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Yonder: The Cloud Catcher Chronicles bei uns im Test

Yonder: The Cloud Catcher Chronicles ist ein Indie-Projekt auf welches ich sehr gespannt war. Ob das Spiel mit der schönen Open World im Test überzeugen konnte erfahrt ihr jetzt gleich.

Was ist eigentlich „Yonder: The Cloud Catcher Chronicles“?

Wie eben bereits erwähnt handelt es sich bei Yonder um ein Indie-Game vom australischen Studio Pridefull Sloth, diese wollen allerdings eher an die Qualität von großen AAA-Titeln anknüpfe. Im Grunde handelt es sich hier um ein Spiel mit einer großen und wirklich schönen Open World, die ihr von Anfang an ohne große Einschränkungen erkunden könnt, in dem es darum geht zu erkunden und sich in gewissen Metiers zu spezialisieren. Neben der Hauptstory gibt es noch etliche Nebenquests und Dinge wie kleinen Bauernhöfen um sich die Zeit zu vertreiben.

Hey Listen

Sowohl vom Look als auch vom Open World-Konzept konnte ich mir einen kurzen Vergleich mit The Legend of Zelda: Breath of The Wild nicht verkneifen. Ich meine wir wachen in einer Höhle mit grellen Lichtern auf und sobald wir hinausgehen sehen wir eine riesige, wunderschöne Open World. Zugegeben das hat rein gar nichts mit Kopie zu tun, so was kann eben mal vorkommen aber dennoch fällt es einem doch auf. Allerdings findet man sich schnell damit ab, dass es kein Zelda ist und wenn doch, dann ein Zelda für Pazifisten. Ja es gibt keine Gewalt und keine Gegner, es gilt die Insel vom Bösen zu befreien und das auf einem friedlichen Weg.

In Vielfalt geeinigt

In Vielfalt geeinigt – so lautet das Motto der EU, anscheinend auch das von Pridefull Sloth. Das Spiel bietet viele verschiedene Aspekte und sehr viele Nebenquests, im Endeffekt ist sich aber alles einfach zu ähnlich oder nicht tiefgreifend genug. Die Nebenquests laufen nämlich fast immer nach dem Schema „Hol mir das, besorge mir dies und suche jenes“ ab. Das ist prinzipiell nicht verwerflich und viele Spiele nutzen es, aber naja  repetitiv und so. Achja einen eigenen Bauernhof dürft ihr euch auch in jedem Gebiet einrichten, wow endlich mal einen schönen 3D-Bauernhof abseits von Simulatoren.. leider nein. Das Feature ist durchaus nett und nicht schlecht, aber viel machen könnt ihr als Bauer nun auch nicht.

Crafting und Handeln sind ein weiterer Punkt den das Spiel zu bieten hat. Beispielsweise erzeugt ihr Milch auf eurer kleinen Farm um damit dann später im Dorf zu handeln (Tauschgeschäfte). Es gibt übrigens auch unterschiedliche Crafting-Spezialisierungen wie Koch oder Bastler. Um an wichtige Rohstoffe zu kommen könnt ihr Mittels Axt, Hammer, Picke, Sichel, Angel und einigen anderen Werkzeugen auf Sammeltour gehen.

Süß, süßer, Yonder

Eins kann man dem Spiel definitiv nicht abstreiten: Seinen Charme. Egal ob es nun die Landschaft ist, die süße Grafik oder die „Tiere“. Alles wirkt stimmig. Einen Vorteil hat das Spiel dann doch gegenüber BoTW und zwar einen Soundtrack, dieser ist zwar kein Meisterwerk aber immerhin vorhanden. Das einzige was an dem Spiel nicht niedlich ist, ist die bedrohende Dunkelheit. Diese gilt es ganz einfach zu bezwingen in dem ihr überall auf der Welt verteilt Feengeister einsammelt, diese können dann die Dunkelheit (grenz euch von gewissen Arealen ab) mit ihrer Kraft beseitigen.

Das Spiel kann etwas für Kinder sein, da es nicht übermäßig komplex ist, es keine Gewalt gibt und alles einfach niedlich aussieht. ABER auch für Erwachsene hat das Spiel etwas, denn nicht jedes Spiel muss auf Dark Souls-Niveau sein und wenn ihr wirklich sterben wollt: Ertrinken geht.

Die Technik Yonder, die Technik!

Was die Steuerung angeht kann ich nicht klagen, auch wenn ich hier und da mal das Gefühl hatte sie war minimal schwammig. Technisch betrachtet läuft Yonder einwandfrei und ohne Ruckler.

 

83%

Fazit

Ich muss sagen ich hatte meinen Spaß mit Yonder, wie mit lange keinem Indie-Game mehr davor. Ja ihr werdet nicht andauernd motiviert die Story durchzuhauen und die Quests sind sehr repetitiv. Aber das Spiel ist schön, könnte besonders für die jüngeren Interessant sein und ist generell eher entspannend. Wer keine zu hohen Ansprüche in Sachen ABwechslung und Schwierigkeitsgrad stellt kann dieses Spiel für rund 20 Euro mal mitnehmen.

  • Grafik 95%
  • Sound 85%
  • Steuerung 95%
  • Umfang 70%
  • Atmosphäre 90%
  • Story 65%

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