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The Bureau – XCOM Declassified im Test

Aus dem Hause 2K Games haben wir in der Games-Mag Redaktion ein ganz besonderes Paket bekommen. Zunächst haben wir uns ein wenig erschrocken und uns gewundert über diesen seltsamen Umschlag. Liebevoll mit einem Band zugeschnürt erwarteten uns Zeitungsauschnitte, Kopien, Fotos und weitere Überraschungen. Mit The Bureau – XCOM Declassified haben wir dann auch das passende Xbox 360 Spiel entdeckt. Ob es uns gefallen hat und was euch erwartet, wird euch unser Test zum Spiel sagen können.

Das sind mal tolle Aktionen vom Publisher. Ein Spiel, welches sich in täuschend echten Regierungs-Mappe befindet. Dazu viele kleine Extras und eben das Game dazu. Da können wir nur den Daumen nach oben heben. Die Überraschung ist also schon vor dem eigentlichen Spiel geglückt. Doch kann der Inhalt des Spiels auch überzeugen. Wir befinden uns im Jahr 1962. In den USA regiert Präsident John F. Kennedy. Ihr übernimmt die Rolle von Special Agent William Carter, der bei einer streng geheimen Regierungsorganisation arbeitet. Diese hört auf den Namen The Bureau und verfügt nur über auserwählte Mitglieder. Die USA haben nicht nur Probleme mit dem kalten Krieg, sondern müssen sich jetzt noch mit ganz anderen Gefahren auseinandersetzen.

Aliens greifen die Erde an und wollen sie unter Kontrolle bringen. Das soll allerdings erstmal weitgehend geheim bleiben, was natürlich deftig nach hinten losgeht. Der Third Person Tactical Shooter sorgt mit brachialen Einsätzen und taktischen Rafinessen für langen Spielspaß. Zusammen mit euren Teammitgliedern stellt ihr euch der Alien-Horde entgegen und versucht alles, sie zurück ins Weltall zu schicken. Das Amerika der 60er Jahre wurde dabei grafisch perfekt in Szene gesetzt und wird durch tolle Sounduntermalung der damaligen Zeit untermalt. Auch die deutsche Sprachausgabe kann überzeugen, auch wenn es manchmal ein paar Probleme mit der Lippensynchronisation gibt.

 

Zunächst startet ihr alleine und werdet durch einige Zwischensequenzen geführt. Dabei wird euch auch die Steuerung näher gebracht und gut erklärt. Das geht alles auch gut von der Hand, auch wenn die Kamera an manchen Stellen ein wenig rumzickt. Besonders im Kampf mit einem Scharfschützengewehr kann das schon ziemlich nervig werden. Auch bei den Einsätzen gibt es Licht und Schatten. Entweder ihr befindet euch direkt im Kampf gegen die Aliens oder läuft durch die Gegend rum und führt belanglose Gespräche. Diese ziehen sich in die Länge, können aber jederzeit auch mit einem schnellen Klick beendet werden. Eure Teammitglieder werden von rekrutiert und somit auch von euch ausgerüstet werden. Haben sie mehrere Aufgaben erfüllt, werden sie befördert und können im Rang nach oben steigen.

Das Gleiche gilt natürlich auch für euch selber. Solltet ihr oder eure Kollegen im Kampf verwundet worden sein, müsst ihr versuchen schnelle Hilfe zu leisten. Ansonsten ist die Mission beendet und ihr beginnt am letzten Checkpoint. Diese sind aber fair gesetzt. Während des Kampfes drückt ihr die Taste B um ins Taktik-Menü zu kommen. Dort wird das Spiel verlangsamt und ihr könnt eure Befehle verteilen. Entweder schickt ihr eure Jungs in Deckung oder fordert sie zum Angriff auf. Das klappt ganz gut, und die Befehle werden schnell umgesetzt. Munition und Waffen liegen überall herum und sollten für genügend Nachschub sorgen. Neben den einfachen Aliens erwarten euch aber auch Drohnen, Raumschiffe oder andere riesige Mutanten, die alle nicht wirklich fröhlich gestimmt sind.

Der Taktik-Shooter bringt eine spannende Story mit sich, die auch gut inszeniert worden ist. Mit ein paar Macken muss man aber trotzdem leben. So gibt es an manchen Stellen auch störende Pop-Ups oder ihr steht mitten in der Luft. Aber wirklich oft kommt das nicht vor. Die Animationen, die Explosionen und die anderen Effekte sehen gut aus und machen durchaus Lust auf mehr. Ihr solltet jetzt aber auch keine Grafikwunder erwarten. Für einen Shooter dieser Art reicht es aber vollkommen aus und Taktik Füchse werden ihren Spaß haben.

Fazit:

The Bureau – XCOM Declassified überzeugt bei den Gefechten mit den Aliens und langweilt bei den Zwischensequenzen. Dort wird der Zug zur Story wieder runtergefahren. Das hätte besser gelöst werden müssen. Die Ansätze sind auf alle Fälle vorhanden, sie wurden allerdings nicht konsequent umgesetzt. Trotzdem macht das Spiel immer wieder Laune, da die Befehle von euch gut und schnell umgesetzt werden.

Wertung:

Befriedigend

Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag