Das Spielemagazin für PS4, XBoxOne, 3DS, WIIU und Brettspiele

Was ist ein Strategie-Spiel?

Wenn Sie von Natur aus ein Planer und Entwickler sind und dazu noch gerne mal etwas erobern würden, dann sind Strategiespiele sicher was Passendes für Sie. Was genau diese Spiele darstellen, wird in diesem Artikel erzählt.

Das Spiel des Denkens

Für ein Strategiespiel ist eine langfristige Planung des Spielverlaufs entscheidend. Spieler müssen so ein Spielvorgehen entwickeln, das es den gesamten Spielverlauf umfasst. Es geht also nicht darum, den nächsten Spielzug des Gegners aus taktischer Sicht auszurechnen, sondern vielmehr immer ein paar Spielzüge im Voraus zu denken und ihre möglichen Auswirkungen zu planen. Es gibt verschiedene Arten von Strategiespielen:

  • Brettspiele
  • Echtzeit-Strategiespiele
  • Wirtschaftssimulationen
  • Aufbaustrategiespiele
  • Globalstrategiespiele

Brettspiele

Die ersten Strategiespiele sind Brettspiele, und das bekannteste darunter ist natürlich das königliche Spiel Schach. Hier müssen zwei Spieler abwechselnd Schachfiguren auf einem Spielbrett bewegen. Das Ziel dabei besteht darin, den Gegner schachmatt zu setzen. Zu anderen traditionellen Spielen gehören Go, Mancala und Dame. Alle diese Spiele sind zufallslos, d.h. es gibt keine Zufallselemente. Gerade das ist der größte Unterschied zwischen Strategiespielen und Glücksspielen: bei lord of ocean hängt Vieles vom reinen Glück ab. In der letzten Zeit sind auch die sogenannten Konfliktsimulationsspiele besonders beliebt. Darunter versteht man komplexe Brettspiele, die reale oder fiktive kriegerische Auseinandersetzungen simulieren. Das können antike, heutige oder zukünftige Konflikte sein, aber meistens liegt das Hauptaugenmerk auf dem Zweiten Weltkrieg.

Echtzeit-Strategiespiele

Vielleicht haben Sie bereits die Abkürzung RTS (steht für real-time strategy) gesehen. Diese Computerspiele waren um die Jahrtausendwende besonders populär, genießen aber auch heute noch große Beliebtheit. In solchen Spielen führen alle Teilnehmer ihre Aktionen simultan, in Echtzeit. Um das Spielziel zu erreichen, muss man die richtige Aktion rechtzeitig am richtigen Ort durchführen. Zu den ersten Echtzeit-Strategiespielen gehören Powermonger von Bullfrog, Herzog Zwei und Mega lo Mania. Richtig populär wurde aber diese Spielform schon mit Warcraft, Total Annihilation, Age of Empires und StarCraft. Heute gibt es zahlreiche Verschmelzungen von Echtzeit-Strategiespielen mit anderen Genres. Ein gutes Beispiel dafür sind MOBAs, Multiplayer Online Battle Arenas, bei denen es noch zusätzlich Elemente des Rollenspiels und Mechaniken „Spieler gegen Spieler“ gibt.

Rundenbasierte Strategiespiele

Diese Spiele sind den Echtzeit-Spielen quasi entgegengesetzt. Der wichtigste Unterschied zwischen den beiden Spielarten besteht darin, dass die Aktionen der Spieler nicht in Echtzeit, sondern in einzelnen Runden ausgeführt werden. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten. Die erste ist, dass Spieler die Spielzüge abwechselnd planen und ausführen. Die zweite Möglichkeit ist, die Züge rundenweise gleichzeitig zu planen und sie dann auch gleichzeitig auszuführen. Bei den rundenbasierten Spielen haben die Spieler zwischen den einzelnen Runden wirklich genug Zeit, um die nächsten Züge möglichst genau zu planen. Gerade diese Tatsache trägt dazu bei, dass E-Mail-Spiele und Post-Spiele so verbreitet sind. Meistens handelt es sich bei den rundenbasierten Spielen um Brett- und Tabletop-Spiele, es gibt aber auch viele Computerspiele, wie z.B. Heroes of Might and Magic, Battle Isle, Age of Wonders oder Jagged Alliance.

Zusammenfassung

Ein Strategiespiel ist immer eine gute Wahl, denn es bringt nicht nur Vergnügen beim Spielen, sondern trainiert auch unser Hirn und hilft ihm stets fit zu sein.

Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag