Total War: Rome 2 bei uns im TestTotal War: Rome 2 bei uns im Test
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Total War: Rome 2 bei uns im Test

„Total War: Rome 2“ kann man am besten als Kreuzung zwischen Rundenstrategie a la „Civilization“ und Echtzeitstrategie wie „Stronghold“ beschreiben. Spieler des ernstgenannten Spiels werden sich mal wieder heimisch fühlen beim neuen Serienteil der „Total War“-Reihe. Denn in erster Linie geht es um die Verwaltung von Ressourcen, Aufstellung von Kampftruppen sowie die Beziehung der Fraktionen untereinander.

Von den spielbaren Fraktionen gibt es 9, die zu Zeiten des römischen Reiches angesiedelt sind. Darunter zählen neben Rom, Karthago, Makedonien, Ägypten, Parther, Sueben, Arverner und Iceni. Je nachdem für welche Fraktion wir uns entscheiden dürfen wir ein individuelles Startgebiet unser Eigen nennen. Seien es Wälder, Gebirge, Wüstenareale oder Küstengebiete. Natürlich passen sich auch die Einheiten der jeweiligen Fraktion an und besitzen ganz eigene Spezialisierungen (so laufen in den Reihen der Ägypter etwa Kriegselefanten herum). Dennoch gibt es noch weitaus mehr Eigenschaften, Vor- und Nachteile, die uns die ausgewählte Fraktion einhandelt, welche wir hier aber nicht weiter erörtern, da sonst die Seitenzahl dieses Artikels gesprengt werden würde.

Eins ist aber gewiss: wer kein leidenschaftlicher Fan der Vorgänger war, der wird nach kurzer Zeit die Enzyklopädie aufsuchen, in der sämtliche Kniffe samt Informationen über eigentlich alles in der Welt von „Rome 2“ geschrieben steht. Teilweise können wir auch auf nützliche Tutorial-Videos zurückgreifen. Allerdings führt uns das anfängliche Tutorial zu Beginn des Spiels ebenfalls ausreichend ein. Zumindest für die ersten paar Spielstunden lernen wir dann, wie wir eine Stadt führen können, Steuern anpassen, Armeen aufbauen, Verbündete gewinnen und die ersten Großschlachten führen.

Das Herausstellungsmerkmal von „Rome 2“ sind natürlich nicht nur die runden-strategischen Aspekte des Titels, denn vor allem die (nach einem kurzen Ladebildschirm) nahtlos eingeflochtenen Echtzeitschlachten sind erneut grandios gelungen. Bevor die Schlacht geschlagen wird, stellen wir unsere Mannen erstmal in einer gut auf den Feind abgestimmten Formation auf. Nahkämpfer in die erste Reihe, Bogenschützen dahinter, Flankentrupps postieren wir für Überraschungsangriffe versteckt. Die Taktik ist das A und O bei den Schlachten in „Rome II“. Höhenunterschiede sowie Deckungsmöglichkeiten müssen wir auch mit einbeziehen, um einen Sieg einfahren zu können – zumindest in den späteren Gefechten. Dann gelangen wir auch auf hohe See, belagern Städte vom Seeweg aus und fallen in die Stadt ein.

Wie Ameisenhaufen bewegen sich dann unsere Kämpfer voran. Es sind nämlich wie gewohnt zig Einheiten zugleich auf dem Schlachtfeld, der Überblick fällt da ein ums andere mal schwer. Zum Glück können wir KI-Routinen erstellen und bestimmte Einheitentypen vom Computer steuern lassen. Durch die komfortable Steuerung, die uns selten Probleme bereitet, gelingt es uns schnell die ersten Erfolge zu feiern. Einsteiger haben es allerdings ob der schieren Masse an gleichzeitig zu führenden Streitkräften anfangs sehr schwer. Da helfen die neuen Spezialfähigkeiten wie Kampfschreie, die wir für kurze Zeit einsetzen können. Nach dem Abklingen einer Wartezeit dürfen diese dann erneut aktiviert werden.

Dank der guten Wegführung der Truppen sowie einer soliden Gegner-KI gestalten sich die Kämpfe stets spannend und dynamisch. Wer nicht mit Taktik vorgeht, der darf schnell von vorne anfangen. Das haben wir im Test nicht selten erlebt, vor allem auf der Weltkarte spielen die richtigen Entscheidungen eine große Rolle. Einmal nicht aufgepasst, wirft uns das Spiel ins Hauptmenü zurück und wir dürfen entweder einen Speicherpunkt neu laden oder wählen eine andere Fraktion, mit der wir in anderem Szenario versuchen wollen.

Die größten Neuerungen in „Rome 2“ sind zum einen die Provinzen, die bis zu vier Städte einschließen können. Wir können nun Global Steuern festlegen, sprich es gelten einmal festgelegte Steuersätze für alle 4 Siedlungen. Zum anderen dürfen wir neue Armeen nur rekrutieren, sobald wir einen General besitzen.

Freier Redakteur/in


 
Unsere Wertung
86%


Fazit
Quereinsteiger müssen sich gedulden. Um Erfolg zu haben, sollte man die Vorgänger kennen beziehungsweise andere Strategiespiele gespielt haben. Denn in „Rome 2“ müssen wir so viele Faktoren berücksichtigen, dass Anfänger schnell den Überblick verlieren können. Mit ein wenig Herzblut und Frusttoleranz erschließt sich einem das ganze, wahrlich große Spiel dann aber doch. Wenn man einmal so weit ist, dann lässt einen „Rome 2“ nicht mehr los.