Attentat 1942 bei uns im Test

Eine spielbare Dokumentation

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Mit Attentat 1942 ist das erste Spiel [offiziell] für den PC via Steam erschienen welches die NS-Symbolik nicht ausblenden muss. Somit ist diese Leistung des Adventures bereits für die Geschichtsbücher vorbestimmt.

Das Spiel wurde auf der Philosophischen Fakultät und der Fakultät für Mathematik und Physik der Karls-Universität, sowie am Institut für Zeitgeschichte der Tschechischen Akademie der Wissenschaften entwickelt. Ursprünglich wurde der Titel bereits 2015 unter dem Namen “Československo 38-89: Atentát“ veröffentlicht. Die Einnahmen aus dem Spiel werden zu weiteren Forschungszwecken, des Projektes “Tschechoslowakei 38-89”, eingesetzt.

Doch macht es Abseits dessen Spaß? Um was geht es genau? Das und mehr klärt unser Test.

Spiel trifft Film als auch Dokumentation

Attentat 1942 erzählt eine fiktive Geschichte die aber auch locker so im zweiten Weltkrieg hätte passieren können. Unsere Aufgabe ist es herauszufinden, wieso unser Großvater von den Nazis beziehungsweise der Gestapo abgeführt wurde. Als geschichtlicher Rahmen dient der Tod von Reichsprotektor Reinhard Heydrich.

Im Spiel treffen also reale Aufnahmen aus dem zweiten Weltkrieg auf die Story des Titels welche in schwarz-weißen Comicstrips erzählt wird. Das Ganze wird mit gefilmten Gesprächen von acht unterschiedlichen Charakteren versetzt.

(Zu) leicht zu spielen?

Attentat 1942 ist eigentlich kein richtiges Spiel, man könnte es als „Dialog-Adventure“ bezeichnen. Auf der Weltkarte wählen wir unseren nächsten Gesprächspartner aus und versuchen an so viele Informationen wie möglich zu kommen.

Hier müssen wir den Text entschlüsseln.

Um etwas Abwechslung in den Filmmarathon zu bringen werden die Gespräche und Strips durch Minispiele unterbrochen. Dort gilt es beispielsweise Beweise zu vernichten oder Hinweise zu suchen.

Trailer:


Attentat 1942 findet ihr für den PC via Steam

72%

Attentat 1942 eignet sich für Leute die sich sowieso für den zweiten Weltkrieg interessieren oder eine entspannte Runde, ohne Stress, zocken möchten. Wer von einem Adventure vor allem knifflige Rätsel erwartet wird hier unterfordert. Wer etwas Action sucht wird mit den Abenteuern aus der Telltale Schmiede glücklicher. Irgendwie setzt sich das Spiel zwischen die Stühle und spricht kein Genrepublikum richtig an.

Spaß hatte ich dennoch damit was aber vor allem dem Setting geschuldet ist.

  • Grafik 76%
  • Sound 70%
  • Atmosphäre 76%
  • Steuerung 70%
  • Umfang 70%