Teufel Aureol Fidelity In-Ear Kopfhörer im Test

Als Besitzer der „Aureol Groove“, dem Vorgängermodell der neuen InEar-Kopfhörer „Aureol Fidelity“, war ich sehr gespannt, inwieweit man den an sich schon sehr hochwertigen Klang noch weiter verbessert hat, damit es einen Aufpreis von circa 30 Euro rechtfertigt (die Vorgänger kosteten 69 Euro, die neuen Fidelity-Hörer 99 Euro). Im etwa einmonatigen Test konnte ich mich nun davon überzeugen, dass man deutliche Klangverbesserungen vorgenommen hat, welche die Teufel-Hörer nunmehr zu einem echten Allrounder machen.

Üppiges Zubehör

In Sachen Zubehör kann man die Aureol Fidelity wohl nur schwer den Rang ablaufen. Vergleichbare Produkte bietet hier einfach weniger Zusatzbeilagen an. In der fast schon an Apple anmutenden Verpackung schlummern nämlich neben den InEar-Hörern sechs Paar Silikon-Ohradapter in drei Größen und in zwei Farben (weiß und schwarz), ein großer silberner 6,35-mm-Klinkensteckeradapter, ein Flugzeugadapter, ein Kabel-Klipp zum Befestigen an der Jacke eine gepolsterte Transporthülle und sogar ein Reinigungstuch.

Klang

Während das Vorgängermodell mehr zu basslastigen Frequenzen tendierte, wirken die Fidelity-In-Ears durch ein ausgewogeneres Klangbild merklich transparenter an. Das freut vor allem Hörer von Mainstream (Klassik, Pop, Rock), aber auch härteren Genres (Electro, Dubstep), da es nun nicht mehr so schnell zu Kopfschmerzen aufgrund des satten und überproportionalen Bassanteil kommt. Damit einher gehen aber auch vermehrt dezent störende S-Laute in den höheren Hz-Regionen, die beim Vorgänger so gut wie nie zu hören waren.

Wer jetzt Angst hat, dass die Fidelity-Hörer gänzlich auf Bass verzichten, dem sei das Gegenteil allein aufgrund des Namens der Marke Teufel bewiesen. Teufel steht nun mal für einen prägnanten Bassbereich, der mit den neuen In-Ears zwar etwas zurückgeschraubt wurde, aber immer noch sehr definiert herüberkommt.

Er mutet jetzt etwas angenehmer an und stellt sich nicht mehr so sehr in den Vordergrund, transportiert aber weiterhin den passenden Druck – den andere In-Ears dieser Preisklasse oft vermissen lassen. Kurzum: Der Bassbereich kommt genauso wie die anderen Frequenzen nicht zu kurz. Hörbar ist auch eine Verbesserung im Stereo-Panorama, das ein dynamischeres Klangbild ermöglicht.

Tragekomfort & Verarbeitungsqualität

Trotz drei Ohrpolstern-Größen sitzen die Fidelity-Hörer nicht mehr so passgenau im Ohr wie noch der Vorgänger. Selbst mit den am ehesten passenden Ohrmuscheln rutschten die Ohrmuscheln im Test einige Male ungewollt heraus, obwohl sie In-Ear-typisch sehr weit im Hörkanal steckten. Wenn sie erstmal sitzen, spürt man zwar einen leichten Druck im Ohr, der aber nach einer Weile keineswegs unangenehm auffällt. Die In-Ear-Kopfhörer an sich tragen durch das leichte Gewicht des Metallgehäuses zum angenehmen Tragen bei.

Wie von Teufel gewohnt kommen die Aureol Fidelity qualitativ hochwertig daher. Um Umgebungsgeräusche abzufiltern sind die Kabel mit Kunststoff ummantelt. Etwaige Geräusche beim kurzen Sprint zum bald abfahrenden Bus oder im Fitnessstudio werden in der Tat abgedämpft und stören das reine Musikhören durch klaren Sound, wenn überhaupt, nur noch minimal.

Fazit:

Teufel konnte klare Verbesserungen gegenüber dem Vorgängermodell vornehmen, die beim ersten Hören umgehend positiv auffallen. Das stattliche Zubehör, die sehr gute Verarbeitungsqualität sowie der ausgewogene und satte Klang lassen die einzige Schwäche, nämlich den etwas hinterher hinkenden Sitzkomfort nach etwas Eingewöhnung schnell vergessen. Wer nicht mehr als 100 Euro für In-Ear-Kopfhörer ausgeben möchte, der ist mit den neuen Aureol Fidelity in dieser Preisklasse bestens beraten.

Bewertung:

Sehr gut

Freier Redakteur/in