TransOcean: The Shipping Company bei uns im Test!TransOcean: The Shipping Company bei uns im Test!
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TransOcean: The Shipping Company bei uns im Test!

TransOcean Screen 2Mit TransOcean: The Shipping Company lässt der Publisher Astragon einen weiteren Simulationstitel aus dem Hafen laufen, welcher sich voll und ganz dem Schiffsverkehr widmen wird. Ob der Titel lieber im Hafen bleiben sollte, oder es sich hierbei um eine gute Handels-Simulation handelt erfahrt ihr bei uns!

Eine neue Ära ist angebrochen
Bei TransOcean: The Shipping Company wird der Spieler sich in einer Handelssimulation rund um den Schiffsverkehr wiederfinden. Neben einer Kampagne steht auch noch eine offene Welt zur Verfügung, aber da jeder Neueinstieg viele Fragen aufwerfen wird habe ich mich erst einmal auf die Kampagne gestürzt. Damit ich mich nicht sinnlos durch die Funktionen des Spieles durchklicken muss hat das Entwicklerstudio Deck 13 aus Hamburg ein nettes Tutorial in die Kampagne einfließen lassen. Somit hab ich eine Einweisung in das Gameplay von einer Geldgeilen Investorin, einem Finanzberater und auch einem Kapitän selber bekommen. Diese Starthilfe kann man natürlich auch überspringen, aber würde mir in erster Linie nicht viel bringen.

Das Tutorial selber wird den Spielern in dialogischer Form näher gebracht. Das einzige Manko hierbei wären eventuell länger anfallende Textpassagen, die leider nicht durch einen Sprecher selber vorgelesen werden. Aber mal ganz ehrlich, irgendwie habe ich dies nicht direkt vermisst, da jegliche Berater mit einem Bild vorgestellt werden und die Einführungstexte individuell auf die einzelnen Charaktere abgestimmt ist. Somit lassen sich die unterschiedlichen Dialoge anders und abwechslungsreich lesen und verzichten auf großartige Fachbegriffe aus der Schifffahrt, welche man als Neuling sowieso nicht verstehen würde. Schön ist es eben auch, dass das Tutorial den Spielfluss der Kampagne nicht unterbricht. Kurz gesagt, es gibt kein eigenständiges Tutorial, wo man nach Beendigung in der Kampagne selber durchstarten muss.

TransOcean Screen 1Ein neues Unternehmen ist geboren
An erster Stelle eines jeden neuen Handelsimperiums steht die Namensgebung zunächst im Vordergrund. Ist dieser gefunden wird man sich einen Heimathafen aussuchen müssen. Hierbei wird dem Spieler eine Handvoll europäischer Häfen zur Verfügung stehen, wobei jeder Hafen seine eigenen Besonderheiten haben wird. In manchen wird man seine Schiffe schneller reparieren können und auch nicht jeder Frachter kann in jedem Hafen anlegen. Da dies zum derzeitigen Zeitpunkt allerdings kaum eine Relevanz für mich hat habe ich mich für den Heimathafen Hamburg entschieden.

Als nächstes muss ich mich dann um einen fahrbaren Untersatz für mein Unternehmen kümmern, da sich die Waren natürlich nicht über die Luft verteilen lassen. Zu Anfang wird mir nur eine spartanische Auswahl an Frachtern geboten, was jedoch nicht schlimm ist, da ich sowieso geldtechnisch etwas am Hungertuch nage. Bei den drei kaufbaren Frachtern handelt es sich daher nicht um die modernsten seiner Klasse, so dass ich die Geschwindigkeit und Ladekapazität vergleichen muss. Aber in dieser frühen Spielphase stelle ich natürlich noch nicht so hohe Ansprüche an den Markt und entscheide mich für ein marodes Gefährt, welches sogleich seinen Dienst unter dem Namen „USS Games-Mag“ für mich aufnehmen wird. Obwohl der Frachter wohl die besten Tage bereits hinter sich hat blicke ich dennoch voller Zuversicht in meine kapitalistische Zukunft. Daher ist die Sanierungsbedürftigkeit erst einmal zweitrangig, denn die einzelnen Reparaturen kann man individuell in jedem angefahrenen Hafen vornehmen.

Was gibt es zu tun?
Das Unternehmen ist gegründet, die USS Games-Mag zum ablegen bereit. Doch bevor es losgehen kann benötige ich erst einmal Aufträge! Die in den jeweiligen Häfen verfügbaren Aufträge findet man übersichtlich in einer Auftragsliste. Jetzt liegt die erste Qual der Wahl beim Spieler.

