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Stories Untold bei uns im Test

Erst vor kurzem erschien mit Stories Untold, ein Spiel, welches uns mit klassischen Text-Adventure-Elementen das Fürchten lehren will. In vier verschiedenen Episoden, die jeweils ein anderes Szenario und eine andere Geschichte bieten, versucht uns das Spiel eine Gänsehaut zu bereiten. Wir haben uns auf die (Text-)Abenteuer-Reise begeben und sagen euch jetzt, ob sich der Titel lohnt!

Vier unerzählte Stories

Wir starten in einem kleinen Büroraum und sitzen vor unserem Futuro 128k, einem fiktiven Computermodell, welches kaum realistischer wirken könnte. Der alte Röhrenbildschirm flimmert und die alte Tastatur klackert – so kommt auf jeden Fall ein schauriges Retro-Gefühl auf. Im ersten von vier Akten spielen wir auf unserem Futuro das Text-Adventure The House Abandon. Dort bewegen wir uns mit den Befehlen „use“, „check“ und „look around“, in der Ego-Perspektive, durch ein verlassenes Haus.

Über die Geschichte will ich an der Stelle gar nicht so viele Worte verlieren, da jeder selbst herausfinden soll was sich hinter den vier Geschichten verbirgt. Jeder Akt ist dabei aber auf seine eigene Art und Weise besonders präsentiert und hebt sich vom vorherigen ab. Mein persönliches Highlight war der dritte Akt, warum möchte ich hier aber echt nicht verraten.

Stories UntoldStranger Things als Vorbild

Neben der wirklich guten Story gibt es aber leider auch den ein oder anderen Punkt, der mir negativ aufgefallen ist. Zum Einen wäre da die fehlende deutsche Sprachausgabe. Für mich war das zwar kein Problem aber für Leute denen Englisch nicht so gut liegt, könnte das ein Hindernis sein. Vor allem dann, wenn man seine Text-Befehle möglichst präzise angeben muss. Letztendlich überwiegen aber die positiven Eigenschaften des Indie-Titels. Allen voran natürlich die wunderbare Erzählstruktur der vier Episoden, die am Ende wirklich toll ineinander überlaufen.

Fazit

Stories Untold ist ein wirklich schönes Spiel geworden, auf das ich mich seit der Ankündigung sehr gefreut habe. Das kleine Indie-Projekt ist wirklich ein toller Liebesbrief an die Nerd- und Horrorkultur der 80er- und 90er-Jahre und überbrückt praktisch perfekt die Wartezeit zwischen den zwei Seasons von Stranger Things, welches wahrscheinlich als eine Art Vorbild diente. Was das Spiel außerdem noch besonders macht, ist die Tatsache dass es ohne nervige Gore-Elemente oder abgenutzte Jumpscares auskommt. In einer Zeit, in der diese Dinge fast schon typisch für Horror-Titel sind, ist es eine wahrhaft schöne Abwechslung ein Spiel zu spielen, welches ohne diese Elemente ein tolles Erlebnis bietet. Über den fehlenden Wiederspielwert, die fehlende deutsche Sprach- bzw. Text-Ausgabe und die Kleinlichkeit bei der Kommando-Eingabe kann man getrost hinwegsehen. Fans von schaurig, schönen Geschichten sollten hier, für diesen Preis, auf jeden Fall zuschlagen!

Unsere Wertung
85%

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