben wollen. Wir werden hier nicht nur an die Hand genommen, sondern in den Kinderwagen gesetzt und durch das Geschehen gefahren.

Glücklicherweise kam mit dem ersten großen Patch für Biomutant die Option ins Spiel, den Erzähler in der Menge des Gesagten zu reduzieren, sodass er nicht mehr so viel sagt. Das macht das Erlebnis zwar besser, aber immer noch nicht perfekt. Trotz der angenehmen Stimme schafft er es nicht, uns in dramatischen Szenen abzuholen und die Emotionen gelungen zu präsentieren. Das macht an einigen Stellen leider die Grundstimmung kaputt.

Eine Welt voller Interaktionen und verlassener Orte

Nachdem wir uns an Biomutant uns seine Mechaniken gewöhnt und uns auf freie Faust auf zur Erkundung der Gebiete gemacht haben, trafen wir relativ häufig auf NPCs, mit denen wir interagieren konnten. Zwar sehen die meisten alle gleich aus und variieren wenig bis gar nicht in Fellfarbe und -musterung, dennoch haben wir manchmal wertvolle Informationen bekommen. So werden uns manchmal interessante Orte verraten, wenn wir unser Gegenüber davon überzeugen können, sie uns preiszugeben. Hierfür benötigen wir eigentlich einen möglichst hohen Charisma-Wert, allerdings gelang das Überzeugen auch ohne ganz gut.

Auch an zufälligen Ereignissen kamen wir vorbei und konnten durch unsere Entscheidungen etwas bewirken. Ob wir armen Wesen aus der Zwickmühle helfen hat Einfluss darauf, wie unsere Aura sich verändert. Seien es nun kleine Tiere, die wir fangen und freilassen könnten, oder andere Mutanten, die gefangengenommen wurden.

Aber auch ohne NPCs finden kommen wir an vielen Orten vorbei, die einfach unglaublich sind. Ob ölverschmierte Einöde, die wir mit unserem Mech durchqueren, oder schneebedeckte Weiten, über die wir hinweggleiten können. Nicht alles ist schlecht und manchmal nehmen auch wir uns die ein oder andere Minute, um den Ausblick zu genießen.

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Loot anstatt von Story

Wenn wir uns dann mal auf den Weg fernab der Zivilisation machen und die Überbleibsel aus der vergangenen Welt erforschen wollen, finden wir einige verloren geglaubte Orte. Leergefegte Autobahnen und Brücken, weite Wiesen und Felder, die im Licht der untergehenden Sonne einen romantischen Touch bekommen. Aber wir stoßen auch auf verlassene Städte, in denen die Fetzen der Vergangenheit auf uns warten. Alte Möbel wie Sessel oder Schränke, in denen sich Loot verstecken kann. Aber auch Geräte wie Mikrowellen, die wir durch Rätsel öffnen müssen, um an seinen Inhalt zu kommen. Diese sind aber denkbar einfach zu meistern und erfordern keinen wirklich hohen Wert der Intelligenz. Zudem bekommen wir beim ersten Fund dieser besonderen Dinge eine kurze Erzählung zu dem, wofür es mal gebraucht wurde.

Wenn die Hauptquest mal zu langweilig wird

Das komplette Erkunden der Ortschaften und sammeln sämtlicher lohnenswerter Gegenstände wird als Nebenquest im Journal festgehalten. Dahinter liegt kein Sinn außer dem Sammeln. Um solche Quests aufregender zu gestalten, hätten interessante Personen, die vielleicht mal dort gelebt haben, integriert werden können. Oder Geheimnisse, die sich dort abgespielt haben. Im Allgemeinen scheinen die Nebenquests eher drauf aus zu sein, Gegenstände zu finden, von A nach B zu laufen oder Orte zu entdecken, an denen wir sowieso vorbeigelaufen wären.

Immerhin finden wir auf unserem Weg Reittiere, die wir nutzen können, um schneller denn je die Welt auszukundschaften. Diese müssen gezähmt werden und können danach jederzeit über das Menü gerufen werden. Ansonsten stehen uns aber auch die Schnellreisepunkte zur Verfügung, wenn der Weg mal um einiges weiter sein sollte.