TransOcean Screen 3In den Listen wird man die Menge der verschiedenen Waren sehen und in welche Zielhäfen diese gebracht werden müssen. Auch an dieser Stelle unterstützt TransOcean: The Shipping Company die Spieler, indem sogar angegeben wird, wie lange die Fahrt zum Zielhafen in ungefähr dauern wird. Zudem wird auch angegeben, bis zu welchem Zeitpunkt die jeweiligen Waren angeliefert werden müssen. An dieser Stelle ist auch schon das Organisationsgeschick des Spielers gefragt. Man wird nämlich nicht nur einen Auftrag annehmen können, sondern auch gleichzeitig mehrere. Dies ist nicht nur sinnvoll, wenn mehrere Waren zum selben Hafen geschifft werden müssen, sondern eventuell befinden sich auf der Route auch näher gelegene Häfen, welche man gleichzeitig bedienen könnte. Somit ist das Organisationsgeschick des Spielers schon in den ersten Spielminuten gefragt, denn Zeit bedeutet nun mal Geld. Daher sollte man sich nicht nur mit einem Auftrag beschäftigen, sondern gleich mehrere Aufträge annehmen. Jedoch sollte man dabei darauf achten, dass man diese auch wirklich in der vorgegebenen Zeit absolvieren kann, da sonst satte Strafbeträge auf den Spieler zukommen werden. Da ich absolut keine Lust auf Vertragsstrafen habe werde ich meine Aufträge demnach sinnvoll annehmen, was bislang auch problemlos funktioniert hat.

Damit die Handelssimulation nicht nur auf eine Auftragsannahme beschränkt ist muss man auch jeweils die Ladekapazität der Schiffe im Blick haben. Aber zum Glück kann man nicht einfach Wahllos alle zur Verfügung stehenden Aufträge annehmen, sondern nur so viele, bis die Kapazitäten des eigenen Schiffes ausgelastet sind. Weiterhin muss man bedenken, dass ein vollgeladenen Schiff ein wenig länger zum Zielhafen benötigen wird, als ein nur halbvolles Schiff. In den meisten Fällen muss man jedoch nicht darauf großartig Acht geben, wenn man die Aufträge sinnvoll aufeinander abstimmt.

Auf gehts..!
Sind die Aufträge einmal angenommen so muss man auf einer Weltkarte nur noch den Zielhafen auswählen und kann dann eigentlich direkt durchstarten. Anfänglich wird man nur in Europa Aufträge annehmen können, aber der Zugriff auf den Weltmarkt wird im späteren Spielverlauf natürlich ausgedehnt werden.

TransOcean Screen 5Damit man die einzelnen Routen anfänglich nicht nur von der Weltkarte betrachten muss wird man das eigene Schiff aus dem Heimathafen dirigieren müssen und am Zielhafen auch einlaufen lassen. In diesem Abschnitt des Spieles wird man sich dann selber an das Steuer unseres Frachters setzen und ihn auf das offene Meer lotsen müssen. Somit wird neben der Auftragssannahme für die gewisse Abwechslung gesorgt, da das Steuern der Schiffe wirklich Spaß macht. Zwar ist es zu Beginn ein wenig ungewöhnlich sich am Steuer selber zu befinden, aber auch hier wird man sich relativ schnell an die Steuerung gewöhnen können. Aber nicht nur das Steuern selber wird dem Spieler viel Spaß bereiten, sondern es wird einem auch ein atemberaubender Anblick in die einzelnen Häfen gewährt. Diese protzen eigentlich nur so von Detailreichtum, welche der Spieler von der Weltkarte aus wohl kaum hätte genießen können. Nicht nur die Wassereffekte können überzeugen, sondern auch die lebhaft wirkenden Häfen. Es sieht wirklich so aus, als ob die Häfen in vollem Betrieb sind, so dass das umhergewusel an Land wirklich sehr nett anzuschauen ist.

Wer jedoch auf die Dauer keinen Spaß in dem Dirigieren der eigenen Frachter sieht, der kann den An- und Ablegevorgang automatisieren. Das spart zwar gefühlt ein wenig Zeit, man muss aber für diese Beschleunigung des Spielablaufes in Schlepperkosten investieren. Diese fallen anfänglich mit 100.000€ wohl etwas stärker ins Gewicht als später, wenn die Haushaltskasse erst einmal voller ist. Daher wird man wohl bei seinen ersten Routen selber Hand anlegen müssen, um in der ersten Spielphase Geld sparen zu können. Wenn man erst einmal für den Geldeingang gesorgt hat kann man ohne Bedenken in die Schlepper investieren, da man sonst nur noch mit diesen Vorgängen beschäftigt sein würde, wenn die eigene Flotte aus mehreren Schiffen besteht. Falls man zwischendurch jedoch mal ein wenig Abwechslung von den ständigen Finanzen und dem organisatorischem Zuweisen haben möchte, kann man jederzeit wieder an das Ruder gehen.

