Terraria bei uns im TestTerraria bei uns im Test
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Terraria bei uns im Test

Terraria hat den Weg nun endlich auch auf die Next-Gen Konsolen gefunden ist nun auch für die Xbox One erhältlich. Im März 2013 erschien das Spiel für die Xbox 360. Wir haben uns die aktuelle Version mal genauer angeschaut und sagen euch was ihr vom Titel erwarten dürft.

ter4Terraria ist ein Sandbox-Spiel. Das bedeutet ihr könnt euch in der Welt frei bewegen und müsst Dinge erkunden und sammeln. Eure Aufgabe besteht darin Metallerz und andere Schätze zu finden um eure Ausrüstung aufzuwerten und die Gegner zu besiegen. Wer ein Spiel sucht was er mal eben zwischendurch zocken will, liegt bei Terraria völlig falsch. Dieses Spiel braucht Zeit und fordert diese von euch auch ein. Das Spiel erinnert dank seiner 2D Optik ein wenig an den Klassiker Minecraft, hat aber im Endeffekt nix damit zu tun.

Die Spielwelt von Terraria ist groß, mächtig groß. Doch nicht nur oben, sondern besonders unten erwarten euch Schätze, Abenteuer und jede Menge Gegner. Anfänger werden beim optionalen Tutorial an die Hand genommen und bekommen die Steuerung und das Spielprinzip genau erklärt. Vorher erstellt ihr euch aber erstmal einen Charakter, der nur schwer als Mann oder Frau zu erkennen ist. Aber das ist der besondere Charme des Spiels – die Retro-Optik überzeugt von der ersten Minute an.

ter6Zu Anfang seid ihr nur schwach ausgerüstet und müsst mit einem Holzschwert und einer Holzrüstung leben. Eine holzige Angelegenheit, die auch schnell im virtuellen Tod endet. Und ihr solltet wirklich vorsichtig sein, denn all euer gesammeltes Gold verschwindet bei einem Ableben. Das ist das Spielprinzip eines Sandbox-Spiels und motiviert euch so auf spezielle Weise. Einige werden es sicher eher verfluchen, besonders wenn ihr schon längere Zeit unterwegs gewesen seid. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste, das solltet ihr euch hier genau einprägen. Immerhin bleibt eure Rüstung erhalten.

ter3Wie bei einem Rollenspiel lässt sich euer Charakter mit der Zeit auch aufwerten. Das ist auch bitter nötig, da die Gegner mit der Zeit immer knackiger werden und eine Menge von euch fordern. In der gesamten Terraria Welt sind aber genügend Gegenstände und Extras versteckt. Und auch wenn das Spiel so unscheinbar aussieht, es hat unglaublich viele Details. Selbst das Wetter spielt eine Rolle. Wenn es regnet solltet ihr nicht ohne Regenjacke und Schirm vor die Tür gehen. Macht ihr im richtigen Leben ja auch nicht.

Ihr dürft in Terraria aber nicht nur Sammeln und Jagen sondern auch bauen. So könnt ihr in euren Häusern mehrere Räume erstellen und so ein auf Tine Wittler machen. Ihr könnt dekorieren oder Sachen bei einem von 19 NPC´s kaufen oder verkaufen. Das sorgt ein wenig für Abwechslung im Trubel und lässt euch entspannen. Auch eure Freunde sind herzlich eingeladen und ihr könnt zusammen mit bis zu sieben Freunden die Welten von Terraria bereisen. Auch Haustiere können gehalten werden.

ter5Grafisch ist die Xbox One Version jetzt nicht viel anders als die Xbox 360 Variante, aber es gibt schon ein paar kleine Veränderungen. So wurde die Bildrate deutlich verbessert und die Grafik ist auch deutlich schärfer geworden. Bei einer Retro-Optik wie hier zwar nix besonderes, aber es fällt schon auf. Terraria ist ein Spiel für lange, lange Zeit und Spieler die gerne sammeln und erkunden. Es kann stundenlang unterhalten, wird aber an manchen Stellen auch ein wenig nervig. Wer Geduld mitbringt, wird aber mit besonderen Spielspaß belohnt.

Wer den einfachen Schwierigkeitsgrad gemeistert hat, kann sich danach an den Hard-Modus heranwagen. Dieser wird erst nach dem Durchspielen freigeschaltet. Aber hier solltet ihr wirklich schon mit allen Wassern gewaschen sein. Wie komplex das Spiel ist, zeigen die unterschiedlichen Herstellungsmöglichkeiten. Satte 1300 verschiedene Variationen stehen zur Auswahl. Terraria steht für 18,99 € im Xbox Store zur Verfügung. Leider bekommen Xbox 360 Nutzer keine Ermäßigung oder andere Vorteile. Auch die Speicherstände können nicht importiert werden.

Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag


 
Unsere Wertung
78%


Fazit
Wer Terraria spielen will muss drei Dinge haben: Zeit, Geduld und ein besonderes Interesse an Sandbox-Games. Hier geht es ums Erkunden, Sammeln und auch ums Sterben. Jeder Schritt sollte bedacht sein. All euer gesammeltes Gold ist bei einem Tod verschwunden. Aber das macht auch den besonderen Reiz solcher Spiele aus. Wer damit nicht klar kommt, sollte sich Terraria erst gar nicht zu Gemüte führen. Für Fans solcher Spiele bietet der Titel stundenlangen Spielspaß, der mit 18,99 € ein wenig zu teuer ausgefallen ist. Die Xbox 360 Variante kostet 14,99 €.