Starwhal: Just the Tip bei uns im TestStarwhal: Just the Tip bei uns im Test
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Starwhal: Just the Tip bei uns im Test

Das im All allerhand komischer Dinge umher schwirren dürfte wohl allseits bekannt sein. Das seit neuestem jedoch auch Wale ihr Unwesen treiben ist aber selbst für uns neu. In Starwhal werden wir jedenfalls in eine fiktive Umgebung mit den ansässigen Narwalen geworfen. Wie uns der Titel auf der Wii U gefallen hat erfahrt ihr in unserem aktuellen Testbericht.Starwhal screen 1

Fiktion trifft Chaos
Bevor wir uns in die fiktive Welt von Starwhal gewagt haben stand erst einmal die Konstruktion unseres Wales im Vordergrund. Neben einer markanten Farbe kann man seine Figur zudem mit einem Kopfschmuck und einem Kostüm verfeinern. Das man hierbei selbst einen Wal mit Sonnenbrille und Tutu erschaffen kann zeigt ganz deutlich die Verrücktheit dieses Titels. Auswirkungen auf den Spielverlauf wird die Erstellung jedoch nicht haben. Somit haben wir vergebens nach gewissen Attributen oder ähnlichem Ausschau gehalten. Es soll demnach wohl nur auf den ausgefallenen Geschmack der einzelnen Spieler ankommen. Laut dem Entwicklerstudio Breakfall soll es sogar bis zu 9000 verschiedene Kreationsmöglichkeiten der optischen Verschönerung geben. Eines ist aber schon im Vorfeld klar – die fiktiven Kostüme erwecken einen recht lustigen Eindruck!

Auf in die Arena
Ein Kernstück von Starwhal stell unter anderem der Arena-Modus dar. In diesem kann man sich mit insgesamt vier Spielern duellieren. Die Wahl ob Freunde oder lediglich die CPU entscheidet schließlich der Spieler. Wo jedoch die Kämpfe gegen die KI recht einseitig wirken hauchen besonders Runden unter Freunden die gewisse Abwechslung in die Thematik ein.

Die Arenen selber sind dabei recht unterschiedlich gestaltet. Das Layout greift von einfachen Stages ohne jegliche Hindernisse bis hin zu Arealen mit gelegentlich auftauchender Lava oder Windböen. Diese erschweren logischerweise die Vorgehensweise bei den einzelnen Duellen. Das Ziel in den Arenakämpfen hingegen ist einfach gestrickt. Wir müssen versuchen die Herzen der gegnerischen Wale zu treffen, um diese somit aus der Runde zu verbannen. Geschafft wird dies mit einem Horn, welches am Kopf eines jeden Wales befestigt ist. Somit gewinnt der letzte noch lebende Wal die Runde. Wem die ein oder andere Arena-Runde zu lange dauert kann wahlweise noch auf einen Timer zurückgreifen.

Damit jedoch der Arena-Modus nicht an Abwechslung verliert kann man auch weitere Siegbedingungen einstellen. Beispielsweise kann man auch mit jedem Herztreffer Punkte sammeln, wobei am Ende eines festgelegten Zeitraumes derjenige Siegreich vom Felde zieht, welcher die meisten Punkte ergattern konnte. Des Weiteren gibt es auch einen Modus, in welchem man ein Herz aufspießen und anschließend verteidigen muss. Aber egal für welchen Modus man sich in der Arena auch entscheiden sollte, das Spielprinzip selber ändert sich in keinster Weise.

Starwhal screen 2

Alternative Stages
Wem Arena-Kämpfe auf die Dauer zu wuselig erscheinen sollten, der kann sich jedoch noch im alternativen Spielmodi austoben. Wahlweise wird man sich auch alleine auf gewissen Arealen fortbewegen können, bei welchen man lediglich zu einem Zielpunkt gelangen muss. Der Schwierigkeitsgrad wird mit jedem erfolgreich abgeschlossenen Areal logischerweise zunehmen. So finden wir besonders in den ersten Runden einfache Areale mit kaum bis wenig Hindernissen, welche uns den Weg versperren wollen. Kniffliger wird es hierbei allerdings, wenn erstmals auftauchende Lava oder Säuren in die Areale integriert wurden. Somit ist es an manch einer Stelle schon eine kleine Meisterleistung bis ans Ende eines Abschnittes zu kommen.

Jedoch muss ich als großen Kritikpunkt die Steuerung von Starwhal ansprechen. Ob dies nur auf der Wii U so erscheint können wir an der Stelle nicht beurteilen, da wir die Versionen auf dem PC oder der PlayStation 4 nicht angetestet haben. Fakt ist jedoch, dass es sich als sehr schwierig erweist, den Wal richtig unter Kontrolle zu bekommen. An manch einer Stelle reagiert die Steuerung einfach zu extrem, so dass wir oftmals nur verwirrt umher kreisen und uns kaum fortbewegen konnten. Besonders kniffelig wird es an Passagen, wo uns Lava oder Säuren in die Quere kommen. Der Frustfaktor ist somit in gewisser Weise ein wenig vorprogrammiert.

Mitglied der Chefredaktion, Ansprechpartner Publisher


 
Unsere Wertung
48%


Fazit
Starwhal glänzt in erster Linie zwar nicht mit einem ausgefallenen Spielprinzip, aber dafür mit durchaus lustigen Charakterkreationen. Was den Spielspaß anbelangt kann man direkt anmerken, dass es recht schnell deutlich wird, dass dieser Indie-Titel auf den Mehrspielerspaß ausgelegt ist. Einzelspielerrunden wirken demnach recht schnell eintönig und durch die etwas knifflige Steuerung ist auch der Frustfaktor recht groß geschnürt. In den Arenen sieht dies zwar schon etwas anders aus, da die chaotischen Kämpfe doch recht amüsant erscheinen, aber auch die verschiedenen Spielmodi können auf Dauer nicht unbedingt überzeugen. Für den kurzen Spielspaß unter Freunden kann man zwar reinschnuppern, wird jedoch keinen ganzen Abend füllen können.