TT – Isle of Man bei uns im Test

Eine Bereicherung für das Rennspiel-Genre?

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Am 16. März erschien das von Kylotonn Racing entwickelte Motorrad-Spiel TT – Isle of Man, dass dem gleichnamigen Sport-Event gewidmet ist. Haben die Entwickler es geschafft ein aufregendes und zugleich realistisches Rennspiel abzuliefern, dass einen frischen Wind ins Genre bringt? Wir sind dieser Frage nachgegangen und haben das Spiel für euch getestet.

Rennsport erfreut sich schon seit langer Zeit rund um den Globus einer sehr großen Beliebtheit. Kein Wunder also, dass es seit den Anfängen der Videospiel-Geschichte immer entsprechende Spiele gegeben hat und auch weiterhin geben wird. Trotzdem kann man im Moment durchaus behaupten, dass das Genre in manchen Bereichen eine kleine Krise durchläuft. Während sich die Autorenn-Spiele so langsam wieder fangen, hängen die Motorrad-Spiele leider noch ein bisschen durch. Zwar erscheint quasi jährlich ein neuer MotoGP-Ableger von Milestone oder ein einsteigerfreundlicherer Ableger der Ride-Reihe, doch es fehlt einfach ein frischer Wind.

tt isle of manHat sich das Warten auf TT – Isle of Man gelohnt?

Das hat man bei Kylotonn Racing wohl auch gedacht und deswegen TT -Isle of Man entwickelt. Das Spiel zum gleichnamigen Event, erfuhr seit seiner Ankündigung einen doch ordentlich Hype seitens der Community. Dieser musste jedoch bereits recht schnell einen ersten Dämpfer hinnehmen, nachdem das Spiel von November 2017 auf März 2018 verschoben wurde. Jetzt ist es endlich hier und wir können euch beruhigen. Es ist ein solides Rennspiel geworden, dass vom Gameplay her durchaus mit MotoGP mithalten kann.

Die Grafik ist solide und überzeugt vor allem durch nette Details. So sehen wir tote Fliegen auf der Windschutzscheibe oder erleben im Helmmodus ein gut gelungenes Geschwindigkeitsgefühl. Die Umgebungsgrafik hat man dabei leider etwas vernachlässigt, was relativ schade ist. Beim Sound muss man ein Wenig differenzieren. Die Geräusche der Motorräder sind gut gelungen und überzeugen besonders dadurch, dass sie sich voneinander unterscheiden. Die musikalische Untermalung hingegen fällt hingegen nicht so spektakulär aus, erledigt aber den Job.

tt isle of manGutes Gameplay ist nicht alles

Teilweise hat man während dem Spielen das Gefühl, dass man die gesamte vorhandene Kreativität und Anstrengung in die Steuerung und das Gameplay hat fließen lassen. Das merkt man nicht nur beim bereits erwähnten Soundtrack, sondern auch bei den extrem lieblos gestalteten Menüs. Hier stellt man sich die Frage: Man hat das Spiel verschoben und sich extra mehr Zeit genommen und trotzdem kein gescheites Menü eingebaut? Sehr schade und auf jeden Fall ein bisschen ärgerlich.

Wer sich von den angesprochenen Punkten nicht abschrecken lässt, bekommt immerhin spaßiges Gameplay geboten, dass wirklich gut funktioniert. Ein gelungenes Gameplay ist aber nur die halbe Miete, denn was bringt es uns, wenn wir keine coolen Spielmodi haben, in denen wir es benutzen können? Und hier erfindet TT – Isle of Man das Rad auch nicht neu. Mit insgesamt fünf verschiedenen bereits bekannten Modi (Online- und lokaler Multiplayer, Zeitrennen, Schnelle Rennen & Karriere) deckt der Titel lediglich die Grundlagen ab, bietet ansonsten aber wenig Abwechslung. Für die fünf Spielmodi stehen euch 10 Strecken und rund 40 Motorräder zur Verfügung, die sich abgesehen von den Maschinensounds und der Beschleunigung kaum bemerkbar voneinander unterscheiden.

68%
Tolles Gameplay, trifft auf mauen Umfang - hier ist definitiv mehr drin gewesen.

Fazit

Der gewünschte frische Wind für das Genre ist es am Ende leider nicht geworden aber TT Isle of Man bringt durchaus Aspekte mit sich, die für eben jenen Wind sorgen können.
Das Gameplay ist wirklich gut gelungen und sehr einsteigerfreundlich aber trotzdem schwer zu meistern. Und auch die Grafik bewegt sich in die richtige Richtung.
Wenn man sich für den nächsten Teil etwas mehr Zeit nimmt, die Menüs aufhübscht und den Inhalt etwas aufstockt, dann kann das wirklich was werden.

  • Umfang 60%
  • Steuerung 80%
  • Grafik 70%
  • Sound 60%