Face Noir im Test

Daedalic Entertainment veröffentlicht in letzter Zeit ein Spiel nach dem anderen. Aber das ist auch gut so. Nun haben die Jungs ein weiteres Point & Click Adventure mit den Namen Face Noir veröffentlicht. Das verschlägt uns nach New York in den 30er Jahren. Ob das Spiel am Ende auch überzeugen kann wird euch unser Test zum Spiel näherbringen. Wir sind in die Welt von Mord, Verrat und Betrug eingetaucht.

Mad Orange und Daedalic Entertainment haben sich diesmal das New York der 30er Jahre zur Brust genommen. In der Rolle von Privatdetektiv Jack Del Nero müssen wir uns um die Themen Mord, Verrat und Betrug kümmern. Und diese gibt es mometan in New York an jeder Straßenecke. Die Amerikaner müssen sich gerade durch die Weltwirtschaftskrise kämpfen und haben sicherlich andere Sorgen als solche Verbrechen. Nun ist es eure Aufgabe, den ganzen Verbrechen auf die Spur zu kommen. Begleitet von typischen Jazz Soundtracks ermittelt ihr in bekannten Vierteln von New York. Doch worum geht es eigentlich genau

Es geht um den 24. Oktober 1929, kurz der Schwarze Donnerstag. So wurde er zumindest von der hiesigen Presse getauft. Dieser Tag war einer der dunkelsten Stunden der Geschichte von Amerika, sie standen vor den Jahren der großen Depression. Das Vetrauen in Gott war erschüttert und all die Werte, auf die die Amerikaner so stolz waren gab es einfach nicht mehr. Korruption wird in diesen Jahren groß geschrieben und gehört mittlerweile zum Tagesgeschäft. In düsteren verregneten Abschnitten kümmern wir uns als Privatdetektiv um eine wendungsreiche Story. Das schöne daran: Face Noir ist nicht linear und kann somit selber beeinflusst werden. Dabei werden jede Menge Rätsel gelöst und mit einem innovativen Denk-Modus garniert. Hierbei sammeln sie Informationen um den Fall zu lösen. Die deutsche Sprachausgabe ist dabei gelungen und die Sprecher neben ihre Aufgaben sehr ernst.

Im Handbuch, welches sehr ausführlich daherkommt, könnt ihr nochmals alle Informationen zum Spiel nachlesen. Dort wird neben der Steuerung auch das gesamte Spielsystem erklärt. In der beiliegenden Soundtrack CD gibt es noch mal zehn Klassiker aus dem Spiel, welche besonders für Jazz-Fans ein Genuss für die Ohren ist. Grafisch ist Face Noir ist ein dunkler, packender Thriller der sich absolut sehen lassen kann. Ihr solltet jetzt keine Blockbuster-Grafiken ala GTA erwarten, aber für ein Point & Click Adventure sieht das alles schon ganz gut aus. Allerdings fällt das Spiel an manchen Stellen ein wenig extrem dunkel aus, ein bisschen mehr Licht wäre da schon schön gewesen. Die Steuerung, die im Spiel nur per Maus funktioniert, funktioniert einwandfrei und macht keine Probleme. Mit der Leertaste öffnet ihr eurer Inventar und schaut so quasi in euren Trenchcoat. Und in so einem Mantel passen auch nicht ganz so viele Gegenstände rein, ihr solltet also nicht jeden Krimskrams mitnehmen. Mit der Maus wechselt ihr bei den Aktionen zwischen Anschauen, Benutzen und Denk-Modus. Und dieser ist die wichtigste Eigenschaft eines Detektivs. Schliesslich werden ja so die Fälle gelöst.

Bei manchen Dialogen und verdächtigen Gegenständen bietet sich der Denk-Modus an. Dort gibt es dann weitere Informationen zur Vorgehensweise. Alle Infos die ihr bereits gesammelt habt, gibt es in ungeordneter Form. Um sie zu kombinieren müsst ihr zwei davon auswählen. Dann kommt unser Hauptdarsteller automatisch zur einer Schlussfolgerung. Ob diese allerdings auch hilfreich ist, bleibt abzuwarten. Außerdem erwartet euch im Spiel noch ein dynamischer Modus. Dabei fängt der Cursor zu blinken an und ein Maus-Icon am unteren Bildschirmrand erscheint. Damit können dann Gegenstände bewegt oder zerbrochen bzw. aufgehebelt werden. Die Interaktion mit den Gegenständen funktioniert ohne Probleme ,und wenn ihr nichts damit anfangen könnt wird euch Jack del Nero das schon sagen.

Die vielen Rätsel mit ihren vielen undurchsichtigen Storys sorgen für langanhaltenden Krimi-Spaß. Als Privatdetektiv in New York der 30er Jahre fühlt ihr euch wie eine Reise in die Vergangenheit. Das gesamte Umfeld und die Atmosphäre lassen euch richtig in die Geschichten eintauchen und bringen somit ein besonderes Spieleerlebnis. Nur wer nicht ganz auf das damalige Amerika steht, wird vielleicht seine Probleme haben. Aber in diesem Spiel gibt es keine Geschichte, die es nicht gibt. Unvorgesehene Wandlungen und nicht erklärbare Verbrechen soweit das Auge reicht. In dieser Zeit haben Detektive einen vollen Terminkalender.

Fazit:

Face Noir ist ein packender Thriller der in einem gelungen Point & Click Adventure verpackt worden ist. Auch wenn manche Stellen vielleicht ein wenig zu dunkel sind, hat das Spiel schon eine besondere Atmosphäre. Besonders der Stil von New York der 30er Jahre kann sich sehen lassen und ist detailliert dargestellt worden. Ob es nun die Charakter, die Umgebungen oder die Kriminalfälle sind. Der Soundtrack im Jazz Gewand passt sich dem Spiel wunderbar an und unterstreicht das Ganze noch. Fans von Adventures dieser Art werden auch mit Face Noir ihre Freude haben.

Wertung:

Gut