Sprinter bei uns im TestSprinter bei uns im Test
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Sprinter bei uns im Test

Sprinter ist eines dieser Indie Kleinode, für das man Steam’s Greenlight Programm danken kann.
Sehr minimalistisch in der Präsentation und simpel in der Mechanik, macht es durchaus vieles sehr richtig.

 

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Es handelt sich um eine Art 2D Twin-Stick-Geschicklichkeits-Jump-and-Run.
„Es fühlt sich an wie eine Mischung aus Hotline Miami und Metal Gear Solid“ sagt ein Reviewer im Netz und trifft es damit sehr gut. Man steuert einen von drei Charakteren aus der Vogelperspektive durch enge Korridore und muss dabei Wachen und Kameras ausweichen und im späteren Verlauf auch über Abgründe springen und Schätze oder Schlüssel einsammeln.
Die einzelnen Aufgaben sind simpel und alles andere als schwer – das Problem ist das knappe Zeitlimit, in dem man das Levelende erreichen muss. Dadurch muss man den gesamten Korridor in einem Rutsch durchlaufen und darf dabei keine Fehler machen. Etwa gegen eine Wand oder Tür laufen, weil man die Kurve zu eng genommen oder den entsprechenden Button am Gamepad zu spät gedrückt hat.
Braucht man zu lange, kann man sich seinen Lauf in Zeitlupe mit Spulfunktion ansehen und analysieren, wo wertvolle Sekunden verloren gegangen sind.

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Je weiter man voranschreitet, desto komplizierter werden die Aneinanderreihungen der simplen Aktionen und desto konzentrierter muss man sein. Das kann zwischendurch schon mal frustrierend werden, wenn man kurz vorm Ende des Levels etwa doch noch in eine Wache läuft. Nach einem kurzen Controller-gegen-die-Wand Moment ist man dann aber wieder voll motiviert und versucht es nochmal. Neue Mechaniken werden stets erst vorgeführt und dann nachgemacht – sehr gut! Ein guter Controller, am Besten der von der Xbox, ist Pflicht!

Schummrig schöner Sound

Jede Aktion die ein Knopfdruck auslöst (Tür öffnen, Wache ablenken, etc.) wird von einem Sound begleitet, der sich stets passend in die sphärische Hintergrundmusik einbettet. Was das minimalistische Sounddesign angeht, hat der Entwickler mit sehr wenig Mitteln sehr viel erreicht. Bei der Grafik ist es ähnlich, diese ist sehr simpel, aber effektiv.
Schade, dass die Story, die zwischen den Leveln in gezeichneten Panels dargestellt wird, theoretisch sehr emotional ist, aber nur sehr oberflächlich in den Spielverlauf eingebunden ist.
Das Spiel ist zwar ausschließlich auf English erhältlich, kommt letztlich aber ohne Sprachausgabe und fast komplett ohne Text aus.

Für einen Preis von derzeit knapp 8€ können beinharte Indie- und Genre-Fans trotz des sehr geringen Umfangs von 2-3 Stunden durchaus zugreifen. Alle anderen warten lieber auf ein Sale-Schnäppchen.

 


 
Unsere Wertung
75%


Fazit
Ähnlich wie schon "Blood Alloy" ist Sprinter eigentlich gar nicht so meins. Aber auch hier haben mich Präsentation und Liebe zum Detail am Ball gehalten. lediglich der geringe Umfang und Schwächen bei der Story verhindern eine bessere Wertung. Und auch hier versteht man das Game am ehesten, nachdem man sich den Trailer angesehen hat!