Angeschaut: PAIN

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Zu Beginn des Films sehen wir zwei Mädchen sowie deren Freunde auf einer idyllischen Blumenwiese, es wird sich über unsinnige Dinge wie „In welchem Raum wärst du lieber, kalt oder total heiß?“ u. ä. unterhalten, wir verpassen nicht wirklich etwas. Spät abends fahren die Freunde weg und halten an einer abgelegenen Tankstelle, eines der Mädchen verschwindet auf die Toilette. ihr Freund lässt sich darauf ein, eine Fremde mitzunehmen, (ihr ging der Sprit aus). Das Mädchen auf dem Beifahrersitz schaltet die Radiosender wahllos durch, die Anhalterin erkennt in undefinierbarem Krach und Getöse ihren Lieblingssong wieder. Ankunft beim Wagen der Anhalterin. Sie steigt aus, geht zu ihrem Wagen und gleich darauf – nach einer kurzen Sprühattacke – finden sich die vier Freunde in einem dunklen Raum wieder.

Es gibt ein kleines Kennenlernen mit anderen Gefangenen, alle sehen sich ein Video an, in dem eine Frau über im menschlichen Gehirn produzierte Chemikalien spricht, die nur durch eines hervorgerufen werden können: Schmerz. Es wird sich darauf geeinigt, abwechselnd die anderen zu foltern, um die auf einem Timer von 24 Stunden vermerkte Schmerz-Anzeige auf die erforderlichen 100% zu treiben. Einer der Gefangenen spielt sich künstlich auf und reißt sich eine im Nacken verankerte Apparatur heraus und stirbt. Ein Losverfahren soll bestimmen, wer als erstes an der Reihe ist. Hierzu werden Tellerscherben mit Blut nummeriert. Hier sind wir nun bei etwa 30 von knappen 80 Minuten Laufzeit des Films.

Der glückliche Gewinner erhält eine Behandlung mit einem Bügeleisen, dies ist ihm jedoch zu langwierig, er bittet darum dass jemand die Zange benutzt. Was genau passiert, wird dem Zuschauer nicht gezeigt. Erst in der darauffolgenden Szene erhalten wir Einblick auf zwischen Brustkorb und Bauchnabel befindliche Brandblasen. Scheinbar ist während dieser Szene bereits der oder die Nächste an der Reihe, nur bekommt der Zuschauer dies gar nicht erst mit. Geschätzte zwei Timer-Minuten ist schon Person 3 dran, der Timer selbst zeigt bei übriger Filmlaufzeit von 35 Minuten eine Restzeit von 13 Stunden.

Nach einer kleinen Auseinandersetzung wird das Losverfahren abgesegnet, es wird neu abgestimmt. Überraschenderweise ist das Angebot der Asiatin erstaunlich hoch, zumindest gibt es für sie ein böses Erwachen. In einem Anfall von Wut erwischt sie eines der Mädchen vom Anfang mit einer Scherbe am Hals. Die Anzeige von ca. 84% sowie wenig verbleibende Zeit verführt dazu, sich gegenseitig das Schlüsselbein zu brechen, wodurch die letzten Prozente angesammelt werden. Im selben Moment wird eine zweite Videoübertragung gestartet, in welcher die Frau aus dem ersten Video allen gratuliert und den Weg in die Freiheit öffnet. Nach und nach macht man sich aus dem Staub, wobei es am Ausgang noch eine böse Überraschung gibt…
Fazit:

Schwach ausgeprägter Horror-Streifen von 2011, storytechnisch basierend auf der SAW-Reihe, der viele der allzu typischen Klischees bestens erfüllt. Als „der neue Terror-Hit“, wie man uns PAIN auf der Rückseite der Bluray-Box anpreist, entpuppt sich der Titel leider nicht. Im Großen und Ganzen bekommen wir hier ein simples SAW-/Hostel-Imitat. Der große, leicht dahingesponnene, Plot Twist zum Ende des Films kann hierbei leider nichts mehr retten. Erwähnenswert jedoch ist der relativ gute Soundtrack.

Wertung:

Ausreichend