Wir waren bei EA – Podiumsdiskussion zum Thema eSport

Am Dienstagabend war ich bei EA zu Gast, doch diesmal war Electronic Arts nur Gastgeber einer Podiumsdiskussion zum Thema eSport. Veranstalter dieser Aktion war die Kölner SportTreff eG, die seit 10 Jahren nun Veranstaltungen rund um den Sport organisiert. Auch der eSport wird immer beliebter und gerade aus diesem Grund kamen nun Experten zusammen und diskutierten über die Entwicklung und die Zukunft des eSports.

Folgende Redner waren vor Ort:

Moderatoren:

  • Daniel Schüler , Moderator, Journalist, Sprinter

Das ganze Event fand im Hauptquartier von EA im Kölner Rheinauhafen statt, um 19:30 folgte eine zweistündige Diskussion zum Thema eSport, welche auch auf Youtube Live verfolgt werden konnte.

eSport = Sport?

Im Allgemeinen kamen die altbekannten Themen wieder in den Vordergrund, ob eSport denn Sport sei. Im Bezug auf diese Frage wich Dr. Christoph Niessen oftmals aus und verneinte im diesem Sinne die Frage. Für ihn persönlich ist eSport kein Sport. Im gleichen Atemzug ist für Alexander Müller ( Geschäftsführer, SK Gaming ) auch nicht das Ziel, eSport olympisch zu machen. Zukünftig möchte man jedoch den Eindruck von eSport und Informationen rund um dieses Phänomen besser vermitteln, um den Menschen zu zeigen, was alles dahinter steckt. Alexander Müller betont ebenfalls, dass es in der Zukunft mehr Menschen geben wird, die sich eSport Events anschauen werden, als ein Sportereignis im Fernsehn.

Sportclubs im eSport

Vertretend für den 1. FC Köln war Philipp Liesenfeld zu Gast, der ein wenig über die Projekte des Fc’s sprach. Eine klare Zukunft für den FC in Verbindung mit einem eigenen eSport Team gibt es jedoch aktuell nicht. Liesenfeld äußerte sich aber zu der Frage:

Ich glaube, dass es bei uns definitiv Elemente bzw. Geschäftsmodelle gibt, die auch dem eSport helfen könnten […]. Wenn wir über Trainingssteuerung nachdenken oder auch darüber nachdenken, wie wir es tagtäglich versuchen, dass unsere Spitzenathleten auf den Punkt fit sind und auf den Punkt performen, gibt es da Anknüpfungspunkte, die beide Industrien zusammen bringen können. Am Beispiel von Schalke 04, Paris St. Germain oder dem VFL Wolfsburg sieht man, dass es dort Wege gibt das nutzen.

Ballerspiele wieder der Übeltäter?

Dr. Christoph Niessen versuchte unterdessen auch das Spiel CounterStrike: Global Offensive zu erklären (Minute 37:30) und scheiterte kläglich mit einem Zitat aus einem Wikipedia Artikel. Bezugnehmend kam dieses Thema auf, da das Team von Alexander Müller – SK Gaming – das am letzten Wochenende ausgetragene CS:GO Turnier, die ESL Cologne, in der Kölner Lanxess Arena gewann.

Alexander Müller korrigierte danach die Erklärung von Herrn Niessen und stellte das Spiel CounterStrike mit einem Beispiel vor. Die altbekannten politischen Erklärungen von „Gewaltspielen“ seien immer noch ein Problem, welche immer wieder zu Missverständnissen führen.

Zu viel Spielen ist auch nicht gut!

Ganz klar war die Aussage von Alexander Müller im Bezug auf die Sucht bei Computerspielen und die Wichtigkeit von Gesundheit und Ausgewogenheit beim Spielen (Minute 25:50).

 

 

Es mag überraschend klingen, aber für uns ist es unfassbar wichtig, dass unsere Spieler auf dem Niveau auf dem sie sind Sport machen, weil sie können das, was sie in einem Turnier als Stress verarbeiten müssen, nicht physikalisch ausgleichen, das heißt sie brauchen den Ausgleich. Für uns ist es sogar super wichtig, dass es diesen Sport organisiert (Verein oder Fitnessstudio) für unsere Spieler gibt, sonst könnten wir gar nicht so eine Leistung abrufen. Das ist definitiv ein Miteinander.

Der eSport weiter im Boom?

Jan Pommer, der für das Unternehmen Turtle Entertainment und somit die ESL arbeitet, ging auf die Frage ein, was denn so ein eSportler verdient, nachdem Alexander Müller dazu keine Aussage machen wollte:

Das können Sie alle googeln „eSportler“, da finden Sie auch Menschen die dann sogar schon fast siebenstellig verdienen und hunderte die sechsstellig verdienen. […], dann ist das durchaus etwas, was man Hauptberuflich betreiben kann […]. Es ist jetzt durchaus auch eine Phase in der Herr Müller nicht nur ein Spieler Delete Emails löschen muss, sondern auch von Investoren angesprochen wird, denn es ist ein Boommarkt, in dem jetzt auch viele jetzt ihr Glück versuchen.

Alexander Müller verweist hier auf den immer weiter wachsenden Markt von Streaming Plattformen wie Twitch und auch durch den Kauf dieser Plattform durch Amazon, einen Weckruf der Wirtschaft, die nun sieht, dass es ein lukratives Geschäft ist, bei dem jeder ein Stück vom Kuchen abhaben möchte.

Fazit

Insgesamt wurde viel erzählt und diskutiert und wer sich für das Thema interessiert, sollte sich den ganzen Livestream anschauen. Überzeugen konnte Alexander Müller auf ganzer Linie. Eine sehr engagierte und fokussierte  Persönlichkeit, die den eSport voran bringen möchte. Auch alle anderen Teilnehmer konnten sehr konstruktiv zu diesem Thema etwas beitragen und es bleibt interessant, ob die Zukunftsvisionen aller Teilnehmer schon bald oder doch in ferner Zukunft Realität werden. (Dies ist ein persönlicher Eindruck und stellt nur meine Meinung dar und nicht die des Gamesmag-Teams)

(Fotos: Sascha Wiesmann)
Justin

Justin

eSports Redaktuer - PC Liebhaber - Leidenschaftlicher Gamer
Justin

eSports Redaktuer - PC Liebhaber - Leidenschaftlicher Gamer

Das könnte dir auch gefallen Mehr vom Autor

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.