Townsmen bei uns im Test

Die Marke Townsmen treibt ja schon länger ihr Unwesen auf den mobilen Geräten dieser Welt. Dort wird das Spiel als Free2Play-Version vertrieben und bietet passend dazu einen In-Game-Shop gegen Echtgeld an. Wie so oft stößt man dann relativ schnell an die Grenzen des machbaren wenn man kein Geld ausgeben möchte. Mit dem Kauf der PC-Version (Steam – 11,99€) bekommt man quasi das Rundumsorglospaket in welchem alles enthalten ist. Im Test fühlen wir dem Spaßfaktor auf den Zahn.

Kurze Einführung

Townsmen orientiert sich an den klassischen Die Siedler-Teilen, wer diese Serie jemals gezockt hat weiß somit was ihn im Ausbau-Strategiespiel erwartet. Zuallererst solltet ihr euch das Tutorial zu Gemüte führen. Dort warten zwei Missionen auf euch die euch circa eine Stunde beschäftigen werden. In Mission 1 des Tutorials lernt ihr den grundlegenden Aufbaupart kennen, in Mission 2 werdet ihr dann in die Kampfmaterie eingeweiht.

Sonst bietet Townsmen noch zwei verschiedene Spielmodi das wären Szenarien und der klassische Endlosmodus. In den Szenarien habt ihr unterschiedliche Ausgangslagen und erfüllt Missionen. Ist dies geschafft verwandeln sich die Karten automatisch in den Endlosmodus und ihr könnt dort weiterspielen. Wer hingegen gerne bei null beginnt startet den separat anwählbaren Endlosmodus und baut gemütlich vor sich hin. Alternativ könnt ihr hier kleine Gegnergruppen aktivieren und somit Kämpfe erleben.

Nach ein paar Minuten Aufbauarbeit sieht eure Siedlung ungefähr so aus. Die Grundversorgung mit Holzfällern und einer Fischerhütte steht.

Irgendwann wird euch im Endlosmodus der Bauplatz ausgehen. Wie gut das Townsmen ein integriertes Löschungstool bietet. Mit dem könnt ihr eure Gebäude abreisen aber viel wichtiger Bäume die im Weg stehen einfach dem Erdboden gleich machen. Schon habt ihr wieder Platz um euch auszuweiten.

Bauen und Sammeln

Grundversorgung alles gut und schön aber Townsmen bietet natürlich etliche weitere Warenkreisläufe. Um den Hunger unserer Townies zu stillen können wie beispielsweise Schweine Züchten und Schlachten und Brot backen. Diese Dinge setzten natürlich weitere Gebäude voraus so benötigen wir einen Brunnen um Wasser sammeln zu können, einen Bauernhof um Getreide anzubauen und eine Mühle die das Getreide in backfrisches Mehl verwandelt.

Um unsere Townies glücklich zu machen müssen wir ihre exklusiven Gefühle befriedigen. Das machen wir beispielsweise durch den Bau einer Kneipe, eines Marktplatzes oder einer Kirche. Das hat den Vorteil dass wir die Steuerschraube nach oben drehen können und so mehr Gold in unsere Kasse gespült wird.

Nach ein paar Stunden ist unsere Siedlung „Green Hell“ schon ordentlich gewachsen.

Das erwirtschaftete Gold benötigen wir in jeder Ecke von Townsmen. Egal ob wir Gebäude errichten oder etwas erforschen wollen. Neben den benötigten Ressourcen wird auch für jeden Bau Gold benötigt. Die Münzen selbst müssen wir manuell einsammeln, was mitunter sehr nervig werden kann und an ein typisches Mobile-Game erinnert. Im weiteren Spielverlauf bauen wir uns dann eine, gerade nicht billige, Schatzkammer welche das Gold dann automatisch für uns einsammelt.

Das Spiel verfügt über unterschiedliche Jahreszeiten. Im Winter könnt ihr logischerweise keinen Weizen anbauen. Also ist es eure Pflicht eure Lager in den restlichen drei Quartalen (Frühling, Sommer, Herbst) zu füllen.

Richtig fies wird die Sache mit der Nahrung wenn die Tiere im Wald durch einen Fluch ausgerottet werden. Nach einer gewissen Zeit erholt sich die Fauna und eure Jäger können wie gewohnt auf die Jagd gehen.

Prestige und Quests

Die zweite wichtige Währung in Townsmen ist das Prestige. Prestige verdient ihr euch durch erfüllte Aufgaben. Die Aufgaben werden im Endlosmodus immer wieder eingestreut und sorgen somit für Abwechslung. Beispielsweise durften wir den Armen mit Gold und Brot helfen oder wir mussten ein Stadtfest veranstalten.

Mit dem erhaltenen Prestige könnt ihr dann Gebäude direkt fertigstellen und verschwendet somit keine Ressourcen. Das lässt euer Lager überquellen und dies freut uns, den der fahrende Händler ist bereits bei uns eingetroffen. Bei dem kleinen Freund verkaufen wir dann unsere überschüssigen Waren und bekommen dafür gutes Gold. Falls uns kurzfristig irgendein Produkt ausgegangen ist können wir diese im Gegenzug bei ihm kaufen.

Hier seht ihr das Baumenü der Nahrungsgebäude. Insgesamt stehen uns fünf verschiedene Baugruppen zur Verfügung.

Der Forschungsbaum

Läuft eure mittelalterliche Stadt geschmeidig könnt ihr euch den Forschungsbäumen zuwenden. Hier gibt es viele interessante Möglichkeiten wie ihr eure Townies weiter optimieren könnt. Wir können die Produktion steigern, unseren Einwohnern mehr Gold aus den Taschen ziehen, die Gebäude auf höhere Stufen aufwerten und unsere Arbeiter mehr Waren tragen lassen.

Unser Dorf macht gerade eine schlechte Phase durch. Im Übersichtsbildschirm sehen wir wo gerade Handlungsbedarf besteht.

Fazit:

Eines ist ganz klar die PC-Version von Townsmen ist die mit Abstand beste Variante des Aufbau-Strategiespiels. Andererseits ist aber auch klar das es nicht mit einem Die Siedler oder Anno mithalten kann und zwar aus folgenden Gründen: Grafik, teilweise umständliche Bedienung, keine richtigen KI-Gegner nur kleine Mobs und kein Multiplayer-Modus. Wir empfehlen euch einfach das Free2Play-Android-Game anzuzocken und wenn ihr damit Spaß habt könnt ihr euch die PC-Version schnappen. Es ist definitiv die beste Version des Titels und kostet nur 12€.

Unsere Wertung
70%
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Mitglied der Chefredaktion, Ansprechpartner Leseranfragen
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