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Total War: Warhammer 2 bei uns im Test

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Etwas mehr als ein Jahr ist es her, dass Creative Assembly mit Total War: Warhammer den ersten Ausflug der Strategiespielreihe in das Fantasy-Setting wagte – mit Erfolg. Nun ist der zweite Teil erschienen, der jetzt versucht, an die Erfolge des Vorgängers anzuknüpfen und gleichzeitig genug neue Impulse zu setzen, um einen Kauf zu rechtfertigen. Ob uns Total War: Warhammer 2 dahingehend überzeugen konnte, erfahrt ihr hier in unserem Test.

Total War: Warhammer 2 ist die Fusion der Total War – Reihe, die nun schon seit 17 Jahren mit ihrem einzigartigen Mix aus epischen Echtzeitschlachten und rundenbasierter Verwaltung von Städten und Armeen Strategiefreaks an den PC fesselt, mit dem gigantischen Warhammer-Universum. Obwohl die Total War – Reihe bisher immer für ihre realitätsnahe Darstellung von verschiedensten Epochen der Weltgeschichte, wie beispielsweise der Sengoku-Zeit in Japan oder die Ära des römischen Reiches, bekannt war, ist der Schritt in das Warhammer-Universum sehr interessant. Vor allem, da die Welt von Warhammer so unfassbar viel Stoff liefert. Ging es z.B in Warhammer 1 noch vordergründig um das menschliche Imperium, die Grünhäute, die Zwerge und die Vampirfürsten, so spielen in Total War Warhammer 2 vier andere Fraktion die Hauptrolle, nämlich die Hochelfen, die Echsenmenschen, die Skaven und die Dunkelelfen. Jede Fraktion hat dabei ihre spezifischen Truppen und bestimmte Eigenschaften, die Vor- und Nachteile mit sich bringen. Dabei spielen sich diese vier Fraktion deutlich unterschiedlich, da es sich wirklich um komplett unterschiedliche Rassen mit unterschiedlichen Motiven handelt. Dies erhöht den Wiederspielwert von Total War: Warhammer 2 ungemein, da es einfach Spaß macht, die verschiedenen Fraktionen zu testen und mit ihnen die Herrschaft zu erlangen.

Um die Herrschaft über die Kontinente der sogenannten Neuen Welt zu erlangen, müsst ihr im Wesentlichen zwei Aspekte des Spiels meistern. Zum einen den Ausbau eurer Städte und das managen eurer Streitkräfte auf der rundenbasierten Kampagnenkarte, zum anderen eure Fähigkeiten als General, wenn es zum Aufeinandertreffen mit eurem Feind kommt. Sowohl die Kampagnenkarte als auch das Schlachtfeld sind optisch überaus ansprechend und vermitteln das Warhammer-Feeling. Wenn ihr mit eurer Armee auf einen gegnerischen Drachen trefft, der mit einem Feuerstoß eure gesamte Front dezimiert, kann man schonmal leicht in Panik verfallen. Genauso schön ist es, wenn ihr den Gegner mit eindrucksvollen Zaubern das Fürchten lehrt. Zwischen den Schlachten befindet ihr euch auf der spielbaren Landkarte, die mindestens genauso gut aussieht. Die verschiedenen Lebensräume der einzelnen Fraktionen heben sich deutlich ab: Die Echsenmenschen beheimaten beispielsweise die tropische Dschungelregion im Süden, während sich im eisigen Norden auf dem Kontinent Naggaroth die Dunkelelfen angesiedelt haben. Dies ist nicht nur eine graphische Spielerei, sondern hat auch Auswirkungen auf den Spielverlauf. Die neu eingeführte Klimazonen-Mechanik gibt euch nämlich Vor- und Nachteile beim Besiedeln neuer Städte, davon abhängig, wie wohl sich euer Volk in der entsprechenden Region fühlen. Wie oben angesprochen, lassen sich die an warme Gebiete gewöhnten Echsenmenschen nicht gerne im kalten Norden nieder, und ihr müsst dementsprechend in so einem Szenario mit Nachteilen rechnen.

Auf der Karte besonders auffällig ist der große Mahlstrom, der sich in der Mitte des ringförmigen Inselkontinent Ulthuan, dem Reich der Hochelfen, erstreckt. Der Mahlstrom ist Dreh- und Angelpunkt der Story von Total War Warhammer 2. Er zentriert die Magie der gesamten Welt und ist dazu erschaffen worden, das Chaos daran zu hindern, die Welt von Warhammer heimzusuchen. Im Verlauf der Story möchte nun jede der vier Fraktionen die Kraft des Mahlstroms für sich zu gewinnen und für seine Zwecke zu nutzen, sei es für gute oder weniger gute Zwecke. Um die Kontrolle über den großen Mahlstrom zu erlangen, müssen insgesamt fünf Rituale durchgeführt werden. Dazu müsst ihr fraktionsspezifische Ressourcen sammeln, im Falle der Hochelfen sind es beispielsweise Wegsteinsplitter. Diese könnt ihr z.B. auch beim Erkunden von Ruinen finden oder durch das Abschließen von Missionen erhalten. Wenn ihr genug Ressourcen gesammelt habt und endlich ein Ritual durchführen könnt, erwartet euch das nächste Problem: In der Zeit, in denen bei euch Rituale in bestimmten Städten durchgeführt werden, sind eben diese Städte die Ziele von feindlichen Truppen, die selbstverständlich das Ritual verhindern wollen. Zusätzlich zu den gegnerischen Fraktionen erscheinen noch bei Ritualbeginn Invasionstruppen des Chaos, die eure Ritualstädte vernichten wollen. Die ersten vier Rituale dauern 10 Runden, das letzte sogar ganze 20 Runden, in der ihr eure Mauern vor dem feindlichen Ansturm verteidigen müsst, was wirklich eine gute Planung eurer Verteidigungsstrategie voraussetzt. Ansonsten werdet ihr von den Invasionstruppen überrannt und müsst große Verluste in Kauf nehmen. Der große Mahlstrom als neues Story-Element bringt frischen Wind in das altbekannte Total War-Gameplay und ist ein willkommene Abwechslung, die die Story deutlich von dem Handlungsstrang des ersten Teils der Total War Warhamer-Serie abhebt.

87%

Wer jemals gefallen an einem Strategiespiel gefunden hat, und dazu ein Fan von Fantasy ist, wird um dieses Spiel nicht herumkommen: Total War: Warhammer 2 verbindet beide Komponenten perfekt und legt so seinen Klassiker noch einmal neu auf. Die gelungene Atmosphäre zieht sich auch dieses Mal durch das gesamte Spiel, die neuen Fraktionen und die Story rund um den großen Mahlstrom werden auch Veteranen des ersten Teils wieder an die Tastatur fesseln. Rundum gelungen, klare Kaufempfehlung.

  • Grafik 90%
  • Sound 85%
  • Umfang 87%
  • Story / Atmosphäre 87%
  • Steuerung 84%

Fifa-Profi, Dark Souls-Champion, Pokemonmeister

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