The Expendables 2 im Test

Eine Ansammlung alter Actionhelden gibt sich momentan im Kino die Ehre. Alles was in Actionfilmen Rang und Namen hat, gibt sich in The Expendables 2 die Ehre. Für Ubisoft ein Grund genug, den Titel auch als Downloadspiel im Playstation Network bzw. Xbox Live Marktplatz zu veröffentlichen. Wir haben uns die Xbox 360 Variante angeschaut und werden euch sagen, warum ihr euch die Punkte lieber sparen solltet und für was anderes investieren solltet.

Am Anfang hört sich ja alles interessant an. Ein Spiel zu The Expendables 2? Das ist doch bestimmt richtig Pfeffer drin. Wenn das mal so wäre. Der Start des Spiels ist ziemlich vielversprechend und macht zunächst Lust auf mehr. Schließlich wurden Sylvester Stallone und seine alternden Kollegen ziemlich gut in Szene gesetzt. Die englische Sprachausgabe macht auch nicht viel verkehrt und wird von deutschen Untertiteln begleitet. Doch wenn es am schönsten ist, soll man ja bekanntlich aufhören. Wir haben aber weitergespielt und wollten wissen was uns da erwartet. Doch kommen wir erstmal zur eigentlichen Story des Spiels. Ihr und eure Kollegen habt die Aufgabe einen chinesischen Milliardär zu suchen und anschließend auch zu befreien. Hört sich doch schon mal ganz nett an. Für die Rettung wird der gute Mann sicher was springen lassen.

Und dann darf es auch schon losgehen. Mit einer Draufsicht von schräg oben sollt ihr alles im Überblick haben. Schon nach wenigen Sekunden stürmen die ersten Gegner auf euch zu. Und nun wirds hektisch auf dem Bildschirm. Statt den Überblick zu behalten geht er plötzlich total verloren. Ihr wisst manchmal gar nicht mehr, wer ihr eigentlich seit und wen ihr gerade steuert. Mit einem kurzen Klick auf das Steuerkreuz könnt ihr zwischen den vier verschiedenen Charakteren hin und her schalten. Wir haben am Anfang den guten alten Sly genommen, wirklich einstecken kann er aber nicht. Genauso wie seine anderen Kollegen. Das ist aber auch kein Wunder, es kommen soviele Gegner auf euch zugestürmt, dass irgendwann der beste Lebensgeist kein Bock mehr hat. Doch nach all der ersten Kritik müssen wir auch ein paar positive Sachen erwähnen. So ist das Spiel ein Vier-Spieler Ko-Op Spiel, welches entweder offline mit Freunden oder online über Xbox-Live gespielt werden kann. Zusammen macht das Ganze natürlich ein wenig mehr Spaß. Der Überblick geht allerdings nach einer Weile trotzdem flöten. In vier unterschiedlichen Missionen ballert ihr euch durch Felder, Wiesen und kleinere Dörfer.

Nun müssen wir allerdings auch die Fans des Films in Schutz nehmen. Die werden vielleicht richtig begeistert sein, zumindest wenn sie auf eine kurzweilige Schuss-Orgie stehen. Für ein paar Minuten kann man ja mal ein bisschen Adrenalin rauslassen, aber auf längere Zeit kann das Spiel uns leider nicht überzeugen. Grafisch ist das auch alles nicht wirklich der Hammer, obwohl die Charaktere noch ganz gut gelungen sind. Das kann aber auch daran liegen, dass sie im echten Leben auch nicht wirklich besser aussehen. Die Sounduntermalung ist allerdings gelungen und lädt nicht zur Kritik ein. Doch für 1200 Microsoft-Points, was umgerechnet immerhin knapp 15 Euro sind, kann man schon ein bisschen mehr verlangen. Auf der Festplatte fordert das Arcade-Game auch nur knapp 1GB und ist somit auch kein wirkliches Schwergewicht.

Eure Aufgabe besteht einfach nur darin, alles nieder zu ballern was sich euch in den Weg stellt. Und die Horden kommen aus allen Löchern. Da kann auch mal ein Panzer im Weg stehen oder ein Flugzeug für Theater sorgen. Das Problem an der Geschichte: Es bleibt irgendwie immer dasselbe. Abwechslung sucht ihr hier vergeblich. Und irgendwann bekommt ihr einen dicken Daumen, weil ihr so oft auf den Button drücken müsst. Auch wenn die Ko-Op Variante immerhin für ein klein wenig Spaß sorgt fehlt dem Spiel einfach die letzte Würze um das große Kinovorbild würdig zu vertreten. Die beiden Filme sind echt cool, aber diese Versoftung haben Sylvester und seine Freunde einfach nicht verdient. Das nächstemal bitte besser machen. Die 1200 Microsoft Points solltet ihr besser für was sinnvolles ausgeben.

Fazit:

The Expendables 2 ist eine Versoftung die besser in den Entwicklungstudios geblieben wäre. Das hat der Film nicht verdient. Auch wenn die Idee mit dem Ko-Op Modus ja nicht schlecht ist, die Umsetzung ist einfach nicht gelungen. Zwar gibt es Explosionen, Ballereien und jede Menge Wumms ohne Ende, aber die Abwechslung ist trotzdem nicht vorhanden. Weil irgendwann wird auch das lauteste Feuerwerk einfach nur langweilig. Wer auf The Expendables steht sollte besser ins Kino gehen und sich den Film anschauen, der ist garantiert besser als das Spiel.

Wertung:

Mangelhaft