Transformers: Devastation bei uns im TestTransformers: Devastation bei uns im Test
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Transformers: Devastation bei uns im Test

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Im Oktober diesen Jahres war es soweit und es hieß für alle Fans der knuddelig gefährlichen Autobots den Decepticons das Fürchten zu lehren! Entwickler Platinum Games machte es möglich und veröffentlichte Transormers: Devastation auf allen großen Plattformen.

Spätestens seit dem Jahr 2007 heißt es nicht nur in Deutschland ansässigen Kinos „Autobots verwandelt euch!“. Auf der ganzen Welt schlagen die effektvollen Filme von Michael Bay im Transformers Universum ein und hinterlassen nicht nur mächtigen Eindruck beim breiten Publikum, sondern auch sehr viel Geld in den Kinokassen. Der Andrang, vor Allem von jungem Publikum, ist groß und wer kann es ihnen verübeln? Ich meine hallo? Es sind die Transformers! Selbst mein achtjähriges ICH, gluckst auch heute noch wehmütig und in Erinnerungen schwelgend, wenn es an vergangene Samstagmorgende zurückdenkt, an denen man frühmorgens schon den neuen Abenteuern der liebgewonnenen Autochen in der Flimmerkiste folgen konnte. Dazu noch einen Kakao und Kekse und die Welt war in Ordnung! Auch wenn mich die Actionkrawall-Movies aus dem Hause Bay nicht nur kalt lassen, sondern ich mich eher durch sie belästigt fühle, mindert das nichts an der ursprünglichen Faszination an den Transformers.

Kann das Spiel halten, was die Comics versprachen?

Das Transformers-Franchise wurde ja nun schon mindestens genauso oft verwurstet wie auch zum Beispiel das von Star-Wars. Leider aber nicht immer so gut beziehungsweiße sogar qualitativ oft schwer unterirdisch! Wie sieht es dieses Mal aus? Hat Activision erkannt das es sich bei Transformers: Devastation um eine Herzensangelegenheit seitens Platinum Games handelt oder kriegen wir hier wieder ein saftiges Pfund Mett vorgesetzt?

Ich kann alle Fans des Franchises beruhigen. Transformers: Devastation wird Fans der Zeichentrickserie und den Comics schon alleine durch den glanzvollen Cell-Shading-Look begeistern. Alle jungen Leser seien aber an dieser Stelle gewarnt: Dieses Spiel hat nichts mit den Trans“Bay“formers zu tun. Hier gibt es keine Dinotransformers mit Bart, sondern die urigen, klobigen Transformers von denen eure alten Väter immer erzählen, wenn sie in Erinnerungen schwelgen.

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Die Bossgegner sind hier wirklich noch als solche zu betiteln und dementsprechend beeindruckend groß!

Story und Spielmechanik

Die Story in Transformers: Devastation ist wie oft im Spiel reinster Fanservice! Ganz klassisch versucht Megatron seinen Bemühungen, nämlich die Welt zu Erobern, wieder ein Mal Nachdruck zu verleihen. Hierzu will er ein abgestürztes Autobot-Raumschiff beziehungsweiße die an Bord vorhandene Plasma-Energie nutzen um damit die Erde zu „cyberformen“.

Die Story in Transformers: Devastation ist wie oft im Spiel reinster Fanservice!

Wow! Mein achtjähriges ICH meldet sich wieder zu Wort. Nein das ist falsch ausgedrückt, denn es kann nämlich gerade wegen der, durch Aufregung stattfindeten, Schnappatmung kein einziges Wort rausbringen. Hüpft aber stattdessen wie wild im Kreis. Ja die Story im Spiel könnte auch einfach eine weitere Folge aus der altbekannten Zeichentrickserie der späten Achtziger sein. Klasse!