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Die Hauptquests sind dagegen genau das, was man erwartet. Sämtliche To-Dos, die wir auf dem Weg zum Retten der Welt abarbeiten müssen. Zudem werden in dieser Kategorie auch die großen Ziele festgehalten, wie auch das Besiegen der vier Weltenfresser. Diese sind kein Spaß. Nicht, weil sie schwer zu meistern wären, sondern weil der Kampf gegen sie jedes Mal nach dem gleichen Prinzip abläuft und der Weg dorthin ebenfalls sehr repetitiv ist.

Wenn nichts mehr hilft und wir einfach abschalten wollen, suchen wir uns die besten Momente und schönsten Orte und halten die Erinnerungen daran mit dem Fotomodus fest. Dieser bietet einige Features, die zwar überschaubar sind, dafür aber ihr Nötigstes tun, um gute Fotos zu schießen. Richtet euer Motiv am 3×3 Gitter aus, stellt die Tiefenschärfe ein und teilt das Ergebnis mit euren Freunden. Einziges Manko: Die Physik der Objekte in der Welt wird bei den Momentaufnahmen nicht pausiert. Ein durch die Luft fliegender Ziegenschwanz wird gen Boden gezogen und lässt das Motiv manchmal nicht sehr dynamisch wirken.

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Der Kampf macht die Musik

So eintönig Biomutant an einigen Stellen auch sein mag, der Kampf hat uns trotzdem sehr viel Freude bereitet. Mit vor Strom knisternden Schwertern und eleganten Wung-Fu Bewegungen durch die Gegner zu preschen oder eine Spur aus Feuer zu hinterlassen, die die Angereifer auf dem Weg zu uns grillt – es ist herrlich! Durch das Herstellen eigener Waffen gibt es viele Möglichkeiten, einen Hauch Persönlichkeit in das Kampfgeschehen zu bringen. Ob mit einer Banane als Schaft oder eine mit Feuer benetzte Klinge, es ist ganz euch überlassen.

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Angriffskombinationen können wir nach und nach freischalten. Auch die biogenetischen Fähigkeiten und Psi-Kräfte, durch die wir Elementar- und Giftstoffangriffe sowie Widerstände leveln können, bieten uns unzählige Möglichkeiten, wie wir unseren Biomutanten gestalten wollen. Anfangs war das Kämpfen noch sehr schwerfällig, doch die bisher erschienen Updates sorgten dafür, dass es um einiges einfacher von der Hand geht. Gegner werden endlich anvisiert, wenn man sich auf sie fokussiert. Angriffe werden nicht mehr fälschlicherweise ausgeführt.

Leider gibt es trotz der Vielfalt auch hier wieder etwas zu bemängeln. So erscheinen viele Gegner viel zu leicht zu besiegen. Etwa ein Flauschkoloss, dem wir zufällig über die Füße gestolpert sind, kann ganz einfach auch mit der Pistole erledigt werden. Ohne viel Aufwand oder Skill.

 

Auch das Ausweichen funktioniert manchmal nicht so, wie es sollte, und mitten in der Ausweichbewegung wird man dann doch von irgendwo getroffen. Lediglich bei größeren Gegnergruppen muss man wieder mehr aufpassen und sich gut überlegen, wie man an die Sache herangeht, da viele Gegner gerne schneller und entsprechend größeren Schaden anrichten.

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Die Wahl zwischen praktisch und modisch

Während wir Waffen von Grund auf selbst zusammenschustern kann, müssen Rüstungen gefunden werden. Verschiedene Rüstungsteile bringen andere Vorteile, wie etwa einen höheren Rüstungswert, mehr Charisma oder mehr Angriff. Rüstungen können zusätzlich mit Schrottteilen wie Anstecknadeln oder Ähnlichem verbessert werden. Leider ist es wie in einigen anderen Games so, dass die Rüstungen vom Wert her zwar das Nonplusultra sind, aber optisch aussehen, als hätte man sich der Altkleidertonne bedient. An sich können wir damit leben und es verleiht dem Biomutant auch einen gewissen Charme, wenn sie zwischenzeitlich aussieht wie ein neumodischer Kriegerhippie. Leider kollidieren einige Objekte miteinander, sodass sie übereinander liegen. Eine Maske für unseren Kopf in Kombination mit einer Gasmaske für unser Gesicht sieht somit nicht mehr schick aus.

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Über Geschmack lässt sich streiten.

