Tom Clancy’s The Division – Überleben DLC bei uns im Test

Mit einem Monat Verzug können nun auch endlich Agenten auf der PS4 den neuen DLC „Überleben“ zu Tom Clancy’s The Division spielen. Wir haben uns den neuen Modus angeschaut und berichten Euch, ob wir überlebt haben.

Let it snow
Im zweiten DLC zu Tom Clancy’s The Division erhalten wir Agenten wichtige Informationen über ein Heilmittel, das aus der Dark Zone geboren werden muss und die Verbreitung der Pandemie möglicherweise eindämmern kann. Und wenn die Dark Zone nicht schon eine Herausforderung für sich ist, erhalten wir diesen Auftrag im vermutlich schlimmsten Schneesturm des Jahrhunderts. So steigen wir mit einem mulmigen Gefühl in den Helikopter und sollten schnell Recht behalten. Wir stürzen ab, haben uns dabei eine Sepsis zugezogen und stehen nur mit einfacher Ausrüstung da, aber wir müssen überleben und unseren Auftrag erledigen. Ziel ist es in die Dark Zone zu gelangen und dort die Virusstatika zu bergen. Danach müssen wir uns eine Leuchtpistole erstellen, um einen Helikopter für unsere Bergung zu rufen.
Hunger, Durst, Kälte und noch ne schwere Grippe
Unsere erste Aufgabe lautet, einen Virusfilter zu erstellen, damit wir in die Dark Zone gelangen können. Hier kommt das erste große Konzept des DLCs ins Spiel – Crafting. Mit Crafting erstellen wir nicht nur neue Ausrüstungsgegenstände oder Waffen, sondern auch Kleidung und Fähigkeiten. Diese sind von Anfang an nicht verfügbar und benötigen Material zur Erstellung. So machen wir uns mitten in einem Schneesturm auf die Suche nach passenden Materialien und müssen sowohl Kälte als auch Hunger und Durst trotzen. Wäre das nicht schon genug, sind wir noch infiziert und müssen Medikamente einnehmen, um die Infektion zeitlich einzudämmen. In der Regel haben wir vom Start aus genau eine Stunde Zeit, bis wir an einer Sepsis sterben. Obwohl eine Session für knapp zwei Stunden ausgelegt ist, braucht man eher eine Stunde, um sich aus der Dark Zone ausfliegen zu lassen. So kann man meistens auf die Suche nach Medikamenten verzichten und sich auf die Beschaffung anderer Materialien fokussieren. Damit wir bei der Suche nicht erfrieren, müssen wir passende Kleidung finden oder diese selber herstellen. Über ein Thermometer erkennen wir die aktuelle Aussentemperatur und bis wie viel Grad unsere Bekleidung ausgelegt ist.
The Hunger Games in New York
Überleben ist ein komplett neuer Modus, der auf ein ganz neues Spielgefühl setzt. Zuerst stellte ich mir die Frage, ob so ein Modus überhaupt zu The Division passt. Das Konzept des Überlebens passte irgendwie nicht in mein Bild eines Loot-Shooters. Für Anfänger mag dieser Modus vielleicht etwas seltsam vorkommen, da man immer und immer wieder komplett von vorne anfängt und seine zuvor gesammelte Ausrüstung aus dem Hauptspiel nicht verwenden kann. Aber für Veteranen bietet der zweite DLC ein völlig neue Erfahrung. Um zu Überleben muss man genau überlegen, welche Waffen, Ausrüstung oder Fähigkeiten man erstellt und einsetzt. Ausserdem seid ihr nicht alleine draussen im Schneesturm. Neben all den Gegner, die uns töten wollen, befinden sich in jeder Session noch 23 weitere Agenten auf dem Suche nach dem Antiserum. In einem „Tribute nach Panem“-ähnlichem Countdown sehen wir, wieviele Agenten noch unterwegs sind.
Man muss diesem Modus ein wenig Zeit geben. Die ersten Sessions mögen nicht gerade befriedigend sein, da man entweder direkt in eine Gruppe Gegner läuft, gegen die man absolut keine Chance hat, oder einfach vergisst, dass man kurz vorm Erfrieren steht bis sich der Bildschirm mit Eiskristallen füllt und man an Unterkühlung stirbt. Nach und nach macht der Modus jedoch eine Menge Spass. Nachdem wir das Level-Design besser studiert haben und genau wissen, welche Materialien am wichtigsten sind, ziehen wir von Deckung zu Deckung, um einen Weg in die Dark Zone zu finden. In der Dark Zone erwarten uns dann wiederum weitere Gegner, die uns das Leben noch schwerer machen wollen. Hier tummeln sich nicht nur benannte Gegner mit ihren Truppen, sondern auch eine neue Gegnergruppe – die Hunters. Eine schwer bewaffnete Truppe, die Jagd auf Agenten macht und als Trophäen die Uhren ihrer Getöteten um den Hals tragen.
Gemeinsam sind wir stark
Schnell stellt sich heraus, dass man Überleben, wie die meisten Aktivitäten in The Division, am besten in einer Gruppe spielt, denn im Schneegestöber herrscht der Permadeath. Das heißt, wenn unser Charakter stirbt, ist die Session vorbei. Jedoch können wir uns mit Medipacks wiederbeleben oder warten bis ein weiterer Spieler uns wiederbelebt. Selbst in einer Gruppe kann der kleinste Fehler oder eine kurze Unachtsamkeit, das Ende des Spiels bedeuten. Die Tatsache, dass wir keinen Radar haben und Gegner aus dem Nichts aus dem Schneesturm erscheinen, passiert es recht schnell, dass wir das Zeitliche segnen.
Nach dem erfolgreichem Ende einer Session oder unseres Todes, erhalten wir eine Zusammenfassung unserer Leistung. Die erwirtschafteten Punkte, errechnen dann unsere Belohnung in Form von versiegelten Behältern.  Normale Gegenstände und Waffen, die zuvor gefunden haben, können nicht mit ins Hauptspiel übernommen werden.
Jeder ist sich selbst am nächsten
Generell gibt es für Überleben keine Levelvorschrift, Voraussetzung ist der Zugang zur Base of Operations. Beim Start kann entschieden werden, ob Ihr PvP oder lieber PvE spielen wollt. In PvE können Spieler sich nicht gegenseitig verletzten oder töten. Hier ist der Bonus aber auch niedriger als im PvP. Im PvP- Modus ist die Abtrünnigen-Funktion ausgeschaltet und Ihr könnt in jeder Ecke von New York, auch außerhalb der Dark Zone, gegen andere Spieler kämpfen oder mit ihnen zusammenarbeiten. Einer der größten Frustrationen ist die Tatsache, dass Loot nicht geteilt werden kann. Das mag im PvE-Modus noch Sinn machen, aber beim Spiel in einer Gruppe? Spielt man mit Freunden in einer Gruppe so wird man sicherlich den Loot am besten verteilen, aber in einer Matchmaking-Gruppe? Auf keinen Fall! Hier gilt der Leitsatz des neuen DLCs – Überleben.
Fazit
Mit Überleben erhält The Division einen spannenden neuen Modus, der für mich zuerst nicht zu einem Loot-Shooter passte. Doch mit der Zeit macht dieses neue Szenario wirklich Spass. Besonders für Spieler, die schon alles in The Division gesehen und erlebt haben, bringt Überleben neue Herausforderungen. Aber auch neue Spieler sollten einen  Abstecher im Schneegestöber versuchen.
Unsere Wertung
74%

Marc

Marc

Mitglied der Chefredaktion, Ansprechpartner Publisher
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