Ryse: Son of Rome bei uns im TestRyse: Son of Rome bei uns im Test
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Ryse: Son of Rome bei uns im Test

Nun startet die Next-Gen Ära auch offiziell bei Games-Mag. Wir haben mit Ryse: Son of Rome den ersten Xbox One Spieletest für euch. Wir haben die Reise nach Rom angetreten und sind gespannt, ob die Spielbarkeit unter der phänomenalen Grafik leiden muss. Irgendwie ist es ja schon ein besonderes Gefühl, dass erste Xbox One in der Redaktion zu testen. Aber genug gefaselt, los geht´s:

Ryse: Son of Rome ist ein Exclusiv-Titel für die Xbox One und wurde durch zahlreiche Videos schon vorher als Grafikbombe betitelt. Das können wir genau so bestätigen. Dieses Spiel zeigt eindrucksvoll, zu was die neue Konsole in der Lage ist. Knackscharfe Grafiken, lebensechte Gesichter und wirklich tolle Animationen. Haut uns das Spiel gleich beim ersten Test vom Hocker? Leider nicht. Das Spiel verflacht von Minute zu Minute und ihr habt wirklich nur Freude an den wirklich genialen Umgebungen. Es ist klar zu sehen, dass Crytek mitgewirkt hat und schon eine Menge aus der Xbox One herausgeholt hat.

Bei der Spielbarkeit bleibt der Spaß allerdings irgendwo in Rom liegen. Am Anfang freut ihr euch noch über massige Gegner, die ihr mal eben mit ein paar Schlägen ins Jenseits schickt. Da fliegen auch mal Arme oder andere Gliedmaßen ab und nicht umsonst ist der Titel erst ab 18 Jahre freigegeben. Dank der Kinect-Sprachsteuerung könnt ihr euch Salven abfeuern und mehrere Gegner auf einmal erledigen. Das hat in unserem Test übrigens einwandfrei funktioniert. Leider fehlt dem Spiel aber der echte Spielspaß. Das mit dem Schlägen ändert sich nicht und ihr habt eigentlich auch nix anderes zu tun. Die Gegner bleiben gleich und eure Buttons müssen auch immer gleich gedrückt werden. Spielerische Tiefe sieht anders aus.

Zwar dürft ihr nach einer Weile einen Finish-Move ausführen, der sieht aber auch nach mehreren Versuchen immer gleich aus. Fans von blutigen Aktionen werden sich nach einer Weile bereits satt gesehen haben. In den Menüs dürft ihr euch aber auch noch verschiedene Hinrichtungen hinzukaufen. Das diese Aktionen auch noch in Zeitlupe ausgeführt werden, macht die Sache nicht wirklich besser. Auch wenn die Geschichte toll erzählt ist und die Zwischensequenzen unglaublich toll aussehen, es macht auf Dauer einfach keinen Spaß und ist langweilig. Irgendwie ein typischer Launch-Titel.

Auch die Spielzeit ist mit knapp 6 Stunden mehr als knapp bemessen. Es gibt auch keinen großen Grund, dass Spiel später noch mal herauszukramen. Vielleicht als Grafik-Demo für eure Freunde um zu zeigen, was die Xbox One auf dem Kasten hat. Das war es aber auch. Euer Krieger darf im Laufe der Zeit auch noch mit Fähigkeitspunkten ausgestattet werden und wird somit auch stärker. Das könnt ihr entweder mit Ehre oder Gold bezahlen. Habt ihr kein Gold mehr übrig könnt ihr das über den Store kaufen. 1000 Goldstücke gibt es für 0,99 € und für 25000 Goldstücke werden 19,99 € fällig. Braucht man das? Wir glauben nicht, besonders nicht wenn das Spiel schon 70 € im Laden kostet. Bei maximaler Goldauslastung dürft ihr aber alles ausschöpfen, was das Spiel an Booster und Extras zu bieten hat.

Der Multiplayer Modus im Spiel bietet euch mehrere Kämpfe in unterschiedlichen Arenen, die ihr entweder mit einem Freund oder jemand anders bestreiten könnt. Hier zeigt das Spiel auch schon, was auch im Singleplayer möglich gewesen wäre. Auch wenn die Kämpfe immer gleich sind, ist hier schon etwas mehr Spielspaß zu entdecken. Und gemeinsam macht das Abmetzeln deutlich mehr Spaß. Auch hier überzeugt die Grafik auf ganzer Linie und bringt staunende Gesichter. Nach der Runde bekommt ihr weitreichende Statistiken serviert und dürft euch auch über Gold freuen.

Ryse: Son of Rome ist ein Hack´n Slay Spiel erster Güte. Wer nicht viel Wert auf eine offene Spielewelt und Spieltiefe legt, wird sicherlich für ein paar Stunden beschäftigt sein. Allerdings müsst ihr dabei auch einige Ladezeiten in Kauf nehmen. Immerhin werdet ihr danach mit echt umwerfenden Grafiken belohnt. Auch die deutsche Sprachausgabe ist gut gelungen und die Lippensynchronisation funktioniert einwandfrei. Es ist nicht alles schlecht, aber wir haben einfach ein bisschen mehr erwartet. Nur gute Grafik reicht nicht aus.

Markus

Markus

Chefredakteur bei Markus Biering Verlag
Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag
Markus

Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag


 
Unsere Wertung
65%


Fazit
Ryse: Son of Rome als Grafikblender zu bezeichnen würde zu weit gehen. Es sieht gut aus, hat aber leider keine spielerischen Highlights und wird nach einer Weile einfach zu eintönig und langweilig. Der Multiplayer Part holt die Kohlen wieder ein wenig aus dem Feuer und macht auch nach mehreren Spielen noch Spaß. Und wenn wir ehrlich sind: Wir haben bei einem Launch-Titel schon fast gar nichts anderes erwartet.