Das Spielemagazin für PS4, XBoxOne, 3DS, WIIU und Brettspiele

Super Mario Odyssey bei uns im Test

Das beste Mario aller Zeiten?

0 293

Seit die Nintendo Switch angekündigt wurde warten die Fans auf das neue 3D-Mario Super Mario Odyssey. Wir haben das Spiel für euch getestet.

Neben The Legend of Zelda: Breath of the Wild ist Super Mario Odyssey wahrscheinlich das Spiel auf das alle Nintendo Switch-Besitzer seit dem Launch der Konsole hinfiebern. Der Hype um das Game war riesig und wir wurden nicht enttäuscht. Neben der Grafik, den detailreichen Welten und der gelungenen Steuerung ist das neue Gameplay-Element, capern, perfekt integriert.

Peach retten? Nicht nur!

Wir alle kennen das Mario-Prinzip, die Prinzessin wird entführt und muss gerettet werden. Auch dieses mal geht es darum Peach aus den Klauen des Bräutigams Bowser zu retten. Der Erzfeind unseres Klempners und dessen Hochzeitsplaner (die Broodals) hinterlassen in allen Welten nichts als Chaos, um Objekte für die Hochzeitsplanung heranzuziehen. Dabei wird Marios Mütze von Bowser plattgetreten. Im Hutland findet Mario seinen neuen Begleiter Cappy, der in seine Mütze reingeht und sie somit repariert, im Gegenzug muss auch Cappys Schwester aus den klauen von King Koopa gerettet werden. Die Reise durch die verschiedenen Welten treten wir mit der namensgebenden Odyssey an, diese wird mit Powermonden angetrieben, also gilt es eben diese zu suchen. Super Mario Odyssey ist bereits ab 44,95 € erhältlich.

Bekanntes Gameplay perfekt ergänzt

Mario muss Sprungpassagen absolvieren, hin und wieder Rätsel lösen, Bosse besiegen oder anders sein Können unter Beweis stellen um an die Powermonde zu kommen. Generell gilt: So viel Abwechslung gab es in einem Mario noch nie. Um eben diese Aufgaben zu bewältigen verfügt unser 3D-Held über alle bekannten Moves vom Wandsprung bis zum Hechtsprung. Das Portfolio wird allerdings durch die vielen neuen Möglichkeiten mit Cappy ergänzt. Auf die Power-Ups im klassischen Sinn wird in diesem Spiel zwar verzichtet, aber das capern mithilfe von Cappy ermöglicht es uns einfach in unsere Gegner einzutauchen und ihre Fähigkeiten zu übernehmen – viel cooler also. Neben Feuerblume und den anderen üblichen Items gibt es nun also viel mehr Möglichkeiten. Ab und an will auch mal ein kleines Retro-Segment im Super Mario-Look mit Charme überzeugen.

Was den Schwierigkeitsgrad angeht erwartet einen hier kein Dark Souls. Die Story kann von wirklich jedem ohne allzu viel Anstrengung durchgespielt werden. Im Post-Game-Content verstecken sich die ein oder anderen Brocken, aber im Endeffekt alles schaffbar. Ein einziger kleiner Kritikpunkt könnte die recht kurze Dauer von rund 10-12 Stunden für das eigentliche Spiel sein, allerdings gibt es danach bzw. nebenher noch so viel zu tun, dass man problemlos noch einmal die gleiche Zeit reinstecken kann. Alles in allem will Super Mario Odyssey eines machen: Spaß und das macht es – auf voller Linie.

Großartiges Design auch ohne Realismus

Grafik ist einfach ein riesiger Punkt in der Videospielbranche. Obwohl Super Mario Odyssey nicht auf Realismus setzt und mit den technischen Limitierungen der Switch handhaben „muss“ sieht es hervorragend aus. Nintendo setzt hier auf Detailreichtum, Abwechslung (Wasser, Strand, Wüste, Stadt,..) und auf das Zusammenpassen im Ganzen. Der Vorteil durch diesen Grafikstil: Das Spiel altert gut und wird auch noch in Jahren gut aussehen. Gamedesign technisch ist auch alles gut gelöst, man steht eigentlich nie auf dem Schlauch. Auch der Soundtrack ist echt catchy, ich erwische mich immer mal wieder mit einem Ohrwurm von „1-Up Boy“. Vor allem  belohnt Nintendo wirklich sehr für das Erkunden jedes kleinsten Abschnitts. Auch die Steuerung ist intuitiv und einfach zu meistern, allerdings können einige Sachen sehr schwer im Handheld-Modus vollführt werden – möglich ist aber alles.

Kleine Extras

Nette Goodies sind die verschiedenen Kostüme, die allerdings nur kosmetisch sind, die Mario tragen kann. Spielerisch tragen die Kostüme nichts bei, aber hey immerhin sind sie nicht in Lootboxen versteckt. Darüber hinaus gibt es noch ein kleines aber durchaus feines Fototool mit dem man schöne, bearbeitete Screenshots erstellen kann. Auch der amiibo-Support darf natürlich nicht fehlen. Bei Nintendo darf auch kein lokaler Multiplayer fehlen: Ein Spieler steuert Cappy, der andere Mario – und das funktioniert echt gut und recht übersichtlich. Ein Online Mehrspieler fehlt zwar, dafür gibt es immerhin einige Online-Ranglisten.

Ein perfektes Spiel?

Ich neige immer dazu zu sagen, dass etwas nicht perfekt sein kann. Meistens springen einem die Kritikpunkte sofort ins Gesicht, doch hier ist es anders. Es fällt mir wirklich schwer irgendetwas negatives festzumachen und wenn ich (wie die Dauer der Kampagne) etwas finde, dann gibt es immer irgendetwas, dass diesen negativen Punkt wieder neutralisiert (Die unzähligen Nebenaufgaben). Aber um es klar zu stellen: Super Mario Odyssey ist einfach gut, nahezu perfekt. Aber hier gilt wer absolut gar nichts mit Jump’n’Runs zu tun haben will oder realistische Grafik voraussetzt der wird auch hieran kein Gefallen finden.

98%
Das beste Mario aller Zeiten!

Fazit

Super Mario Odyssey muss sich nicht hinter den großen Blockbustern von Sony und Co. verstecken. Der Klempner hüpft in seinem bisher größten, und meiner Meinung nach besten, Abenteuer in die Herzen der Switch-Besitzer. Ein absolutes MUSS für alle Nintendo Switch-Besitzer und definitiv ein Kaufgrund für alle die es noch werden möchten. Große Kaufempfehlung - Mein Game of the Year 2017.

  • Grafik 100%
  • Sound 100%
  • Steuerung 99%
  • Umfang 95%
  • Story/Atmosphäre 96%
  • Spielspaß 100%