Super Black Bass 3D im Test

Eine Angelsimulation auf dem Handheld. Dies ist nicht wirklich etwas neues, ältere Semester werden sich sicherlich noch an die beiden Titel der für den Gameboy Color erschienenen „Legend of the River King“-Reihe erinnern können. Nun kann mit Super Black Bass 3D auf Nintendos 3DS wie ein echter Profi geangelt werden.

Und damit kommen wir schon zum wesentlichen Manko dieses Titels. Anfangs gestaltet es sich recht annehmbar. Bei Start eines Neuen Spieles finden wir uns in einem Tutorial wieder, in welchem uns die – eigentlich recht simple – Steuerung erklärt wird. Gleich im Anschluss können wir im Hauptmenü auswählen, was wir denn nun als nächstes machen möchten. Die Auswahl gestaltet sich aus Wettbewerben, freiem Angeln und einem Abstecher im örtlichen Geschäft für Anglerbedarf.

Die Wettbewerbe unterteilen sich in einen lokalen Wettbewerb für Hobbyangler, die Meisterschaft für Anfänger, Profis und Weltprofis sowie den Barsch Profiwettbewerb. Leider aber halten sich unsere Konkurrenten auf einem recht hohen Level auf, sodass es mehr als nur zu empfehlen ist, sich vor Teilnahme an Wettbewerben mehrere Stunden im Freien Angeln zu üben und sich an den Umgang mit der Angel als auch den verschiedensten Ködern und Spinnern zu gewöhnen. Sofern ihr nicht über einiges an Übung verfügt, solltet ihr nicht daran denken, den Hobbyanglern Konkurrenz machen zu wollen bzw. überhaupt zu denken, eine Chance auf die unterste Stufe der Siegertreppe zu haben. Es sei denn, Fortuna persönlich würde es sich neben euch bequem machen. Die Teilnahme am Wettbewerb für Hobbyangler ist zu unseren Gunsten gebührenfrei.

Beim Freien Angeln könnt ihr zwischen fünf Orten wählen, zu Beginn des Spiels ist jedoch nur der Schöpfungsteich zugänglich. Talonsee, Blackfourdamm, Rockfortsee und Mentissee können – höchstwahrscheinlich durch Wettbewerbserfolge oder ab einer gewissen Fischfangrate – freigeschalten werden. Bei mir kam es mangels Talent leider nicht dazu. Im Laden könnt ihr eure Barschaft gegen neue Angelruten, Angelschnur und -Rollen, Kunstködern als auch für Wathose und Boot eintauschen. Wirklich viel Equipment lässt sich anfangs nicht erwerben, man muss zwanghaft an Wettbewerben teilnehmen und diese natürlich auch gewinnen. Selbstredend könnt ihr im Laden auch eure gefangenen Fische verkaufen, auch Köder & Co. lassen sich wieder loswerden.

Die Grafik ist ganz passabel, das Angler-Interface ist sehr übersichtlich gehalten. Der 3D-Effekt (innerhalb des Tutorials nicht vorhanden) hält sich in Grenzen, meiner Meinung nach stört er beim Angeln mehr als dass er hilft oder die Ansicht verschönert. Dies lässt sich vor allem an der ohnehin schon recht zittrigen Angelschnur erkennen. Man müsste den 3DS konstant in ein- und demselben Winkel halten, um den 3D-Effekt wirklich nutzen zu können.

Was die musikalische Untermalung angeht, sieht es etwas anders aus. Soweit ich es raushören konnte, bekommen wir einen Loop von etwa 20-30 Sekunden. Glücklicherweise finden wir im Optionsmenü die Möglichkeit, die Musik ausstellen zu können, da sie einem nach kurzer Zeit schon leicht auf die Nerven gehen kann. Zudem hört man beim Angeln keine Musik, jedenfalls würde ich das in freier Natur nicht machen. Allein schon, um die Fische nicht noch mehr als nur durch bloße Anwesenheit zu verscheuchen.

Fazit:

Super Black Bass 3D ist eine passable Angelsimulation mit entsprechenden Schwächen, die sich mehr an richtige Anglerprofis als an den Casual- oder gar Hardcore-Gamer richtet. Unter Umständen kommt der Spielspaß nach und nach durch, ich jedoch greife dann lieber zu „Legend of the River King“ oder stelle ich mich in Nintendos vorletztem Zelda-Titel an den Angelteich. Dort weiß ich, dass ich meinen Spaß habe. Nichtsdestotrotz kein schlechtes Spiel, nur eben nicht unbedingt für den typischen Zocker. Die Altersfreigabe i. F. v. USK (ab 0 freigegeben) und PEGI (3) erscheint recht kurios. Das Spiel ist für 29,99 € bei Amazon erhältlich.

Wertung:

Befriedigend

(c) Steffen Neumann

Markus

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Chefredakteur bei Markus Biering Verlag
Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag
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