11-11: Memories Retold bei uns im Preview

Emotionales Weltkriegs-Abenteuer

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Während unseres Termins bei Bandai Namco auf der vergangenen Gamescom hatte der Publisher neben seinen Flagschiff-Spielen auch einige eher kleinere Titel dabei. Lustigerweise waren genau diese Spiele die, die uns am besten gefallen haben. Über Twin Mirror, das neue Projekt von Dontnod Entertainment, haben wir euch bereits berichtet. Heute stellen wir euch mit 11-11: Memories Retold die nächste Perle vor. Das Adventure wird von den Studios Aardman Animations und Digixart entwickelt, die dabei von Bandai Namco unterstützt werden. Wir konnten den Titel nach einer ausführlichen Präsentation bereits einige Minuten spielen und liefern euch nun unsere Preview.

11-11: Memories RetoldWas ist 11-11: Memories Retold?

11-11: Memories Retold ist in erster Linie ein Weltkriegs-Abenteuer. Doch bevor ihr jetzt direkt abwinkt, lest ihr lieber noch etwas weiter. Im Spiel schlüpfen wir abwechselnd in die Haut eines jungen Fotografen, den es, um Fotos zu schießen, im Jahre 1916 an die europäische Front verschlägt und in die eines deutschen Mechanikers, der an der Front nach seinem als vermisst gemeldeten Sohn suchen will. Beide Charaktere ziehen dabei nicht mit dem Wunsch nach Krieg und Abenteuer an die Front, sondern vielmehr mit dem Wunsch einfach zu überleben. Um dann möglichst unversehrt zu ihren Freunden und Familien zurückzukehren. Wer die Ereignisse im 1. Weltkrieg kennt, der weiß, dass das eindeutig keine allzu leichte Aufgabe ist.

Unsere beiden Protagonisten werden dabei von zwei wirklich bekannten Schauspielern synchronisiert. Elijah Wood, bekannt aus der Herr der Ringe-Trilogie oder Sin City, verkörpert im Spiel unseren Fotografen und Sebastian Koch, bekannt aus Das Leben der Anderen oder Stirb Langsam 5, spielt den deutschen Mechaniker. Die Erfahrung und Qualität der beiden Schauspieler spiegelt sich dementsprechend in der wunderbaren Synchronisation wider. Dadurch bekommen die emotionalen Erzählungen im Spiel einen zauberhaften Touch und stellen gemeinsam mit der einzigartigen Grafik die Highlights dar. Einzigartige Grafik? Achja, das gesamte Spiel setzt auf eine Art Gemälde-Look. Was auf den ersten Blick etwas verschwommen wirken kann, soll ein spielbares, interaktives Gemälde darstellen. Das passt einfach perfekt zur restlichen Stimmung des einzigartigen Abenteuers und verleiht ihm außerdem ein Alleinstellungsmerkmal.

11-11: Memories RetoldErzählerisch top, spielerisch auch?

Die, zumindest in der Demo, sehr schön inszenierte und tragische Thematik des Spiels, konnte uns direkt von Beginn an packen. Doch der größte Kritikpunkt ist definitiv das „Gameplay“. 11-11: Memories Retold wirkt die meiste Zeit über wie ein einfacher Walking-Simulator, da wir eigentlich nur von A nach B und von B nach C laufen müssen. Zwischendrin dürfen dann mal einen Hebel betätigen oder eine Weinflasche holen. Selbst die Rätsel die wir in der Demo lösen mussten, waren nicht der Rede wert und auch die Gespräche, die wir führen mussten, brachten keinen Schwung in die Partie. „Actionreicher“ wurde es dann als wir auf dem Schlachtfeld dem feindlichen Beschuss ausweichen und nebenbei Fotos von unserem Anführer machen mussten, doch selbst das forderte uns nicht heraus.

Natürlich kann man jetzt sagen, dass so der erzählerische Part klar im Vordergrund steht, doch ein Videospiel sollte weiterhin auch den spielerischen Part nicht zu sehr vernachlässigen. Andere Adventure-Titel schaffen es ja ebenfalls uns sowohl bei der Story als auch beim Gameplay zu überzeugen. Alles in allem blieb uns die Gamescom-Demo von 11-11: Memories Retold trotzdem positiv in Erinnerung. Deshalb werden wir diese kleine Perle auf jeden Fall im Auge behalten, wenn es am 9. November 2018 für die PS4, die Xbox One und den PC erscheint.