Anna im Test

Anna klingt von vorne und von hinten gleich, das ist doch schon mysteriös genug. Doch Dreampainters will noch eine Schüppe drauflegen und präsentiert mit dem Horror-Adventure Anna ein günstiges PC-Indie Spiel, welches für pure Horror-Stimmung sorgen soll. Ob das wirklich funktioniert hat oder Anna einfach nur ein ganz normaler Vorname bleiben sollte, wird euch der Test zum Spiel näher bringen.

Auf den Download-Plattformen Steam oder GamersGate gibt es das Horror-Adventure Anna für günstige 9,99 € zu ergattern. Doch worum handelt es sich eigentlich bei dem Spiel? Natürlich nicht um die Fernsehserie der 80er Jahre sondern um italienisches Märchen, worauf die Story des Adventures basiert. Zum Start des Spiels werden wir schon von seltsamer aber irgendwie inspiriender Musik auf das Spiel eingestimmt. Ihr befindet euch plötzlich vor einer alten, vergessenen Sägemühle wieder. Die Sonne blendet euch und ihr habt das Gefühl, dass euch das alles irgendwie bekannt vorkommt. Doch ganz alleine sind wir leider nicht. Das merken wir an den trügerischen Stimmen, die für Gänsehaut-Momente sorgen. Zwar sind die Texte und die Menüführung auf Deutsch, die gesprochenen Dialoge kommen aber leider nur Englisch daher. Ihr solltet daher ausreichende Englisch-Kenntnisse besitzen, um genau zu wissen was gerade passiert.

Die eigentlich harmlos aussehende Sägemühle ist der Anfang des Grauens. Was so unscheinbar von draußen aussieht, ist drinnen die wahre Hölle. Doch wir müssen erstmal irgendwie in das Gebäude hereinkommen. Die etwas fummelige Steuerung braucht ein wenig Eingewöhnungszeit, geht aber später gut von der Hand. Nachdem wir alles erstmal untersucht haben, fallen uns einige Dinge auf. Ein Holzstock liegt einsam und verlassen am Baum herum. Und dieser Stock wird euch im Spiel noch oft behilflich zur Seite stehen. Man kann sich gar nicht vorstellen, was so ein Stück Natur alles bewegen kann. Nachdem wir auch eine kleine Schlammpfütze entdeckt haben, standen wir vor dem ersten Rätsel. Drumherum ist alles sauber und rein, doch zwei Steine versperren den Weg und haben ein Stückchen Wasser zu Schlamm verwandelt. Gut das wir einen Holzstock haben. Wir benutzen diesen mit den beiden großen Steinen und schieben diese mal eben elegant beiseite. Das Wasser wird wieder klar und ein Gegenstand kommt zum Vorschein. Es handelt sich dabei um ein Stück eines Spiegels. Leider ist es aber nur eine Hälfte, die andere muss also auch noch irgendwo sein.

Wir wollen euch jetzt hier nicht die Komplettlösung des Spiels präsentieren, sonst wird es ja zu leicht für euch. Wir empfehlen euch alles auszuprobieren, scheint es auch noch so sinnlos zu sein. Und was ebenfalls noch ganz wichtig ist: Die Augen offenhalten. Ihr werdet Dinge finden, die ihr vorher gar nicht gesehen habt und für den weiteren Spielverlauf allerdings immens wichtig sind. Euer Weg wird nicht leicht, und ihr werdet schockierende Momente erleben. Insgesamt warten drei verschiedene Enden auf euch, und es liegt an euch wie ihr das Spiel bestreitet.

Im Spiel wird die Psychologie extrem groß geschrieben. Die verstörende, aber dennoch motivierende Musik im Hintergrund sowie die dunkle Atmosphäre sorgen für echte Horror-Momente vor dem PC. Und wenn es dann knirscht und knackt an alle Ecken, seid ihr schon mal verzweifelt auf der Suche nach dem Lichtschalter. Die Sägemühle und die Umgebung wurden übrigens originalgetrau in 3D nachgebildet und bringen somit jede Menge Realismus ins Spielgeschehen. Manche Rätsel erfordern allerdings jede Menge sogenanntes “Um die Ecke” Denken. Hier hilft einfach nur rumprobieren, auch wenn die meisten Rätsel durchaus logisch sind. Als Bonusmaterial in der Box-Version des Spiels gibt es noch Fotos der echten Location, den kompletten Soundtrack sowie das Notizbuch des Protagonisten auf Englisch und Italienisch.

Fazit:

Für knapp 10 Euro ist Anna ein interessanter Indie-Titel, der mit einigen knackigen Rätsel-Einlagen daherkommt. Auch wenn die Steuerung und die Kamera ein wenig fummelig sind, macht es nach einer kurzen Eingewöhnungszeit keine Probleme mehr und man will unbedingt das Geheimnis um die Sägemühle lüften. Die Grafiken, Sounds und die dunkle Atmosphäre bringen echte Gänsehautmomente und sorgen für langanhalten Spielspaß. Die drei verschiedenen Enden im Spiel sorgen ebenfalls dafür, das Spiel nochmal neu zu beginnen.

Wertung:

Gut