Platinum Games, die uns schon mit anderen Hack and Slash Titeln wie dem wundervollen Bayonetta versorgt haben, lassen hier wieder ihre Handschrift deutlich herausblitzen. Zwar gibt es auch Fernkampfwaffen (die sogar gelevelt werden können), aber der eigentliche Spielspaß wird durch die actionreichen Nahkämpfe vermittelt und genau hier zeigt Transformers: Devastation seine Stärken. Die Optionen die es uns hierzu an die Hand gibt sind tolle Kombomöglichkeiten die leider, vor Allem zu Anfang, oft in das klassische Buttonsmashing abdriften. Aber das tut dem Spielspaß keinen Abbruch. Nach einiger Zeit wissen wir sogar voller Stolz was wir da tun und setzen unsere neu erlernten Kampfkünste gekonnt ein. Klasse hierbei ist der „Zeitlupeneffekt“ der aktiviert werden kann, wenn wir zum Beispiel einem Schlag eines Angreifers in letzter Sekunde per Ausweichrolle entgehen. Nun heißt es schnell handeln und zum Beispiel den durch Kombos aktivierbaren und verheerenden Abschlussangriff einleiten. Bei diesem transformieren wir uns, autobottypisch, in unser Fahrzeug-Ich und schlagen zu! Diese Transformation steht uns übrigens immer zur Verfügung, so können wir uns zum Beispiel fahrenderweise schneller fortbewegen.

Wir steuern schon zu Anfang des Spiels nacheinander die bekannten Figuren wie Optimus Prime, Bumblebee und Sideswipe. Zu einem späteren Zeitpunkt des Spiels, wird unser Portfolio an spielbaren Autobots sogar noch erweitert.

Besonders genial: Im Spiel, werden die echten Sprecher der original japanischen Zeichentrickserie Transformers eingesetzt und vertonen die Helden: Peter Cullen (Optimus Prime), Dan Gilvezan (Bumblebee), Michael Bell (Sideswipe und Scrapper), Gregg Berger (Grimlock und Long Haul) und Frank Welker (Megatron undSoundwave).

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Optimus Prime in Action. Transformers: Devastation sieht wunderbar kultig aus!

Der Wehrmutstropfen im sonst tollen Transformers-Universum

Alle diese durchaus spaßigen und unterhaltsamen Features, konnten uns aber leider nicht vollends darüber hinwegtrösten, dass uns die Level insgesamt etwas zu schlauchig sind und die Hintergründe weitaus besser aussehen könnten. Klar, auch das passt wieder sehr gut zur Zeichentrickserie. Schönere Hintergründe in der Spielwelt zum Beispiel, hätten aber unserer Meinung nach dem Spiel nicht geschadet. Im Gegenteil!

Die Autobots spielen sich klasse und machen Spaß, leider fühlen sie sich aber auch zu ähnlich an und der Reiz unter den verschiedenen Helden zu wechseln schwindet dadurch ein wenig dahin.

Schönere Hintergründe in der Spielwelt zum Beispiel, hätten aber unserer Meinung nach dem Spiel nicht geschadet. Im Gegenteil.

Auch die kurze Spieldauer der Kampagne von circa fünf bis sieben Stunden und der fehlende Multiplayer-Modus hinterlassen einen faden Beigeschmack. Ein Spiel wie dieses ist doch geradezu prädestiniert für einen tollen Co-Op Abend mit Freunden. Schade, aber dadurch verspielt Transformers: Devastation wertvolle Punkte.

 

Markus

Markus

Chefredakteur bei Markus Biering Verlag
Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag
Markus

Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag


 
Unsere Wertung
74%


Fazit
Mit Transformers: Devastation liefert Platinum Games ein solides Hack and Slash Spiel ab, das nicht nur Fans der Transformers einige Zeit an Spaß bringen dürfte. Der zu Release gängige Vollpreis von circa 40€ ist uns aber doch ein wenig zu hoch. Dazu ist die Kampagne zu kurz. Selbst Fans der Serie dürfen hier noch getrost warten bis das Spiel etwas günstiger zu haben ist, sollten dann aber zuschlagen! Transformers: Devastation macht vieles in Richtung Action und Spielspaß richtig, verschenkt aber dann unnötiger Weise Einiges mit dem fehlenden Multiplayer-Modus und den teils verwaschenen Texturen im Hintergrund. Allerdings macht es Spaß mit den bekannten Helden gegen das Böse zu kämpfen und die Transformerstypische Story trägt dazu natürlich viel bei. Mein achtjähriges ICH hätte an dieser Stelle wieder Luft zum Atmen und würde gerne auch etwas dazu sagen, muss jetzt aber ins Bett. In diesem Sinne: "Autobots! Verwandelt euch!!"