TransOcean Screen 6Nicht nur die Fracht ist Wichtig
TransOcean: The Shipping Company ist allerdings nicht nur auf die Frachten selber fokussiert. So muss man stets auch den Tank der einzelnen Schiffe und die Reparationsbedürftigkeit im Auge behalten. Beim Thema tanken wird der Sprit in den verschiedenen Häfen zu unterschiedlichen Preisen angeboten, welche man untereinander zwar vergleichen kann, es aber kaum einen merkbaren Unterschied macht. Daher habe ich stets dann voll getankt, wenn ich es für nötig gehalten habe. Besonders wenn man erst einmal genügend Geld an Land gezogen hat wird man sich mit solch kleinen Zahlen nicht mehr auseinander setzen wollen und ist zum Glück auch nicht auf jeden Cent angewiesen.

Was auch wirklich authentisch ist Spiel eingebracht wurde ist die Tatsache, dass die Frachter mit der Zeit gewartet werden müssen. Die Reparaturen kann man in jedem Hafen zu unterschiedlichen Konditionen abschließen. Dies wird demnach auch eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen, so dass man hierbei auswählen kann, wie weit das Schiff repariert werden muss. Muss man demnach schnell Waren ausliefern und ist in Zeitnot kann man dementsprechend auch nur für eine kleine Wartung sorgen. Oder man lässt das Schiff gezielt in einem Hafen, so dass es komplett fertig saniert wird und beschränkt sich auf den Handel mit anderen Schiffen.

TransOcean Screen 4In TransOcean: The Shipping Company wird man auch auf eine Vielzahl an Waren zurückgreifen können, die die Handelssimulation realistischer wirken lassen. Nicht nur normale Waren wie Post oder Metall werden dem Spieler hier zur Verfügung stehen, sondern auch all jene, die den Schwarzmarkt betreffen. Greift man auf die Waren aus der letzten Kategorie zu wird man zwar mit besseren Konditionen rechnen können, allerdings muss man auch einplanen, dass man durch Zollkontrollen gewisse Probleme bekommen könnte. Diese werden durch Zufall generiert und müssen nicht immer anfallen. Wird man jedoch erwischt, so muss man Strafen zahlen, das Schiff ist für einige Tage blockiert und die gesamte Ware wird beschlagnahmt.

Aber auch mit normalen Waren wird man auf unterschiedliche Ereignisse stoßen können. Unwetter, Riffe oder auch Piraten können dem Spieler das Leben schwer machen. Unwetter oder Riffe können beispielsweise umfahren werden, oder man fährt aus Zeitnot hindurch. Die Qual der Wahl wird beim Spieler liegen.

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Unsere Wertung
85%


Fazit
In meinen Augen ist dieser Titel eine wirklich gelungene Handelssimulation mit Fokus auf den Schifffahrtsverkehr. Nicht nur die Detailverliebtheit der Entwickler wird hier großgeschrieben, sondern auch die Möglichkeiten, die einem hier geboten werden. Jeder Hafen wurde getreu nach dem originalen Vorbild nach konstruiert und wirken mehr als nur lebhaft. Auch die Auswahl der verschiedensten Waren werden durch ihre Vor- und Nachteile für eine Abwechslung sorgen und laden demnach zu einem besonderen Organisationsgeschick ein. Besonders die Zwischenereignisse wie Zollkontrollen, Naturkatastrophen oder ein Zusammentreffen mit Piraten geben jeder Route ihren gewissen Charme. Besteht die eigene Flotte dann auch erst einmal aus einer Vielzahl an Schiffen macht das dirigieren eine Menge Spaß. Auch der musikalischen Untermalung wurde eine große Aufmerksamkeit gewidmet und trägt maßgeblich zum Spielspaß bei. Aber warum zum Teufel denk ich bei der Musik immer gleich an Indiana Jones!? Im Großen und Ganzen bietet diese Simulation jede Menge an Inhalt, die nur erforscht werden will. Liebhaber von Handelssimulationen werden mit diesem Titel mit großer Sicherheit auf ihre Kosten kommen. Aber auch für all jene Neulinge in diesen Genre wird sich ein Blick auf TransOcean: The Shipping Company mehr als nur bezahlt machen.