Wolfenstein – The New Order bei uns im TestWolfenstein – The New Order bei uns im Test
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Wolfenstein – The New Order bei uns im Test

Wolfenstein ist zurück. Der Name ist Programm. So war der indizierte Titel schon früher auf den Heimcomputern sehr beliebt und konnte eine große Fangemeinde bilden. Bethesda hat sich nun an die Wiederbelebung des Titels gemacht und will mit Wolfenstein: The New Order erneut für Furore sorgen. Ob das geklappt hat, sagt euch unser Test zur Xbox One Version des Spiels.

Unser Held im Spiel ist B.J. Blazkowicz. Nach einer schweren Kopfverletzung, die wir übrigens im Vorfeld des eigentlichen Spiels erleiden, lag der gute Mann 14 lange Jahre im Koma. Es ist mittlerweile das Jahr 1960 als er im Krankenhaus langsam wieder zu sich kommt. Doch die Welt um ihn herum hat sich schwer verändert. Die Deutschen haben den zweiten Weltkrieg nämlich diesmal nicht verloren sondern gewonnen und die Folgen daraus sind mehr als grauenvoll. Kaum wach geworden muss er das Drama schon direkt miterleben und wird noch im Krankenhaus-Kittel in den brutalen Kampf gezogen.

Doch B.J. Blazkowicz will sich mit dem Sieg von Nazi-Deutschland nicht abfinden und nimmt es gegen all die bösen Mächte auf. Ein aussichtsloser Kampf, so scheint es zumindest. Doch mit der mittlerweilen modernen Waffentechnik der 60er Jahre kann B.J. zumindest versuchen das Beste aus der Misere zu holen. Überall sind Waffen versteckt und Medipacks sorgen für die nötige Heilung. Diese sind fair verteilt und machen das Leben nicht unnötig schwer. Allerdings ist das Spiel bereits im mittleren Schwierigkeitsgrad ziemlich herausfordernd und bringt euch schon an eure Grenzen. Da freut ihr euch einen Ast ab, wenn ihr mal endlich ein Medipack findet. Trotzdem motiviert es euch immer weiter, es beim nächsten Mal endlich zu schaffen.

Grafisch ist Wolfenstein: The New Order auf der Xbox One ganz nett geworden, haut uns aber auch nicht wirklich so vom Hocker. Es ist zwar schon klasse wie die Umgebungen und Gebäude aussehen, aber das gewisse Next-Gen Etwas vermissen wir schon ein wenig. Das Flair des Krieges und der 60er Jahre wird aber klasse wiedergegeben und erzeugt eine besondere Atmosphäre.. Auch die deutsche Sprachausgabe ist gelungen und bringt bekannte Synchronsprecher mit. Doch die Gegner von euch sind nicht nur einfach Soldaten, sondern mittlerweile Roboter geworden. Und diese sind alles andere als friedlich. Haben sie euch einmal entdeckt, wird es schwer wieder von ihnen los zu kommen. Dagegen sind die Roboterhunde schon harmlos, die könnt ihr mit zwei oder drei gezielten Messerattacken erledigen.

Wolfenstein: The New Order bringt aber noch weitere besondere Raffinessen mit. So habt ihr zu Anfang die Entscheidung zu treffen, wer mit Konsequenzen leben muss. Entweder Fergus oder Wyatt. Das hört sich ziemlich unspektakulär an, ist aber doch von immenser Bedeutung für den weiteren Verlauf des Spiels. Wenn ihr Fergus rettet bekommt ihr die Fähigkeit Kurzschließen, wodurch es mehr Verbesserungen und alternative Wegmöglichkeiten gibt. Habt ihr euch Wyatt entschieden, gibt es die Fähigkeit Schlossknacken und mehr Rüstungsverbesserungen. Außerdem gibt es durch die Entscheidung einen Schnitt in der Geschichte, da ihr dort auf andere Charaktere treffen werdet. So bekommt das Spiel nach dem Durchspielen nochmal einen zusätzlichen Anreiz.

Im Spiel selber sind auch weitere Geheimnisse versteckt, diese unter anderem auf den Namen Enigma-Codes hören. Insgesamt gibt es vier davon und jeder besteht aus 18 einzelnen Fragmenten. Die kleinen Zahlenpuzzle sorgen für Abwechslung und könnten im Menü Extras gelöst werden. Danach werden weitere Schwierigkeitsgrade wie 999, Ironman, Spaziergang und Hardcore freigeschaltet. Und da werdet ihr dann mal richtig gefordert.

Wolfenstein: The New Order bietet auch ein Vorteilssystem, was sich Perks nennt. Verbessert ihr entsprechende Werte und Fähigkeiten kann so euer Spielstil verändert werden. Aufgeteilt sind diese in Heimlichkeit, Taktik, Angriff und Zerstörung. Allerdings müssen die Vorteile im Spielverlauf erst freigeschaltet werden. Wieder ein Grund, dass Spiel des öfteren mal in die Xbox One zu legen. Kommen wir aber nochmal zurück zu den technischen Feinheiten des Spiels. So läuft der Shooter in einem runden 1080p Full HD ab und bietet mit 60 FPS einen ziemlich guten Eindruck. Es ruckelt an keiner Stelle und auch sonst sind keine Probleme erkennbar.

Bethesda hat sich entschlossen dem Spiel keinen Multiplayer zu spendieren. Man wolle dem Spiel dadurch nicht die Geschichte versauen und bietet deshalb nur einen Singleplayer Modus an. Dieser ist ja, wie oben schon beschrieben, durchaus mehrfach spielbar, da sich die Geschichte ja immer nach euren Entscheidungen dreht. In der heutigen Zeit stehen Multiplayer-Games ja ganz oben in der Sparte, aber wir finden den eingeschlagenen Weg von den Entwicklern gut.

Markus

Markus

Chefredakteur bei Markus Biering Verlag
Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag
Markus

Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag


 
Unsere Wertung
88%


Fazit
Wolfenstein: The New Order ist ein toller Shooter geworden. Durch den Verzicht auf den Multiplayer Modus wird der volle Aspekt auf den Singleplayer Modus gelegt. Eine mutige Entscheidung der Entwickler, die aber unserer Meinung nach voll aufgegangen ist. So bietet das Spiel einen hohen Wiederspiel-Wert und ändert immer wieder seine Geschichte. Ein Spiel was in keinem guten Spiele-Regal fehlen sollte.