Beholder 2 bei uns im Test

Ein Regime um alle zu knechten

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Warm Lamp Games und Alawar Premium schicken uns mit Beholder 2 in ein düsteres und bedrückendes Spiel. Mittlerweile ist der Titel auch auf der XBox One verfügbar, Grund genug für uns das Spiel erneut zu erleben.

Was sich im Gegensatz zum Vorgänger getan hat und ob die Umsetzung gelungen ist klärt unser Test.

Aufklärung eines Mordes

In Beholder 2 wechselt nicht nur das Spielprinzip, sondern auch die Szenerie im Vergleich zum Vorgänger. Unser Held wird ins Ministerium berufen um dort seinen neuen Arbeitsplatz zu besetzen. Das dies kein Zufall ist wird ziemlich schnell klar. Unser Vater hat nämlich ebenfalls in diesem Ministerium gearbeitet ist aber durch mysteriöse Umstände verstorben.

Unsere Aufgabe ist es nun die Karriereleiter zu erklimmen und natürlich den Mord an unserem Vater aufzuklären. Dazu müssen wir uns von der untersten Ebene des Ministeriums bis ganz nach oben arbeiten. Wie wir das letztlich anstellen bleibt uns selbst überlassen.

Was bist du bereit zu tun?

Jeder Tag verfügt über ein fixe Anzahl an Stunden, in diesem Fall sind es neun. In diesen neun Stunden gilt es Gespräche zu führen, unsere Arbeit zu erledigen, Aufgaben zu erfüllen und natürlich abartig schwierige Entscheidungen zu treffen.

Das geht nicht gut aus für uns…

Es gilt einen halbwegs gesunden Mittelweg zu finden, schließlich warten täglich Rechnungen darauf bezahlt zu werden. Können wir unsere Miete und sonstigen Kosten nicht decken werden wir aus der Wohnung geworfen und das Spiel ist vorbei. Zu offensichtlich aggressiv sollten wir grundsätzlich nicht vorgehen, frag nach bei unserem Arbeitskollegen der unseren Charakter kurzerhand erschossen hat.

Um im Ministerium aufzusteigen gilt es letztlich unsere Arbeitskollegen zu bezirzen oder auszuschalten. In Beholder 2 ist das böse Regime allgegenwärtig, Intrigen werden geschmiedet, Leute gemeldet und getötet. Je nach Gutdünken können wir Freundschaften zu unseren Kollegen aufbauen oder Aufträge für sie erfüllen, dadurch verzichten sie (vielleicht) auf den höheren Posten.

Wir können aber auch verbotene Gegenstände bei ihrem Arbeitsplatz deponieren und dieses via Telefon beim Regime melden. Kurz darauf rücken dann Truppen aus um den Kollegen abzuholen und zu töten. All das müssen wir mit ansehen, seid ihr bereit Menschen zu töten damit ihr euer Ziel erreicht? Ist die Aufklärung eines Mordes eine wirkliche Legitimation andere Menschen zu vernichten? Wie weit wirst du gehen um dein Ziel zu erreichen?

Launch-Trailer:


Beholder 2 findet man auf dem PC, XBox One, PS4, Nintendo Switch sowie für Android und iOS

81.6%

Beholder 2 ist ein äußerst bedrückendes Spiel und steht somit seinem Vorgänger in nichts nach. Besonders die schwierigen Entscheidungen und die düstere Atmosphäre überzeugen vollends.

Mich persönlich hat die Fortsetzung besser unterhalten als der Erstling. Das liegt an den veränderten Gameplay-Mechaniken, die ein wesentlich geschmeidigeres Spielerlebnis gewährleisten. Der Weg weg vom „2D-Strategiespiel“ hin zum „2,5D-Adventure“ gefällt mir ausgesprochen gut.

  • Grafik 80%
  • Sound 82%
  • Atmosphäre 85%
  • Steuerung 80%
  • Umfang 81%