Alex Kidd in Miracle World DX bei uns im Test

Schere, Stein, Papier!

Alex Kidd sollte damals das eigentliche Maskottchen von Sega werden, wurde dann jedoch von Sonic abgelöst. Trotzdem lässt sich nicht bestreiten, dass der kleine Junge Alex für viele ein Teil ihrer Kindheit war. Merge Games nahm sich nun dem Spiel an und veröffentlicht mit Alex Kidd in Miracle World DX ein Remake zum Spiel, dass sich jedoch eins zu eins am Original orientiert. Lohnt sich das Spiel oder solltet ihr lieber die Finger davon lassen? Erfahrt es in unserem Test!

Kurz zu Beginn: Ich hab das Original Alex Kidd in Miracle World nie gespielt, weshalb Spieleerfahrung nicht du das Original beeinflusst wurde.

Hier geht es zur Review auf YouTube.

Fakten

Name: Alex Kidd in Miracle World DX

Plattformen: PlayStation 4/5, Xbox One/Series X, PC, Switch

Genre: Jump ’n’ Run, Kampfspiel

Release: 24.06.2021

Entwickler: Merge Games

Publisher: Merge Games

 

Beschützer von Radaxian

Nachdem Alex Kidd sieben Jahre lang auf Mount Eternal gelernt hat Felsen zu zertrümmern, kommt er zurück in seine Heimat. Auf dem Weg erhält er die Nachricht, dass seine Heimat in Gefahr ist. Ohne viel Nachzudenken macht sich Alex direkt auf den Weg seine Freunde und Familie zu retten. Die Gefahr ist hierbei Janken der Große, der gemeinsam mit seinen drei Kommandanten versucht den Planeten Aries zu erobern. Jetzt liegt es an Alex alle zu retten.

Reden wir nicht drumherum: Die Geschichte ist reine Formsache und bildet lediglich den Rahmen für Alex Kidd in Miracle World DX. Schade ist nur, dass Sie nicht versucht haben mehr aus der Geschichte zu machen, wobei die neue Aufmachung, vor allem beim Schere, Stein, Papier, die flache Story runder wirken lässt. Hier hilft besonders der neue Soundtrack, der die alten Tracks in neuem Licht strahlen lässt.

Apropos Aufmachung, der neue Look von Alex Kidd in Miracle World DX sieht super aus und präsentiert die Level, dank einer neuen Pixel-Grafik, mit abwechslungsreichen Gebieten, schönen Farben und butterweichen Animationen. Zwar habt ihr die Möglichkeit zwischen dem alten und neuen Stil zu wechseln, hier zeigt sich aber wie das Original aus der Zeit gefallen ist und wie schön das Remake aussieht.

Bevor ich es vergesse: Im Menü könnt ihr direkt das Original auswählen und die gleiche Erfahrung wie zum Original Release machen.

Schlichtes Gameplay mit Problemen

Alex Kidd in Miracle World DX setzt auf ein schlichtes Gameplay, das nur aus Schlagen und Hüpfen besteht. Für das Remake eines geliebten alten Plattformers wäre das zwar kein Problem, jedoch wird der Spielspaß immer wieder von der unpräzisen Steuerung getrübt. Ich verstehe das Plattformer früherer Generation immer einen gewissen Lag aufwiesen, ich bin aber auch der Meinung das dies in einer Neuauflage verändert werden könnte. Das „Rutschen“ und die ungenaue Steuerung haben oft zu Frustmomenten gesorgt und kann einen an manchen Stellen echt zu Weißglut treiben. Besonders merkwürdig ist, dass sich nach dem Wechsel in den alten Stil die Steuerung genauer angefühlt hat. Natürlich werden Fans des Originals über die Steuerung in dem Fall hinwegsehen können, aber ich finde, dass es nicht hätte sein müssen.

Das Spiel lässt euch zudem die Wahl zwischen einem Durchlauf mit Herzen oder unendlichen vielen Herzen. Dies hilft insbesondere neuen Spielern, die Hardcore Spiele früherer Konsolen nicht gewohnt sind. Leider versperrt euch die Wahl von unendlichen Leben auch einige Trophäen, was das Spielen mit Herzen für Trophäenjäger obligatorisch macht. Zumindest warten in manchen Leveln auch Rätsel auf euch, die schnell gelöst sind, aber für eine Prise Abwechslung sorgen.

Der Einsatz eines Motorrads, Schnellboots oder des Petikopters sorgen weiterhin für eine Veränderung im ständig gleichen Gameplay und töten euch nicht beim ersten Treffer. Auch müsst ihr vor so gut wie jedem Bosskampf eine Runde Schere, Stein, Papier gewinnen. Was hier negativ aufgefallen ist, ist dass die Gegner immer die gleiche Reihenfolge nehmen, was Spieler:innen immer den zweiten Versuch gewinnen lässt.

Es sollte es euch Wert sein…

Der Umfang des Spiels beläuft sich auf gerade einmal 2 Stunden, obwohl Alex Kidd in Miracle World DX mehr Level bietet als noch das Original. Auch ist im Umfang des Spiels ein Bossrush Modus enthalten, in welchem ihr alle Bosse nacheinander angehen dürft. Neben ein paar Geheimnissen, die ihr in den Levels finden könnt, sucht ihr aber vergeblich nach Inhalten und könnt nur die Geschichte immer wieder spielen. Ob euch dieser Umfang 34,99€ auf der PlayStation 5 Wert ist, müsst ihr für euch selbst entscheiden. Zumindest kann das Spiel für einen spaßigen oder auch frustrierenden Abend sorgen.

 


Der Test basiert auf einem Reviewcode für Alex Kidd in Miracle World DX für die PlayStation 5, der uns freundlicherweise vom Publisher zur Verfügung gestellt wurde.

 

58%
Leider nicht so gut wie erhofft

Alex Kidd in Miracle World DX zeigt sich in Sachen Grafik-Stil und Animationen von seiner besten Seite. Leider nimmt die unpräzise Steuerung und der geringe Umfang den Spaß am Spielen und sorgt lediglich für kurzweiligen Spielspaß. Zwar fügt das Remake viele Komfortfunktionen hinzu, lässt aber viele Baustellen aus. Wir können das Spiel leider nicht jedem uneingeschränkt empfehlen, aber Fans von Klassikern könnten ihren Spaß mit dem Spiel haben, wenn es ihnen das Geld wert ist.

  • Grafik
  • Sound
  • Story / Atmosphäre
  • Steuerung / Technik
  • Umfang
Alex Kidd in Miracle WorldAlex Kidd in Miracle World DXMerge GamesPlaystation 5
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