Tour de France 2015 bei uns im TestTour de France 2015 bei uns im Test
0100

Tour de France 2015 bei uns im Test

Lance Armstrong, Jan Ullrich und viele mehr. Namen die jeder Doping äh Radsport Fan sicher schon mal gehört hat. Die Ikonen der Tour der France bleiben durch gewisse Dinge immer in Erinnerung. Der Radsport hatte viel unter Doping zu leiden und musste quasi eine Comeback-Tour starten. So langsam aber sicher kehrt der eigentlich Sport zurück und Radfahren ist wieder „in“. Das haben auch die Entwickler von Focus Home Entertainment entdeckt und bringen die legendäre Tour de France auf die aktuellen Spielekonsolen.

Das spannendste Sportereignis der Welt 

Die Tour de France zählt mit zu den spannendsten Sportereignissen in der Welt. Leider hat Doping das Bild der Tour in den letzten Jahren grundlegend zerstört. Nun will das Event aber wieder richtig durchstarten und mit Schweiss und Tränen statt Pillen überzeugen. Auch wir können jetzt auf den virtuellen Sattel steigen und die Tour mitfahren. Tour de France 2015 erscheint für die Playstation 4, Playstation 3 und Xbox One. Wir haben die Playstation 4 testen dürfen und sind gespannt was uns erwartet.

tour1

Wir sind ehrlich: Irgendwie waren wir schon beim Auspacken skeptisch. Radsport auf der Konsole? Kann das wirklich funktionieren? Und gibt es irgendwann einen Sattel-Controller mit Pedale? Im Spiel warten die offiziellen Teams und Fahrer der aktuellen Tour auf euch. In Sachen Lizenz haben sie also schon mal nicht gespart und bringen euch auf den aktuellen Stand der Dinge. Und es kann für euch nur ein Ziel geben: Das gelbe Trikot. In 21 Etappen erlebt ihr wie nah Sieg und Niederlage beieinander liegen können.

Neuer Herausforderungsmodus

Doch die Tour de France ist nicht das einzige was euch erwartet. Es gibt auch noch einen Herausforderungsmodus, einen Editor und einen Multiplayer. Der Herausforderungsmodus macht euch aber schon mal mit der Steuerung vertraut und die ist gar nicht so kompliziert wie wir zuerst dachten. Eigentlich erinnert sie stark an einen Autorennspiel – genauso lassen sich dort eure Boliden steuern. Mit der rechten Schultertaste haut ihr in die Pedalen, mit der linken bremst ihr ab.

tour3

Doch Radfahren ist auch anstrengend und das wird durch das ständige Drücken der X Taste gut simuliert. Dort könnt ihr nämlich kräftig in die Pedale treten und kommt so auch am Controller ins Schwitzen. Zumindest dann wenn ihr lange Etappen vor euch habt. So gibt es im Spiel schon mal Strecken bis zu 160 Kilometer und eure Finger fangen an zu schmerzen. Der Editor lässt euch Teamnamen und Fahrernamen verändern.

Originale Teams und Strecken 

Fans der Tour de France freuen sich über originale Teams und Fahrer. Auch die Vorbereitungsrennen Criterium International und Criterium du Dauphine sind dabei, diese lassen sich allerdings nur im Profi-Modus fahren. Während des Fahrens werdet ihr von eurem Team moralisch unterstützt und motiviert. Die gelungene Sprachausgabe sorgt für Sprüche wie „Weiter du schaffst es“ bis „Jetzt nicht aufgeben“. Nach einer Weile wiederholen sich die Sprüche allerdings und gehen euch irgendwann auf die Nerven.

tour2

Im Großen und Ganzen kann man Tour de France 2015 besonders für Fans empfehlen, da sie ihre Lieblingsfahrer und Teams dabei haben und das Spiel realistisch rüberkommt. Grafisch ist es jetzt nicht der Oberkracher sondern spielt eher in der mittleren Liga. Die Zuschauer an der Seite gehen zwar frenetisch mit und feuern euch an, sehen aber aus wie Pappkameraden. Die Strecken und Umgebungen sehen aber ganz nett aus und können sich durchaus sehen lassen. Auch die Animationen der Radfahrer erinnern stark eine TV-Übertragung. Da haben sich die Entwickler echt ins Zeug gelegt.


 
Unsere Wertung
74%


Fazit
Ich bin selber überrascht und hätte nicht gedacht das ein Radrennspiel auf der Konsole so viel Spaß machen kann. Nur längere Etappen sorgen schon für echte Blasen an den Fingern. Immerhin hab ich keine Wadenkrämpfe von den Steilhängen bekommen. Tour de France 2015 ist ein netter Zeitvertreib geworden, der besonders Radfans begeistern wird. Wer sich für den Sport nicht interessiert wird an dem Spiel auch kein Interesse haben.