Die Kindheit

Apropos Optik. Im Verlauf des Spiels durchleben wir immer wieder Szenen aus unserer Kindheit. Diese bringen Abwechslung und offenbaren uns nach und nach unsere Vergangenheit. Eine gute Idee, bei der sich uns aber immer wieder eine Frage aufgedrängt hat: Wieso sind Kindlinge einfach nur geschrumpfte Versionen ihres erwachsenen Selbst? Schon klar, man wird immer wie man selbst aussehen, aber beim Wachsen verändert man sich dennoch. Egal ob Mensch oder Tier, als Kind ist man zwar kleiner, aber doch auch zierlicher und hat andere Proportionen. In Biomutant wird dagegen einfach das Charaktermodell genommen und geschrumpft. Es sieht alles andere als richtig aus und wir finden, da hätte etwas mehr Liebe ins Detail fließen können.

Auch die angeblich ausschlaggebenden Interaktionen als Kind sind weniger wichtig, als uns weisgemacht wird. So werden wir retrospektiv höchstens als braves oder freches Kind bezeichnet, was ein recht überflüssiger Zusatz ist. Viel schlimmer sind da aber die Erwachsenen, die uns ihre Weisheiten auf fast schon passiv-aggressive Art vermitteln wollen. Das ist mehr oder weniger nervig.

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Wir sind als Kind gerade mal so groß wie der Fuß einiger Erwachsener.

Gute Musik

Trotz aller Kritik können wir sagen, dass der Soundtrack von Biomutant ein Genuss ist. Dramatische und emotionale Momente werden perfekt untermalt. Die Musik hebt in allen Situationen die Grundstimmung hervor. Und wenn es ruhig zugeht, freuen wir uns über eine angenehme Begleitung im Ohr.

Bugs, die uns das Spiel vermiesen konnten

Viel nerviger und an einigen Stellen auch bis ins Endlose frustrierend waren dagegen diverse Bugs, denen wir gegenüberstanden. Wir können bis dato die Rätsel nicht lösen, bei denen wir Schalter drehen müssen. Es ist nicht möglich, zwischen den Schaltern zu wechseln und das Rätsel abzuschließen. Uns war es somit nicht möglich, einige Sammelobjekte einzusammeln, die zu mehreren Nebenquests gehört hätten. Auch an einigen Stellen in der Hauptgeschichte gibt es solche Rätsel, die demnach nicht gelöst werden können. Mittlerweile wurde das Problem wieder behoben.

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Kann man die Räder nicht wechseln, ist das Rätsel unlösbar.

Manchmal gibt es Orte, an denen Minibosse mit kleineren Gegnern zusammen warten. Beispielsweise der Ruheort unter einer Vorstadt. Wir brauchen uns nur einen halben Meter zu weit von diesem Ruheort zu entfernen, damit die Gegnergruppe den Kampf einfach abbricht, sich dort hinsetzt und sofort wieder volle HP hat. Oder der Boss wirft uns so weit weg, dass das selbe passiert. Die Gegner positionieren sich dann wie gehabt und wenn einer von ihnen dann genau neben uns steht, ignoriert er uns. Schießen bringt dann auch nichts, weil sie sich sofort regenerieren. Ob es ein Bug ist oder nicht, können wir leider nicht sagen. Aber sowas muss doch nicht sein.

 


Der Test basiert auf einem Reviewcode für Biomutant für Steam, der uns freundlicherweise vom Publisher zur Verfügung gestellt wurde. Biomutant gibt es bereits ab 39,95 €.


60%

Viel Luft nach oben

Alles in allem hat Biomutant viele Möglichkeiten gefunden, ein großartiges Spiel zu werden. Dieses Potential wurde jedoch kaum genutzt, sodass wir uns leider nur sehr mittelmäßig über den Titel freuen können. Der Kampf macht Laune und auch der Soundtrack liegt angenehm in den Ohren.
Jedoch ist die unausgereifte sowie platte Geschichte, auf der eigentlich der ganze Titel aufbauen sollte, ein riesiges Manko. Austauschbare Charaktere und Bugs, durch die das Spiel teilweise nicht mehr vernünftig spielbar ist, machen das Ganze nicht besser. Darüber lässt sich leider nicht einfach hinwegsehen. 

  • Grafik
  • Sound
  • Story / Atmosphäre
  • Steuerung / Technik
  • Umfang
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